Abnehmtipps: Fett einsparen

Abnehmtipps von Christine Spörer

Abnehmtipps sind Hilfen und dazu zählt mit absoluter Sicherheit: Fett einsparen

Fett gehört zu den Makronährstoffen, wir dürfen nicht ganz darauf verzichten, denn es ist ein Energielieferant und es liefert lebenswichtige Fettsäuren und die fettlöslichen Vitamin E, D, K und A .

abnehmtipps - Fett einsparen
Wenn schon Cappuccino dann mit Milch anstatt Sahne

Alles Fett, was der Körper nicht verstoffwechselt, wird als Reserve für „schlechte Zeiten“ auf Hüfte, Bauch und Po gespeichert. Das ist uns aus der Entwicklungsgeschichte noch geblieben, die schlechten Zeiten gibt es in unseren Breitengraden nicht mehr.

Wenn nun zu den Abnehmtipps zählt, wie ich Fett einsparen kann, dann muss erst einmal gewusst werden, wo die Fette sich befinden. Tückisch sind besonders die versteckten Fette, die auf den ersten Blick nicht zu sehen sind.

Bei der Zubereitung von Fleisch und Fisch kann man auf Fett sehr gut verzichten, wenn man beschichtete Pfannen verwendet oder im Backofen heraus bäckt. Im Sommer eignet sich natürlich bestens das Grillen.

Wenn es doch mal mit Käse überbacken werden soll, wählen Sie fettreduzierten, also auch kalorienreduzierten Käse.

Ein Produkt darf sich kalorienreduziert nennen, wenn es 40 Prozent weniger Kalorien enthält als das vergleichbare normale Produkt.

Beim Backen muss oft die Kuchenform ausgefettet werden, aber auch dieses Fett wird vom Kuchen teilweise aufgenommen. Da bieten sich Backpapier-Zuschnitte an, die das Einfetten einsparen lassen.

Vielleicht muss man bei den Abnehmtipps auch erwähnen, dass es manchmal zweckmäßig ist, bestimmte Rituale abzuändern. Wer es schon immer gewohnt war, morgens eine Leberwurstsemmel zu essen, versucht es vielleicht jetzt einmal mit einem Marmeladen Vollkornbrot.

Hier einige Abnehmtipps, wo besonders viel Fett enthalten ist, bezogen auf übliche Verzehr-Portionen:

Nahrungsmittel

Fett

kcal

Alternative

Fett

kcal

Leberwurst  30 g

11 g

115

Corned Beef

2 g

40

Salami  30 g

10 g

115

Lachsschinken

1 g

40

Nutella  20 g

6 g

105

Marmelade

0 g

40

Schnitzel paniert,150 g

15 g

310

Putenbrust

1 g

130

Croissant mit Schokolade, 60 g

18 g

245

Brötchen 45 g

1 g

125

Bratwurst 150 g

37 g

405

Fisch:                  Dorsch 15o g

1 g

115

Sahnejoghurt mit Frucht 150 g

13 g

215

Naturjoghurt 1,5% und Obst 

2 g

~ 95

Schokoshake Mc Donald’s  1/4 l

8 g

305

Kefir 1,5 %

4 g

120

Speisequark 40 %,  30 g

11 g

160

Magerquark

+

20

Kartoffelpuffer 150 g

18 g

310

Pellkartoffeln 150 g

+

110

Langnese Walnuss Cremissimo  100 ml

8 g

141

Langnese Zitrone-Bottermelk 100 ml

3,4

95

Magnum Mandel

22 g

325

Solero Exotik

4 g

120

Camembert 70 %,   30 g

12 g

130

Camembert 30 %

4 g

65

Prinzregententorte

31 g

430

Obstkuchen Hefeteig vom Blech

4 g

170

Es sind die regelmäßigen Kleinigkeiten, die zur Gewohnheit werden und die durch Alternativen ersetzt werden sollten.

Man muss nicht auf alle Annehmlichkeiten verzichten, besonders wenn man in Gesellschaft isst. Aber man kann ein Sahnevollmicheis gegen ein Obst Eis eintauschen und ein Stück Obstkuchen mit der Sahnetorte tauschen. 😉

Beim Cappuccino, wenn es ein Kaffee nicht auch sein kann, sollte man anstatt Sahne zu Vollmilch greifen.

Abnehmtipps von Christine Spörer

Abnehmtipps können sinnvoll und hilfreich sein.

Abnehmtipps gibt es genügend: heute geht es ums Fett.

Wer sich entschlossen hat, Gewicht zu verlieren, muss einiges an seinen Gewohnheiten ändern.  Neben den veränderten Ernährungsgewohnheiten zählt mit Sicherheit auch dazu, Fett einzusparen.

Zu den verschiedenen Abnehmtipps zählt auf jeden Fall, wo man im Alltag beim Speisen zubereiten oder sogar schon beim Einkaufen Fett einsparen kann.

abnehmtipps - einfach weniger Ein Gramm Fett hat 9,3 kcal und um ein Kilogramm Fett abzunehmen, muss man 7000 kcal einsparen.

Wenn man sich erst einmal bewusst wird, wo überall Fett enthalten ist, kann man es auch einsparen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt bei einer Kalorienzufuhr von 2400 kcal bis 3200 kcal  und regelmäßiger Bewegung eine Fettzufuhr von 60 g bis 80 g. Frauen dagegen mit sitzender Tätigkeit hätten einen Bedarf von 40 g Fett bei 2000 kcal.

Will man nun die Fettzufuhr einschränken, so sollten am Tag nicht mehr als 30 g Fett aufgenommen werden.

  1. Beschichtete Pfannen benutzen, die ohne Fett auskommen. Ein Esslöffel Öl haben bereits 110 Kalorien.
  2. Fleisch muss nicht immer gebraten werden, es kann auch mal im Backofen gegrillt oder gedünstet werden.
  3. Anstelle eines Buttercroissants mit über 350 Kalorien und einem Fettanteil von über 20 Gramm kann es ein Brötchen sein mit nur 120 Kalorien und zwei Gramm Fett.
  4. Beim Backen kann man die Backform mit Backpapier auslegen und auf das Einfetten verzichten.
  5. Als Beilagen in Restaurants wählen Sie lieber Ofenkartoffeln oder Salzkartoffeln anstelle von Pommes oder Kroketten.
    • 200 g Kartoffeln: 140 kcal,
    • 200 g Bratkartoffeln in 15 g Fett: 320 kcal und 15 g Fett
    • 200 g Kroketten ~ 5 Stück: 350 kcal, 15 g Fett
    • 200 g Kartoffelpuffer; Reibekuchen: 280 kcal, 8 g Fett
  6. Tauschen Sie den Wurstaufschnitt gegen magere Sorten aus:
    • 30 g Cervelatwurst: 110 kcal, 10 g Fett  ↔  30 g Lachsschinken: 40 kcal, 1 g Fett
    • 30 g Edelsalami: 130 kcal, 12 g Fett  ↔  30 g Farmerschinken: 35 kcal, 1 g Fett
    • 30 g roher geräucherter Schinken: 110 kcal, 10 g Fett  ↔  30 g gekochter Schinken: 40 kcal, 1 g Fett
  7. abnehmtipps - weniger sahneDer Kaffee schmeckt mit Vollmilch 1,5% Fett genauso gut wie mit zehn prozentiger Kondensmilch. (Ersparnis von 3 g Fett und 33 kcal) Oft ist es auch sinnvoll, die Zubereitungsart zu ändern, um den Genuss zu verändern.
  8. Um eine Soße zu binden kann man anstelle der Mehlschwitze oder der fetten Sahne auch mal eine vom Vortag übrig gebliebene Kartoffel hinein reiben.
  9. Verzichten Sie öfter auf Fleisch und essen vegetarisch oder wählen einen Fisch.



Bei allen guten Abnehmtipps darf man aber trotzdem nicht ganz vergessen, dass Fett nicht gleich Fett ist. Trotz Verzicht sollte man die guten Omega-3-Fettsäuren nicht ganz außer Acht lassen. Daher ist es wichtig, die richtigen Fette zu belassen, aber trotzdem sparsam damit umgehen.  Bei einem vegetarischen Essen kann man zum Beispiel Gemüse in zwei Esslöffeln Olivenöl anbraten und mit einem Naturreis anrichten.

Abnehmtipps sind aber nur soweit sinnvoll, wie man auch den Entschluss fasst, es langfristig umzusetzen. Alle Abnehmtipps sind sinnlos, wenn man glaubt, nach sechs Wochen kann man zu den alten Gewohnheiten zurückgehen.

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Kinderlebensmittel

Kinderlebensmittel sind nicht das, was sie angeben zu sein, besonders sind sie niemals Mittel zum Leben.

Wenn man beobachtet, wie die Lebensmittelindustrie einen neuen Markt entdeckt hat, braucht man als Eltern starke Nerven, wenn man mit kleinen Kindern einkaufen geht. Zum Glück hatte ich da nie Probleme und konnte alle Kinderlebensmittel liegenlassen, auch wenn meine Kinder anfangs gequengelt haben und ich mir anhören musste, wie „gemein“ ich doch sei, dass ich nicht wie andere Mütter diese tollen Milchschnitten, Pinguine und speziellen Joghurts alias Fruchtzwerge kaufen würde.

Erschreckend ist es, wenn Werbedamen im Supermarkt den Müttern erklären wollen, dass diese Fruchtzwerge keinen zusätzlichen Zucker enthalten.

Ich habe die Damen dann immer gefragt,  wie sie mir die 17 Gramm Kohlenhydrate erklären können, die in 50 Gramm Joghurt enthalten sind? 17 Gramm Kohlenhydrate sind in mehr als 450g Naturjoghurt enthalten oder in 300 Gramm Erdbeeren.

Jetzt kann man natürlich nicht von jedem Verbraucher erwarten, dass er sich in Ernährungsfragen auskennt. Seit einiger Zeit gibt es zwar die Plattform „Foodwatch“, wo man nachsehen kann, was so alles an Etikettenlügen auf unseren Nahrungsmitteln steht, aber wer sieht da schon regelmäßig vor seinem Einkauf hinein?

Kinderlebensmittel sind zu 75% zu süß und zu fett und alles andere als gesund. Hinzu kommt, dass sie so stark überaromatisiert sind, dass den Kindern jeglicher normale Geschmackssinn verloren geht.

Kinderlebensmittel und Werbung in Fernsehkanälen mit Kindersendungen gehören zusammen, denn man will ja die richtige Zielgruppe ansprechen. Und da strotzen unsere fitten National-Fußballspieler nur so vor Leistung und Gesundheit, wenn sie den Tag mit einem Nutella-Frühstück starten. Wer will denn nicht so gut in den Tag starten wie unsere Helden, die für die kleinen F-Jugend-Spieler große Vorbilder sind? Und es wird clever mit sportlichem Zubehör geworben, wenn man die Punkte sammelt und ausschneidet.

Zum Glück hatten meine Kinder immer sehr schnell begriffen, dass man sich bessere Taschen  und Trikots kaufen kann, wenn man das Geld einspart, was man für den  Kauf von Hunderten von Schokoriegeln ausgeben müsste, um dann endlich nur eine billige Kappe zu erhalten.

Viele Schokoriegel werden schon über Generationen mit gutem Gewissen verzehrt, also müssen sie doch gut sein. Und wenn die Schokolade mehr aus Milch besteht, als aus Schokolade, dann muss sie doch gesund sein? Tatsächlich besteht dieser Kinderschokoladenriegel aus Butterfett, Zucker, Emulgatoren und Aromen und enthält mehr Kalorien als eine normale Vollmilchschokolade.

Unsere Kinder essen auch zu wenig Obst und Gemüse, so dass ich schon lange immer beiläufig sarkastisch erwähne, „Die Jugend von heute sind die Frührentner von morgen“.

Aber wenn dann schon genascht werden soll, dann doch mindestens mit vielen Vitaminen. Dass der Zucker darin die wenigen Vitamine völlig ruiniert, steht natürlich nicht auf der Packung, auf der leuchtend die Orangen abgebildet sind. In Wahrheit sind nur 1,3% Fruchtsaft enthalten und fast 70% Zuckeranteil.

Aber mit Obst und Gemüse kann man nicht so viel Geld verdienen wie mit Süßigkeiten. Und die Eltern werden beruhigt, indem sie auf der Verpackung lesen können „Mit dem Besten aus der Milch“ oder „enthält wertvolle Vitamine“ oder gar „Mit Calcium für einen starken Knochenbau“. Das viele Fett und der erhöhte Salzanteil werden verschwiegen, der Bluthochdruck und das Übergewicht entwickeln sich etwas später.

Kinderlebensmittel sind nicht nötig

Wir sollten unseren Kindern mit bestem Beispiel vorangehen, denn Kinder erziehen heißt auch richtig vormachen. Dann ist der Pausen Snack als Apfel völlig normal und es muss nicht die Pizza in der großen Schulpause gekauft werden. Für mich unverständlich, wie man in der Schule als 2. Frühstück, wo anschließend wieder gesessen wird uns sich konzentriert werden soll, als Snack ein Pizzastück angeboten werden kann.

Gesundheit aus der Flasche?

Gesundheit ist für jeden wichtig und viele sind bereit, was dafür zu tun.

Weil auch viele Menschen wissen, dass sie niemals die fünf Portionen Obst und Gemüse verzehren, die die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DDG) fordert, greifen sie  gerne zu sogenannten „Wellness-Getränken“. Aber die sind alles andere,  nur nicht gesund. Vielleicht eine Mogelpackung?

Obst ist gut für die Gesundheit

Man ist vom bunten Etikett geblendet, die alle leckeres Obst abgebildet haben und schon wird uns suggeriert, der Inhalt besteht aus reinen  gepressten Himbeeren oder leckeren Maracujas. Es wird reiner Fruchtgenuss versprochen. Wenn man allerdings genauer hinsieht, erkennt man, dass oft maximal 1%  bis 5% vom entsprechenden Obst enthalten ist.

Der Geschmack wir von Aromastoffen und Zitronensäure geliefert, die Haltbarkeit besorgen Konservierungsstoffe Kaliumsorbat, E 202 und Natriumbenzoat, E211. Zusätzlich kann man noch Säuerungsmittel und Farbstoffe finden, Stabilisatoren und ganz oft Zucker.

Wenn man nun ausrechnet, dass diese Inhaltstoffe angereichert mit Wasser im Wert nur einige Cent ausmachen, dann hat von diesem Gesundheitsgetränk auf jeden Fall der Hersteller etwas, weil er einen guten Gewinn gemacht hat.

Selbst wenn es sich um „Bio-Produkte“ handelt, wird man in die Irre geführt, denn wenn die Zuckerrüben biologisch angebaut wurden, darf sich das Produkt „Bio“ nennen. Zucker dient als Geschmacksträger.

Apropos Zucker: haben Sie schon mal beobachtet, wie viel Zucker in so einem kleinen Fläschchen vorhanden ist? Wenn auf der Nährwerttabelle der Flasche steht, dass in 100 ml 6,5 g Zucker enthalten sind, so bedeutet das, dass in einem Liter 65 Gramm Zucker vorkommen. Das sind 26 Stück Würfelzucker.

Kann man da von Gesundheit sprechen?

Mehr Tipps zur  Gesundheit finden Sie in unserm Buch „Die Optimale Gesundheit“

Zu viel Zucker belastet unnötig den Blutzuckerspiegel und fördert Übergewicht.

Bei Gesundheit greift man ganz oft auch zu Diät-Getränken, weil man sich kalorienbewusst ernähren will. Tatsächlich sind oft synthetische Süßstoffe enthalten, wenn es sich um einen „Diät“-Drink handelt.

Von Gesundheit kann man am nur mit absoluter Sicherheit ausgehen, wenn man sich sein Obst selber auspresst, und auch weiß, wo es herkommt und mit frischem Wasser verdünnt.

Gesünder abnehmen

Ich möchte mit einigen Irrmeinungen aufräumen und einige Begriffe erklären und zuletzt zum Nachdenken anregen.

Grundumsatz:

das ist der Kalorienverbrauch des Körpers im Ruhezustand, also ohne Bewegung. Er hängt vom Alter, Gewicht, Größe und Geschlecht ab. Das Gegenteil dazu ist der Arbeitsumsatz, der benötigt wird, um die Arbeiten zu verrichten. Er ist abhängig von der Art der Tätigkeit, vom Grundumsatz, vom Körperbau und dem Trainingszustand des Körpers. Den Grundumsatz kann man durch Muskelaufbau erhöhen, da die Muskeln auch in Ruhe Energie verbrauchen und das gesündere Abnehmen erleichtert ist. Deshalb wird jeder feststellen, dass ohne körperliche Bewegung der Energieverbrauch erschwert ist.

Kcal:

es steht für Kilokalorie, also für 100 Kalorien. Allerdings redet man umgangssprachlich von Kalorien, obwohl bei kcal eine Kilokalorie gemeint ist. In dieser Einheit misst man die Energie, die in Nahrungsmitteln enthalten ist. Obwohl dieser Begriff veraltet ist, wird er in der Umgangssprache weiterhin genutzt. Allerdings findet man auch einen weiteren Begriff, die Kilojoule (kJ). 1 kcal entspricht 4,184 kJ.

1 kcal ist definiert für die Energiemenge, die benötigt wird, um 1 kg Wasser von der Temperatur 14,5° Celsius auf 15,5° Celsius zu erhöhen bei einem Atmosphärendruck von 760 mm Hg.

Unsere Energie enthalten wir aus unserem Essen, aus den Nährstoffen Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate sowie aus dem Alkohol.

1 g Eiweiß liefert 4,1 kcal oder 17,1 kJ

1 g Kohlenhydrate liefert 4,1 kcal oder 17,1 kJ

1 g Fett liefert 9,3 kcal  oder 38,9 kJ

1 g Alkohol liefert 7, 1 kcal oder 29,3 kJ

 

Idealgewicht: galt früher die Rechnung Größe in Zentimeter minus 100, so berechnet man heute den BMI, den Body-Maas-Index.

Kilogramm : Größe in Metern² = BMI

bei 1,75 m und 83 kg ergibt sich die Rechnung: 83 : (1,75 · 1,75)  = 27,10

Untergewicht: unter 19

Normalgewicht: 19-24,9

Übergewicht: 25-29,9

Adipositas: 30-39,9

starke Adipositas: mehr als 40

 

Der BMI berücksichtigt nicht die Stärke des Knochenbaus oder den Anteil des Fetts im Muskelgewebe. So könnte eine Person mit zartem Knochenbau und wenig Muskelgewebe und hohem Prozentsatz an Körperfett auf der BMI-Skala als „normal“ eingestuft werden. Dagegen ein sehr muskulöser Athlet mit wenig Körperfett könnte als adipös eingeordnet werden. Der BMI berücksichtigt auch nicht, an welcher Stelle das Fett sitzt: an der Taille in der Nähe der inneren Organe(Apfelform) oder an den Oberschenkeln und dem Gesäß (Birnenform). Deshalb ist zur Bestimmung der Fettverteilung die Berechnung des Verhältnisses von Taille und Hüfte angemessener. Taille: Hüfte

Bei Männern sollte ein Wert von 0,95 oder weniger herauskommen, bei Frauen sollte der Wert 0,88 oder weniger ergeben.

In einer Studie in Schweden nahmen 1400 Frauen und Mädchen über 12 Jahren teil und es bestätigte sich, dass das Verhältnis von Taille und Hüfte eine wesentlich bessere Vorhersage über Herzerkrankungen, Schlaganfall und Tod erlaubte als nur der BMI-Wert.

Deshalb ist es wichtig, wer gesund abnehmen will, eher Fett zu verlieren und nicht nur alleine Gewicht. Bei den meisten Modediäten wird der Erfolg an der Badezimmerwaage gemessen. Dabei wäre es sinnvoller, sich mehr zu bewegen und Muskeln aufzubauen, die Ernährung umzustellen und Fett zu verlieren. Ein schneller Gewichtsverlust auf der Waage gemessen ist oft nur Wasserverlust und hat nichts mit gesundem abnehmen zutun. Ein echter und sicherer Verlust von Fettgewebe passiert nicht über Nacht, es braucht Zeit.

Ausführlichere Informationen findet man im Buch „Die optimale Gesundheit“

Wie kann ich schnell abnehmen?

Man sollte sich eigentlich fragen „Wie kann ich dauerhaft abnehmen?“ Schnelles abnehmen ist oft nur Wasserverlust. Eine Faustregel besagt, dass das Abnehmen genauso lange dauert wie das Zunehmen. Schließlich hat man die letzten fünf Kilo auch nicht an einem Wochenende zugelegt.

In vielen Berichten fallen Begriffe wie Normalgewicht, Idealgewicht und man liest auch vom Wohlfühlgewicht. Sollte man sich nach dem BMI (Body-Maas-Index) oder lieber nach dem Taillen-Hüft-Verhältnis richten? Wie sieht es mit der Fettverteilung am Körper aus, Birnen- oder Apfeltyp? Ab wann spricht man von Adipositas?

Fragen über Fragen, die jeden nur verwirren. Wer sich endlich dazu durchgerungen hat, an seinem Gewicht etwas zu verändern, stellt sich nur eine Frage „Wie kann ich schnell abnehmen?“

Allerdings muss man sich über einige Grundsätze im Klaren sein. Der Mensch trägt die „genetische Software“ aus der Steinzeit, da musste er seinem Essen hinterher laufen. Wenn für längere Zeiten kein Wild vor die Flinte lief, drohten Hungerzeiten und der Mensch musste von seinen angelegten Fettpolstern leben. Heute erleidet der Mensch keine Hungerzeiten, man bekommt höchstens Appetit, und das Essen läuft auch nicht davon, man geht einfach an den Kühlschrank. Aber der Körper gibt seine Fettpolster auch heute  nur ungerne her, weil sie für „schlecht Zeiten“ aufgehoben werden. Isst man über längere Zeit nicht, denkt der Körper, es beginnt eine Hungerphase und schraubt den Grundumsatz herunter. Daher ist es völlig unklug, nüchtern aus dem Haus zu gehen, um Kalorien einzusparen. Je radikaler man fastet, desto effizienter geht der Körper mit den wenigen verfügbaren Kalorien um und kommt nach Radikalkuren mit sehr wenig Energie aus.

Wer abnehmen will, muss essen. Es kommt nur darauf an, das Richtige zu essen.

Wenn man genügend Bewegung hat und die aufgenommenen Kalorien verbrennt, bleibt das Körpergewicht in Balance. Unverbrauchte Energie kann der Körper nicht ausscheiden so wie Wasser, sondern speichert die Kalorien, die nicht zur Energieversorgung oder für Strukturbausteine wie Muskeln im Körper verwendet werden. Unser Körper verfügt über ein Speichersystem, wo er große Mengen an Energie auf kleinstem Raum aufnehmen kann, im Fettgewebe.

In einem Kilogramm Fettgewebe sind 7000 kcal gespeichert.

Nicht zu verwechseln mit der Tatsache, dass 1 g Fett 9,3 kcal liefern.

Wenn man also 7000 kcal mehr zu sich nimmt, als der Körper an Energie verbraucht, setzt man 1 kg Fett an. In einem halben Jahr können das zusätzlich 5 Kilo sein, wenn man täglich nur 200 kcal mehr zu sich nimmt, als man verbraucht.

200 kcal sind ungefähr ein Paar Wienerle oder 40 g Nutella oder nicht ganz zwei Milchschnitten oder vier Dominosteine oder ein Cornetto Erdbeereis.

Wie schnell hat man das ohne zu überlegen zusätzlich gegessen? Deshalb ist die Devise:

Ernährungsumstellung und mehr Bewegung.

Dranbleiben, morgen geht’s weiter

Diabetikerprodukte verschwinden vom Markt

Viele ältere Menschen werden traurig sein, wenn es keine Diabetikerprodukte mehr im Laden zu kaufen gibt, aber sie sind auch völlig überflüssig.

September 2010 hat der Bundesrat die rechtlichen Vorgaben für Diabetiker-Lebensmittel geändert. Diese Lebensmittel sind in der „Verordnung über diätetische Lebensmittel“ zusammengefasst. Und ab Oktober 2012 dürfen Lebensmittel nicht mehr speziell als „Diabetiker-Lebensmittel“  gekennzeichnet werden.

Diese Lebensmittel waren ganz oft mit Fruchtzucker versehen, weil dieser insulinunabhängig besser verstoffwechselt wurde. Ich kann mich an die Zeit der Umstellung erinnern, wo man auf vielen Produkten BE-Angaben und den Hinweis auf „neue BE-Berechnung“ fand, weil jetzt auch der Fruchtzucker hinein gerechnet wurde, man ihn aber mit  Insulin nicht wie andere Kohlenhydrate abdecken konnte. Allerdings waren die Kalorien die gleichen und der Fruchtzucker neigte zu Heißhungerattacken. Das ist natürlich bei Diabetes Typ 2 nicht wünschenswert, denn da steht ja oft eine Gewichtsreduktion im Vordergrund. In vielen Bereichen war es völlig übertreiben, wenn man bei bestimmten Apfelsorten lesen konnte „für Diabetiker besonders geeignet“. Furchtbar, wie viele Menschen nur wenig informiert sind über die Möglichkeiten, was der Diabetiker essen darf. Im Grunde ist eine abwechslungsreiche, fettarme Kost mit viel Gemüse und Salat für jeden optimal.

Außerdem spart man nun im Geldbeutel einiges ein, denn der Preis für Diabetiker-Artikel war entsprechend immer höher als bei anderen Lebensmitteln.

Im Grunde ist es ganz einfach: auf jedem Lebensmittel stehen inzwischen für 100 Gramm die Kohlenhydrate angegeben. Egal ob sie Ihren Kohlenhydratanteil in KE oder in BE berechnen, also 10g oder 12g  Kohlenhydrate für eine Einheit nehmen, man kann sich selber ausrechnen, wie viel man essen darf.

Auf einer Packung Müsli findet man folgende Nähwertangaben für 100 g:

Brennwert                                     398 kcal / 1672 kJ

Eiweiß                                          11,1g

Kohlenhydrate                              57,7g

davon Zucker                                13,1g

Fett                                               11,3g

davon

-ges. Fettsäuren                            4,5g

-einf. unges. Fettsäuren                 4,8g

-mehrf. unges. Fettsäuren             2,0g

Ballaststoffe                                 10,5 g

Natrium                                         0,09g

Vitamin B 1                                  0,26 mg

Phosphor                                     372 mg

Magnesium                                 146 mg

Zink                                             2, 6 mg

 

Dieses Produkt wäre kein “Diabetiker-Produkt”, weil es Zucker enthält, aber trotzdem können sie es essen. Sie nehmen die Kohlenhydrate zur Berechnung als Grundlage:

57,7 g ÷ 12 = 4,81 →  100 g enthalten nun 4,81 BE  (bei KE sind 5,77 KE enthalten)

Dann rechnen sie  weiter: 100 g ÷ 4,81 = 20,79 g und das entspricht 1 BE (bzw.17,33 g bei KE)

Wenn sie vier BE / KE Müsli essen wollen, dann wiegen sie sich 84 g / 70 g vom Müsli ab. So können normale Gebäckstücke oder auch Süßigkeiten verrechnet werden. Allerdings enthalten solche Lebensmittel nicht nur viel Zucker sondern auch sehr viel Fett und damit sind sie eine absolute Kalorienbombe und nur in kleinen Mengen zu verzehren.