Chronische Unterversorgung mit Vitalstoffen

Die Auswahl ist groß, aber sind auch noch genügend Vitamine enthalten nach langen Transportwegen?

Wir haben heute in unseren Breitengraden genügend Auswahl an Lebensmitteln. Wir leiden keinen Hunger, aber trotzdem sind viele von uns nicht ausreichend mit wichtigen Vitalstoffen versorgt.

Man ist nicht automatisch gesund, wenn man keine gesundheitlichen Probleme hat. 🙁

Eine optimale Gesundheitsvorsorge berücksichtigt heute die Langzeitfolgen des Vitaminmangels und geht von einem höheren Bedarf aus, als uns die Deutsche Gesellschaft für Ernährung mit ihren Empfehlungen zugestehen will, die teilweise aus den 60ger Jahren stammen.

Sie brauchen für einen reibungslos funktionierenden Stoffwechsel ausreichend Vitalstoffe, denn ein funktionierender Stoffwechsel und ein intaktes Immunsystem sind Voraussetzung, gesund zu bleiben:

  •  13 Vitamine: die fettlöslichen A, D, E, K und die wasserlöslichen Vitamine  C und der B- Komplex
  •  Mineralstoffe: Natrium, Calcium, Magnesium, Chlor, Kalium und Phosphor
  •  Spurenelemente: Eisen, Jod, Kobalt, Kupfer, Mangan, Molybdän, Zink, Chrom, Selen und Bor
  •  alle essentiellen Aminosäuren
  •  sauberes stilles Wasser

Wenn Sie diese Vitalstoffe ausschließlich aus dem täglichen Essen beziehen wollen, so sollten Sie einige Überlegungen anstellen. Ist es überhaupt in der heutigen Zeit zu schaffen?
Und es geht nicht darum, dass es ab und zu erreicht wird, sondern dass diese Voraussetzungen täglich erfüllt sein sollten.

Zum Beispiel:

  • täglich 70% seines Tagesbedarfs aus Obst und Gemüse abdecken, auch als Rohkost
  • tierisches Fett reduzieren zugunsten von gutem Pflanzenöl
  • Milchprodukte müssen Sie vertragen, sie haben keine Laktoseintoleranz
  • mindestens dreimal die Woche Fisch verzehren mit reichlich Omega-3-Fettsäuren
  • Fertigprodukte meiden, also viel Zeit bei der frischen Zubereitung haben
  • viel Vollkornprodukte wählen und Weißmehl einsparen
  • Sie haben eine gute Quelle für tierische Ware und Sie vertrauen Ihrem Metzger 
  • Sie sind nicht auf die Kantine angewiesen und verzichten auf Schnell-Imbiss 
  • Sie kochen vitaminschonend, das heißt, Sie besitzen ein Garsystem, wo weit unter 100° Grad gegart wird
  • Sie bevorzugen Produkte der Saison und aus Ihrer Region

Wenn das alles bejaht werden kann, könnten die Angaben der DGE zutreffen, und Sie würden den Mindestbedarf abdecken, um nicht sofort ernstlich krank zu werden. Aber was ist in 20 oder 30 Jahren?

Oder zählen Sie vielleicht doch zu den 80% der Bevölkerung, die zu einer Risikogruppe gehören?

Viele Medikamente entziehen dem Körper wichtige Vitalstoffe bzw. sie erhöhen den Bedarf an Vitaminen

Bei den Risikogruppen unterscheidet man zwei Gruppen und  wenn man ganz ehrlich zu sich ist, so findet sich jeder immer irgendwo in einer Gruppe wieder, die einen erhöhten Bedarf an Vitalstoffen aufweist.

Haben Sie sich nicht wiedergefunden?

Dann gehören Sie zu den restlichen 20%, die keiner Risikogruppe angehören. Super!!! Bleiben Sie gesund.

Vitamin C

Vitamin C wird auch L-Ascorbinsäure genannt und ist vermutlich der bekannteste essentielle Nährstoff unter den Vitaminen.

Vitamin C zählt zu den wasserlöslichen Vitaminen und muss ständig mit der Nahrung aufgenommen werden. Wegen der Wasserlöslichkeit ist Vitamin C sehr empfindlich  beim Kochen und wird durch Wässern leicht ausgeschwemmt.

Vitamin C ist ein wichtiges Antioxidans, das vor freien Radikalen schützt.

Am meisten bringt man das Vitamin C in Verbindung bei der Bekämpfung von grippalen Infekten oder einfachen Erkältungssymptomen. Allerdings spielt  es auch eine entscheidende Rolle bei der Bildung von Collagen, was so etwas wie der Klebestoff für unseren Körper darstellt. Collagen machen den größten Teil der im Bindegewebe vorkommenden Fasern aus, die die Muskeln am Skelett und die Haut an den Muskeln befestigen. Collagen besitzt eine enorme Zugfestigkeit und ist der wichtigste Bestandteil des Bindegewebes einschließlich der Knochen, Zähne, Knorpel, Sehnen, Bändern Haut und Blutgefäßen. Die ganze menschliche Struktur hängt vom Collagen ab, während die Funktionsfähigkeit des Collagens wiederum neben  einigen  anderen  Faktoren  vom Vitamin C abhängt.

Im Laufe der Evolution ist es dem Menschen verloren gegangen, Vitamin C selber herzustellen. Viele andere Säugetiere produzieren selbständig in ihrem Körper Vitamin C und nicht nur in Mengen von 80 mg, was die Empfehlung der europäischen Union ist. Diese 80 mg reichen niemals aus, um langfristig gesund zu bleiben. Eine wesentlich höhere Menge wird benötigt  bei Stress, chronischen Erkrankungen, Fieber, Nikotingenuss, bei Operationen,  Medikamenteneinnahme einschließlich der Antibabypille.

Eine typische Vitamin C-Mangelerkrankung wie beim Skorbut, der alten Seefahrer –Krankheit gibt es heute nicht mehr.

Aber Mangelerscheinungen sind dennoch überall vorhanden:

  • Zahnfleischbluten

  • Bindegewebsschwäche, Hämorrhoiden

  • Neigung zu blauen Flecken

  • geschwächtes Immunsystem, ständige Infekte

  • raue spröde Haut

  • Depressionen

  • verminderter Schutz vor Oxidation, woraus Schlaganfall, Herzerkrankungen, Arthritis und Krebs vermehrt entstehen können

  • Katarakt

Vitamin C kann die Bildung von Histamin verringern, was für viele allergische Reaktionen verantwortlich gemacht wird. Und wenn man bedenkt, dass die Anzahl der Allergiker immer größer wird, könnte es mitunter durch mehr  Vitamin C vermindert werden.

Vitamin C fördert die Aufnahme von Eisen, ganz besonders aus Pflanzenquellen in der Nicht-Häm-Form. Getreide, Linsen, Gemüse, Nüsse und Körner enthalten nur Nicht-Häm-Eisen.

Vitamin C unterstützt unser Immunsystem, indem es die Bildung der weißen Blutkörperchen anregt und es die Eindringlinge von außen bekämpft. Es steigert die körpereigene Produktion von Antikörpern. Also eine völlig normale Schlussfolgerung, wenn genügend Vitamin C gegessen wird, können genügend Antikörper bei Angriffen von außen hergestellt werden. Ansonsten schleppt man einen leichten Infekt wochenlang mit sich herum oder liegt sogar mit Fieber im Bett. Ab einem Gramm Vitamin C kann man davon ausgehen, dass Bakterien abgetötet werden können.

Natürliche Quellen von Vitamin C sind Zitrusfrüchte, Paprika, Kiwis, Hagebutten, Sanddornbeeren, Blaubeeren, Brokkoli, Papaya und die Acerolakirsche. Je reifer die

Vitamin C aus Zitrusfrüchten

Früchte sind, umso höher ist ihr Vitamin C- Gehalt. Anders ist das bei der Acerolakirsche. Sie liefert im unreifen Stadium den höchsten Vitamin C- Gehalt. Dieser ist 25mal höher als das Vitamin C von Orangen.