Regelmäßiger Sex hält jung

Sex ist nicht nur was für die Jugend.

Mehr als zwei Orgasmen pro Woche, und unser Leben verlängert sich – zumindest denjenigen gegenüber, die weniger als einmal pro Monat Sex haben.

Selen

Das ist das Ergebnis einer US-Studie. Und der Sex hat noch eine weitere positive Nebenwirkung: Das Risiko, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden, wird durch Sex abgesenkt. Sex stärkt das Immunsystem. Englische Wissenschaftler stellten gar fest, dass Sex uns um rund sieben Jahre jünger macht. 😉

Aber was ist, wenn es im Bett nicht mehr so klappt? Wenn sie ständig keine Lust hat oder er keinen mehr hochbekommt? Früher traten Erektionsprobleme oft erst im Alter auf, heute leiden leider immer öfter auch jüngere Männer an Erektionsproblemen.

Im Jahre 2000 hatten bei Männern im Alter zwischen 60 und 70 Jahren jeder 2. Mann Erektionsprobleme und bei Männern im Alter zwischen 16 und 40 Jahren war es nur jeder 43. Mann. Eine aktuelle Studie ergab, dass  heute bei den jüngeren Männern jeder 2. bis 7. Mann an Erektionsproblemen leidet.

Eine Ursache dafür sind immer früher auftretende Wohlstandskrankheiten wie Übergewicht, Bluthochdruck und Arteriosklerose oder Diabetes.

Aber auch psychische  Ursachen wie Frustration, Leistungsdruck, Versagungsängste und mangelnde Fitness können die Ursache sein.

Holen Sie sich rechtzeitig professionelle Hilfe, bevor es zu einem Teufelskreis kommt.

Mit wachsendem Alter lässt bekanntlich die sexuelle Aktivität nach, wie zahlreiche Untersuchungen zeigen. Danach sind statistisch gesehen generell Männer auch im Alter sexuell aktiver als Frauen.

Das liegt aber zum Teil auch daran, dass Frauen länger als Männer leben E-Book Das ABC zum Altwerdenund Frauen häufig ihren Lebensabend allein ohne Partner verbringen. Und für sie kommt Sex außerhalb einer Beziehung im hohen Alter kaum in Betracht.

Dennoch ist die Wissenschaft so weit, dass sie heutzutage viele Hilfsmittel und Pillen gegen sexuelles Unvermögen im Alter zur Verfügung stellt. Das erlaubt es auch Senioren, bis ins hohe Alter sexuell aktiv zu bleiben. Männer sind häufig von Erektionsproblemen und der Angst, nicht genügend leistungsfähig im Bett zu sein, betroffen, während Frauen im Alter oft über eine trockene Scheide und ausbleibenden Orgasmus klagen. Dagegen kann man etwas tun.

Wer auch im Alter Sex hat, lebt vergnügter und ausgeglichener, ist zufriedener und sieht einen Sinn im Leben.

Sexuell aktive Senioren leben nachweislich länger.

Das ABC zum Altwerden

Diabetes und Depressionen verursachen enorme Kosten

„Diabetes“ als Diagnose gestellt zu bekommen, ist eine Belastung, die erst einmal verdaut werden muss.

Diabetes und  Depressionen in Kombination lässt die Qualität der Behandlung stark gefährden.

Die Anzahl der neu diagnostizierten Diabetiker Typ 1 wächst immer mehr an und immer häufiger tritt diese chronische Krankheit im Kindes- und Jugendalter auf.

Diese Diagnose verändert mit der Sekunde den tägliche Tagesablauf und für ganz viele Menschen verändert sich auch die Lebensqualität. 🙁

In Deutschland sind momentan 6,5 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt, die meisten jedoch am Typ 2 Diabetes. Allerdings leiden 800.000 Menschen davon an einer behandlungsbedürftigen Depression.

Unter diesen Umständen kommt es sehr häufig zu schlechten Blutzuckerwerten, die natürlich langfristig zu Komplikationen führen müssen. Als Folge davon steigen die Behandlungskosten um bis zu 90% an.

Zwar ist es heute nicht mehr so dramatisch wie vor 50 Jahren, wo es noch strenge Diätregeln und typische Diabetiker Produkte gab, denn heute kann der Diabetiker alles essen, solange er es berechnen kann. Und damit beginnt auch schon die erste Hürde. 😉

Unterschiedliche Arten von Kohlenhydraten lassen den BZ unterschiedlich schnell ansteigen

Es muss sich neues Wissen über die Krankheit angeeignet werden. Die Ernährung steht plötzlich neben den Blutzucker Selbstkontrollen im Mittelpunkt. Erstaunlich, wo überall Kohlenhydrate enthalten sind und wie unterschiedlich sie vom glykämischen Index her im Körper einen Blutzuckeranstieg verursachen.

Der Diabetes mellitus bringt aber nicht nur praktische Veränderungen mit sich, er muss kognitiv und emotional akzeptiert werden. Wer seinen Diabetes nicht akzeptiert und ständig mit sich hadert, wird keine optimale Therapieform umsetzen können.

Krisen und Probleme sind vorprogrammiert, wenn nicht sofort richtig und adäquat gehandelt wird, auch wenn nicht immer zu verstehen ist, warum gerade ausgerechnet jetzt der Blutzucker zu hoch ist und warum er auch nicht sofort auf Insulinkorrekturen reagiert und in den Normbereich absinkt.

Ängste vor Folgeschäden und Nebenwirkungen, vor Behinderungen und Einschränkungen spielen immer im Unterbewusstsein mit. Kein Wunder, dass das Auftreten von Depressionen bei Diabetikern doppelt so häufig vorkommt als in der Allgemeinbevölkerung. Die Suizid Gefahr steigt im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung um das Doppelte an.

Seit dem 1. April 2017 müssen alles Psychotherapeuten zusätzlich Stunden bereitstellen, um jedem psychisch kranken Menschen so schnell wie möglich eine Sprechstunde gewähren zu können.

Diabetes und Depressionen
Wer seinen Diabetes nicht emotional akzeptiert, wird keine optimale Blutzuckereinstellung erreichen

Das Problem ist aber, dass die Psychologen sich nicht mit dem Diabetes auskennen. Wie soll so jemand einem Diabetiker weiterhelfen, der sein Leben nicht mehr lebenswert hält und Ängste entwickelt? 🙁

Jetzt hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft DDG gefordert, dass die Diabetologen eine Weiterbildung im Bereich Psychotherapie absolvieren sollen zum sogenannten „Fachpsychologen DDG“.

Für meine Begriffe würde ein erstes aufklärendes Gespräch mit einem betroffenen Diabetiker mit zusätzlicher psychologischer Ausbildung oft schon reichen. Ich biete die Möglichkeiten in meiner Sprechstunde an, denn ich lebe seit 46 Jahren mit meinem Diabetes Typ 1 harmonisch zusammen. 😉

Depressionen nehmen immer mehr zu

Depressionen nehmen laut einer Studie der WHO von 2017 immer mehr zu.

In Deutschland sind über vier Millionen Menschen davon betroffen, weltweit betrifft es mehr als 400 Millionen Menschen.

Depressionen werden aus der Sicht der Schulmedizin mit Antidepressiva und  Psychotherapie behandelt.


Trotzdem geht es den meisten Menschen mit der Behandlung nicht wesentlich besser. 🙁
TIPP: >>>Depression und Burn-out überwinden: Ihr roter Faden aus der Krise: Die wirksamsten Selbsthilfestrategien
Antidepressiva werden leider auch viel zu schnell und oft alleine ohne zusätzliche Psychotherapie verschrieben. Wer heute zum Arzt geht und über Antriebslosigkeit und Interessenlosigkeit klagt, bekommt oft zu schnell ein Antidepressivum verschrieben und muss mit den Nebenwirkungen zurechtkommen.
Antidepressiva heilen nicht, sie gehen nicht der Ursache auf den Grund, sondern behandeln nur die auftretenden Symptome.

Depressionen
Depressionen können sich u.a. durch Antriebslosigkeit, Interessenverlust, getrübte Stimmung, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen anzeigen

Dabei ist inzwischen auch in der Schulmedizin bei einigen Ärzten angekommen, dass man mit Ernährung einiges verbessern kann. Die Ernährungsumstellung bekommt man natürlich nicht auf Rezept und der Patient muss selber aktiv werden. Oft ist aber Appetitlosigkeit ein typisches Zeichen von einer Depression, so dass der Patient da wenig Chancen hat, seine Ernährung zu optimieren.

In der Fachliteratur aus USA, England oder Frankreich findet man immer mehr Hinweise und auch Nachweise, dass für eine Reihe von psychischen Erkrankungen ernährungsbedingte  Mit-Ursachen bestehen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass aufgrund ungesunder Ernährungsgewohnheiten und zunehmender Umweltbelastungen ein Mangel an bestimmten Vitalstoffen, insbesondere der B-Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelementen im Körper zu Störungen des Immunsystems und auch des Gehirnstoffwechsels führen kann.

Unser Essen ist immer mehr verarbeitet und hat dadurch zwar nicht am Geschmack gelitten, doch sehr an Vitalstoffen verloren, die vor 100 Jahren noch im Essen vorhanden waren.

Paracelsus wusste bereits, dass die Ernährung wichtig ist und prägte den Satz:

Wer immer der Vater einer Krankheit war, die Mutter war die Ernährung.

Da es keinen Menschen gibt, der optimal nur mit ausgewogener Ernährung optimal an Vitalstoffen versorgt ist, können depressive Menschen erst recht einen Mangel an bestimmten Nährstoffen aufweisen. Das trifft besonders die Aminosäuren, speziell das L-Tryptophan, was für die Herstellung von Serotonin verantwortlich ist wie aber auch die Vitamine vom B-Komplex, besonders Vitamin B3, B6, B12 und Folsäure.

Serotonin ist ein Botenstoff im Gehirn, der für die Depression verantwortlich ist, wenn er zu niedrig ist. Daher werden oft die sogenannten Selektiven Serotonin Wiederaufnahmehemmer (SSRI) verordnet, um den Serotoninspiegel im Gehirn ansteigen zu lassen.

Weiterhin fehlen oft Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D. Daher kommt es oft im Winter auch zu einem Winter Depression, weil das Vitamin D mit Hilfe des Sonnenlichtes nicht ausreichend in der Haut produziert wird.

Nur Symptome behandeln, ergibt wenig Sinn. Die Ursache sollte bekannt sein, dann kann man entsprechend gegenwirken. Sehr hilfreich ist da eine Hypnose Therapie, wo an der Ursache gearbeitet wird, was die Depression ausgelöst haben könnte.

Diabetes und Psyche

In immer mehr Fachzeitschriften lese ich, dass viele Diabetiker mit ihrer Erkrankung eine psychische Belastung haben. Das ist für eine optimale Blutzuckereinstellung und die Therapieführung sehr hinderlich.

Diabetes und Psyche stehen im Zusammenhang.

In der Ärzte Zeitung vom 21.08.2017 war zu lesen, dass die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) ihre Muster-Weiterbildungsordnung der Psychologischen Psychotherapeuten erweitert hat und nun auch die Weiterbildung „Psychotherapie bei Diabetes“ anbietet. Scheinbar ist der Bedarf groß.

Diabetes2
Bei Übergewicht droht oft ein Diabetes Typ 2, weil eine Insulinresistenz vorliegt

Die Anzahl der Diabetiker steigt von Jahr zu Jahr mehr an, besonders den Diabetes Typ 2, der früher als Altersdiabetes bekannt war, trifft man inzwischen auch bei vielen Jugendlichen und jüngeren Menschen mit Übergewicht an. 🙁

Gerade in jungen Jahren ist es besonders wichtig, eine optimale Therapie Einstellung zu wählen, um mögliche Folgeerkrankungen zu vermeiden. Deshalb entscheiden sich die Ärzte relativ schnell für eine Insulintherapie.

Diabetes2
Diabetes2 Insulin spritzen?

Aber 25 – 50 % aller Typ 2 Diabetiker weisen enorme Widerstände gegen den Beginn einer Insulintherapie auf. Sie wollen an ihrer Medikamententherapie festhalten, obwohl die Blutzuckerwerte nicht zufriedenstellend sind.

Nierenversagen, Durchblutungsstörungen an den kleinen Gefäßen, Retinopathie und Nervenveränderungen sind die Folgeschäden eines schlecht eingestellten Blutzuckers.

Ich habe zu meiner aktiven Zeit als Diabetes Beraterin im Diabetes Reha Zentrum in Bad Kissingen viele Gespräche mit Patienten geführt, um Ängste abzubauen und Fragen zu klären. 😉  Ärzte sind immer sehr schnell mit der Entscheidung dabei, eine Insulintherapie zu verordnen, ohne den Patienten mit einzubeziehen.

Es handelt sich nicht um einen schlimmeren Diabetes, wenn man von der Tablette zur Insulinspritze wechseln muss. Unbewusst haben wir vor 25 Jahren bereits schon psychologische Betreuung geleistet. Wegen der Gesundheitsreform musste das Haus, die damals als Bundesmodellklinik galt leider 2004 geschlossen werden. Für viele Diabetiker würde ich es als großen Verlust bezeichnen.

Denn es stehen Fragen ohne Ende im Raum, die eine ehrliche Antwort benötigen:

  • Woher kommt die Angst vor der täglichen Spritze?
  • Was denken meine Mitmenschen, wenn ich plötzlich spritzen muss?
  • Habe ich versagt und nicht genügend aufgepasst?
  • Habe ich dann mehr Unterzuckerungen und sind diese gefährlich?
  • Nehme ich mit Insulin eher zu als ab?
  • Macht Insulin wirklich dick?

Wem kann es auch besser gelingen, das Vertrauen eines Patienten zu gewinnen, als ein selber betroffener Diabetiker, der genau weiß, wovon er spricht, der die Ängste vor Folgeerkrankungen oder Unterzuckerungen genau kennt?

Diabetes2 Insulinspritzen aus der Vergangenheit
Bevor es Einmalspritzen gab, sahen so die Insulinspritzen aus, ein Teilstrich entsprach 4 IE

Ich selber bin seit meinem 11. Lebensjahr am insulinpflichtigen Diabetes Typ 1 erkrankt und habe die Entwicklung in der Diabetesbehandlung mit verschiedenen Insulintherapien und die damit verbundenen unterschiedlichsten Blutzuckermessmethoden erlebt.

Beim Diabetes Typ 2 ist eigentlich zu Anfang noch genug Insulin vorhanden, doch die Insulinwirkung ist stark gestört. Es besteht eine reduzierte Insulinsensitivität der Muskeln und Nerven. Die Therapie besteht zu Anfang aus Ernährungsumstellung und Gewichtsreduktion, Bewegung und Medikamenten, die die Glukose Aufnahme aus der Nahrung hemmen.

Die Stoffwechselstörung verläuft allerdings progressiv, so dass nach zunehmender Diabetesdauer die eigene Insulinmenge nicht mehr ausreicht und zusätzlich von außen Insulin verabreicht werden muss. Leider klammern viele Diabetiker zu lange an ihrer nicht mehr ausreichenden Tabletteneinstellung auf Kosten einer guten Blutzuckerkontrolle und auf Kosten ihrer Gesundheit.

Man beginnt anfangs mit einem Basalinsulin von ein bis zwei Injektionen, was allerdings später in eine Intensivtherapie übergeht, wo zu den Mahlzeiten individuell Insulin gegeben wird, was bedeutet, dass es zu vier bis sechs Injektionen führen kann.

Paradoxerweise wird jeder Diabetiker feststellen, dass mit jeder Injektion ein Stück mehr Freiheit gewonnen wird, weil der Tagesablauf nicht mehr von starren Mahlzeiten geprägt wird, sondern man wieder individuell wie ein Stoffwechsel Gesunder essen kann.

Sollten Sie zu den Menschen gehören, die vor so einer Entscheidung stehen und der Bedarf nach einem klärenden und einfühlsamen Gespräch besteht, sind Sie bei mir genau richtig.

Vereinbaren Sie einfach einen Termin mit mir und wir klären alle Fragen und Ängste.

 

Paartherapie

Paartherapie kann auch in einer Zweierbeziehung sinnvoll sein.

Paartherapie wird auch Eheberatung genannt und würde so manche Trennung verhindern können.

„In guten wie in schlechten Zeiten bis das der Tod uns scheidet“ so wünscht es sich ein jeder, der die Ehe schließt. Der Alltag sieht oft etwas anders aus.

Paartherapie
Am Anfang einer jeden Beziehung hängt der Himmel voller Geigen. Später fehlt oft das klärende Gespräch

Die ersten Jahre vergehen wie im Flug und ganz schnell holt die Routine einen ein. Der eine Partner macht Karriere, die Frau kümmert sich die ersten Jahre oft um die Kinder und nimmt dann ganz schnell wieder eine Halbtags-Tätigkeit an, um die Haushaltskasse aufzubessern.

Bedingt durch wenig gemeinsame Zeiten werden klärende Gespräche oft vernachlässigt. Worüber man am Anfang noch lächelnd hinwegsah, kann bei unzufriedener Partnerschaft zur Zerreißprobe werden und auch mal der Auslöser sein, an Trennung zu denken.

Viele Paare haben irgendwann aus finanziellen Gründen (weil eine Trennung zu teuer wird) nur noch eine Zweckgemeinschaft. Man teilt sich die Wohnung und die gemeinsamen Kosten, aber schon lange nicht mehr das Bett. 🙁

Aber ist das zufriedenstellend? Sollte eine Partnerschaft nicht harmonisch und für beide Partner gleichermaßen zufriedenstellend sein?

Wenn einer das Gefühl hat, er bleibt auf der Strecke oder fühlt sich nicht mehr verstanden, und kann mit seinem Partner auch nicht darüber reden, dann ist das Gespräch bei einem Paartherapeuten eventuell die Lösung.

Natürlich ist eine Paartherapie – wie das Wort schon sagt – eine Therapie für beide. Allerdings kann es zu Anfang auch sinnvoll sein, alleine erst einmal Rat zu suchen, um auch Tipps zu bekommen, wie man seinen Partner davon überzeugen kann, an diesen Gesprächen teilnehmen zu wollen.

Bei der Paartherapie werden akute und länger anhaltende Konflikte bearbeitet. Voraussetzung für den Erfolg ist eine freiwillige Teilnahme und die Bereitschaft, wirklich etwas ändern zu wollen.

Es geht nicht darum, einem die Schuld zuzuweisen oder gar vom Therapeuten ausgesprochen zu bekommen, dass nur einer sich ändern muss.

Der Therapeut funktioniert wie ein Moderator und beide Parteien finden gemeinsam die Lösung. Oft müssen alte Muster durchbrochen werden, die über Jahre aufgebaut und festgefahren sind.

Die Dauer so einer Therapie ist ganz unterschiedlich und richtet sich nach der Einsicht und Mitarbeit der Partner. Sie kann von zwei bis drei Stunden, aber auch gerne bis zu zehn Sitzungen dauern.

Eine Paartherapie ist definitiv günstiger als eine Scheidung 😉 

Was können Anzeichen sein für eine Paartherapie?

  •  wenn die Wünsche eines Partners nicht mehr besprochen oder gar nicht mehr erfüllt werden
  •  wenn keine gemeinsamen Interessen mehr vorhanden sind
  •  wenn häufige Kritik am anderen Partner geübt wird
  • wenn Gespräche nur noch in schreiendem Tonfall geführt werden

    Jede Diskussion endet mit lauten Worten
  •  wenn Pläne und Wünsche stark von denen des Partners abweichen
  •  wenn nur einer immer die Entscheidungen in allen Bereichen trifft: Alltag, Geld, Freizeit, Sex, Kindererziehung, Freundeskreis
  •  wenn das gegenseitige Vertrauen fehlt
  •  wenn einer oder gar beide sexuell unbefriedigt bleiben und es als Problem gesehen wird
  •  wenn Fremdgehen als Lösung ansehen wird
  •  wenn sich psychosomatische Symptome zeigen

 

Gut schlafen oder bereits Schlafstörungen?

Gut schlafen und vor allen Dingen gut durchschlafen möchte jeder.

Gut schlafen ist für den Körper extrem wichtig.

Schlafstörungen - Gut schlafen ist für den Körper extrem wichtigSich ins Bett legen und sofort einschlafen zu können, ist für viele Menschen keine Selbstverständlichkeit. Sie liegen stundenlang wach, tausende Gedanken kreisen im Kopf herum und man hat schon vieles ausprobiert. Dass es einigen Menschen so geht, können wiederum die „gut-und-sofort-Einschläfer“ nicht verstehen.

Aber ab wann kann man von Schlafstörungen reden? Nach der internationalen Klassifikation für Krankheiten zählen Schlafstörungen, die nicht organisch bedingt sind, zu den Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und somit zu psychischen Erkrankungen. 🙁 

Etwas überspitzt formuliert hat man ganz schnell eine psychische Erkrankung diagnostiziert, die aktenkundig wird, wenn man bei seinem Hausarzt erwähnt, man könne seit längerem schlecht schlafen. 🙁

Ganz klar muss man aber sagen, dass der Übergang von „nur mal schlecht schlafen“ und „Schlafstörungen“ fließend ist.

Ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch mit Schlafen und das ist extrem notwendig fürs Überleben. Ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch mit Schlafen und das ist extrem notwendig fürs Überleben. Im Schlaf regeneriert der Körper und die Psyche. Bei Schlafmangel kommt es zu erheblichen gesundheitlichen Beschwerden.

Jeder Mensch hat natürlich einen anderen Bedarf an erholsamen Schlaf. Wenn dem einen regelmäßig fünf Stunden Schlaf ausreichen, um erholt zu sein, so ist ein anderer nach acht Stunden Schlaf immer noch nicht ausgeschlafen.

Aber warum geben immer mehr Menschen an, dass sie Schlafprobleme haben? Laut DAK Report von diesem Jahr leiden 80 Prozent der berufstätigen Befragten an Schlafstörungen. Gegenüber einer Befragung aus dem Jahr 2009 ist das eine Zunahme von 66 Prozent. Ein erschreckend hoher Anstieg, der hinterfragt werden sollte.

Was kann zu Schlafstörungen führen?

  • Ständiger nächtlicher Lärm, auch das Schnarchen vom Lebenspartner

    Schlafstörungen nach schwerem Essen
    Keine schwer verdaulichen Speisen kurz vor dem zu Bett gehen verzehren
  • Ungesunder Lebensstil: zu viel Alkohol, zu viel Koffein oder Energy-Getränke, schwere Mahlzeiten kurz vor dem zu Bett gehen
  • Schichtdienst und damit ein ständig wechselnder Schlaf-Wach-Rhythmus
  • psychosozialen Belastungssituationen: Beziehungsprobleme, Prüfungsangst
  • Steigende Arbeitsanforderungen, die in Angstzuständen und Depressionen enden können
  • Äußere Bedingungen wie ungünstige Raumtemperatur, unbequeme Liegefläche

Der Griff zur Schlaftablette ist keine Lösung, obwohl es scheinbar sehr leicht gemacht wird. In Deutschland sind mehr als eine Millionen Menschen von Schlafmitteln abhängig. 🙁

Schlaftabletten werden zu den Benzodiazepinen gezählt. Sie wirken dämpfend, schlaffördernd, muskelentspannend und angstlösend.

Man schläft mit Sicherheit phantastisch danach, allerdings machen sie  psychisch und physisch abhängig. Sie fördern eine Toleranzentwicklung, so dass immer mehr davon genommen werden muss, um gut schlafen zu können.

Beim Heilpraktiker für Psychotherapie kann man Entspannungstechniken und Schlafhygiene erlernen. Oft ist ein professionelles Gespräch förderlich, um seine eigene Problematik aus einem anderen Gesichtswinkel zu betrachten.

Psychosoziale Gesundheit

Gesundheit ist heute mehr als nur das Fehlen von Krankheiten.

Psychosoziale Gesundheit bedeutet Pflege für die Psyche, so wie die Blumen das Wasser und die Sonne brauchen.

Die meisten wissen heute, dass gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung zum Wohlbefinden beitragen. Die unterschiedlichsten Ernährungsformen sind im Umlauf und die Fitness Studios haben Hochkonjunktur.

Aber wie sieht es mit der Seele aus? Die Bedeutung der Pflege und Erhaltung von psychosozialer Gesundheit wird immer noch sehr unterschätzt. Wahrscheinlich weil man die Beeinträchtigung der Psyche weder im Blutbild noch im Röntgenbild nachweisen kann. Der Betroffene verspürt auch keinen körperlichen Schmerz zu Anfang.

Aber wenn man sich die Symptome betrachtet, leiden sehr viele Menschen darunter. Diese können sich ganz unterschiedlich äußern. Sie reichen von einem Gefühl der Leere, Einsamkeit, Interessenlosigkeit und innerer Unruhe bis hin zu Erschöpfung, permanenter Müdigkeit und sozialer Isolation. Aber auch die Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen oder an Antriebslosigkeit zu leiden, sollten hellhörig werden lassen.

Natürlich gibt es auch körperliche Beschwerden, die keine organische Ursache aufweisen. Die Seele spricht durch den Körper zu uns oder anders gesagt lassen psychische Probleme den Körper schwächen und eine gesunde Psyche gibt dem Körper Kraft.  Man kennt daher Aussagen wie „er hat die Nase voll“ oder „ihm bleibt die Luft weg“ oder sogar „es zerreißt mir das Herz“ ☹

Jeder hat mal psychische Belastungen zu durchleben. Aber nicht jeder kann damit einfach umgehen. Festgefahrene Denkgewohnheiten oder bestimmte Lebensweisen können im Arbeitsleben, in der Familie oder in Partnerschaften zu bedrückenden Konflikten führen. Damit diese Konflikte nicht zur psychosozialen Belastung werden, braucht die Seele Pflege. Diese Hilfestellungen können das Erlernen von Strategien sein, damit das psychisches Gleichgewicht wieder in Balance kommt.

Wie oft hört man den Spruch „Ich bin total im Stress!“

Was für viele aber nur eine vorübergehende Krise ist, kann für andere zur psychosozialen Belastung werden. Im Grunde bedeutet Stress Belastung, Druck oder Hilflosigkeit.

Sehr oft gelingt es den Betroffenen nicht von alleine und sie benötigen professionelle Hilfe von Fachleuten, zum Beispiel von einem Heilpraktiker für Psychotherapie.

Wichtig ist, zu erkennen, wenn die Spirale abwärtsgeht und daher sollte man auch lernen, frühzeitig gegenzusteuern. Das können Kleinigkeiten im Alltag sein, die nicht zu unterschätzen sind:

  • spazieren gehen und die Stille genießen
  • ein Buch lesen in entspannter Atmosphäre ohne Störung (Handy)

    psychosoziale Gesundheit ohne Handy
    Mal nicht erreichbar zu sein und die Ruhe genießen, kann Wunder wirken
  • regelmäßig Sport treiben
  • gemeinsam essen und nicht nur zwischendurch oder am Fernseher
  • Freundschaften pflegen