Burnout rechtzeitig erkennen und vorbeugen






Burnout ist jedem ein Begriff, obwohl es diese Diagnose offiziell noch gar nicht gibt.

In der von der WHO erstellten ICD-10 Klassifizierung ist Burnout nicht erfasst. In dieser Klassifizierung sind alle medizinischen Krankheiten gelistet und mit einer Ziffer benannt, die zur Abrechnung von Leistungen benötigt wird. Demnächst in der neuen ICD-11 wird Burnout auch gelistet sein.

Burnout bedeutet „ausgebrannt sein“ und wird nach der subjektiven Bewertung von Gefühlen und Empfindungen der Patienten diagnostiziert.

Aber warum fühlen sich immer mehr Menschen ausgebrannt? Ist es der immer mehr steigende Leistungsdruck? Ist niemand mehr in der Lage, es frühzeitig zu erkennen und sich eine Auszeit zu gönnen? Ist man ein Schwächling, wenn man NEIN sagt? Muss man in allen Bereichen zum Perfektionisten werden und sich selbst unter Stress stellen?

Es ist definitiv ein Teufelskreis, wenn sich so ein Burnout langsam entwickelt und von dem Betroffenen nicht wahrgenommen wird.

Zuerst glaubt man ja noch, die angeforderten Erwartungen zu erfüllen. Phasenweise geht es einen auch wieder ganz gut. (Ab nächste Woche habe ich Urlaub, dann wird es besser) Man setzt sich selber unter Druck und will sich beweisen. Es gibt einen verstärkten Arbeitseinsatz trotz Erschöpfung, selbst wenn eigene Bedürfnisse wie die Ruhe Phase dabei vernachlässigt werden. Auftretende Konflikte werden verdrängt, Probleme nicht wahrgenommen oder ganz anders interpretiert bis man zu einer inneren Leere kommt und schließlich zusammenbricht.

Laut ICD-10 müssen Haupt- und Nebensymptome in bestimmter Anzahl vorhanden sein, um von einer leichten, mittelgradigen oder schweren Depression sprechen zu können.

Hauptsymptome sind:

  • gedrückte depressive Stimmung
  • Interessenverlust
  • Antriebsmangel

Nebensymptome können sein:

  • verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Gefühl von Schuld und Wertlosigkeit
  • vermindertes Selbstwertgefühl
  • Schlafstörungen
  • Appetitverlust mit Gewichtsverlust
  • Libido Verlust
  • Suizidgedanken oder Suizidhandlungen

Es handelt sich aber immer um eine psychische Erkrankung, warum vielleicht auch viele Menschen so spät zum Arzt gehen. Als psychisch krank abgestempelt zu werden, ist unangenehm und etwas Anderes, als wenn man sich das Bein bricht. Oft wird beim Arzt dann Blut abgenommen, wo natürlich nichts gefunden wird. Körperlich ist ja bei seelischen Erkrankungen auch nichts im Blutbild verändert. Denn das, was man untersuchen lassen müsste, wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen:

Die Botenstoffe Noradrenalin, Serotonin und Dopamin müssten untersucht werden genauso wie die gehirnaktiven Aminosäuren, die dafür verantwortlich sind, dass sie in richtigen Mengen gebildet werden.  Die Grundbausteine Phenylalanin, Tryptophan, Isoleucin und Tyrosin sind verantwortlich, dass unser Körper die Botenstoffe produzieren kann. Diese Aminosäuren sind essentiell, das bedeutet, wir müssen sie ausreichend mit der Nahrung aufnehmen, weil der Körper sie nicht selber herstellen kann.

Wenn allerdings bei einem Burnout die Eiweißspeicher durch Dauerstress bedingt permanent leer sind, reicht die normale Nahrung nicht mehr aus. Jetzt braucht man eine gute Nahrungsergänzung, wo die Aminosäuren im richtigen Mengenverhältnis vorhanden sind.

Leider verschreiben die Ärzte nur Selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer SSRI oder Selektive Noradrenalin Wiederaufnahmehemmer SNRI oder klassische Antidepressiva mit erheblichen Nebenwirkungen.




Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen

Depressionen

Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen, in Deutschland leiden über vier Millionen Menschen daran. Das sind tatsächlich 5-10% der Gesamtbevölkerung.

Depressionen können sich sehr unterschiedlich äußern. Sie sind erst seit einigen Jahren kein Tabuthema mehr.

Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen,In der Klassifikation für psychische Erkrankungen, der ICD-10, zählt man die Depressionen zu den affektiven Störungen.

Die Ursachen der Entstehung von Depressionen sind multifaktoriell. Das bedeutet, es gibt unterschiedliche Entstehungsbedingungen.

Man geht von einer genetischen Disposition aus. Das bedeutet, dass das Risiko zunimmt, eine Depression zu entwickeln, je höher der Verwandtschaftsgrad zu einer bereits erkrankten Person ist.

Eine andere Vermutung ist ein Ungleichgewicht im Neurotransmittersystem.

Hier spielen Serotonin und Noradrenalin eine große Rolle.

Während einer depressiven Phase befinden sich nicht ausreichend Serotonin und Noradrenalin im synaptischen Spalt von Nervenzellen im Gehirn.

Man kennt natürlich auch die saisonale Häufung von Depressionen besonders im Herbst und im Frühjahr.

Andere Faktoren für die Entstehung von Depressionen können psychoreaktive Faktoren sein.

Stress auslösende Lebensumstände oder Lebensereignisse können den Ausbruch einer Depression begünstigen, wie zum Beispiel:

  • Konflikte in der Partnerschaft oder am Arbeitsplatz
  • Schwangerschaft und Geburt
  • Verlust von Bezugspersonen
  • Todesfälle und Trauer
  • Unfall, Krankheiten
  • Leistungsdruck, Arbeitsdruck
  • Sexueller Missbrauch
  • Rente
  • Umzug, neue Lebenssituationen

Viele Patienten berichten, dass immer ein einschneidendes Lebensereignis stattgefunden hat, bevor sich eine Symptomatik zeigte.

Natürlich reagiert nicht jeder Mensch in gleicher Weise bei selben Auslösern. Deshalb muss eine biologische Disposition vorliegen, um zur Manifestation der Krankheit zu führen.

Anders ausgedrückt:

Was den einen bei einem Konflikt depressiv werden lässt, berührt den anderen nicht im Geringsten.

Da Arbeitsdruck und Stress am Arbeitsplatz immer häufiger vorkommen, ist es sinnvoll, gewisse Anleitungen zur Stressbewältigung zu erlernen, um Depressionen vorzubeugen.

Interessant ist stets die Vitaminübersicht….

Letztendlich ist es entscheidend, dass man immer mit seiner Situation zurecht kommt und sein positives Leben meistert. Natürlich ist es legitim, Hilfe von Fachleuten anzunehmen. Heilpraktiker für Psychotherapie könnten auch hier eine Alternative sein.

Tryptophan als Glücksbote

Tryptophan spielt eine zentrale Rolle für gute Laune und das Gedächtnis.

Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure und muss mit der Nahrung aufgenommen werden.

Im Gehirn entsteht aus der essenziellen Aminosäure Tryptophan einer der wichtigsten Botenstoffe für die Seele. Serotonin.

Hauptsächlich reguliert Tryptophan den Schlaf-Wach-Rhythmus, weil die Aminosäure  die Bildung des Hormons Serotonin unterstützt. Serotonin steuert den Gemütszustand, den Schlafrhythmus und die Temperatur im Körper.

Ausreichende Tryptophan Mengen würden vorbeugend gegen diese Mangelerscheinungen wirken.


Die  Aminosäuren sind Bausteine unseres Lebens, werden aber oft vernachlässigt. Man geht davon aus, genügend Eiweiß zu sich zu nehmen. Das Verständnis für Vitamine wird zunehmend besser.

Besonders bei Diäten kommt hochwertiges Eiweiß zu kurz. Da oft mit einer Ernährungsumstellung vermehrt Obst und Gemüse und Salate verzehrt werden, sind die Eiweißmengen reduziert, da sie oft mit versteckten Fetten verbunden sind.

Auch wegen der vermehrten sportlichen Aktivitäten sind die Aminosäuren wichtig für den Muskelaufbau.

Je nach Körpergewicht ist auch eine unterschiedliche Menge an Tryptophan notwendig. Als Faustregel sagt man, dass 3,5 mg Tryptophan pro kg Körpergewicht aufgenommen werden sollten.

Man kann natürlich über die Ernährung versuchen, Tryptophan genügend abzudecken:
Sojabohnen, Mungobohnen, Parmesankäse, Bananen, Haferflocken und Hühnerbrust sollten dann verzehrt werden. Hat man das täglich auf seinem Teller liegen?

Leichter ist es sicherlich mit einer Nahrungsergänzung, die auch noch gut schmeckt und dafür sorgt, im richtigen Verhältnis die anderen essentiellen Aminosäuren aufzunehmen. Einen Löffel vom All Plant Protein am Morgen in einem Glas Orangensaft rundet das Frühstück ab. Und für alle Menschen, die ohne Frühstück aus dem Haus gehen, wäre das ein optimaler Einstieg in den Tag. 😉

Tryptophan ist eine Aminosäure
All Plant Protein von NUTRILITE enthält im richtigen Verhältniss alle essentiellen Aminosäuren

Wie erkennt man eine Unterversorgung mit Tryptophan?

Körperliche und geistige Schwäche, Appetitlosigkeit, und Verrdauungsprobleme treten auf. Nun, das wird man nicht unbedingt in Verbindung bringen mit einem Mangel an Tryptophan, weil auch bei anderen Ursachen diese Symptome auftreten können, eigentlich sind diese Beschwerden bei jedem dritten Menschen inzwischen zur Gewohnheit geworden. 🙁

Tryptophan wirkt antidepressiv und  steigert die Stresstoleranz und das ist in der heutigen Zeit unbedingt notwendig.
Bei Stresstoleranz-Steigerung und depressiver Neigung und verbesserter Motivation denkt man unwillkürlich an Burnout. Jeder 4. Bundesbürger leidet inzwischen an Burnout und hat zunehmend psychische Probleme. Es könnten unzählige Antidepressiva vermieden werden, würden diese Menschen vermehrt Tryptophan und Vitamin B-Komplex zu sich nehmen.

Bei verbesserter Aufnahme der wichtigen Aminosäuren ist da bestimmt Abhilfe zu leisten bevor die Menschen zum Psychiater gehen müssen und mit Psychopharmaka vollgestopft werden. Denn damit ist die Ursache nicht behoben.

ADHS macht keine Ferien

ADHS Kinder sollten die Ferien nutzen, um von ihrer Droge Ritalin oder anderen Methylphenidat-Präparaten  wegzukommen

ADHS macht zwar keine Ferien, aber die Zeit wäre günstig.

ADHS Kind
Kinder mit ADHS sind ganz oft auch „Pausenclown“

Es ist jetzt schon ein hoher Leistungsdruck, der auf den Kindern ruht. Und besonders Kinder mit ADHS tun sich sehr schwer, immer bei der Sache zu bleiben. Ablenkungen und lange Hausaufgaben lassen den Alltag zum Alptraum werden. In den Ferien ist für viele Kinder frei, aber einige müssen für Nachprüfungen auch lernen. Viele Kinder treten nach den Sommerferien ins Gymnasium oder in die Realschule  über.

Heute ist ganz schnell die Diagnose ADHS gestellt.

Aus der Hirnforschung weiß man, dass ADHS- Schüler eine geringere Durchblutung im Frontallappen des Gehirns aufweisen. Das Frontalhirn ist maßgeblich an der Planung von Handlungen, der Steuerung von Gefühlen und Emotionen, der Lenkung der Aufmerksamkeit und am Ausfiltern von wichtigen und irrelevanten Reizen verantwortlich.

Aufgrund des Mangels an verschiedenen Neurotransmitterstoffen, nämlich Serotonin und Adrenalin  in dieser Hirnregion zeigen sich funktionelle Störungen in diesen Bereichen. Einige hyperaktive Kinder müssen sich demnach durch zappelig sein „aktivieren“, um den Neurotransmittermangel im Gehirn auszugleichen.

Schüler mit ADHS können daher die Umweltreize nicht angemessen filtern. Sie wissen nicht, welche Reize nun wichtig und welche „ausgeblendet“ werden müssen. Sie nehmen alle neuen Reize auf, egal ob sie nun für das schulische Lernen oder angemessene Reagieren notwendig oder störend sind. Die Kinder sind ständig überfordert und ihr „Aktivierungsgrad“ ist schnell erschöpft.

Da in den Ferien niemand still sitzen muss und die Konzentration zu einer bestimmten Zeit auch nicht so gefragt ist, reduzieren viele Eltern die Dosierung der Medikamente. Hat man vielleicht doch ein schlechtes Gewissen, seine Kinder mit so einem Gift zu dosieren? 🙁

Wenn man bedenkt, dass die kindliche Gehirnentwicklung noch nicht fertig abgeschlossen  ist, kann man nicht verstehen, warum man diese Medikamente einsetzen muss. In Tierversuchen konnte man eindeutig feststellen, dass Nervenzellen im Wachstum gehemmt sind und die Struktur und Funktionsfähigkeit des Gehirns beeinflusst sind. Außerdem ist Ritalin eindeutig als Einstiegsdroge für stärkere Drogen einzustufen.

Bekannte Nebenwirkungen von Methylphenidat:

  • Schlafstörungen
  • Verstärkte Reizbarkeit
  • Aggressives Verhalten
  • Magenbeschwerden
  • Kopfschmerzen und Schwindel
  • Gesteigerte Herzfrequenz
  • Mundtrockenheit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Übermäßiges Schwitzen
  • Fieber
  • Gelenkschmerzen
  • Psychische Abhängigkeit, Suchtentwicklung

Möchte man diese Nebenwirkungen seinem Kind zumuten? Sollte man nicht andere Möglichkeiten zuerst ausschöpfen?

In USA und England gibt es längst sehr gute Ergebnisse von Studien, die mit Nährstoffen gezielt behandeln. Nur  in Deutschland verschweigt man diese Nährstofftherapien.

Dabei ist es längst bekannt, dass man mit Mikronährstoffen auch diesen Kindern helfen kann, bevor zu Ritalin oder ähnlichen Substanzen gegriffen wird, die unter das  Betäubungsmittelgesetzt fallen.

Wer Ritalin oder auch bekannt als Concerta, Equasyn, Medikinet oder Methylphenidat verordnet, heilt nicht die eigentliche Problematik sondern greift nur in den Hirnstoffwechsel von Noradrenalin, Dopamin und Serotonin ein. Es führt zu einer Überstimulierung und damit zu einer Desensibilisierung dieser Hirnbotenstoffe.

Serotonin steuert das Impulsverhalten, Noradrenalin steuert die Aufmerksamkeit und Dopamin den Antrieb. Es kommt nicht mehr zu einer normalen Neurotransmitterausschüttung

Die Nährstofftherapie sollte als Basistherapie eingesetzt werden. „Richtige Nährstoffe“ sind vor allem Gehirnfettsäuren, von denen oft durch falsche Ernährung zu wenig vorhanden sind.

Bekomme das Gehirn die richtigen Nährstoffe, so ließe sich das Grundproblem bei ADHS und übrigens auch bei Legasthenie, Schizophrenie und Depression beheben: Die Versorgung mit den Botenstoffen Dopamin, Noradrenalin und Serotonin könne wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.
Das verstärkte Auftreten von ADHS hängt nicht nur mit der zunehmenden Aufklärung über die Krankheit zusammen, sondern auch mit der erheblichen Zunahme an Fast Food in der Kinderernährung. Denn Fertignahrung enthält für Haltbarkeit und Geschmack besonders viele gesättigte Fettsäuren. Heute werden bereits Kindergeburtstage von führenden Fast Food-Ketten organisiert. Wen wundert es da, dass immer mehr Kinder zwar ihr Fett abbekommen und übergewichtig werden, es aber an den richtigen Hirnfetten mangelt.

Fett wird uns seit Jahren madig gemacht, aber es gibt auch gesunde Fette. Diese ungesättigten Fettsäuren (Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren) sind vor allem in fettem Fisch (Thunfisch, Lachs, Makrele, Hering), in Meeresfrüchten und in pflanzlichen Ölen (Sonnenblumen-, Walnuss-, oder Rapsöl) zu finden. Davon essen Kinder nicht besonders viel.
Des Weiteren besteht ein Mangel an den Gehirnfettsäuren Arachidonsäure und Gammalinolensäure, sowie an den Mineralstoffen Magnesium und Zink, die den Fettstoffwechsel mit regulieren. Auch an Vitamin B1 und B6 und am Mangan besteht Mangel sowie an hochwertigen Aminosäuren

Weil Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit selten ein konstantes Essverhalten haben und Medikamente wie Ritalin obendrein eine appetitzügelnde Wirkung haben, können Defizite oft nur über Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden.

ADHS zu diagnostizieren ist kein Kinderspiel. Die Symptome wie fehlende Konzentration, mangelhafte Selbstkontrolle, Aggression, fehlende Organisation und die Unfähigkeit, still zu sitzen, sind einzeln unspezifisch und auch bei gesunden Menschen häufig zu beobachten.

Im Gegensatz zum Methylphenidat setzt die Wirkung mit Nährstoffen erst langsam ein. In den ersten drei Monaten  werden die Fettsäuren in den Nervenzellmembranen eingebaut und verändern somit positiv den Gehirnstoffwechsel. Deshalb sind die kommenden Wochen in den großen Sommerferien optimal zu nutzen, um mit Nährstoffen anzufangen. Auf jeden Fall sollte man an eine Dauertherapie denken und die Medikamente nicht alleine absetzen. Man wird allerdings feststellen, dass der Bedarf eindeutig zurückgehen wird. Und das ist auf jeden Fall der erste Schritt in eine drogenfreie Zukunft.

Ein zu Unrecht verabreichtes Medikament, das unter das Betäubungsmittelgesetz fällt wäre ein Skandal. Ein Zuviel an Nahrungsergänzungsmitteln würde nur ein Stück mehr Gesundheit bedeuten, aber niemals Nebenwirkungen haben.

Neurotransmitter-komplizierte Boten

Heute wird es vielleicht etwas kompliziert, doch ich bemühe mich, es so einfach wie möglich zu erklären.

Neurotransmitter sind chemische Substanzen, die die Signalübertragung
zwischen den Nervenzellen vermitteln. Eine Substanz wird als Neurotransmitter bezeichnet, wenn sie folgende Kriterien erfüllt:

  • sie muss in der Nervenzelle gebildet werden
  • sie wird von der Nervenzelle freigesetzt
  • sie muss biochemisch identifizierbar sein
  • sie wird bei Reizung der Nervenzelle ausgeschüttet
  • sie beeinflusst die Zielzelle

 Die Transmitterwirkung muss durch den Gegenspieler von der Dosis abhängig gehemmt werden können. Die Transmittersubstanzen müssen nach Verabreichung die gleichen Effekte an den Zielnervenzellen auslösen, wie man an der Nervenreizung beobachten kann.

Zu den klassischen Neurotransmitter werden gezählt:

  • Acetylcholin,
  • Dopamin,
  • Noradrenalin,
  • Adrenalin,
  • Glutamat,
  • GABA,
  • Glycin,
  • Histamin
  • Serotonin

Inzwischen zählt man auch die  Neuropeptide zu den Neurotransmittern.

Es gibt auch noch  Substanzen, die  als Neuromodulatoren bezeichnet werden. Diese Stoffe können die Erregungsübertragung verstärken oder vermindern, sind aber nicht unmittelbar an der Erregungsübertragung beteiligt.

Inzwischen gibt es Neurotransmitter mit sehr außergewöhnlichen Eigenschaften. Sie können Gase wie Stickoxid und Kohlenmonoxid bilden, die nicht in der Nervenzelle gespeichert werden können und auch nicht über bestimmte Rezeptoren wirken, aber sie können direkt durch die Zellwand in andere Zellen gelangen.

Durch Forschung konnte man feststellen, dass es einen Zusammenhang zwischen Neurotransmittern und der Persönlichkeit eines Menschen gibt. In verschiedenen Modellen werden bestimmte psychische Eigenschaften den Neurotransmittern zugeordnet. So hat man festgestellt, dass Dopamin einen Einfluss darauf hat, wie weit ein Mensch offen ist für neue Erfahrungen.

Hier spielen die Aminosäuren eine zentrale Rolle.

Glutaminsäure und Glycin wirken als Aminosäuren direkt auf spezifische Rezeptoren im Gehirn. Glutaminsäure ist besonders im Klebereiweiß von Mais und Weizen vorhanden. Phenylalanin bzw. Tyrosin sind die Ausgangssubstanzen für die Bildung von Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin. Sie haben großen Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit und die Stressbewältigung. Um Phenylalanin aufzunehmen, muss man eine eiweißhaltige und fettarme Mahlzeit essen wie zum Beispiel beim Meerrettichquark oder Linsensalat mit Zitronensaft. (Können Sie damit Ihre Kinder begeistern?)

Aus der Aminosäure Tryptophan wird der Neurotransmitter Serotonin gebildet, einem sehr wichtigen Neurotransmitter, der für das Lernen und die Gedächtnisbildung zuständig ist.

Neurotransmitter und ihre Rezeptoren spielen eine sehr zentrale Rolle für die psychische Befindlichkeit eines Menschen. Psychopharmaka dagegen wirken über eine Beeinflussung an der Konzentration der Neurotransmitter oder der Rezeptoren.

Da am Stoffwechsel der Neurotransmitter  viele verschieden Mikronährstoffe beteiligt sind, kann man natürlich auch durch eine gezielte Therapie mit diesen Mikronährstoffen die Bildung der Neurotransmitter und ihr Verhältnis zueinander positiv beeinflussen.

Einfacher ging es nicht. Aber wenn Sie verstanden haben, dass Sie durch eine gezielte Aminosäuren-Ergänzung eine positive Wirkung auf den Hirnstoffwechsel haben und  das nicht unbedingt mit Lebensmitteln erreichen können, haben Sie Ihrem Kind schon sehr geholfen. Man muss nicht alles verstehen, wie es zusammenhängt, wenn das gewünschte Ergebnis erreicht wurde.

Gestörter Neurotransmitter-Stoffwechsel bei AD(H)S

Bei ADHS liegt eine Störung im Bereich der Botenstoffe vor, den so genannten Neurotransmittern Serotonin, Dopamin und Noradrenalin.

Serotonin steuert das Impulsverhalten.

Bei einem Mangel von Serotonin ist  die Frustrationsgrenze gesenkt, was zu Wutausbrüchen und aggressivem Verhalten führen kann, ferner können aber auch Depressionen und Angststörungen auftreten. → Die Aminosäure Tryptophan steigert den Serotoninspiegel.

Noradrenalin steuert die Aufmerksamkeit.

Ein Mangel an Noradrenalin ist  verantwortlich für die fehlende Aufmerksamkeit

Dopamin steuert den Antrieb.

Man hat festgestellt, dass eine erhöhte Dichte an Dopamintransportern vorkommt, die das Dopamin aus den Verbindungsspalten zwischen den Nervenendigungen herausfischen und wieder zurücktransportieren. → Vitamin B und Magnesium wirken sich positiv auf die Nervenendungen aus und sind für die Reizweiterleitung zuständig.

Warum setzt man also nicht da an, wo die Ursache liegt, nämlich am Stoffwechsel der Neurotransmitter? Aber das ist typisch für unsere Medizin, dass nur Symptome behandelt werden und keine Ursachenbekämpfung vorgenommen wird.

Die Orthomolekulare Medizin beschäftigt sich mit Substanzen, die natürlicherweise im menschlichen Körper vorhanden sind und im Stoffwechsel benötigt werden. Mit orthomolekularen Substanzen kann im Sinne der Nahrungsergänzung einem alimentären Mangel vorgebeugt werden, in höheren Dosierungen haben Mikronährstoffe häufig einen pharmakologischen Effekt.

Grundsätzlich können Stoffwechselprozesse nur bei ausreichender Verfügbarkeit der erforderlichen Mikronährstoffe ungestört ablaufen. Dies gilt natürlich auch für das Nervensystem, hier spielen die Neurotransmitter eine wichtige Rolle, woraus sich ein enger Bezug zum Aminosäurenstoffwechsel ableitet.

Einige Aminosäuren fungieren direkt als Transmittersubstanzen z.B. Glutaminsäure und Glycin. Wichtige Signalstoffe wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalin sind Metaboliten von Aminosäuren.

Mit dem Amphetamin Methylphenidat werden nur auftretenden Symptome lahmgelegt, damit die Kinder besser in die Welt der Erwachsenen hineinpassen. Durch die Amphetamine bekommt das hemmende Zentrum im Hirn einen Kick und die Person verhält sich ruhig.

In der Schule sitzt man nun einmal ruhig und redet nur, wenn man aufgefordert wird. Wer von den Eltern möchte denn Schuld sein, wenn das Kind nicht den Übergang in die weiterführende Schule schafft? Mit schlechten Noten oder ständig vergessenen Hausaufgaben ist ein Übertritt erschwert. So wird oft ahnungslosen Eltern ein schlechtes Gewissen eingeredet, wenn sie der Therapie mit Methylphenidat nicht zustimmen wollen.

(Fortsetzung folgt)