Depressionen

Depressionen zählen weltweit zu den häufigsten psychischen Erkrankungen.

Depressionen und Diabetes gehören bei jedem achten Diabetiker zusammen. Bei jedem fünften Diabetiker liegt eine erhöhte Depressivität vor.

Depressionen sind sehr belastend und können den normalen Alltag sehr erschweren. Jemand, der dieses Problem nicht kennt, wird sich nur schwer vorstellen können, was in so einem Menschen vorgeht und wie er sich fühlt.

frauenSchätzungsweise leiden in Deutschland ca. vier Millionen Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression. Das Risiko, in seinem Leben mal an einer Depression zu erkranken beträgt immerhin 15% bis 18%. Beim Diabetiker ist dieses Risiko doppelt so hoch.
Beim Diabetes kommt hinzu, dass die alltäglichen Belastungen wie seinen Blutzucker regelmäßig zu kontrollieren, Kohlenhydrate der Insulinmenge anzupassen und aufzupassen, nicht in eine Unterzuckerung zu kommen, schon genug Herausforderungen sind. 🙁

Zu behandeln sind solche Depressionen nur mit Antidepressiva, kognitive Verhaltenstherapie, Psychotherapie und gezielte Psychoedukation, also Aufklärung über diese heimtückische Krankheit. Denn noch immer sind Depressionen ein Tabu Thema und werden oft verschwiegen.

Warum ist bei Diabetikern das Risiko doppelt so hoch?

  • Angst vor Folgeerkrankungen
  • Angst vor Erwerbsunfähigkeit
  • das Bewusstsein, ein Leben mit eingeschränkter Lebensqualität zu führen.
  • Keine Aussicht auf Heilung (auch wenn immer mal wieder kleine Ansätze in den Medien zu lesen sind, dann aber wieder nichts mehr darüber berichtet wird)

Natürlich wird jedem Menschen, bei dem der Diabetes diagnostiziert wird, eingeredet, er könne ein absolut gleichwertiges Leben führen wie ein stoffwechselgesunder Mensch. Die Behandlungsmöglichkeiten reichen von intensivierter Spritzentherapie bis hin zur Pumpentherapie. Auch können Diabetiker heute völlig normal essen und sind nicht mehr so eingeschränkt wie noch vor 30 Jahren. Die Angst vor Folgeerkrankungen, dass eine Retinopathie sich entwickelt, die Nieren oder die Nerven in Mitleidenschaft gezogen werden oder man einem Herzinfarkt erliegt, bleiben dennoch bestehen.:-(

Depressionen
Depressionen durch Stress ausgelöst

Bei der Entstehung von Depressionen geht man von mehreren Ursachen aus. Einmal gibt es eine genetische Disposition, die sich mit zunehmendem Verwandtschaftsgrad zu einer erkrankten Person erhöht.
Man nimmt aber auch an, dass es sich um ein Ungleichgewicht im Neurotransmittersystem handelt, also bei den Stoffen Serotonin und Noradrenalin.
Stressauslösende Lebensereignisse oder Lebensumstände lassen eine Depressionentstehen. Aber auch andere psychoreaktive Faktoren, wie Traumatisierungen oder familiäre Probleme können für Depressionen Auslöser sein.

Die meisten Menschen mit Depressionen erzählen von einem einschneidenden Lebensereignis, einem sogenannten Life-Event.

  • Leistungssteigerung am Arbeitsplatz
  • Konflikte in der Partnerschaft
  • Schwangerschaft und Geburt
  • Verlust von Bezugspersonen, Todesfälle
  • Krankheiten wie der Diabetes oder andere Autoimmunerkrankungen
  • Unfälle
  • Sexueller Missbrauch

Wenn ein Ungleichgewicht von Serotonin und Noradrenalin eine bedeutende Rolle bei der Entstehung von Depressionen spielt, sollte man vielleicht vorbeugend als Nahrungsergänzung hochwertige Aminosäuren, besonders Tryptophan und einen Vitamin-B-Komplex zu sich nehmen.

Burnout

Burnout und Depressionen sind eines der Hauptgründe für Krankmeldungen.

Burnout klingt nach „überarbeitet“, wogegen Depression nach „Schwäche“ klingt.

Immer mehr Menschen sind „ausgebrannt“, völlig erschöpft und nutzen ihre Freizeit, um sich zu erholen, damit sie für den Arbeitgeber wieder völlig leistungsfähig sind.

Burnout durch Stress
Stress wird immer unterschätzt, dadurch benötigt unser Organismus mehr Vitalstoffe

Die Arbeitssituation ist aber eines der Hauptgründe für das Burnout-Syndrom: wer Arbeit hat, ist gestresst, und wer keine Arbeit hat, ist wegen Zukunftsängsten deshalb gestresst.
Die negativen Folgen der beruflichen Überbeanspruchung sind gemütsmäßige Erschöpfung und Leistungsabfall.

Gründe für beginnendes Burnout sind:

  • schlechte Arbeitsbedingungen,
  • komplexere Arbeitsabläufe mit mehr Verantwortung,
  • Zeitdruck,
  • ein schlechtes Betriebsklima bis hin zum Mobbing,
  • zu geringer Verdienst
  • zu wenig Anerkennung und Lob
  • fehlendes Selbstvertrauen
  • mangelndes Selbstwertgefühl

Aber auch privat können instabile Beziehungen und Partnerschaftsprobleme dazu führen, dass die Sichtweise der Menschen pessimistisch wird. 🙁

Man redet sich ein, nichts wert zu sein oder nichts zu können. Vielleicht führen einmalige Fehlschläge zu Entmutigungen, die zu einem erhöhten Anforderungsdruck führen, der nicht bewältigt werden kann. Burnout ist vorprogrammiert.

Jeder Einzelne muss die Situation für sich rechtzeitig erkennen. Doch  muss es zum Burnout kommen?

Eine entsprechende Ernährung mit genügend Vitalstoffen, besonders dem Vitamin B-Komplex, der Aminosäure Tryptophan und Coenzym Q-10 könnte unterstützend hilfreich sein.

Burnout und Depressionen treten oft kombiniert auf. Und bei Depressionen ist oft der Serotoninspiegel herabgesetzt.
Unser Körper stellt Serotonin aus der Aminosäure L-Tryptophan her. Lebensmittel mit viel Tryptophan sind beispielsweise Käse, Quark, Nüsse, Fisch und Fleisch. Das Gehirn nimmt Tryptophan allerdings leichter auf, wenn gleichzeitig auch Kohlenhydrate verzehrt werden.

Wir dürfen nicht vergessen, dass Ernährung und die an uns herantretende Anforderungen nicht mehr im Gleichgewicht sind. Die Waagschale, in der Stress, Überbelastung, Fertiggerichte und Zusätze im Essen liegen, geht immer mehr nach unten.

Unser Stoffwechsel benötigt aber immer mehr Nährstoffe, um optimal funktionieren zu können und die Defizite auszugleichen. Muss man sich dann wundern, wenn ernährungsbedingte Krankheiten immer mehr zunehmen?

Leider fehlt uns die rote Lampe wie beim Auto. Wenn die leuchtet, geht man sofort zum Kundendienst. Der Mensch verausgabt sich bis zur Erschöpfung und wundert sich über Ausfälle.

Anstatt aber die Defizite auszugleichen, werden die Symptome bei einem Burnout mit Medikamenten behandelt, die dem Körper wiederum noch mehr Vitalstoffe entziehen.

Besorgen Sie sich meine kostenlose Vitalstoffübersicht.

ADHS und Schule

ADHS Kinder haben in den Ferien nicht frei, sie holen Lernstoff nach.

ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom, eine der häufigsten kinderpsychiatrischen Erkrankungen.

Aber ist ADHS wirklich eine Erkrankung oder nur eine Erfindung der Pharmaindustrie? Sehr interessant  ab der 3. Minute:


Bekannt ist, dass bei den Kindern gewisse Fettsäuren und Spurenelemente im Plasmaspiegel erniedrigt sind, die für den Stoffwechsel der Botenstoffe im Gehirn wichtig sind.

Für mich ist dann immer sofort klar, dass man an der Ursache die Lösung sucht und nicht mit Medikamenten versucht, die Hyperaktivität in den Griff zu bekommen. 🙂

Was viele Menschen nicht wissen, dass ADHS sich nicht verwächst, sondern auch im Erwachsenenalter bestehen bleibt, jedoch mit einer Symptomenverschiebung.

ADHS, ein Problem in der Schule
Bei ADHS wird Lernen oft zum Problem

War die ADHS Häufigkeit früher in den Klassen eher gering oder gab es gar keine Kinder mit ADHS, ist die Zahl der diagnostizierten Fälle in den letzten 20 Jahren um den Faktor 40 angestiegen.

Wer als ADHS Kind sich in der Schule nicht gut konzentrieren kann, muss in den Ferien oft Lernstoff nachholen, um einer Versetzung nicht zu gefährden. Oft stehen die Kinder ab Januar unter Druck, einen Notendurchschnitt von 2,3 zu erreichen, um auf das Gymnasium wechseln zu können.

Eltern wollen natürlich die optimalsten Voraussetzungen für ihre Kinder und greifen dann zu den Medikamenten, um eine bessere Konzentration zu erreichen. Nicht selten kann man Äußerungen hören wie „Seitdem unser Junge die Medikamente nimmt, kann er sich viel besser konzentrieren. Vorher war das ja ein Chaos mit den Hausaufgaben und zog sich ewig in die Länge“

In vielen Studien, die natürlich nicht so bekannt sind, konnte man nachweisen, dass das Konzentrationsproblem bei ADHS unter Einnahme von bestimmten Nährstoffen sich effizient verbesserte. Dazu gehörten unter anderem 200 mg Magnesium, 500 mg DHA (Docosahexaensäure), 10 mg Zink und verschiedene Aminosäuren, besonders Tryptophan.

Diese vermehrte Aufnahme, besonders der Omega-3 Fettsäure ist natürlich nicht über das normale Essen zu decken.  An hochwertigen Nahrungsergänzungen kommt man nicht herum.
Denn wer hat schon gerne als Pausensnack eine Makrele oder einen Hering mit dabei, wenn es an der Schule Pizza zu kaufen gibt?

Eine Ernährungsumstellung und Substituierung könnte eine hervorragende Alternative  sein, mit der man jetzt in den Ferien beginnen könnte. Die Verbesserungen sind nicht sofort zu spüren, wie bei der Einnahme von Ritalin.

Gerade der dauerhaft hohe Verzehr von Süßigkeiten und Fertigprodukten stellt bei der Kinderernährung ein besonderes Problem dar. Diese Nahrungsmittel liefern weder die für den Aufbau und die Funktion der Nerven zwingend erforderlichen Gehirnfettsäuren noch hochwertiges Eiweiß.

Auch ein strukturiertes Arbeitsumfeld und Entfernen von Ablenkungsmechanismen kann hilfreich sein. Weniger Fernsehen oder Computerspiele und dafür mehr Herumtoben an der frischen Luft würden hilfreich sein. Aber es tobt sich alleine natürlich nicht so gut, und wer „in“ sein will, braucht WhatsApp, um sich auszutauschen

Aminosäuren essentiell in Stoffwechselprozessen

Fehlt der Nahrung eine ganz bestimmte Aminosäure, so wird die Verfügbarkeit der anderen Aminosäuren im gleichen Verhältnis gemindert. Deshalb kommt es nicht auf die Menge sondern auf die Qualität an.

aminosäuren
aminosäuren

In der Ernährung ist immer wieder die Rede von Kohlenhydraten, Fetten, Ballaststoffen und Eiweißen. Und in den letzten Jahren  konnte man immer lesen, dass der Eiweißanteil 10% bis 15% der Gesamtnahrungsaufnahme sein sollte. In unserer Wohlstandsernährung wird uns eine reichliche Eiweißversorgung angeboten, dass oft schon von einer „Eiweißmast“ die Rede ist. Allerdings hängt die Proteinwertigkeit nicht von der Menge der aufgenommenen Eiweiße ab sondern von der Qualität und der Ausgewogenheit der Aminosäuren.

Aminosäuren sind für eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen im menschlichen Körper unverzichtbar und müssen deshalb in optimaler Menge und ausgewogener Zusammensetzung aufgenommen werden.

Man unterscheidet die essentiellen Aminosäuren, die der Körper nicht selber herstellen kann und die für den Stoffwechsel lebensnotwendig sind  von den nicht essentiellen Aminosäuren, die der Körper selber aufbauen kann.

Essentielle Aminosäuren

Nicht essentielle Aminosäuren

Histidin

Alanin

Leucin, Isoleucin

Asparagin

Methionin

Glutamat

Cystein, Lysin

Glycin

Threonin

Serin

Valin

Arginin

Phenylalanin

Aspartat

Thyrosin

Glutamin

Tryptophan

Prolin

Fehlt der Nahrung eine ganz bestimmte Aminosäure, so wird die Verfügbarkeit der anderen Aminosäure im gleichen Verhältnis gemindert. Deshalb kommt es nicht auf die Menge sondern auf die Qualität der Aminosäuren an.

Nach dem Verzehr von eiweißhaltiger Nahrung zerlegt unser Verdauungsapparat das angelieferte Protein in Aminosäuren. Diese treten dann durch die Darmwand in das Blut über, werden in der Leber neu aufgebaut und erneut mit dem Blut zu den entsprechenden Körperzellen befördert. Den Körperzellen steht es frei, die Aminosäuren aufzunehmen, denn es entscheidet die Nachfrage darüber, welche Kombinationen zur Zellneubildung oder Zellreparatur benötigt werden oder welche Aminosäuren zum Aufbau von Enzymen, Antikörpern oder Hormonen benötigt werden.

Aminosäuren sind also nicht nur für den so bekannten Muskelaufbau notwendig sondern spielen auch eine entscheidende Rolle im Hormonhaushalt und Immunstoffwechsel.

ADHS und Schulübertritt ist oft gefährdet


Jetzt Ende Januar gab es für viele Schüler in der vierten Grundschulklasse einen Leistungs-Zwischenbericht. Nun wissen die Eltern, ob ihr Kind intelligent genug ist, die Realschule oder das Gymnasium zu besuchen. Und für viele Kinder geht jetzt der Stress los, wenn sie nicht mit Deutsch, Mathematik und HSU (Heimat- und Sachkunde Unterricht) einen Notendurchschnitt von 2,5 bzw. 2,3 erreichen.

Wer sich jetzt nicht gerne über einen längeren Zeitraum konzentrieren kann oder gerne lernt, wird ganz schnell als Problemfall eingestuft. Aber können Kinder mit zehn Jahren schon wissen, wo sie beruflich mal hinsteuern wollen? Oft sind es die Eltern, die ihren Kindern natürlich die optimalsten Voraussetzungen geben wollen. Fakt ist, wer auf ein Gymnasium gehen will, muss begeistert lernen wollen und selbständig seinen Stoff erarbeiten können.

Da es heute schon fast normal geworden ist, dass in jeder Klasse Kinder mit ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) oder nur ADS sind, tauschen sich die Eltern untereinander aus.

Ganz oft höre ich dann Sätze wie „Seitdem unser Junge die Medikamente nimmt, kann er sich viel besser konzentrieren. Vorher war das ja ein Chaos mit den Hausaufgaben und zog sich ewig in die Länge“

Dabei könnte man ganz oft mit einer Ernährungsumstellung und vermehrten Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren, Magnesium, B-Vitaminen und Aminosäuren eine Verbesserung erreichen. Unser Gehirn besteht aus Eiweiß und Gehirnfettsäuren und für den Aufbau und die Funktionsfähigkeit sind genau diese Bausteine erforderlich.
Das kindliche Gehirn reagiert besonders in der Wachstumsphase empfindlich auf Mangelsituationen an Gehirnfettsäuren. Betroffene Kinder können ihr vollständiges intellektuelles Potential daher nicht entwickeln und bleiben hinter dem Optimum zurück.

In der heutigen Zeit stellt der dauerhaft hohe Verzehr von Süßigkeiten und Fertigprodukten bei der Kinderernährung ein besonderes Problem dar. Diese Nahrungsmittel liefern weder die für den Aufbau und die Funktion der Nerven zwingend erforderlichen Gehirnfettsäuren noch hochwertiges Eiweiß.

Auch ein strukturiertes Arbeitsumfeld und Entfernen von Ablenkungsmechanismen kann hilfreich sein. Weniger Fernsehen oder Computerspiele und dafür mehr Herumtoben an der frischen Luft würden auch nicht schaden. Aber es tobt sich alleine natürlich nicht so gut, und wer „in“ sein will, braucht seine Mattscheiben.

Auch ohne die Diagnose „ADHS“  leiden viele Kinder an Lese-Rechtschreib-Schwäche (Legasthenie) oder Rechenschwäche (Dyskalkulie), die durch einen Mangel an Gehirnfettsäuren noch verstärkt werden.

Aber wer hat schon gerne als Pausensnack eine Makrele oder einen Hering mit dabei, wenn es an der Schule Pizza zu kaufen gibt?

Burnout-Syndrom

Immer mehr Menschen sind „ausgebrannt“, völlig erschöpft und nutzen ihre Freizeit, um sich zu erholen, damit sie für den Arbeitgeber wieder völlig Leistungsfähig sind. Ist es nicht paradox, seine Gesundheit für einen Arbeitsplatz zu ruinieren, der dann sowieso wegrationalisiert wird, sobald es die wirtschaftliche Situation zulässt?

Die Arbeitssituation ist auch eines der Hauptgründe für das Burnout-Syndrom: wer Arbeit hat, ist gestresst, und wer keine Arbeit hat, ist wegen Zukunftsängsten gestresst.

Die negativen Folgen der beruflichen Überbeanspruchung sind gemütsmäßige Erschöpfung und Leistungsabfall.

Gründe für die Überbelastung sind:

  • schlechte Arbeitsbedingungen,
  • komplexere Arbeitsabläufe mit mehr Verantwortung,
  • Zeitdruck,
  • ein schlechtes Betriebsklima bis hin zum Mobbing.

Aber auch privat können instabile Beziehungen und  Partnerschaftsprobleme dazu führen, dass die Sichtweise der Menschen pessimistisch wird.

Nach einer Studie der Krankenkasse KKH-Allianz waren 14,3% aller Krankschreibungen im ersten Halbjahr wegen Depressionen oder Burnout-Syndromen.

Jeder Einzelne muss die Situation für sich verbessern. Doch man muss es nicht so weit kommen lassen. Eine entsprechende Ernährung mit ausreichend Vitamin B-Komplex, Tryptophan und Coenzym Q-10 können unterstützend hilfreich sein.

Wir dürfen nicht vergessen, dass Ernährung und an uns herantretende Anforderungen nicht mehr im Gleichgewicht sind. Die Waagschale, in der Stress, Überbelastung, Fertiggerichte und Zusätze im Essen liegen, wird immer schwerer.  Unser Stoffwechsel benötigt aber immer mehr Nährstoffe, um optimal funktionieren zu können und die Defizite auszugleichen. Leider fehlt uns die rote Lampe wie beim Auto. Wenn die leuchtet, geht man sofort zum Kundendienst. Der Mensch verausgabt sich bis zur Erschöpfung und wundert sich über Ausfälle, und das mit einer äußerst schlechten Mikronährstoffzufuhr.

Jedes Auto würde da viel früher stehenbleiben.

Neurotransmitter-komplizierte Boten

Heute wird es vielleicht etwas kompliziert, doch ich bemühe mich, es so einfach wie möglich zu erklären.

Neurotransmitter sind chemische Substanzen, die die Signalübertragung
zwischen den Nervenzellen vermitteln. Eine Substanz wird als Neurotransmitter bezeichnet, wenn sie folgende Kriterien erfüllt:

  • sie muss in der Nervenzelle gebildet werden
  • sie wird von der Nervenzelle freigesetzt
  • sie muss biochemisch identifizierbar sein
  • sie wird bei Reizung der Nervenzelle ausgeschüttet
  • sie beeinflusst die Zielzelle

 Die Transmitterwirkung muss durch den Gegenspieler von der Dosis abhängig gehemmt werden können. Die Transmittersubstanzen müssen nach Verabreichung die gleichen Effekte an den Zielnervenzellen auslösen, wie man an der Nervenreizung beobachten kann.

Zu den klassischen Neurotransmitter werden gezählt:

  • Acetylcholin,
  • Dopamin,
  • Noradrenalin,
  • Adrenalin,
  • Glutamat,
  • GABA,
  • Glycin,
  • Histamin
  • Serotonin

Inzwischen zählt man auch die  Neuropeptide zu den Neurotransmittern.

Es gibt auch noch  Substanzen, die  als Neuromodulatoren bezeichnet werden. Diese Stoffe können die Erregungsübertragung verstärken oder vermindern, sind aber nicht unmittelbar an der Erregungsübertragung beteiligt.

Inzwischen gibt es Neurotransmitter mit sehr außergewöhnlichen Eigenschaften. Sie können Gase wie Stickoxid und Kohlenmonoxid bilden, die nicht in der Nervenzelle gespeichert werden können und auch nicht über bestimmte Rezeptoren wirken, aber sie können direkt durch die Zellwand in andere Zellen gelangen.

Durch Forschung konnte man feststellen, dass es einen Zusammenhang zwischen Neurotransmittern und der Persönlichkeit eines Menschen gibt. In verschiedenen Modellen werden bestimmte psychische Eigenschaften den Neurotransmittern zugeordnet. So hat man festgestellt, dass Dopamin einen Einfluss darauf hat, wie weit ein Mensch offen ist für neue Erfahrungen.

Hier spielen die Aminosäuren eine zentrale Rolle.

Glutaminsäure und Glycin wirken als Aminosäuren direkt auf spezifische Rezeptoren im Gehirn. Glutaminsäure ist besonders im Klebereiweiß von Mais und Weizen vorhanden. Phenylalanin bzw. Tyrosin sind die Ausgangssubstanzen für die Bildung von Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin. Sie haben großen Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit und die Stressbewältigung. Um Phenylalanin aufzunehmen, muss man eine eiweißhaltige und fettarme Mahlzeit essen wie zum Beispiel beim Meerrettichquark oder Linsensalat mit Zitronensaft. (Können Sie damit Ihre Kinder begeistern?)

Aus der Aminosäure Tryptophan wird der Neurotransmitter Serotonin gebildet, einem sehr wichtigen Neurotransmitter, der für das Lernen und die Gedächtnisbildung zuständig ist.

Neurotransmitter und ihre Rezeptoren spielen eine sehr zentrale Rolle für die psychische Befindlichkeit eines Menschen. Psychopharmaka dagegen wirken über eine Beeinflussung an der Konzentration der Neurotransmitter oder der Rezeptoren.

Da am Stoffwechsel der Neurotransmitter  viele verschieden Mikronährstoffe beteiligt sind, kann man natürlich auch durch eine gezielte Therapie mit diesen Mikronährstoffen die Bildung der Neurotransmitter und ihr Verhältnis zueinander positiv beeinflussen.

Einfacher ging es nicht. Aber wenn Sie verstanden haben, dass Sie durch eine gezielte Aminosäuren-Ergänzung eine positive Wirkung auf den Hirnstoffwechsel haben und  das nicht unbedingt mit Lebensmitteln erreichen können, haben Sie Ihrem Kind schon sehr geholfen. Man muss nicht alles verstehen, wie es zusammenhängt, wenn das gewünschte Ergebnis erreicht wurde.