Selen – lebensnotwendig für den Immunstoffwechsel

Obwohl die Lebensnotwendigkeit von Selen als Spurenelement bereits 1957 erkannt worden war, dauerte es noch einige Jahrzehnte, bis diese Erkenntnis in die medizinische Praxis umgesetzt wurde.

Selen – Gift oder lebensnotwendiges Spurenelement für den Immunstoffwechsel?

Selen ist als Mikronährstoff im Körper zwar nur in »Spuren«, also in sehr geringen Mengen vorhanden. Trotzdem ist dieses Halbmetall lebensnotwendig für den Immunstoffwechsel und wird in der Behandlung onkologischer und entzündlicher Erkrankungen ebenso eingesetzt wie in der Zahnmedizin.
Obwohl die Lebensnotwendigkeit von Selen als Spurenelement bereits 1957 erkannt worden war, dauerte es noch einige Jahrzehnte, bis diese Erkenntnis in die medizinische Praxis umgesetzt wurde. Vergleichbare Schicksale in der ernährungsmedizinischen Geschichte zeigten sich aber auch bei anderen so genannten Mikronährstoffen:

Die Lebensnotwendigkeit von Chrom, Beta-Carotin oder Kupfer sprach sich erst im letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts herum. So schützen Carotinoide vor Krebs, Polyphenole vor Bakterien und Entzündungen, Phytosterine senken das Cholesterin, Faserstoffe den Blutzucker und Phytoöstrogene lindern klimakterische Beschwerden. Übrigens alles Stoffe, die in Pflanzen vorkommen und die man nicht synthetisch herstellen kann.

Selen ist Bestandteil wichtiger Enzyme, deren Aufgabe es ist, den Körper vor der Wirkung schädigender Moleküle, wie Schwermetalle und freie Radikale, zu schützen.

Ein Mangel an Selen kann gravierende gesundheitliche Probleme zur Folge haben. Zahlreiche epidemiologische Untersuchungen weisen darauf hin, dass moderne Zivilisationskrankheiten, wie Atherosklerose oder Krebs, u.a. in direktem Zusammenhang mit einer Selenunterversorgung stehen.
Weiter Untersuchungen zur Untermauerung dieser Erkenntnisse sind notwendig und wünschenswert.

An den medizinischen Fakultäten Leipzig, Jena und Dresden wurden breit angelegte Untersuchungen zur Spurenelementversorgung der Bevölkerung durchgeführt. Es wurden 1.000 Nahrungsmittel auf deren Gehalte, Verluste durch Lagerung und Kochprozesse analysiert. Gleichzeitig wurde die tatsächliche Aufnahme an Spurenelementen durch Getränke und Speisen in einem Zeitraum von drei Wochen bei unterschiedlichen Ernährungsweisen ermittelt.

Die Selengehalte unserer Lebensmittel

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 20–70 µg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Demnach wären 70–80% der Bevölkerung in Deutschland Selen unterversorgt. Dies liegt insofern nahe, weil Deutschland als Selenmangelgebiet gilt.

Auf Grund von Überdüngung, ausgelaugten Böden, saurem Regen und der Schadstoffbelastung durch Schwermetalle finden sich nur geringe Selenkonzentrationen in den Böden, diese wiederum verursachen geringe Selengehalte bei sämtlichen Agrarprodukten. So kann es auch beim letzten Glied der Nahrungskette, beim Menschen, zu Selenunterversorgung kommen.

Erhöhten Bedarf an Selen haben zudem ältere Menschen, Frauen während der Schwangerschaft und Stillzeit, Leistungssportler, Personen mit bestimmen Krankheiten.
Durch die Nahrungsmittelzubereitung, insbesondere durch Kochprozesse, treten zusätzliche Selenverluste von 40–60% auf.

Die tägliche Selenaufnahme des Durchschnittsdeutschen liegt etwa bei 15–20µg. Die empfohlene Mindestmenge beträgt 70µg für einen Erwachsenen.
Die Muttermilch enthielt bei 85% der stillenden Mütter weniger als 5µg Se/l (optimal > 10µg/l).
Altersabhängig waren bei Senioren Selendefizite am ausgeprägtesten.
Selen kann aber auch überdosiert werden!

Selendefizite – wodurch?

Regelmäßiger Alkoholkonsum, aber auch chronische Erkrankungen, vor allem Entzündungen an den inneren Organen oder an den Gelenken erhöhen den Selenverbrauch. Personen mit Leber-, Bauchspeichel- und Immunerkrankungen haben im Vergleich zur Normalbevölkerung einen erhöhten Bedarf an Selen.

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

Bei der nekrotisierenden Verlaufsform der Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) konnte man die Sterblichkeit von über 34% durch gezielte Selenzufuhr auf unter 5% senken. Ähnliche Ergebnisse erzielte man an der
Dresdner Universitätsklinik für Chirurgie.

Tumorbehandlungen

Studien haben ergeben, dass begleitende Selengaben einerseits die Wirkung von Chemotherapien verstärken, andererseits die Nebenwirkungsraten von Strahlen- und Chemotherapien reduzieren.

Selen bei entzündlichen und viralen Erkrankungen

Selen hat die bei Nährstoffen äußerst seltene Fähigkeit Elektronen sowohl aufzunehmen als auch abzugeben.
So kann Selen – je nach Milieu des Gewebes, dem so genannten pH-Wert – reduzierend (also zellschützend) oder oxidierend (also provozierend) agieren.

Herpeserkrankungen

Herpesinfektionen werden durch ein Virus hervorgerufen. 90% der Bevölkerung sind seit dem Kindesalter mit Herpes-Simplex-Viren infiziert, nicht alle erkranken jedoch daran. Der Grund dafür liegt in der körpereigenen Abwehr. Das Virus nistet sich in verschiedenen Nervenknoten ein und ist so für das Immunsystem unauffindbar. Wird unser Immunsystem beispielsweise durch Erkältung und Fieber, Stress oder verstärkte Sonneneinstrahlung geschwächt, kommt es zu einer Aktivierung des Virus und somit zum Aufflammen der Infektion.

Je schwächer das Immunsystem, desto höher ist das Risiko einer großflächigen Ausbreitung der Viren.

Herpesinfektionen gehen mit Entzündungen im Lippen- und Mundbereich einher und sind mit Rötungen, Schwellungen, Bläschenbildung und Schmerzen verbunden. Entzündliche Prozesse verursachen immer oxidativen Stress, das heißt die vermehrte Bildung zellschädigender Stoffwechselprodukte (freie Radikale).

Als einer der möglichen Wirkmechanismen von Selen wird diskutiert, dass das Antioxidans in diesen Prozess eingreift, indem es die freien Radikale entschärft und neutralisiert. An bereits durch Viren oder Bakterien infizierten Stellen wird durch die Anwendung von Selen das Ausmaß der Zellschädigung gemindert. Dauer und Schweregrad der Entzündungen werden verkürzt bzw. gemildert und das Immunsystem wird allgemein aktiviert.

Entzündungen

Um Entzündungsprozessen entgegen zu wirken, bietet sich Selen an, da Entzündungsherde vom ph-Wert stets sauer sind. Selen nimmt Elektronen auf und schützt so Gewebe vor weiterer Zerstörung, z.B. bei
# Verbrennungen
# Sonnenbrand auf der Haut
# Entzündungsherde des Zahnfleisches oder der Mundschleimhaut.

Selen stoppt die Virusvermehrung

Viren können sich nicht selbst vermehren. Sie regen in der Zelle Enzyme an, die dann die Viren intrazellulär vermehren. Durch Medikamente ist ihnen schlecht beizukommen.
Anders mit freien Radikalen.

Wir alle kennen das Beispiel von Fieber bei Infekten.

Durch Erhöhung der Körpertemperatur auf mehr als 38,5°C bildet der Körper massiv freie Radikale. Bakterien-, Pilz-, Virennester werden im »Fegefeuer der Radikale« verbrannt, ebenso nicht mehr lebenstüchtige Zellen. Der Körper geht gereinigt aus der Abwehr hervor. Aus falschem Krankheitsverständnis setzen Betroffene zu häufig fiebersenkende Medikamente ein.

Selbstverständlich müssen aber bei zu hohem Fieber oder schlechtem Allgemeinbefinden fiebersenkende Maßnahmen ergriffen werden.
Immunschwache Patienten haben selten oder kaum Fieber. Sie denken, sie seien gesund und ihr Immunsystem sei stark. Häufig ist das Gegenteil der Fall. Wiederkehrende Herpesinfektionen, Gürtelrose oder auch Muttermundveränderungen der Frau sind Hinweise einer schlechten, am Boden liegenden Immunabwehr. Bei derartigen Immunschwächen hilft Selen.

Selen-Therapie in der Onkologie

Seit Jahren zeigt sich in der Onkologie, dass Selen die Nebenwirkungen von Strahlen- und Chemotherapie reduziert. Besonders bei den nebenwirkungsreichen Platin-Chemotherapeutika wird dieser Schutzeffekt deutlich.

Die Unsicherheit, dass Selen eventuell die Wirkung der Chemo-, Strahlentherapie mindern könnte, wurde inzwischen widerlegt. Selen in entsprechenden Dosierungen erhöht die Sensibilität von Tumorzellen gegenüber Chemo-Therapeutika und senkt die Anfälligkeit von gesunden Zellen und Organen.

Calcium – Baustein für Knochen und Zähne und Erregung von Muskeln und Nerven

Der menschliche Körper kann natürliche Mineralstoffe wie Calcium oder Magnesium nicht selbständig erzeugen. Deshalb müssen sie ihm täglich mit der Nahrung zugeführt werden, wenn die Gesundheit tadellos funktionieren soll. Wissenschaftler führen die ursächliche Entstehung von etwa 150 Krankheiten bereits auf fehlende Mineralstoffe zurück.

Natürliche Mineralstoffe und Spurenelemente sind lebenswichtige Substanzen zum Erhalt oder zur Wiederherstellung Ihrer Gesundheit. Ein andauernder Mineralstoffmangel, vor allem fehlendes Calcium, ist für die Gesundheit äußerst schädlich.

Der menschliche Körper kann natürliche Mineralstoffe wie Calcium oder Magnesium nicht selbständig erzeugen. Deshalb müssen sie ihm täglich mit der Nahrung zugeführt werden, wenn die Gesundheit tadellos funktionieren soll. Wissenschaftler führen die ursächliche Entstehung von etwa 150 Krankheiten bereits auf fehlende Mineralstoffe zurück.

Calcium (fachsprachlich) oder Kalzium ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Ca. Mit einem Körperbestand von etwa 1 kg ist Calcium der mengenmäßig am stärksten vertretene Mineralstoff im menschlichen Organismus.

99 Prozent des im Körper vorkommenden Calciums befinden sich zusammen mit Phosphor in Knochen und Zähnen und verleiht ihnen somit Stabilität und Festigkeit. Außerdem ist Calcium an der Blutgerinnung, an der Erregung von Muskeln und Nerven sowie an der Aktivierung einiger Enzyme und Hormone beteiligt.

Liegt ein Calciummangel vor, muss der Organismus das fehlende Calcium aus den Knochen lösen, um es für andere Aufgaben zur Verfügung zu stellen. Daher müssen die Calciumspeicher regelmäßig aufgefüllt werden.

Risikogruppen für eine unzureichende Calciumzufuhr bilden junge Frauen, Schwangere, Stillende und ältere Menschen, vor allem Frauen. Voraussetzung dafür, dass Calcium in der benötigten Menge vom Körper aufgenommen werden kann, ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D. Und hier liegt das Problem, denn fast 60 Prozent der Bevölkerung leiden an Vitamin D Mangel. 🙂

Die Resorptionsrate von Calcium liegt durchschnittlich zwischen 30 und 40 %. Auf die Calciumresorption wirken sich die Zusammensetzung der aufgenommenen Lebensmittel und deren Inhaltsstoffe aus. Eine zentrale, aber noch nicht völlig aufgeklärte Rolle bei der Resorption und dem Transport durch die Zellen spielt das Vitamin D. Geregelt wird der Calciumstoffwechsel durch verschiedene Hormonsysteme. So sind beispielsweise die Hormone der Schilddrüse sowie die Hormone Östrogen, Insulin oder Glucagon mit jeweils unterschiedlichen Funktionen an der Calciumkonzentration des Blutes beteiligt.

Den bedeutendsten Anteil an der Anhebung des Kalziumspiegels im Blut hat dabei das Hormon Parathormon. Es wird in der Nebenschilddrüse gebildet. Es begünstigt bei einem niedrigen Blut-Calciumgehalt die Mobilisierung des Mineralstoffs, erhöht die Resorption im Darm und reduziert die Ausscheidung über die Nieren.

Bis etwa zum 30. Lebensjahr wird in der Regel mehr Calcium in die Knochen eingelagert als abgebaut. Also sollte man in jungen Jahren darauf achten, dass über die entsprechende Ernährung genügend Calcium aufgenommen wird. Zu diesem Zeitpunkt spricht man auch von peak bone mass, der höchsten im Leben aufgebauten Knochenmasse. Ab diesem Zeitpunkt reduziert sich die Knochenmasse. Das bedeutet die Knochendichte verringert sich. Dieser Prozess kann nicht aufgehalten aber abgeschwächt werden. Entscheidend bei der Calciumauslagerung aus den Knochen ist eine entsprechende Ernährung und ausreichende körperliche Bewegung.

Die wichtigsten Nahrungsquellen für Calcium sind Milch und Milchprodukte. Zu den calciumreichen Milchprodukten zählen beispielsweise Buttermilch und Käse. Beim Käse spielt allerdings das Herstellungsverfahren eine entscheidende Rolle, wie hoch der Calciumanteil ist. Hartkäse ist meist kalziumreicher als Weichkäse oder gar Schmelzkäse.

In pflanzlichen Lebensmitteln ist der Gehalt an Calcium meist nur mittelmäßig hoch. Einige pflanzliche Lebensmittel jedoch, wie beispielsweise Kokosflocken, Kokosraspeln oder Sesamsaat, zeichnen sich durch einen sehr hohen Calciumgehalt aus.

Panikattacke mit Mund- und Nasenschutz

Momentan ist das Tragen von einem Mund- und Nasenschutz in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln angesagt.
Man kann dazu unterschiedlicher Meinung sein, ob es einen Sinn macht und wirklich meine Mitmenschen schützen kann oder ob es nur eine falsche Sicherheit bietet.

So sehen viele Alltagsmasken aus


Die Maske schützt die Gegenüber vor Tröpfchen, die beim Husten und Niesen austreten können.
Wenn man sich die Beschreibungen der Hersteller solcher Masken ansieht, kommt man selbst zur Erkenntnis, dass sie nur ein bakterieller Schutz ist und uns nicht vor Viren schützt. Außerdem wird empfohlen, die Maske nach zwei Stunden zu wechseln, da sie von der Atemluft durchfeuchtet ist. 🙁


Wenn man jetzt davon ausgeht, man ist Träger des SARS-CoV-2 Virus, dann müsste die Maske entsprechend entsorgt werden und nicht zum Lüften am Kinn hängen oder am Ellenbogen getragen werden, was in der Bevölkerung allgemein üblich ist. Viele Menschen werden ihre Einmalmasken auch sicherlich öfter tragen und haben somit regelrechte Keimschleudern im Gesicht.


Wenn der Chirurg im OP eine Maske trägt, will er den Patienten schützen, dass keine Bakterien ins offene OP-Feld gelangen.

Die Maske schützt den Patienten vor Bakterien, die der Operateur ins offene OP-Feld einbringen könnte beim Sprechen


Ich für meine Person laufe selten spuckend, rotzend und niesend durch die Gegend, so dass die Tröpfchen leichtes Spiel haben. Auch beim Einkaufen führe ich keine Selbstgespräche.

Jetzt gibt es aber Menschen, die panikartige Zustände bekommen, wenn Mund und Nase bedeckt sind. Das Atmen wird schwerer, das Gefühl zu ersticken kommt auf. 🙁
Natürlich erstickt niemand unter so einer Maske, aber gegen das unangenehm aufkommende Gefühl kann die betreffende Person nicht angehen. Das Gefühl der Atemnot kann so weit führen, dass die Menschen Herzrasen oder Herzklopfen bekommen, sie beginnen zu zittern oder sie erleben sogar Schweißausbrüche. Wenn im Sommer die Temperaturen dann noch sehr hoch sind, können Schwindel und Übelkeit dazu kommen. Für diese Menschen wird das Einkaufen zum Höllentrip.


Panikstörungen gehören zu den psychischen Erkrankungen und zählen zu den Angststörungen, von denen sieben Prozent der Bevölkerung betroffen sind.

Bessere Gesundheit mit naturbelassener Ernährung?

Gesund sein bedeutet nicht allein frei von Krankheiten zu sein, vielmehr beinhaltet eine Gesundheit neben physiologische auch psychologische und soziologische Aspekte.
Ursprünglich waren Gräsersamen die wichtigste Ernährungsbasis. Gräser wachsen unter fast allen Klimabedingungen von selbst.
Erst spät in seiner Entwicklung wurde der Mensch sesshaft und baute die Gräser an, die er dann zu den heutigen Getreidesorten weiterentwickelte: Hirse, Sorghum, Amaranth, Dinkel, Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Mais, Reis sind einige davon.

Definition Gesundheit

Gesund sein bedeutet nicht allein frei von Krankheiten zu sein, vielmehr beinhaltet eine Gesundheit neben physiologische auch psychologische und soziologische Aspekte.

Somit ist die Gesundheit nach WHO (World Health Organisation) ein Zustand des umfassenden körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens.

Der Gesundheitsbegriff

Die physiologische Gesundheit nimmt Bezug zur körperlichen Verfassung. Bestimmende Faktoren sind hierbei körperliche und konditionelle Voraussetzungen, die Stärke des Immunsystems und genetische Veranlagungen. Weitere Bezugsgrößen, die eine physiologische Gesundheit beeinflussen sind neben dem biologischen Alter und der Ernährung eine generelle gesunde Lebenseinstellung.

Beispiele von krankheitsfördernden Wirkungsmechanismen: „Auszugsmehle“

„Auszugsmehle“ sind ein „Auszug“ aus dem vollen Korn: Übrig bleibt die Stärke, der „Treibstoff“ des Korns beim Keimvorgang. Alles Übrige fehlt – der Keim mit seinen Vitaminen, hochungesättigten Fettsäuren, Enzymen, genetischen Informationen ebenso wie die an Mineralien und Faserstoffen reichen Randschichten. Diese aber braucht der Organismus zur richtigen Verarbeitung des „Treibstoffs“ – wie das Korn selbst auch.

Dass diese Substanzen alle mitgeliefert werden, darauf ist der Organismus eingerichtet. In den „Auszugsmehlen“ fehlen diese biochemischen Werkzeuge und Informationen. Deshalb entgleist der Kohlenhydratstoffwechsel. Nicht sofort – denn erst braucht der Organismus seine Vorräte an diesen auf.

Sobald jedoch die biochemischen „Werkzeuge“ (z.B. B-Vitamine, Mineralstoffe) knapp werden, entgleist der Stoffwechsel der Kohlenhydrate immer mehr. Er verschiebt sich zunehmend in den anaerob – glykolytischen Bereich („Vergärung“ statt „Verbrennung“). Die Energieausbeute ist geringer. Das Endprodukt ist jetzt Milchsäure – ein flüssiges Produkt, das nicht ausgeatmet werden kann. Es bleibt bei Muskelarbeit daher lange im Gewebe liegen und ist eine Ursache für „Muskelkater“. Wer leicht dazu neigt, dessen Kohlenhydratstoffwechsel ist entgleist.

Milchsäure schädigt auch den Herzmuskel. Krebszellen fühlen sich in diesem übersäuerten Milieu wohler als die gesunden Körperzellen, welche an Sauerstoffmangel leiden. Der übersäuerte Stoffwechsel führt auch zum Verlust der Pufferungsfähigkeit des Speichels gegen Säuren. So wird der Zahnkaries Tür und Tor geöffnet. Die so produzierte Milchsäure ist auch eine Ursache der Osteoporose, der Entkalkung des Skeletts, die zu erhöhter Bruchgefahr für die Knochen führt.

Hauptgrundlage der Gesundheit: Naturbelassene Nahrung

Nachdem die erhoffte Anpassung des Menschen an seine denaturierte Zivilisationskost misslungen ist (Folge: chronische ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten), ist es nur eine Sache gesunden Verstandes, den umgekehrten Weg zu einzuschlagen: Die Anpassung der Ernährung an das immer noch wirksame genetische Programm. Eine „zivilisierte Urnahrung“ also.

Welches war die menschliche Urnahrung?

Den im doppelten Sinne härtesten Nachweis liefert die vergleichende Gebissanatomie. Der Mensch isst auf Grund seiner Gebisskonstruktion Früchte im Sinne von Samen, Wurzelknollen, zarten Blattschößlingen.  Zum Vergleich:

Ein Allesfressergebiss hat das Wildschwein;   Fleischfressergebisse haben Hund, Katze, Tiger;  Grasfressergebisse haben Rind, Ziege, Pferd, Schaf, Antilope, Elefant etc.                                                                                                                         

Ursprünglich waren Gräsersamen die wichtigste Ernährungsbasis. Gräser wachsen unter fast allen Klimabedingungen von selbst. In Äthiopien ist noch heute ein Gräsersamen in Gebrauch, T’eff, dessen Samenkörner fast so klein wie Sandkörner sind. Sie werden gemahlen und zu dem (pfannkuchen-ähnlichen) Fladenbrot Enjera verarbeitet, welches bis heute dort wichtigstes und hoch geschätztes Grundnahrungsmittel ist.

Erst spät in seiner Entwicklung wurde der Mensch sesshaft und baute die Gräser an, die er dann zu den heutigen Getreidesorten weiterentwickelte: Hirse, Sorghum, Amaranth, Dinkel, Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Mais, Reis sind einige davon.

Die gesundheitlich entscheidenden Wirkstoffe der Getreide sind nur im ganzen, keimfähigen Samen und Korn haltbar. Sobald gemahlen wird, beginnen Oxidation und enzymatischer Abbau, und die gesund erhaltende Wirkung geht verloren. Der tschechische Wissenschaftler Dr. J. Bernasek wies nach, dass bereits nach nur 2 Wochen Lagerung gemahlener Getreide bei den damit gefütterten Versuchstieren Erkrankungen auftreten, und bei deren Nachwuchs Degeneration.

Cäsar, der über seine Feldzüge sehr präzise berichtete, erwähnt keine Krankheiten. Die römischen Legionäre bekamen eine Tagesration von 850 g Getreide, meist Weizen; sie eroberten und verteidigten mit dieser Ernährungsgrundlage das ganze römische Weltreich. Die Getreide wurden auf einer mitgeführten Mühle jeweils frisch vor dem Verzehr gemahlen. Wurde Getreide knapp und gab es deshalb Fleisch, murrten die Legionäre. Sie wussten, dass Fleisch sie müde machen würde und die täglich abverlangten großen Marschleistungen ihnen schwerer fielen.

Eine Zivilisationskrankheit (auch Wohlstandskrankheit; engl. civilisatory disease, Western disease oder life style disease) ist eine Krankheit die in Industrieländern häufiger vorkommt als in der sog. Dritten Welt, und deren Erkrankungsrisiko vermutlich durch die dort vorherrschenden Lebensverhältnisse zunimmt.

Da nicht die Zivilisation als solche, also die Errichtung einer bürgerlichen Ordnung und die Teilhabe am gesellschaftlich-technischen und medizinischen Fortschritt, sondern bestimmte in industrialisierten Ländern verbreitete Lebensstile, Verhaltensweisen und Umweltfaktoren als gesundheitsgefährdend identifiziert wurden, ist der Begriff Zivilisationskrankheit irreführend. Er ist jedoch allgemein gebräuchlich.

In der Literatur herrscht keine Einigkeit darüber, welche Krankheiten den Zivilisationskrankheiten zuzurechnen sind und welche nicht. Es gibt daher keine vollständige und abgeschlossene Liste der Zivilisationskrankheiten. Folgende Krankheiten werden jedoch praktisch immer genannt:

  • Karies
  • Herz- und Gefäßkrankheiten
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • Bluthochdruck
  • Übergewicht und Adipositas
  • Gicht
  • manche Allergien
  • bestimmte Krebsarten (z. B. Lungenkrebs, Darmkrebs)
  • bestimmte Hauterkrankungen (z. B. Neurodermitis, Akne)
  • Essstörungen (Anorexia nervosa, Bulimia nervosa)
  • bestimmte psychiatrische Erkrankungen

Über die genauen Ursachen der Zivilisationskrankheiten herrscht ebenso wenig Einigkeit wie über die Zivilisationskrankheiten selbst. Sicher ist, dass nicht ein einzelner Faktor, sondern wahrscheinlich ein Zusammenspiel aus genetischer Anfälligkeit, Lebensstil- und Umweltfaktoren letztlich zur Erkrankung führt.

Weitgehend unumstrittene Risikofaktoren für das Auftreten einiger der o.g. Zivilisationskrankheiten sind:

  • Zigarettenrauch/Nikotin
  • Alkohol
  • Bewegungsmangel
  • Über- und Fehlernährung
  • Umweltgifte
  • Lärmbelastung
  • Stress
  • soziale Faktoren (z. B. Arbeitslosigkeit, Vereinsamung)
  • übertriebene Hygiene (s. Hygienehypothese der Allergieentstehung)
  • bestimmte Normen und Ideale (z. B. Leistungsdruck, Schlankheitsideal)
  • mediale Reizüberflutung

 

Zivilisationskrankheiten,

Sammelbezeichnung für Krankheitserscheinungen beim Menschen, die durch die mit der Zivilisation verbundene Lebensweise beeinflusst oder ausgelöst werden.

Zu den möglichen negativen Einflüssen gehören

  • unausgewogene oder übermäßige Ernährung,
  • Bewegungsmangel,
  • Überbelastung im Berufsleben,
  • Alkohol-, Tabak- und Arzneimittelmissbrauch,
  • Lärmbelastung und Reizüberflutung (besonders bei Kindern und Jugendlichen).

Hauptformen der Zivilisationskrankheiten sind die ernährungsabhängigen Erkrankungen, v. a.

  • Übergewicht, Fettsucht und deren Folgeprobleme (Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Arteriosklerose, koronare Herzerkrankungen, Schlaganfall, periphere Durchblutungsstörungen).
  • Auch Krebs,
  • Stoffwechselkrankheiten (z. B. Diabetes mellitus Typ 2, Gicht),
  • Gebiss- und Skelettschäden (Zahnkaries, Bandscheibenschäden, rheumatische Erkrankungen, Osteoporose),
  • Erkrankungen des Verdauungssystems (Verstopfung, Hämorrhoiden, Darmdivertikel)
  • sowie Bindegewebe- und Venenschwäche (Krampfadern) treten zivilisationsbedingt vermehrt auf.
  • Genussmittel- und Arzneimittelmissbrauch wird ebenfalls den Zivilisationskrankheiten zugeordnet.
  • Psychosomatische Beschwerden und Störungen (besonders Migräne, Schlaf- oder Essstörungen) stehen mit den Anforderungen der modernen Leistungsgesellschaft (z. B. permanenter Stress) in Verbindung.

Zur Förderung gesundheitsbewussteren Verhaltens sind konsequente Gesundheitsaufklärung und Präventionsmaßnahmen, besonders im Hinblick auf ausgewogene Ernährung, Bewegung und Entspannung, erforderlich.

Langzeitfolgen des Vitaminmangels

Wenn sie also nicht rauchen, nicht trinken, keinen Sport treiben, nicht schwanger sind, weder die Pille nehmen, noch Diät halten, wenn Sie weder über 65 (mit schlechter Absorption) noch unter 15 Jahre (Wachstum) alt sind, wenn Sie keine chronischen Krankheiten haben, nicht unter Darmproblemen leiden, nie Medikamente nehmen, sich ökologisch vollwertig mit Rohkost direkt vom Feld ernähren, wenn Sie nie in Betriebskantinen essen oder auf Geschäftsreisen sind, wenn Sie in schadstofffreier Umgebung leben, im Haushalt nur mit Wasser putzen und nie am Computer arbeiten, wenn Sie in stressfreier meditativer Ruhe leben, dann treffen die niedrigen DGE-Zufuhrmengen auf Sie zu.

Eine optimale Gesundheitsvorsorge berücksichtigt heute die Langzeitfolgen des Vitaminmangels und geht von einem höheren Bedarf aus, als uns die Deutsche Gesellschaft für Ernährung mit ihren Empfehlungen teilweise aus den 60ger Jahren stammend zugestehen will.

Sie brauchen für einen reibungslos funktionierenden Stoffwechsel, denn der ist Voraussetzung , dass man gesund bleibt:

  •  13 Vitamine: die fettlöslichen A, D,E, K
  •  die wasserlöslichen C und B- Komplex
  •  Mineralstoffe: Natrium, Calcium, Magnesium, Chlor, Kalium und Phosphor
  •  Spurenelemente: Eisen, Jod, Kobalt, Kupfer, Mangan, Molybdän, Zink, Chrom, Selen und Bor

Wenn man diese Vitalstoffe ausschließlich aus dem täglichen Essen beziehen will, so sollte man einige Überlegungen anstellen.
Wer könnte es annähernd schaffen?
Das schafft jede/r, der/die …

# täglich 70% seines Tagesbedarfs aus Obst und Gemüse deckt,auch als Rohkost,
# tierisches Fett reduziert zugunsten von gutem Pflanzenöl,
# Milchprodukte verträgt,
# mindestens dreimal die Woche Fisch verzehrt,
# Fertigprodukte meidet, also viel Zeit bei der frischen Zubereitung hat,
# viel Vollkornprodukte wählt,
# eine gute Quelle für tierische Ware hat,
# seinem Metzger vertrauen kann,
# auf die Kantine nicht angewiesen ist,
# Schnell-Imbiss hasst,
# vitaminschonend kocht,das heißt, ein Garsystem besitzt, wo weit unter 100° Grad gegart wird
# Produkte der Saison und aus der Region isst,

… für den könnten die Angben der DGE zutreffen, und er würde den Mindestbedarf abdecken, um nicht sofort ernstlich krank zu werden.

Können Sie das alles bejahen?
Oder zählen Sie vielleicht doch zu den 80% der Bevölkerung, die zu einer Risikogruppe gehören?

Bei den Risikogruppen unterscheidet man zwei Gruppen:

  1. die Gruppe der Menschen, die bereits eine Grunderkrankung hat und
  2. die Gruppe der Menschen ohne bestehende Grunderkrankung.

Und wenn man ganz ehrlich zu sich ist, so findet man sich immer irgendwo in einer Gruppe, die einen erhöhten Bedarf an Vitalstoffen aufweist.

# Akute Infektionen   ++++
# Raucher    ++++
# Alkoholkonsumenten   ++++
# Stark Gestresste   ++
# Freizeitsportler   ++
# Sonnenanbeter    ++
# Diät haltende    ++
# Strenge Vegetarier   +
# Umweltbelastete   ++
# Amalganplombenträger   +++
# ältere Menschen   +++
# Jugendliche    ++
# Schwangere    ++++
# Frauen bei Pilleneinnahme  +++

Oder haben Sie schon ein Gesundheitsproblem, sei es auch noch so klein?

# Infarkt / Schlaganfall     ++++
# Hohe Blutfettwerte     ++++
# Diabetiker      ++++
# Bluthochdruck      ++
# Rheumatiker      ++
# Augenerkrankungen(Katarakt, Makuladegeneration) ++++
# Vorstufen von Krebs / Tumor    ++++
# Hoher Arzneimittelverbrauch    ++
# Asthmatiker      +++
# Allergiker      +++

Haben Sie sich nicht wieder gefunden? Dann gehören Sie zu den restlichen 20%, die keiner Risikogruppe angehören. Super!!!

Fassen wir also noch einmal zusammen:

Wenn sie also nicht rauchen, nicht trinken, keinen Sport treiben, nicht schwanger sind, weder die Pille nehmen, noch Diät halten, wenn Sie weder über 65 (mit schlechter Absorption) noch unter 15 Jahre (Wachstum) alt sind, wenn Sie keine chronischen Krankheiten haben, nicht unter Darmproblemen leiden, nie Medikamente nehmen, sich ökologisch vollwertig mit Rohkost direkt vom Feld ernähren, wenn Sie nie in Betriebskantinen essen oder auf Geschäftsreisen sind, wenn Sie in schadstofffreier Umgebung leben, im Haushalt nur mit Wasser putzen und nie am Computer arbeiten, wenn Sie in stressfreier meditativer Ruhe leben, dann treffen die niedrigen DGE-Zufuhrmengen auf Sie zu.

Herzlichen Glückwunsch. Sie müssen auf einer idyllischen Insel im Pazifik wohnen.

Sie können sehr gerne die Vitaminübersicht kostenfrei downloaden:

https://www.gesunderfolgreich.eu/122/vitaminuebersicht-anfordern 

Corona, Influenza und andere Viruserkrankungen

Zurzeit hat uns das Coronavirus als Pandemie voll im Griff.

Weltweit versuchen die Länder die Ausbreitung des Virus mit dramatischen Maßnahmen zu verlangsamen.

Inzwischen hat hoffentlich der letzte gelernt, wie man richtig hustet und was Hygiene bedeutet. Überall werden öfter die Hände gewaschen, man hat allen Menschen einen Mundschutz für die Öffentlichkeit angelegt, obwohl es längst erwiesen ist und auch durch Studien belegt, dass so eine Community-Maske überhaupt keinen Schutz darstellt, da sie nicht komplett abschließen und die Viren überall durchlassen, sollte der Träger dieser Maske ein Viren-Überträger sein. 😉


Einen optimalen Schutz bieten im Grunde nur FFP 3 Atemschutzmasken, aber wer will die schon längere Zeit im Gesicht haben? 🙂

Selbst die Einmal OP-Masken sind auf Dauer nicht angenehm zu tragen. Darüber schrieb eine junge Ärztin bereits 2004 in ihrer Doktorarbeit, welche Auswirkungen das Zurückatmen des gesteigerten CO2 Gehalts unter den OP-Masken mit sich bringen.

Irgendwann haben wir auch alle mal im Erste-Hilfe-Kurs gelernt, jemanden in eine Tüte atmen zu lassen, wenn er hyperventiliert.

Mit social distance oder besser gesagt es muss Abstand gehalten werden, soll die Verbreitung des Virus eingeschränkt werden.

Einkaufen macht keinen Spaß mehr. Die Anzahl der Kunden ist in den Geschäften begrenzt. Einfach mal schnell hineinhuschen, um etwas nachzuschauen, ist nicht mehr möglich. Ist ein Einkaufswagen frei, ist überhaupt noch ein Wagen vorhanden, oder muss ich warten, bis jemand mit seinem Einkauf fertig ist? 🙁

Das verleitet viele Menschen dazu, eben jetzt alles online zu bestellen, was für den stationären Einzelhandel nach längerer Zeit des Schließens natürlich keine optimale Lösung ist.

Als einzig Lösung wird immer nur von der Impfung als Schutz geredet und vergisst dabei, dass jeder Mensch einen absoluten Schutz in sich trägt: sein Immunsystem.

Zu überlegen, wie das eigene Immunsystem unterstützt, gestärkt oder aktiviert werden kann, wäre die nahe liegendste Lösung, aber damit ist für die Pharmaindustrie natürlich nicht viel verdient. 🙁

Es gibt immunrelevante Nährstoffe, die das Immunsystem bei Atemwegserkrankungen unterstützen und Begleitkomplikationen verringern können.

Aber welcher Arzt kennt sich im Bereich Ernährungsmedizin schon entsprechend aus? „Nährstoffe sind ausreichend in einer gesunden Ernährung vorhanden“, ist oft die einzige Antwort.

Aber wie sieht so eine Ernährung aus?
Wer kann sich noch gesund und mit ausreichend Nährstoffen versorgen? Boomt vielleicht deshalb der Markt der Nahrungsergänzungsmittel?

Stress und Angst sind Gift für die Gesundheit und sind ein Nährboden für jede Krankheit.

Und Angst haben inzwischen viele Menschen, sich selbst oder andere anzustecken, weil in den Medien von COVID 19 geredet wird, als handelt es sich um ein Killervirus. Natürlich ist dieses Virus gefährlich für Menschen, die vorbelastet sind und keine gute Abwehr haben. Denn auch Medikamente entziehen dem Körper die wenigen Vitamine, die über die Nahrung aufgenommen werden.

Mehr im nächsten Blog 😉

Diabetiker als Risikogruppe

Nun bei einem schlecht eingestellten Diabetes, also erhöhten Blutzuckerwerten oder bei einem noch nicht diagnostizierten Diabetes ist mit Sicherheit Vorsicht geboten. Hohe Blutzuckerkonzentrationen im Blut sind schädlich für die Gefäße und fördern die gefürchteten Folgeerkrankungen.

In Zeiten der Corona Pandemie werden die Diabetiker immer wieder als Risikogruppe zitiert. Aber trifft das auch wirklich zu?

Nun bei einem schlecht eingestellten Diabetes, also erhöhten Blutzuckerwerten oder bei einem noch nicht diagnostizierten Diabetes ist mit Sicherheit Vorsicht geboten. Hohe Blutzuckerkonzentrationen im Blut sind schädlich für die Gefäße und fördern die gefürchteten Folgeerkrankungen.

Deshalb wird immer noch der HbA1c Wert bestimmt. Dieser Wert ist ein Bestimmungswert, wie viel Zucker sich in den letzten sechs bis acht Wochen an das Hämoglobin (Hb), den „roten Blutfarbstoff“ geheftet hat. Mit dem HbA1c-Wert kann also eine Aussage über die Qualität der Blutzuckereinstellung der letzten Wochen gesagt werden.

Auch bei gesunden Menschen befindet sich Zucker im Blut, er ist nur nicht so hoch wie bei Diabetikern. Bei gesunden Menschen sind ungefähr fünf Prozent der Hämoglobinteilchen „verzuckert“, also liegt der HbA1c-Wert bei 5%. Sind also mehr Hämoglobinmoleküle verzuckert, so bekommen auch die Gefäße in den Organen mehr Zucker ab, was zu Spätfolgen führen kann. Besonders betroffen sind alle kleinen Gefäße wie an den Augen (Retinopathie), den Nieren (Nephropathie), an Beinen und am Herzen.

Je jünger man allerdings ist, umso mehr sollte man eine normoglykämische Einstellung anstreben.

Eine Senkung des HbA1C-Wertes um nur 1% reduziert die Schäden an den kleinen Gefäßen, wie zum Beispiel den Augen oder den Nieren um 35%. Bei diabetischen Folgeerkrankungen senkt sich das Risiko um 21% und die Wahrscheinlichkeit, einen Herzinfarkt zu bekommen, wird um 18% gesenkt.

Je optimaler der Blutzuckerwert ist, um so weniger ist mit Komplikationen zu rechnen. Gut eingestellte Diabetiker sind keine Risikogruppe.

Was aber schon viel früher als die gefürchteten Spätfolgen auftreten kann, sind Depressionen.

Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. In Deutschland leiden über vier Millionen Menschen daran, das sind 5-10% der Gesamtbevölkerung. Und die Wahrscheinlichkeit, an einer Depression zu erkranken, liegt bei Diabetikern achtmal höher. 🙁

Depressionen können sich sehr unterschiedlich äußern und sind erst seit einigen Jahren kein Tabuthema mehr.
Die Ursachen der Entstehung von Depressionen sind multifaktoriell, das bedeutet, es gibt unterschiedliche Entstehungsbedingungen. Man geht von einer genetischen Disposition aus, was bedeutet, dass das Risiko zunimmt, eine Depression zu entwickeln, je höher der Verwandtschaftsgrad zu einer bereits erkrankten Person ist.

Eine andere Vermutung ist ein Ungleichgewicht im Neurotransmittersystem. Hier spielen Serotonin und Noradrenalin eine große Rolle. Während einer depressiven Phase befinden sich nicht ausreichend Serotonin und Noradrenalin im synaptischen Spalt von Nervenzellen im Gehirn.
Depressionen sind sehr belastend und können den normalen Alltag sehr erschweren.

Beim Diabetes kommt hinzu, dass die alltäglichen Belastungen wie seinen Blutzucker regelmäßig kontrollieren, Kohlenhydrate der Insulinmenge anpassen und aufpassen, nicht in eine Unterzuckerung zu kommen, schon Herausforderung genug sind. Für viele ist es ein Leben mit eingeschränkter Lebensqualität, auch wenn jedem Diabetiker erzählt wird, er könne völlig normal leben. Es wird zwar immer leichter mit den neuen CGM (kontinuierliche Glukosemessung), aber die Angst vor Erwerbsunfähigkeit oder Spätfolgen bleibt. 🙁

Ich kann mir vorstellen, dass auch momentan die Corona Situation dazu beiträgt, depressiv zu werden. In allen Medien geht es momentan nur noch um COVID-19 und es werden schreckliche Szenarien in Krankenhäusern gezeigt. Dass bei den meisten Menschen die Infektion harmlos abläuft, wird nur am Rande erwähnt. Im Kopf hängen bleibt die Angst.

Andere Faktoren für die Entstehung von Depressionen können psychoreaktive Faktoren sein. Stress auslösende Lebensumstände oder Lebensereignisse können den Ausbruch einer Depression begünstigen, aber auch Angst.
Viele Patienten mit Depressionen berichten, dass immer ein einschneidendes Lebensereignis stattgefunden hat, bevor sich eine Symptomatik zeigte. Die Diagnose Diabetes ist definitiv so ein Erlebnis.

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