Zucker ist ein süßes Gift

Zucker ist ein süßes Gift und macht süchtig.

Zucker löst im Gehirn die gleichen Reaktionen aus wie Kokain und Nikotin.

Auch der neu geborene Mensch wird über die süße Muttermilch beim Stillen auf SÜSS getrimmt.Warum fällt es uns so schwer, auf Zucker zu verzichten? Man kann sich damit entschuldigen, dass es uns in die Wiege gelegt wurde. Unsere Vorfahren erkannten an Früchten, wenn sie süß waren, dass sie nicht giftig sein konnten. Auch der neugeborene Mensch wird über die süße Muttermilch beim Stillen auf SÜSS getrimmt.

Heute ist allerdings der Konsum von Zucker auf ein Vielfaches gestiegen und hat besorgniserregende Mengen angenommen. Der durchschnittliche Verbrauch in Deutschland liegt bei 150 Gramm Zucker täglich. Besonders gefährdet sind Kinder und Jugendliche, die eigentlich einen Verbrauch von 20 – 40 Gramm Zucker nicht überschreiten sollten.

Was passiert in unserem Körper, wenn wir Zucker zu uns nehmen? Zucker lässt erst einmal den Blutzuckerspiegel ansteigen, woraufhin die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin freisetzen muss, damit der Blutzuckerspiegel wieder in den Normalbereich von 80-100 mg/dl absinken kann. Durch den schnellen Abfall, entsteht aber erneuter Hunger. Unser Gehirn benötigt den größten Teil an Energie und es meldet sich sofort, wenn der Blutzuckerspiegel absinkt.

Zucker kann auch ungünstige Folgen für Menschen haben

Das Problem ist, viele Menschen denken bei Zucker nur an den Teil Süßkraft, der in den Tee oder Kaffee kommt und meinen, sie nehmen keinen Zucker zu sich.

Zucker ist in allen Getränken der Sorte Cola, Fanta, Sprite und Spezi vorhanden. Auch naturreine Fruchtsäfte, die uns als Schorlen so gesund angepriesen werden, enthalten Fruchtzucker. Jede Konserve ist mit Zucker versetzt, mal ganz abgesehen von Ketchup und Senf.

Und der extrem hohe Anteil an Weißmehlprodukten nimmt keine Grenzen: in der Früh die Semmel oder das Brot, zwischendurch ein Croissant oder das kleine „Frühstückchen“ um zehn Uhr morgens in Deutschland, später gibt es Pizza, Döner oder Spaghetti zum Mittagessen, als Nachtisch die Fruchtjoghurt oder den Pudding, dazu immer Apfelsaftschorle oder Spezi. Nachmittags verwöhnen wir uns mit einem kleinen Gebäckstückchen und am Abend lässt man sich was vom Lieferdienst kommen, weil man zu müde ist, um noch was Frisches zu kochen. Vor dem Fernseher oder neben der Spielkonsole werden dann Chips und andere Knabbereien konsumiert

Auch die Zwischendurch Mahlzeiten an den klassischen Ständen sind sehr Kohlenhydrat lästig. Döner, Currywurst mit Pommes, Hamburger, Leberkäs-Semmel etc.

Und für die Kinder sehen die kleinen Mahlzeiten für zwischendurch auch nicht besser aus, Fruchtzwerge, Milchschnitte, Pinguin, Knoppers etc.

Darüber hinaus enthalten viele Produkte neben Zucker auch noch E-Nummern, um die Produkte optisch schmackhafter und länger haltbar zu machen und sie schmecken intensiver durch künstliche Aromastoffe.

Zucker ist aber nicht nur ein Gewichtsproblem. Er fördert durch die Insulinresistenz den Diabetes Typ 2 wie auch Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, ADHS oder ADS und Vitaminmangelzustände, die sich in verschiedenen Symptomen äußern können:

  • Konzentrationsstörungen
  • eingerissene oder entzündete Mundwinkel
  • Schlafstörungen
  • geschwächtes Abwehrsystem, Infektanfälligkeit
  • Zahnfleischbluten
  • Knorpel- und Knochenveränderungen
  • Muskelabbau

Jeder sollte sich überlegen, ob eine Ernährungsumstellung nicht langfristig sinnvoller wäre, um eventuellen Krankheiten in der Zukunft entgegen zu wirken.

Vorbeugen ist gewissermaßen immer besser als Heilen.

Folgende Tabelle gibt Auskunft über Fett, Kohlenhydrate, Zucker und Kalorien:

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Kinderlebensmittel

Kinderlebensmittel sind nicht das, was sie angeben zu sein, besonders sind sie niemals Mittel zum Leben.

Wenn man beobachtet, wie die Lebensmittelindustrie einen neuen Markt entdeckt hat, braucht man als Eltern starke Nerven, wenn man mit kleinen Kindern einkaufen geht. Zum Glück hatte ich da nie Probleme und konnte alle Kinderlebensmittel liegenlassen, auch wenn meine Kinder anfangs gequengelt haben und ich mir anhören musste, wie „gemein“ ich doch sei, dass ich nicht wie andere Mütter diese tollen Milchschnitten, Pinguine und speziellen Joghurts alias Fruchtzwerge kaufen würde.

Erschreckend ist es, wenn Werbedamen im Supermarkt den Müttern erklären wollen, dass diese Fruchtzwerge keinen zusätzlichen Zucker enthalten.

Ich habe die Damen dann immer gefragt,  wie sie mir die 17 Gramm Kohlenhydrate erklären können, die in 50 Gramm Joghurt enthalten sind? 17 Gramm Kohlenhydrate sind in mehr als 450g Naturjoghurt enthalten oder in 300 Gramm Erdbeeren.

Jetzt kann man natürlich nicht von jedem Verbraucher erwarten, dass er sich in Ernährungsfragen auskennt. Seit einiger Zeit gibt es zwar die Plattform „Foodwatch“, wo man nachsehen kann, was so alles an Etikettenlügen auf unseren Nahrungsmitteln steht, aber wer sieht da schon regelmäßig vor seinem Einkauf hinein?

Kinderlebensmittel sind zu 75% zu süß und zu fett und alles andere als gesund. Hinzu kommt, dass sie so stark überaromatisiert sind, dass den Kindern jeglicher normale Geschmackssinn verloren geht.

Kinderlebensmittel und Werbung in Fernsehkanälen mit Kindersendungen gehören zusammen, denn man will ja die richtige Zielgruppe ansprechen. Und da strotzen unsere fitten National-Fußballspieler nur so vor Leistung und Gesundheit, wenn sie den Tag mit einem Nutella-Frühstück starten. Wer will denn nicht so gut in den Tag starten wie unsere Helden, die für die kleinen F-Jugend-Spieler große Vorbilder sind? Und es wird clever mit sportlichem Zubehör geworben, wenn man die Punkte sammelt und ausschneidet.

Zum Glück hatten meine Kinder immer sehr schnell begriffen, dass man sich bessere Taschen  und Trikots kaufen kann, wenn man das Geld einspart, was man für den  Kauf von Hunderten von Schokoriegeln ausgeben müsste, um dann endlich nur eine billige Kappe zu erhalten.

Viele Schokoriegel werden schon über Generationen mit gutem Gewissen verzehrt, also müssen sie doch gut sein. Und wenn die Schokolade mehr aus Milch besteht, als aus Schokolade, dann muss sie doch gesund sein? Tatsächlich besteht dieser Kinderschokoladenriegel aus Butterfett, Zucker, Emulgatoren und Aromen und enthält mehr Kalorien als eine normale Vollmilchschokolade.

Unsere Kinder essen auch zu wenig Obst und Gemüse, so dass ich schon lange immer beiläufig sarkastisch erwähne, „Die Jugend von heute sind die Frührentner von morgen“.

Aber wenn dann schon genascht werden soll, dann doch mindestens mit vielen Vitaminen. Dass der Zucker darin die wenigen Vitamine völlig ruiniert, steht natürlich nicht auf der Packung, auf der leuchtend die Orangen abgebildet sind. In Wahrheit sind nur 1,3% Fruchtsaft enthalten und fast 70% Zuckeranteil.

Aber mit Obst und Gemüse kann man nicht so viel Geld verdienen wie mit Süßigkeiten. Und die Eltern werden beruhigt, indem sie auf der Verpackung lesen können „Mit dem Besten aus der Milch“ oder „enthält wertvolle Vitamine“ oder gar „Mit Calcium für einen starken Knochenbau“. Das viele Fett und der erhöhte Salzanteil werden verschwiegen, der Bluthochdruck und das Übergewicht entwickeln sich etwas später.

Kinderlebensmittel sind nicht nötig

Wir sollten unseren Kindern mit bestem Beispiel vorangehen, denn Kinder erziehen heißt auch richtig vormachen. Dann ist der Pausen Snack als Apfel völlig normal und es muss nicht die Pizza in der großen Schulpause gekauft werden. Für mich unverständlich, wie man in der Schule als 2. Frühstück, wo anschließend wieder gesessen wird uns sich konzentriert werden soll, als Snack ein Pizzastück angeboten werden kann.