Diabetes und Psyche

In immer mehr Fachzeitschriften lese ich, dass viele Diabetiker mit ihrer Erkrankung eine psychische Belastung haben. Das ist für eine optimale Blutzuckereinstellung und die Therapieführung sehr hinderlich.

Diabetes und Psyche stehen im Zusammenhang.

In der Ärzte Zeitung vom 21.08.2017 war zu lesen, dass die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) ihre Muster-Weiterbildungsordnung der Psychologischen Psychotherapeuten erweitert hat und nun auch die Weiterbildung „Psychotherapie bei Diabetes“ anbietet. Scheinbar ist der Bedarf groß.

Diabetes2
Bei Übergewicht droht oft ein Diabetes Typ 2, weil eine Insulinresistenz vorliegt

Die Anzahl der Diabetiker steigt von Jahr zu Jahr mehr an, besonders den Diabetes Typ 2, der früher als Altersdiabetes bekannt war, trifft man inzwischen auch bei vielen Jugendlichen und jüngeren Menschen mit Übergewicht an. 🙁

Gerade in jungen Jahren ist es besonders wichtig, eine optimale Therapie Einstellung zu wählen, um mögliche Folgeerkrankungen zu vermeiden. Deshalb entscheiden sich die Ärzte relativ schnell für eine Insulintherapie.

Diabetes2
Diabetes2 Insulin spritzen?

Aber 25 – 50 % aller Typ 2 Diabetiker weisen enorme Widerstände gegen den Beginn einer Insulintherapie auf. Sie wollen an ihrer Medikamententherapie festhalten, obwohl die Blutzuckerwerte nicht zufriedenstellend sind.

Nierenversagen, Durchblutungsstörungen an den kleinen Gefäßen, Retinopathie und Nervenveränderungen sind die Folgeschäden eines schlecht eingestellten Blutzuckers.

Ich habe zu meiner aktiven Zeit als Diabetes Beraterin im Diabetes Reha Zentrum in Bad Kissingen viele Gespräche mit Patienten geführt, um Ängste abzubauen und Fragen zu klären. 😉  Ärzte sind immer sehr schnell mit der Entscheidung dabei, eine Insulintherapie zu verordnen, ohne den Patienten mit einzubeziehen.

Es handelt sich nicht um einen schlimmeren Diabetes, wenn man von der Tablette zur Insulinspritze wechseln muss. Unbewusst haben wir vor 25 Jahren bereits schon psychologische Betreuung geleistet. Wegen der Gesundheitsreform musste das Haus, die damals als Bundesmodellklinik galt leider 2004 geschlossen werden. Für viele Diabetiker würde ich es als großen Verlust bezeichnen.

Denn es stehen Fragen ohne Ende im Raum, die eine ehrliche Antwort benötigen:

  • Woher kommt die Angst vor der täglichen Spritze?
  • Was denken meine Mitmenschen, wenn ich plötzlich spritzen muss?
  • Habe ich versagt und nicht genügend aufgepasst?
  • Habe ich dann mehr Unterzuckerungen und sind diese gefährlich?
  • Nehme ich mit Insulin eher zu als ab?
  • Macht Insulin wirklich dick?

Wem kann es auch besser gelingen, das Vertrauen eines Patienten zu gewinnen, als ein selber betroffener Diabetiker, der genau weiß, wovon er spricht, der die Ängste vor Folgeerkrankungen oder Unterzuckerungen genau kennt?

Diabetes2 Insulinspritzen aus der Vergangenheit
Bevor es Einmalspritzen gab, sahen so die Insulinspritzen aus, ein Teilstrich entsprach 4 IE

Ich selber bin seit meinem 11. Lebensjahr am insulinpflichtigen Diabetes Typ 1 erkrankt und habe die Entwicklung in der Diabetesbehandlung mit verschiedenen Insulintherapien und die damit verbundenen unterschiedlichsten Blutzuckermessmethoden erlebt.

Beim Diabetes Typ 2 ist eigentlich zu Anfang noch genug Insulin vorhanden, doch die Insulinwirkung ist stark gestört. Es besteht eine reduzierte Insulinsensitivität der Muskeln und Nerven. Die Therapie besteht zu Anfang aus Ernährungsumstellung und Gewichtsreduktion, Bewegung und Medikamenten, die die Glukose Aufnahme aus der Nahrung hemmen.

Die Stoffwechselstörung verläuft allerdings progressiv, so dass nach zunehmender Diabetesdauer die eigene Insulinmenge nicht mehr ausreicht und zusätzlich von außen Insulin verabreicht werden muss. Leider klammern viele Diabetiker zu lange an ihrer nicht mehr ausreichenden Tabletteneinstellung auf Kosten einer guten Blutzuckerkontrolle und auf Kosten ihrer Gesundheit.

Man beginnt anfangs mit einem Basalinsulin von ein bis zwei Injektionen, was allerdings später in eine Intensivtherapie übergeht, wo zu den Mahlzeiten individuell Insulin gegeben wird, was bedeutet, dass es zu vier bis sechs Injektionen führen kann.

Paradoxerweise wird jeder Diabetiker feststellen, dass mit jeder Injektion ein Stück mehr Freiheit gewonnen wird, weil der Tagesablauf nicht mehr von starren Mahlzeiten geprägt wird, sondern man wieder individuell wie ein Stoffwechsel Gesunder essen kann.

Sollten Sie zu den Menschen gehören, die vor so einer Entscheidung stehen und der Bedarf nach einem klärenden und einfühlsamen Gespräch besteht, sind Sie bei mir genau richtig.

Vereinbaren Sie einfach einen Termin mit mir und wir klären alle Fragen und Ängste.

 

Wenn die Bauchspeicheldrüse nicht mehr mag

Die Bauchspeicheldrüse des Menschen ist ein Drüsenorgan und liegt im Oberbauch hinter dem Bauchfell. Der medizinische Fachausdruck ist Pankreas.

Bauchspeicheldrüse – das steht für endokrine und exokrine Drüsenfunktionen.

bauchspeicheldrüseDie exokrine Bauchspeicheldrüse gibt täglich ca. 1,5 Liter Verdauungssäfte in den Dünndarm ab, regelt also die Verdauung. Diese Sekrete spalten Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette aus der Nahrung, damit sie über die Darmschleimhaut in entsprechender Größe aufgenommen werden können. Fällt bei der Bauchspeicheldrüse diese Funktion aus, kann die Nahrung nicht mehr aufgeschlossen werden.

Die endokrine Bauchspeicheldrüse produziert Hormone und zwei Prozent der Zellen sind inselförmig angelegt und werden als die Langerhans-Inseln genannt. Die bekanntesten Hormone der Bauchspeicheldrüse sind das Insulin aus den Beta Zellen und das Glukagon aus den Alpha Zellen. Die bekannteste Störung dieses Teils in der Bauchspeicheldrüse ist die Zuckerkrankheit, der Diabetes mellitus.

Beim Diabetes Typ 1 handelt es sich um eine Zerstörung der Beta Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Bei 5-10% der an Diabetes erkrankten Personen trifft diese Form zu. Die weitaus häufigere Diabetes Form ist der insulinresistente Typ 2 Diabetes.

Oft ist eine Fehlfunktion des Immunsystems daran schuld. Bei dieser Autoimmunerkrankung richtet sich die körpereigene Abwehr fälschlicherweise  gegen die eigenen Zellen. Beim Typ 1 ist unbedingt als Therapie das Zuführen von Insulin notwendig, meist als intensivierte Insulintherapie oder Pumpentherapie.

Unbehandelt würden die sehr hohen Blutzuckerspiegel zur Bewusstlosigkeit bis hin zum Koma führen. Bei schlecht eingestelltem Diabetes ist mit Folgeschäden und Komplikationen an den Gefäßen und  Nerven zu rechnen. Besonders gefährdet sind Augen, Füße, Nieren und das Herz.

Die Entwicklung vom Diabetes Typ 1 verläuft sehr langsam. Die Zerstörung dieser Zellen diabetesin der Bauchspeicheldrüse hat zwar schon begonnen,  die Blutzuckerspiegel sind jedoch noch völlig normal. Im Blut der Betroffenen könnte man allerdings die Antikörper nachweisen, die sich gegen die Betazellen gerichtet haben.

Diese Form des Diabetes trifft sowohl Frauen wie Männer gleichermaßen.

Typische Symptome bei nicht behandeltem Diabetes Typ 1 :

  • häufiges Wasserlassen: das liegt an der erhöhten Zuckerkonzentration im Blut. Um diesen Unterschied auszugleichen, gelangt der Zucker in den Harn und wird vermehrt ausgeschieden.
  • verstärkter Durst durch den Wasserverlust
  • Gewichtsverlust: der Körper baut Fett ab, um Energie zu gewinnen. Da ihm Insulin fehlt, kann der Zucker nicht aus dem Blut in die Muskelzelle.
  • Schwächegefühl und verminderte Leistung

Viele Diabetiker Typ 1 zeigen am Anfang überhaupt keine Symptome.

Kann der Typ 2 Diabetes durch Gewichtsabnahme und Ernährungsumstellung und vermehrter Bewegung oft in den Griff bekommen werden, so ist der Typ 1 Diabetiker immer auf Insulin von außen angewiesen.

Man kann sich vorstellen, dass weltweit alle Diabetiker sich eine Heilung wünschen. Oft wird auf Diabetiker Tagungen aber nur über neuste Erkenntnisse über neue Therapieerleichterungen berichtet und die neuen Messgeräte vorgestellt.

Kohlenhydrate reduzieren

Für viele Menschen ist es wichtig, die Kohlenhydrate zu reduzieren. Alle Menschen, die abnehmen wollen und besonders Diabetiker Typ 2 tun gut daran.

Gestern ist mir beim Besuch meines Bäckers aufgefallen, dass er sich darauf eingestellt hat. Scheinbar ist die Nachfrage groß. Er wirbt mit dem Slogan „Alternative Ernährungsformen erfordern neue Brotkonzepte“ und hat damit ganz Recht.

Ich musste natürlich gleich probieren, wie seine neue Brotvariation schmeckt und muss zugeben, sehr gut.

Aber irgendetwas muss ja die Masse ausmachen? Woraus besteht so ein Brot, wenn an Kohlenhydraten gespart werden muss, wenn also kaum Mehl verwendet werden kann?

Weizenkleber – Sojaschrot – Weizenvollkornmehl – Leinsamen – Sojaeiweißkonzentrat – Sonnenblumenkerne

Wenn sonst in 100 Gramm von einem normalen Brot eher 42 g Kohlenhydrate (Bauernbrot) oder 52 g Kohlenhydrate (Laugengebäck) oder 48 g Kohlenhydrate (Knäckebrot) enthalten sind, so hat dieses Brot nur 10 g Kohlenhydrate.

Das sieht auf den ersten Blick gut aus. Aber irgendwo muss ja der Geschmack herkommen? Wie aus der Tabelle zu sehen ist, ist der Fett- und  Eiweißanteil deutlich höher.

Wo sind die Unterschiede?

auf 50 g bezogen

Kcal

Fett

Eiweiß

Kohlenhydrate

BE

Bauernbrot

95

1

2

21

1,5

Knäckebrot

150

5

35

2,5

Fladenvollkornbrot

185

2

5

35

3,0

Vollkorn-Toast

117

1,7

5

20

1,7

KH-reduziertes Brot

132

5,7

12,9

5,15

< 0,5

 Gefährlich ist, wenn mehr Scheiben Brot gegessen werden, weil Kohlenhydrate eingespart werden,  wird automatisch auch der Belag mehr, und  das sind zusätzliche Kalorien, die eigentlich eingespart werden sollten.

Also vielleicht ist es doch besser, man isst eine BE Brot, aus einer Scheibe bestehend, mit wenig Belag und bewegt sich mehr, als dass man drei Scheiben mit dreifachen Belag essen darf.

Was allerdings hervorragend ist, es enthält die vierfache Menge an Ballaststoffen.


Diabetes als Epidemie

Laut Weltgesundheitsorganisation ist in den letzten 20 Jahren  weltweit eine Epidemie des Typ2 Diabetes aufgetreten. Laut Dr. Duke Johnson in seinem Buch „Die Optimale Gesundheit“ sind die finanziellen Kosten dafür atemberaubend hoch. Darum ist es sinnvoll, viele Zusammenhänge zu verstehen, um diese Krankheit einzudämmen. Man kann selber sehr viel tun, um den Ausbruch von Typ2 Diabetes zu verhindern.

Bei Diabetes Typ 2 handelt es sich meistens um eine Insulinresistenz verbunden mit Übergewicht. Bei diesen Diabetikern hat das Insulin seine Fähigkeit verloren, die Glukose in die Zellen zu transportieren. Man muss sich das so vorstellen, dass an den Zellen Rezeptoren sitzen, die die Glukose in die Zelle hineinlässt, so wie ein Schlüssel. Und wenn der Schlüssel nicht passt, geht die Tür nicht auf. Der Körper produziert immer mehr Insulin, weil der Zucker im Blut ansteigt, doch die Türen bleiben verschlossen. Durch den erhöhten Insulinspiegel im Blut kann kein Fett verbrannt werden, der Hunger steigt an, es wird mehr gegessen, was wiederum die Insulinproduktion anregt. Ein Teufelskreis, aus dem man nur schwer herauskommt.

Jetzt ist es natürlich wichtig zu versuchen, sein Übergewicht durch mehr Bewegung abzubauen. Aber auch über eine Ernährungsveränderung kann man viel erreichen:

Essen sie Lebensmittel mit mehr Ballaststoffen wie Gemüse, Hülsenfrüchte, Roggen und Gerste und meiden sie komplexe Kohlenhydrate wie Einfachzucker, Weizenmehlprodukte (helle Brötchen, Croissants, Gebäckstücke, Kuchen etc.), Limonaden, Süßigkeiten und besonders die Kombinationen Fett und Kohlenhydrate wie Hamburger und Cheeseburger, Currywurst mit Pommes, Lasagne, Pizza, fertig belegte Sandwiches etc.

Eine Ballaststoffe reiche Ernährung kann den Körper bei der Regulierung des Blutzuckers unterstützen. Die Ballaststoffe quellen im Verdauungstrakt auf und bilden eine gelartige Masse, die die Arbeit der kohlenhydratabbauenden Enzyme erschwert. Aus den Mehrfachzuckern werden langsam Einfachzucker und diese gelangen nur langsam durch diese gelartige Masse zur Darmwand, wo sie dann in die Blutgefäße gelangen. Daher kann der Blutzucker auch nur langsam ansteigen und die Bauchspeicheldrüse wird nicht überfordert, weil sie  nicht so viel Insulin produzieren muss.

Beobachtungen haben gezeigt, dass Menschen, die regelmäßig ballaststoffreiche Lebensmittel essen, seltener an Diabetes Typ 2 erkranken. Aber auch bei schon bestehendem Diabetes kann es durchaus möglich sein, dass die tägliche  Insulinmenge reduziert werden kann.

Ballaststoffe sind für jeden Menschen von Vorteil. Wir sollten täglich 40 Gramm davon zu uns nehmen, tatsächlich schaffen die meisten Menschen nur 15 g bis 20 g über die Ernährung.

Nur Übergewicht oder schon beginnende Insulinresistenz?

Dass Übergewicht nicht gesund ist, ist allgemein bekannt. Es ist ein Risiko für Herzinfarkt, es nutzt die Gelenke und Bänder schneller ab und es ist nicht nur ein kosmetisches Problem. Bei vielen täglichen Abläufen geht man schnell k.o. Die Industrie hat sich zwar darauf eingestellt, so dass man Bekleidung in 5XXL bekommt, auch bei der Kinderbekleidung findet man selbst Zwischengrößen für übergewichtige Kinder, da die Standartgrößen 122 oder 140 zu eng sind.

Dass Übergewicht nicht gesund ist, ist allgemein bekannt. Es ist ein Risiko für Herzinfarkt, es nutzt  die Gelenke und Bänder schneller ab und es ist nicht nur ein kosmetisches Problem. Bei vielen täglichen Abläufen geht man schnell k.o. Die  Industrie hat sich zwar darauf eingestellt, so dass man Bekleidung in 5XXL bekommt, auch bei der Kinderbekleidung findet man selbst Zwischengrößen für übergewichtige Kinder, da die Standartgrößen 122 oder 140 zu eng sind.

Jeder Übergewichtige redet natürlich von seinem Wohlfühlgewicht. Doch bei beginnender Insulinresistenz entsteht ein Teufelskreis. Der Blutzucker steigt an, weil das Insulin den Zucker nicht in die Muskelzelle bringt. Daraufhin wird mehr Insulin produziert. Mehr Insulin bedeutet mehr Hunger und mehr essen, was wiederum mehr Insulinproduktion bedeutet. Wenn Insulin im Blutkreislauf ist, kann kein Fett verbrannt werden. Zwangsläufig ist Abnehmen bei zu viel Insulin gar nicht so einfach. Die insulinproduzierenden Zellen sind langfristig überfordert und kommen irgendwann zur völligen Erschöpfung. Diese Insulinresistenz besteht Jahre im Voraus, bevor der Diabetes Typ 2 manifest wird.

Wann sollte man aufpassen:

  • Body Mass Index – BMI von über 26 oder sogar 30

  • der THQ bei Frauen > 8,8 und bei Männern > 1

  • Blutdruck ist höher als 140/90 mm/Hg

  • der Blutglukosespiegel ist nüchtern über 100 mg/dl

  • Triglyzeridwerte sind über 230 mg/dl

  • Gesamt-Cholesterinspiegel ist  höher als 230 mg/dl

Je mehr Faktoren bei Ihnen zutreffen, um so eher liegt eine Insulinresistenz vor und Sie sollten mit Ihrem Arzt reden.

Magnesium bei Diabetes

Gegenüber stoffwechselgesunden Menschen ist der Magnesiumspiegel bei Diabetikern oft sehr niedrig. Gründe dafür könnten sein, dass Magnesium als natürliche Quelle in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen enthalten ist. Von diesen Nahrungsmitteln verzehren Diabetiker nicht so viel wie Gesunde, da sie sehr kalorienreich (Nüsse) oder kohlenhydratreich (Vollkornbrot) sind. Bei länger bestehendem Diabetes kommt es oft zu Nierenveränderungen, so dass das lebenswichtige Mineralstoff Magnesium über die Niere vermehrt ausgeschieden wird.

Die Internationale Diabetes-Föderation in Washington hat festgestellt, dass in den letzten zwanzig Jahren die Anzahl der Diabetiker  um das Achtfache angestiegen ist.

Gegenüber stoffwechselgesunden Menschen ist der Magnesiumspiegel bei Diabetikern  oft sehr niedrig. Gründe dafür könnten sein, dass Magnesium als natürliche Quelle in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen enthalten ist. Von diesen Nahrungsmitteln verzehren Diabetiker nicht so viel wie Gesunde, da sie sehr kalorienreich (Nüsse) oder kohlenhydratreich (Vollkornbrot) sind.  Bei länger bestehendem Diabetes kommt es oft zu Nierenveränderungen, so dass das lebenswichtige Mineralstoff Magnesium über die Niere vermehrt ausgeschieden wird.

Außerdem hat man wissenschaftlich festgestellt, dass ein Magnesiummangel zur Entstehung der Insulinresistenz beitragen kann. Die Insulinresistenz liegt bei Typ 2 Diabetikern vor.

Neben optimaler Ernährung, Bewegung und Gewichtskontrolle kann also auch eine gute Versorgung mit Magnesium dazu beitragen, die Insulinresistenz zu verhindern.

Achten Sie darauf, dass Sie Magnesium kombiniert mit Calcium aufnehmen. Sie stehen bei der biologischen Verwertbarkeit in enger Wechselwirkung. Sie werden vom Darm über den gleichen Mechanismus in das Blut  aufgenommen. Erhöhen Sie einseitig die Magnesiumzufuhr, so verschlechtern Sie gleichzeitig die Aufnahme für Calcium aus den Lebensmitteln.

Das Risiko einer Mineralstoff-Dysbalance tritt nicht bei einem Verhältnis von 2:1 auf, also zum Beispiel 300 mg Calcium und 150 mg Magnesium.

Die durchschnittlichen Verluste an Calcium und Magnesium über den Schweiß weisen mit 40 mg Calcium und 20 mg Magnesium pro Liter Ganzkörperschweiß auch das Verhältnis 2:1 auf