Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind bei einer Low Carb Ernährung stark reduziert.

Kohlenhydrate lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen und müssen daher bei Diabetes berechnet werden.

Als insulinpflichtiger Diabetiker muss man seine Kohlenhydrate mit Insulin berechnen.

Unter dem Begriff „Kohlenhydrate“ fasst man Stärke und Zuckerstoffe zusammen. Stärke besteht aus vielen aneinanderhängenden Traubenzuckerbausteinen. Traubenzucker ist der Baustein, der sofort ins Blut übergeht, der ist besonders wichtig bei einer Unterzuckerung, denn dann soll der niedrige Blutzucker sofort wieder ansteigen. 🙂

Es gibt kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel, nach denen der Blutzucker nicht oder kaum ansteigt und es gibt Kohlenhydrate, nach denen er deutlich ansteigt.

Kohlenhydrate sind vorhanden, aberauch Fett und Eiweiß
Hier ist der Fettanteil neben den Kohlenhydraten so hoch, dass sie den BZ nur langsam ansteigen lassen. Diese Portion enthält trotzdem 4-5 BE und viele Kalorien.

Je mehr Fett und Eiweiß und Ballaststoffe ein Nahrungsmittel enthält, umso langsamer werden die Zuckerstoffe vom Darm ins Blut resorbiert. Man spricht auch vom glykämischem Index. Er gibt an, in welchem Ausmaß die Nahrungsmittel den Blutglukosespiegel ansteigen lassen.

Gerade beim Diabetes Typ 2 können Mahlzeiten mit einem hohen glykämischem Index die Insulinresistenz begünstigen, da es ganz oft im Vorfeld eine Phase der vermehrten Insulinausschüttung gibt.

Mahlzeiten mit hohem glykämischem Index lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen, was eine erhöhte Insulinausschüttung bewirkt.
Reiner Traubenzucker entspricht 100% und gilt als Berechnungsgrundlage, um die anderen Kohlenhydrate zum Vergleich berechnen zu können, wie ihre Wirksamkeit beim Blutzuckeranstieg sich bemerkbar macht.

Bei einer Low Carb Ernährung sollten diese Kohlenhydrate stark eingeschränkt werden, denn diese Menschen wollen Gewicht verlieren. Insulin hat aber nicht nur den Vorteil, dass es den Blutzuckerspiegel senkt, sondern hat auch die Nebenwirkung, dass es als Dickmacher-Hormon gilt. Insulin schickt die Fettmoleküle sofort in die Fettzellen und schließt sie dort ein. 🙁

Ganz einfach ausgedrückt kann man sich merken, dass Obst und Milchprodukte langsamer den Blutglukosespiegel ansteigen lassen als Brot, Kartoffeln und Reis.

90% – 100%:

  • Malzzucker, Honig, Instantreis, Kartoffelpüree, Cornflakes, Cola

50% – 90% :

  • Graubrot, Weißbrot, Knäckebrot, Kräcker,
  • Milchreis, Fertigmüsli, Puddingpulver, Salzkartoffeln
  • Biskuit, Plätzchen, Sandkuchen, Weizenmehl,
  • Bier, ungesüßte Obstsäfte
  • Haferflocken, Haushaltszucker,
  • Pumpernickel, Vollkornbrot

30% – 50%:

  • Milch, Joghurt, Obst, Nudeln, Eiscreme, Schokolade

Gemüse enthalten – außer Kartoffeln und Zuckermais – Kohlenhydrate, die insulinunabhängig verstoffwechselt werden. Sie müssen nicht berechnet werden, wenn sie in normalen Portionsgrößen verzehrt werden.

Nüsse müssen auch nicht berechnet werden, obwohl sie Kohlenhydrate enthalten. Der Blutzucker steigt nur unerheblich an, weil sie wegen des hohen Fettgehalts nur langsam verdaut werden. Aber Vorsicht: sie enthalten sehr viel Kalorien.

Glykämischer Index und Abnehmen

Glykämischer Index wird immer wieder in Verbindung gebracht mit Abnehmen.

Glykämischer Index ist kein Hokuspokus.

Was ist gefährlicher und macht eher dick? Worauf sollte man beim Abnehmen verzichten, auf Fett oder Zucker?

Nun da gibt es unterschiedliche Meinungen. Eins ist jedoch wissenschaftlich inzwischen belegt: Fett und Zucker zusammen konsumiert sind ein absoluter Gau.

Liest man die Zusammensetzung auf fettreduzierten Cornflakes, so stellt man fest, sie enthalten noch mehr Zucker als die normale Cornflakes-Sorte. Dasselbe passiert bei fettreduzierter Wurst und Käse, dort ist der Eiweißanteil höher, wenn am Fett gespart wurde. Eigentlich ganz klar, denn irgendwo muss ja der Geschmack herkommen.

Was passiert in unserem Körper, wenn wir Fett und Kohlenhydrate zusammen aufnehmen?

Immer wenn wir Kohlenhydrate in komplexer Form zu uns nehmen, also in Form von Pizza, Eis, Torte, Bonbons, Schokolade, Brot, Nudeln, Reis, Obst muss die Bauchspeicheldrüse Insulin freisetzen. Der Einfachzucker aus diesen Kohlenhydraten lässt den Blutzuckerspiegel sehr schnell ansteigen, doch das Insulin bewirkt eine Blutzuckersenkung.

Beim Diabetes ist das etwas anders. Viele Diabetiker, besonders vom Diabetes Typ 1 müssen vor Aufnahme der Kohlenhydrate ihre individuelle Insulindosis berechnen und sich subkutan das Insulin spritzen. Insulin hat aber nicht nur den Vorteil, dass es den Blutzuckerspiegel senkt, sondern hat auch die Nebenwirkung, dass es als Dickmacher-Hormon gilt.

Insulin schickt die Fettmoleküle aus der Pizza sofort in die Fettzellen und schließt sie dort ein. Eine normale Pizza besteht aus Weizenmehl zwischen 68g bis weit über 120g Kohlenhydraten je nach Teigdicke und den Fetten aus Salami, Schinken und Käse.

Der glykämische Index bezeichnet die unterschiedliche Geschwindigkeit der Kohlenhydrataufnahme. Besser sind also Kohlenhydrate aus komplexen Zuckermolekülen, wo der Körper lange braucht, sie aufzuschlüsseln.

Meiden oder reduzieren Sie deshalb schnelle Kohlenhydrate in Verbindung mit Fett:

  • Spätzle mit Sahnesoße
  • Torten mit fetter Füllung und süßem Teig

    glykämischer Index ist sehr hoch
    Zucker und Fett in Kombination sind ungünstig beim Abnehmen
  • Pommes und Currywurst
  • Pizza
  • Eis mit Sahne
  • Schweinebraten mit Knödel

Eine amerikanische Studie untersuchte die Fettaufnahme beim Trinken von Sahne-Milchshakes.

Das Ergebnis war faszinierend: die Testpersonen, die gezuckerte Shakes tranken, nahmen bis zu 60% mehr Fett in ihren Stoffwechsel auf als die Personen, die Shakes ohne Zucker tranken.

Für mich bleibt nach wie vor das Bodykey by Nutrilite-Programm das ideale Konzept zum Abnehmen: ein Programm ganz auf die persönlichen Bedürfnisse eingestellt, was man als neuen Lebensstil umsetzen kann und auf Dauer praktizieren kann, ohne einen  Jo-Jo Effekt zu erleiden. 😉

 

Hypoglykämie

Hypoglykämie ist der medizinische Fachausdruck für Unterzuckerung.

Hypoglykämie kann auftreten, wenn das Verhältnis im Blut von Traubenzucker und momentan wirkendem Insulin nicht optimal aufeinander abgestimmt sind. Beim Diabetiker funktionieren diese feinen Regulationsmechanismen nicht, so dass das Verhältnis so optimal wie möglich eingestellt sein muss.

Hypoglykämie ist jedem insulinpflichtigen Diabetiker bekannt, aber auch den Typ 2 Diabetikern, die mit oralen Antidiabetika behandelt werden, die zum Typ der Sulfonylharnstoffe gehören. Sulfonylharnstoffe stimulieren die Insulinfreisetzung aus den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse.

Bei einem stoffwechselgesunden Menschen kann es nie zu einer Hypoglykämie kommen. Er verspürt höchstens etwas Hunger und wird eine Kleinigkeit essen. Sinkt beim Gesunden der Blutzuckerspiegel ab, drosselt seine Bauchspeicheldrüse automatisch die Insulinausschüttung. Fällt der Blutzucker trotzdem weiter ab, werden die Hormone Adrenalin und  Glukagon ausgeschüttet. Glukagon bewirkt, dass der Traubenzuckerspeicher aus der Leber, das Glykogen ins Blut freigesetzt wird. Später können auch noch Cortisol, Noradrenalin und Wachstumshormon ausgeschüttet werden, besonders wenn der Blutzucker unter 35 mg/dl abfällt.

Was kann jetzt Auslöser einer Hypoglykämie sein?

  •  verstärkte körperliche Aktivität
  •  zu viel Insulin injiziert, weil die Kohlenhydrataufnahme überschätzt wurde
  • bei Gewichtsabnahme die Insulinmenge nicht reduziert
  • verbesserte Insulinwirkung zum Beispiel im 4. Monat der Schwangerschaft
  • unzureichende Kohlenhydrataufnahme
  • ausgelassene Mahlzeiten
  • Abstand zwischen Insulinbolus und Essensaufnahme war zu lange
  •  verbesserte Insulinresorption, zum Beispiel nach einem heißen Bad oder Sonnenbaden
  • wenn die Antidiabetika (Therapie bei Typ 2) wegen einer Konzentrationserhöhung im Blut besser wirken, weil bei gleichzeitig bestehender Nierenschwäche die Medikamente nur unvollständig ausgeschieden werden

Wenn ein Diabetiker Symptome einer Hypoglykämie feststellt, sollte er sofort Gegenmaßnahmen ergreifen. Oft sind es aber auch enge Vertraute wie der Lebenspartner oder die Eltern, die die ersten Frühzeichen erkennen, bevor der Diabetiker selber verspürt, dass er langsam zu unterzuckern droht.

Dann  kommt es oft zu Verhaltensänderungen wie:

  • unkontrolliertes apathisches Handeln,
  • andere Atemgeräusche beim Schlafen,
  • albernes Verhalten bei Kindern,

    Bei einer Hypoglykämie albern viele Kinder
    Bei einer Hypoglykämie albern viele Kinder
  • auftretende Müdigkeit am Tag.

Nicht selten reagieren die Diabetiker dann gereizt auf Bemerkungen wie „Mach doch mal einen Blutzuckertest.“ Sie fühlen sich bevormundet und wollen selber bestimmen, ob sie eine Hypoglykämie haben  oder nicht. Da ist ein ganz typisches Verhalten bei einer langsam beginnenden Hypoglykämie, die mit den so klassischen Symptomen selber noch gar nicht wahrgenommen wird.

Bei  Blutzuckerwerten unter 60mg/dl sollten mindestens ein bis zwei Broteinheiten schnelle Kohlenhydrate zu sich genommen werden.

  •   Ein bis zwei Plättchen Traubenzucker (Dextro Energen)
  •   Fruchtsaft: 100 ml Apfelsaft oder Orangensaft
  •  70 ml Coca Cola
  •   Gummibärchen, je nach Größe vier bis elf Stück – (Berechnung ganz einfach)

Einem bewusstlosen Diabetiker nie etwas in die Wangentasche legen, da es zu Erstickungsgefahr kommen kann. Lieber den Notarzt rufen, der bei Bewusstlosigkeit auch mal eine Glukoselösung über die Vene spritzen kann.

Nahrungsmittel mit hohem Eiweiß- oder Fettanteil sollten bei Hypoglykämien vermieden werden, da Fett und Eiweiß die Kohlenhydrat-Resorption in Blut verzögern. Daher wird  oft durch Heißhungerattacken die Kohlenhydrataufnahme drastisch überstiegen. Man verspürt immer noch die Unterzuckerung und isst unkontrolliert weiter.

In so einem Fall  ist es sinnvoll, nach drei Stunden seinen Blutzucker erneut zu kontrollieren, um eventuelle Blutzuckerspitzen vorsichtig zu korrigieren.

Im E-Book „Diabetes ist doch heilbar“ gibt weitere wertvolle Informationen.

Kinderlebensmittel

Kinderlebensmittel sind nicht das, was sie angeben zu sein, besonders sind sie niemals Mittel zum Leben.

Wenn man beobachtet, wie die Lebensmittelindustrie einen neuen Markt entdeckt hat, braucht man als Eltern starke Nerven, wenn man mit kleinen Kindern einkaufen geht. Zum Glück hatte ich da nie Probleme und konnte alle Kinderlebensmittel liegenlassen, auch wenn meine Kinder anfangs gequengelt haben und ich mir anhören musste, wie „gemein“ ich doch sei, dass ich nicht wie andere Mütter diese tollen Milchschnitten, Pinguine und speziellen Joghurts alias Fruchtzwerge kaufen würde.

Erschreckend ist es, wenn Werbedamen im Supermarkt den Müttern erklären wollen, dass diese Fruchtzwerge keinen zusätzlichen Zucker enthalten.

Ich habe die Damen dann immer gefragt,  wie sie mir die 17 Gramm Kohlenhydrate erklären können, die in 50 Gramm Joghurt enthalten sind? 17 Gramm Kohlenhydrate sind in mehr als 450g Naturjoghurt enthalten oder in 300 Gramm Erdbeeren.

Jetzt kann man natürlich nicht von jedem Verbraucher erwarten, dass er sich in Ernährungsfragen auskennt. Seit einiger Zeit gibt es zwar die Plattform „Foodwatch“, wo man nachsehen kann, was so alles an Etikettenlügen auf unseren Nahrungsmitteln steht, aber wer sieht da schon regelmäßig vor seinem Einkauf hinein?

Kinderlebensmittel sind zu 75% zu süß und zu fett und alles andere als gesund. Hinzu kommt, dass sie so stark überaromatisiert sind, dass den Kindern jeglicher normale Geschmackssinn verloren geht.

Kinderlebensmittel und Werbung in Fernsehkanälen mit Kindersendungen gehören zusammen, denn man will ja die richtige Zielgruppe ansprechen. Und da strotzen unsere fitten National-Fußballspieler nur so vor Leistung und Gesundheit, wenn sie den Tag mit einem Nutella-Frühstück starten. Wer will denn nicht so gut in den Tag starten wie unsere Helden, die für die kleinen F-Jugend-Spieler große Vorbilder sind? Und es wird clever mit sportlichem Zubehör geworben, wenn man die Punkte sammelt und ausschneidet.

Zum Glück hatten meine Kinder immer sehr schnell begriffen, dass man sich bessere Taschen  und Trikots kaufen kann, wenn man das Geld einspart, was man für den  Kauf von Hunderten von Schokoriegeln ausgeben müsste, um dann endlich nur eine billige Kappe zu erhalten.

Viele Schokoriegel werden schon über Generationen mit gutem Gewissen verzehrt, also müssen sie doch gut sein. Und wenn die Schokolade mehr aus Milch besteht, als aus Schokolade, dann muss sie doch gesund sein? Tatsächlich besteht dieser Kinderschokoladenriegel aus Butterfett, Zucker, Emulgatoren und Aromen und enthält mehr Kalorien als eine normale Vollmilchschokolade.

Unsere Kinder essen auch zu wenig Obst und Gemüse, so dass ich schon lange immer beiläufig sarkastisch erwähne, „Die Jugend von heute sind die Frührentner von morgen“.

Aber wenn dann schon genascht werden soll, dann doch mindestens mit vielen Vitaminen. Dass der Zucker darin die wenigen Vitamine völlig ruiniert, steht natürlich nicht auf der Packung, auf der leuchtend die Orangen abgebildet sind. In Wahrheit sind nur 1,3% Fruchtsaft enthalten und fast 70% Zuckeranteil.

Aber mit Obst und Gemüse kann man nicht so viel Geld verdienen wie mit Süßigkeiten. Und die Eltern werden beruhigt, indem sie auf der Verpackung lesen können „Mit dem Besten aus der Milch“ oder „enthält wertvolle Vitamine“ oder gar „Mit Calcium für einen starken Knochenbau“. Das viele Fett und der erhöhte Salzanteil werden verschwiegen, der Bluthochdruck und das Übergewicht entwickeln sich etwas später.

Kinderlebensmittel sind nicht nötig

Wir sollten unseren Kindern mit bestem Beispiel vorangehen, denn Kinder erziehen heißt auch richtig vormachen. Dann ist der Pausen Snack als Apfel völlig normal und es muss nicht die Pizza in der großen Schulpause gekauft werden. Für mich unverständlich, wie man in der Schule als 2. Frühstück, wo anschließend wieder gesessen wird uns sich konzentriert werden soll, als Snack ein Pizzastück angeboten werden kann.

Diabetes Typ 2 und Schwangerschaft

Diabetes Typ 2 oder den veralteten Ausdruck „Alterszucker“ findet man längst nicht mehr nur bei älteren Menschen vor.

Immer mehr jüngere Frauen mit Insulinresistenz, bedingt durch Übergewicht haben einen leichten Diabetes, der oft als harmlos abgetan wird. Die herkömmliche  Meinung,  der nur mit Tabletten behandelt Diabetes Typ 2 sei  nicht „so schlimm“ wie der insulinpflichtige Diabetes Typ 1, hört man leider noch all zu oft. Bei einer Schwangerschaft kann das allerdings umso gravierendere Folgen für das Baby haben.

Frauen mit Diabetes Typ 2  sollten die Schwangerschaft ebenso wie beim Typ 1-Diabetes sorgfältig planen und Gynäkologe wie auch Diabetologe müssen Hand in Hand arbeiten.Wie

Diabetes Typ 2 muss in der Schwangerschaft gut überwacht werden

auch beim Typ 1-Diabetes gilt, dass eine gute Vorbereitung auf die Schwangerschaft das Risiko für Komplikationen senkt.

Da der Diabetes Typ 2   oft verharmlost wird, sollte auf jeden Fall der HbA1c-Wert weit vor der Empfängnis unter 6,5 Prozent  bzw. unter 48 mmol/mol liegen. Übergewichtigen Frauen, deren Eltern oder Geschwister Typ-2-Diabetes haben, sollten  vor der Schwangerschaft eventuell sogar  einen Zuckerbelastungstest machen, einen sogenannten Glukosetoleranztest (oGGT), um sicher zu sein, dass kein unerkannter Diabetes vorliegt oder um in der Schwangerschaft auf einen sich entwickelnden Schwangerschaftsdiabetes gefasst zu sein. Dieser verschwindet nach der Geburt wieder, muss aber auf jeden Fall immer mit Insulin behandelt werden.

Während der Schwangerschaft müssen die Blutzuckerwerte

schwanger
schwanger

engmaschig kontrolliert werden. Der Gynäkologe beobachtet die Entwicklung des Kindes. Wächst das Kind zu schnell, liegt das meist an den erhöhten Blutzuckerwerten der Mutter. Die Werte müssen dann sofort verbessert werden.

Das war einer der Gründe, warum man früher den Diabetikerinnen vor der intensiven Blutzuckereinstellung von einer Schwangerschaft abgeraten hatte, weil die Kinder wegen erhöhter Blutzuckerwerte der Mutter zu schnell wuchsen und zu früh unreif geboren wurden. Die Bauchspeicheldrüse der Kinder produzierte selbständig Insulin, weil die Mutter den erhöhten Blutzucker über die Nabelschnur zum Kind weitergegeben hatte.

Diese Zeiten sind zum Glück dank engmaschiger Blutzucker-Kontrollen vorbei.

Wenn die Schwangere mit Diabetes Typ 2 auf Tabletten eingestellt ist, wird man überlegen, vor der Schwangerschaft auf Insulin umzustellen. Wie auch alle anderen Medikamente können Tabletten dem Baby schaden. Der Insulinbedarf wird im zweiten Schwangerschaftsdrittel  drastisch ansteigen, was mit Tabletten nicht zu behandeln ist.

Zu anfangs wird es oft genügen, ein lang wirkendes Insulin vor dem Schlafengehen zu spritzen. Später wird oft zusätzlich zum Essen ein kurz wirkendes Insulin nötig sein. Vor allem morgens brauchen Schwangere mit Diabetes Typ 2 sehr viel Insulin. Damit die Blutzuckerwerte nach dem Essen nicht zu stark ansteigen, ist es ratsam, nur wenig Lebensmittel mit schnell wirkenden Kohlenhydraten zu essen. Vollkornbrot eignet sich besser anstatt Weißbrot und Kartoffeln sind dem  Kartoffelbrei vorzuziehen. Manchmal sind viele kleine Mahlzeiten mit wenigen Kohlenhydraten besser als eine große Mahlzeit.

Ansonsten sind alle typischen Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft genauso durchzuführen wie bei stoffwechselgesunden Frauen. Die engmaschigen Blutzuckerkontrollen sind in der Regel kein Problem, weil die Schwangere hochmotiviert ist und ein gesundes Kind auf die Welt bringen will.

Während der Schwangerschaft sollte die Frau auf Alkohol und Rauchen wie jede andere Frau verzichten.

Kohlenhydrate in Nahrungsmitteln

Kohlenhydrate lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen und müssen daher berechnet werden.

Als insulinpflichtiger Diabetiker muss man auf seine Kohlenhydrate achten. Unter dem Begriff „Kohlenhydrate“ fasst man Stärke und Zuckerstoffe zusammen. Stärke besteht aus vielen aneinanderhängenden Traubenzuckerbausteinen. Traubenzucker ist der Baustein, der sofort ins Blut übergeht, der ist besonders wichtig bei einer Unterzuckerung, denn dann soll der niedrige Blutzucker sofort wieder ansteigen.

Es gibt kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel, nach denen der Blutzucker nicht oder kaum ansteigt und nach denen er deutlich ansteigt. Je mehr Fett und Eiweiß und Ballaststoffe ein Nahrungsmittel enthält, umso langsamer werden die Zuckerstoffe vom Darm ins Blut resorbiert. Man spricht auch vom glykämischen Index. Er gibt an, in welchem Ausmaß die Nahrungsmittel den Blutglukosespiegel ansteigen lassen.

Gerade beim Diabetes Typ 2 können Mahlzeiten mit vielen Kohlenhydraten, also mit einem hohen glykämischen Index die Insulinresistenz begünstigen, da es ganz oft im Vorfeld eine Phase der vermehrten Insulinausschüttung gibt. Mahlzeiten mit  hohem glykämischen Index lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen, was eine erhöhte Insulinausschüttung bewirkt.

Reiner Traubenzucker entspricht 100% und gilt als Berechnungsgrundlage, um die anderen Kohlenhydrate zum Vergleich  berechnen zu können, wie ihre Wirksamkeit beim Blutzuckeranstieg sich bemerkbar macht. Ganz einfach ausgedrückt kann man sich merken, dass Obst und Milchprodukte langsamer den Blutglukosespiegel ansteigen lassen als Brot, Kartoffeln und Reis.

90% – 100%:

  • Malzzucker, Honig, Instantreis, Kartoffelpüree, Cornflakes, Cola

    Kohlenhydrate aus Fruchtzucker
    Kohlenhydrate in Obst

50% – 90% :

  • Graubrot, Weißbrot, Knäckebrot, Kräcker,
  • Milchreis, Fertigmüsli, Puddingpulver, Salzkartoffeln
  • Biskuit, Plätzchen, Sandkuchen, Weizenmehl,
  • Bier, ungesüßte Obstsäfte
  • Haferflocken, Haushaltszucker,
  • Pumpernickel, Vollkornbrot

30% – 50%:

  • Milch, Joghurt, Obst, Nudeln, Eiscreme, Schokolade

Gemüse enthalten – außer Kartoffeln und Zuckermais – Kohlenhydrate, die insulinunabhängig verstoffwechselt werden. Sie müssen nicht berechnet werden, wenn sie in normalen Portionsgrößen verzehrt werden. Nüsse müssen auch nicht berechnet werden, obwohl sie Kohlenhydrate enthalten. Der Blutzucker steigt nur unerheblich an, weil sie wegen des hohen Fettgehalts nur langsam verdaut werden.

Aber Vorsicht: sie enthalten sehr viel Kalorien.

Vitamin B1 das „Stimmungsvitamin“

Vitamin B1 oder auch Thiamin genannt ist das „Stimmungsvitamin“. Es ist unentbehrlich für die Funktion des Nervensystems und die primäre Aufgabe von Vitamin B1 ist die Umwandlung von Kohlenhydraten, Fetten und Alkohol in Energie.

Vitamin B-Arten  wirken nicht einzeln, sondern nur in Kombination miteinander. Sie sind verantwortlich für fast alle biochemischen Prozesse im Körper. B-Vitamine kommen deshalb in der Natur auch nicht isoliert vor. Allerdings hat jedes Vitamin B eine andere Aufgabe im Körper.

Die Zufuhr-Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung  (DGE) liegt bei 1,3 mg bis 2,5 mg. Jedoch bei reichlicher Zufuhr von Kohlenhydraten (Brot, Getreide, Zucker, Nudeln, Reis, Limo) erhöht sich der Bedarf drastisch. Alle „Naschkatzen“  haben einen erhöhten Bedarf an Vitamin B1.

Vitamin B1-Mangel mit allen klassischen Mangelsymptomen in Form von der Krankheit Beriberi kommt in unseren Breitengraden eher selten vor. Liegt ein Vitamin-B1-Mangel vor, zeigen sich besonders Veränderungen am Herz-Kreislauf- und am Nervensystem . So können folgende Symptome in Erscheinung treten:

  • Atemnot,
  • schneller Puls (Tachykardie),
  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz),
  • Wasseransammlungen (Ödeme),
  • Nervenschmerzen (Neuropathie),
  • Muskelschwäche und Muskelschwund (Muskelatrophie),
  • psychische Veränderungen wie Müdigkeit, Konzentrationsmangel, Reizbarkeit und Depression.

Vitamin B1  -Mangel kann allerdings durch viele Faktoren begünstigt werden. Vitamin B1 gehört wie alle anderen B-Vitamine auch zu den  wasserlöslichen  Vitaminen, kann also im Körper nicht gespeichert werden und wird über die Nieren ausgeschieden. Auch gehen viele B-Vitamine verloren durch die unterschiedlichen Zubereitungsformen, da sie sehr wasser- und hitzeempfindlich sind.

Zu den Faktoren, die einen Mangel begünstigen, zählen:

  • chronischer Alkoholmissbrauch,
  • Stress, 
  • Leistungssport,
  • Einnahme der Antibabypille,
  • Schwangerschaft und Stillzeit,
  • Rauchen
  • Einnahme von Antibiotika

Natürliche Quellen bei 100 g Verzehr für Vitamin B1 sind:

  • Schweinefleisch: 0,4 – 0,9 mg
  • Sojabohnen: 1,0 mg
  • Erbsen: 0,34 mg
  • weiße Bohnen: 0,45 mg
  • Geflügel: 0,3 mg
  • Kartoffeln: 0,20 – 0,22 mg

Die empfohlene Menge der DGE schließt nur einen akuten Mangel  aus. Essen Sie täglich ein halbes Kilo Fleisch oder Geflügel, ein Kilo Kartoffeln oder 500 Gramm Erbsen?

Beachten Sie, dass 60% oder mehr des Vitamin B1  durchs Kochen verloren gehen.

Ernährungsexperten, die nicht nur den kurzen Augenblick betrachten, wo man noch nicht krank ist, sondern langfristig Folgeerkrankungen auf Grund von Mangelzufuhr ausschließen wollen, empfehlen eine dauerhafte Einnahme im oberen sicheren Bereich bis zu  100 mg.

Diese Mengen sind natürlich nicht über die normale Ernährung zu beziehen. Da sollte man zu qualitativ hochwertigen Nahrungsergänzungen greifen, wie zum Beispiel von NUITRILITE™.