Diabetes-Warnhund

Diabetes-Warnhund – klingt interessant und scheint immer beliebter zu werden.

Diabetes-Warnhund kann eine Blutzuckermessung nicht ersetzen.

Was kann so ein Unterzucker-Warnhund? Er soll den Typ 1 Diabetiker vor einer Unterzuckerung warnen, wenn dieser die Wahrnehmung zu spät mitbekommt.

Diabetes-Warnhund
Ein Hund ist in erster Linie ein Haustier und kein Ersatz für Blutzuckermessungen

Sicherlich eine schöne Sache bei kleineren Kindern mit Diabetes, um auch den Eltern ein sicheres Gefühl in der Nacht zu geben.Der Diabetes-Warnhund schläft beim Kind. Nicht selten stehen Eltern Nacht für Nacht auf, um bei den Kindern den Blutzucker zu kontrollieren, weil eine Unterzuckerung eventuell nicht rechtzeitig wahrgenommen wird.

Der Diabetes-Warnhund schlägt Alarm, wenn der Blutzucker absinkt. Der feine Geruchssinn des Hundes nimmt wahr, dass sich bei einer Unterzuckerung der Schweißgeruch verändert.

Für mich stellt sich hier gleich die Frage, was ist, wenn man bei einer Hypo nicht schwitzt?

Erstmals las man 2000 im British Medical Journal von speziellen Hunden, die als „neuartiges Alarm System“ vorgestellt wurden. Ihre Namen waren Candy, Susie und Natt.

Heute gibt es inzwischen zahlreiche Hundeschulen, wo Hunde ausgebildet werden zu einem Diabetes-Warnhund.

Die Kosten für so einen Diabetes-Warnhund – und die sind mehrere Tausend Euro- werden nicht von den Krankenkassen übernommen. Die Alternative bei häufigen Unterzuckerungen mit Wahrnehmungsstörung könnte natürlich auch ein Gerät mit einer kontinuierlichen Glukosemessung sein, oft kombiniert mit einer Insulinpumpentherapie. So ein CGM-Gerät ist auch nicht billig, kann aber im begründeten Einzelfall von der Kasse übernommen werden.

Ein Diabetes-Warnhund kann in Frage kommen, wenn man sich sowieso einen Hund zulegen würde, weil man sich dann im Klaren ist, auf was man sich einlassen wird. 🙂

Man sollte sich vorher bestimmte Fragen stellen:

  • Passt ein Hund in mein Alltagsleben hinein?
  • Nehme ich mir Zeit für die tägliche Ausbildung?
  • Habe ich den Nerv, die Turbulenzen mit einem Welpen auf mich zu nehmen?
  • Wo wohne ich: Haus mit Garten oder Etagenwohnung zur Miete?
  • Lässt es Schule oder Beruf zu, täglich mehrmals Sparziergänge zu machen?
  • Will ich überhaupt, dass mich der Diabetes-Warnhund überall hin begleitet? (sonst gibt es keinen Sinn)

Trotz alledem bleibt so ein Diabetes-Warnhund ein eigenständiges Lebewesen und ist nicht wie ein Gerät zu betrachten, was in die Ecke gelegt werden kann, wenn es nicht mehr gebraucht wird. 🙁

Es muss wie jedes andere Haustier versorgt werden: morgens als erstes Gassi gehen, füttern, Zuwendung geben, im Alltagsleben integrieren, Tierarztbesuche etc.

Blutzuckerwerte Tabelle sehr nützlich

Blutzuckerwerte Tabelle für jeden hilfreich.

Blutzuckerwerte Tabelle kann nützlich sein beim Umrechnen von mg/dl in mmol/l.

In Deutschland gibt es (leider) keine einheitliche Berechnungsgröße für den Blutzucker. Während die meisten Diabetiker gewohnt sind, in mg/dl zu rechnen, messen die Diabetiker in Ostdeutschland ihre Werte in mmol/l. Und nachdem es sich um völlig andere Zahlengrößen handelt, ist es ganz zweckmäßig, eine Blutzuckerwerte Tabelle zu haben. Dort kann man ganz einfach ablesen, um welchen Bereich es sich handelt, wenn man vergleichen will.

Wer fit im Rechnen ist, benötigt so eine Blutzuckerwerte Tabelle nicht, denn die mg/dl-Werte kann man mit 0,056 multiplizieren und erhält den mmol/l Wert. Umgekehrt kann man den mmol/l Wert ganz einfach in mg/dl umrechnen, indem man den Wert mit 18,02 multipliziert.

Zu solchen Rechengenies werden allerdings die wenigsten Diabetiker gehören, daher ist eine Blutzuckerwerte Tabelle ganz sinnvoll. 😉

In so einer Blutzuckerwerte Tabelle können noch andere Informationen enthalten sein, wie zum Beispiel die HbA1c-Werte. Dieser Wert ist das Langzeitgedächtnis vom Blutzucker und sagt aus, in welcher Höhe der Blutzucker in den letzten acht bis zwölf Wochen lag, denn das Hämoglobin ist verzuckert worden.

Anzustreben ist immer ein Wert, der so nah wie möglich an den Wert eines Stoffwechselgesunden herankommt. Gesunde Menschen haben einen HbA1c Wert von 4,5% bis knapp 6%.

Es gibt auch Diabetiker, die diese Werte erreichen, fairer Weise muss man aber dazu sagen, dass diese Werte oft mit vielen Unterzuckerungen erkauft werden. Trotz noch so guter Blutzuckereinstellung sind Hypoglykämien nicht immer zu vermeiden und die damit oft in Verbindung stehende Gegenregulation. Ein HBA1c Wert von unter 7% ist auf jeden Fall anzustreben

Jede HbA1c Reduzierung um ein Prozent senkt auf jeden Fall das Risiko, Schäden an den kleinen Blutgefäßen zu bekommen, wobei Augen und Nieren besonders betroffen sind. Auch die Gefahr eines Herzinfarktes kann durch Senkung des HbA1c Wertes erreicht werden.

Wer regelmäßig mit dem Umrechnen vertraut ist, braucht die Benutzung einer Blutzuckerwerte Tabelle natürlich nicht.

Blutzuckerwerte Tabelle mit Beschreibung

Hypoglykämie ist immer noch gefürchtet

Hypoglykämie, oder wie Insider es auch bezeichnen als eine „Hypo“ ist eine Unterzuckerungen.

Hypoglykämie ist immer noch gefürchtet, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt wird.

Hypoglykämie bei zu viel Insulin
Bei Dosierungsschritten von 4 IE kam es öfter zu niedrigen Blutzuckerwerten

Ich habe seit 42 Jahren einen insulinpflichtigen Diabetes Typ 1 und habe unzählige Hypoglykämien durchgemacht. Die ersten Jahre von 1972 an waren nicht wirklich angenehm, denn da waren Hypoglykämien an der Tagesordnung. Die Dosierungsfeinheiten und die Blutzuckerselbstkontrolle waren nicht so gegeben wie in der heutigen Zeit.

Bei einer Hypoglykämie sinkt der Blutzuckerspiegel unter 50mg/dl. Bei einem gesunden Menschen kann es nicht zu einer Hypoglykämie kommen. Da kann der Blutzuckerspiegel zwar niedrige Werte aufweisen, doch bei ihnen funktionieren die Regulationsmechanismen des Stoffwechsels.

Der Körper ist in der Lage, den Blutzuckerspiegel auf einem bestimmten Niveau zu halten. Beim Diabetiker sind diese Regulationsmechanismen außer Kraft gesetzt, wie zum Beispiel das Freisetzen der Hormone, die den Blutzuckerspiegel wieder anheben, wie das Glukagon (Gegenspieler vom Insulin) oder die Stresshormone Adrenalin, Wachstumshormone und Kortison. Bei einer Hypoglykämie stoppt die Bauchspeicheldrüse auch die Ausschüttung des Insulins aus den Betazellen, was ja beim Diabetiker, der sein Insulin injiziert hat, nicht möglich ist.

Es gibt zwar keine allgemeingültige Definition, die für alle Diabetiker zutrifft, doch es läuft oft ähnlich ab.

Die Diabetiker verspüren bei einer Hypoglykämie Symptome wie

  • Zittern und Kaltschweißigkeit
  • Heißhunger
  • innere Unruhe
  • Überaktivität, bei Kindern auch oft albernes Verhalten
  • Gedächtnisstörungen, es fallen einem einfache Dinge nicht mehr ein
  • Sprach-und Sehstörungen, Doppelbilder und verschwommenes Sehen
  • geistige Verlangsamung , plötzliche Müdigkeit
  • Aggressivität, man reagiert gereizt und überempfindlich
  • beschleunigter Pulsschlag (Tachykardie)
  • Desorientiertheit
  • Konzentrationsstörungen, Routineabläufe fallen einem schwer

Diese Symptome sind nicht immer gleichzeitig vorhanden und werden auch unterschiedlich wahrgenommen. Es kommt darauf an, ob der Blutzuckerspiegel rasch absinkt oder langsam. Wenn der Blutzuckerspiegel über längere Zeit sehr hoch war, was oft bei Diabetes Typ 2 der Fall ist, bevor die Diagnose gestellt wurde, werden diese Symptome auch schon bei normalen Blutzuckerwerten wahrgenommen. Man glaubt, an einer Hypoglykämie zu leiden, obwohl der Blutzucker im Normalbereich ist, also zum Beispiel 95 mg/dl.

Dann ist es wichtig, dass die Einstellung zu optimalen Blutzuckerwerten langsam erfolgt. Der Körper hatte sich über längere Zeit bis hin zu Jahren an erhöhte Werte gewöhnt. Von Seiten der Patienten wird oft festgestellt, dass sie sich bei Blutzuckerwerten um die 200mg/dl wohler fühlen und schon bei 120 mg/dl anfangen zu zittern.

Bei Neugeborenen gelten niedrigere Werte für eine Hypoglykämie, da kann der Blutzucker bis auf 40mg/dl absinken und bei Frühgeburten sogar bis auf unter 30mg/dl. Das sollte jede Diabetikerin wissen, die entbindet, denn sehr gerne wollen die Kinderärzte vorschnell das neugeborene Kind intensiv behandeln und der Mutter entziehen. 🙁

Sollten nachts während des Schlafens Unterzuckerungen nicht wahrgenommen werden, so deuten verschieden Anzeichen wie durchgeschwitzte Kleidung, Kopfschmerzen am Morgen, Unausgeschlafen sein und Abgeschlagenheit auf eine nächtliche Hypoglykämie hin.

Man fühlt sich „wie gerädert“ und hat oft keine Erklärung dafür. Sollte das öfter vorkommen, ist es klug sich für die nächsten Tage einen Wecker um 3:00 Uhr zu stellen und einen Blutzuckertest zu dieser Zeit zu machen. Erfahrungsgemäß ist zu dieser Zeit der Blutzucker am niedrigsten, weil die Insulinempfindlichkeit dann am höchsten ist.
In den Morgenstunden wird wieder mehr Insulin benötigt, daher ist dann mit einer Unterzuckerung seltener zu rechnen.

Ich denke, ich spreche für alle Diabetiker, dass eine Hypoglykämie nicht als angenehm empfunden wird. Je länger man seinen Diabetes hat, umso unangenehmer werden tiefe Unterzuckerungen wahrgenommen. Problematisch sind natürlich Unterzuckerungen, die in eine Bewusstlosigkeit enden. Es muss nicht extra daraufhin gewiesen werden, was passieren kann, wenn so etwas beim Autofahren vorkommt oder beim Bedienen von elektrischen Geräten.

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Hypoglykämien – unangenehme Begleiter

Hypoglykämien sollten verhindert werden.

Hypoglykämien sind regelmäßige Begleiter bei Diabetes und sehr unangenehm.

Es gibt keine genaue Definition, ab wann man von einer Unterzuckerung sprechen kann. Jedoch handelt es sich um einen deutlichen Blutzuckerabfall, der sich durch ganz verschiedene Symptome äußern kann. Auf jeden Fall liegt der Blutzucker unter 50 mg/dl.

Die typischen Symptome können je nach Stoffwechseleinstellung aber auch schon bei höheren Blutzuckerwerten verspürt werden. Das ist besonders dann der Fall, wenn der Blutzucker längere Zeit sehr hoch eingestellt war oder die Zuckerkrankheit noch gar nicht erkannt wurde. Der Körper hat sich an die ständig erhöhten Blutzuckerwerte gewöhnt, so dass der Patient die eigentlich normalen Werte als zu niedrig empfindet.

Dabei werden Symptome einer Unterzuckerung ausgelöst. Bei diesen Patienten muss die Diabeteseinstellung sehr vorsichtig begonnen werden, um den Blutzuckerspiegel langsam abzusenken. Dadurch kann sich der Körper allmählich wieder an normale Blutzuckerwerte gewöhnen.

Schwitzen bei Hypoglykämien
Starkes Schwitzen bei einer Unterzuckerung ist nicht selten

Symptome bei Hypoglykämien:

  • Zittern,
  • Schwitzen
  • Heißhunger
  • Seestörungen
  • Verwirrtheit
  • Konzentrationsprobleme
  •  unkontrolliertes Handeln
  • ungewöhnliches Verhalten
  • bei Kindern oft albernes Verhalten
  • Krampfanfälle
  • Bewusstlosigkeit

Manchmal haben auch gesunde Menschen Blutzuckerspiegel um 50 mg/dl. Allerdings funktionieren bei ihnen die normalen Regulationsmechanismen des Stoffwechsels. Der Körper ist in der Lage, den Blutzuckerwert auf diesem Niveau zu halten, und es treten keine extremen Symptome einer Unterzuckerung auf außer vielleicht Heißhungergefühl und zittriges Verhalten. Diese Symptome verschwinden, wenn der Betreffende etwas isst.

Beim Diabetiker sind diese Regulationsmechanismen außer Kraft gesetzt.

Diese Mechanismen sind:

  • Unterbrechung der Insulinfreisetzung aus den Betazellen
  • Freisetzung der Hormone, die den Blutzucker anheben:
    • Glukagon – Gegenspieler vom Insulin
    • Kortison
    • Adrenalin – Stresshormon
    • Wachstumshormone
  • Aktivierung des autonomen Nervensystems, das bedeutet es unterliegt nicht der willentlichen Steuerung

Bei einem zu niedrigem Wert sollte der Diabetiker sofort zu schnellen Kohlenhydraten greifen, wie zum Beispiel Traubenzucker, Apfelsaft.

Kohlenhydrate mit hohem Fettanteil oder Eiweiß können die Aufnahme ins Blut verzögern und der Blutzucker sinkt noch mehr ab.

Blutzuckerwerte sind zu niedrig

Blutzuckerwerte, die unter 60 mg/dl fallen sind nicht angenehm.

Blutzuckerwerte sollten immer im optimalen Bereich zwischen 70 mg/dl und 120 mg/dl sein.

Zu niedrige Blutzuckerwerte sind unangenehm und deshalb will jeder Diabetiker sie vermeiden. Sie treten immer dann auf, wenn das Verhältnis im Blut von wirkenden Kohlenhydraten und dem im Moment wirkendem Insulin nicht zueinander passen. Beim Diabetiker funktionieren die Regulationsmechanismen nicht, so dass das Verhältnis optimal eingestellt sein muss.

Was kann ein  Auslöser von niedrigen Blutzuckerwerten sein?

  • verstärkte körperliche Aktivität
  • zu viel Insulin injiziert, weil die Kohlenhydrataufnahme überschätzt wurde
  • bei Gewichtsabnahme die Insulinmenge nicht reduziert
  • verbesserte Insulinwirkung zum Beispiel im 4. Monat der Schwangerschaft
  • unzureichende Kohlenhydrataufnahme
  • ausgelassene Mahlzeiten
  • Abstand zwischen Insulinbolus und Essensaufnahme war zu lange
  • verbesserte Insulinresorption, zum Beispiel nach einem heißen Bad oder Sonnenbaden
  • wenn die Blutzuckersenkenden Medikamente ( Therapie bei Typ 2) wegen einer Konzentrationserhöhung im Blut besser wirken, weil bei gleichzeitig bestehender Nierenschwäche die Medikamente nur unvollständig ausgeschieden werden

Der Grund für immer wiederkehrende niedrige Blutzuckerwerte sollte unbedingt herausgefunden  und abgestellt werden.

Wenn ein Diabetiker Symptome einer Unterzuckerung feststellt, die Blutzuckerwerte also unterhalb von 60 mg/dl sinken, sollte er sofort Gegenmaßnahmen ergreifen. Oft sind es aber auch enge Vertraute wie der Lebenspartner oder die Eltern, die die ersten Frühzeichen erkennen, bevor der Diabetiker selber verspürt, dass er unterzuckert ist. Es kommt oft zu Verhaltensänderungen wie unkontrolliertes apathisches Handeln, andere  niedrige Blutzuckerwerte verursachen abernes Verhalten bei KindernAtemgeräusche beim Schlafen, albernes Verhalten bei Kindern, auftretende Müdigkeit am Tag.

Wenn dann Bemerkungen fallen wie „Mach doch mal einen Blutzuckertest“, kommt es oft zu empfindlichen Reaktionen. Man fühlt sich bevormundet und will selber bestimmen, ob man jetzt unterzuckert ist oder nicht. Ein ganz typisches Verhalten bei einer langsam beginnenden Unterzuckerung, die mit typischen Symptomen selber noch gar nicht wahrgenommen wird.

Bei  Blutzuckerwerten unter 60mg/dl sollten mindestens ein bis zwei Broteinheiten schnelle Kohlenhydrate zu sich genommen werden.

  •  Ein bis zwei Plättchen Traubenzucker (Dextro Energen)
  • Fruchtsaft: 100 ml Apfelsaft oder Orangensaft
  • 70 ml Coca Cola
  • Gummibärchen, je nach Größe vier bis elf Stück

Nahrungsmittel mit hohem Eiweiß- oder Fettanteil sollten vermieden werden, da Fett und Eiweiß die Resorption verzögern.

Oft wird  durch Heißhungerattacken die Kohlenhydrataufnahme drastisch überstiegen. Daher ist es sinnvoll, nach drei Stunden seinen Blutzucker erneut zu kontrollieren, um eventuelle Blutzuckerspitzen vorsichtig zu korrigieren.

Einem bewusstlosen Diabetiker nie etwas in die Wangentasche legen, da es zu Erstickungsgefahr kommen kann. Lieber den Notarzt rufen, der bei Bewusstlosigkeit auch mal eine Glukoselösung über die Vene spritzen kann.

Je niedriger die Blutzuckerwerte eingestellt sind, umso leichter kann es zu einer Bewusstlosigkeit kommen, wenn die Frühsymptome einer Hypoglykämie nicht rechtzeitig wahrgenommen werden.

Jeder Diabetiker zählt zu den chronisch kranken Menschen und es könnte sehr hilfreich sein, sein Immunsystem zu unterstützen. Eine Verzuckerung der Nerven ist nicht wirklich ganz zu verhindern, auch nicht bei optimaler Blutzuckereinstellung. Daher ist die Einnahme von guten Nahrungsergänzungen sinnvoll, um etwas gegenzusteuern. 😉

Eine wertvolle Hilfe für jeden könnte mein E-book  „Zucker ist nicht nur süß“ sein.

Insulinanpassung bei Sport

Insulinanpassung bei Diabetes und Sport ist unumgänglich

Ich habe mich entschieden, auch das bodykey by NUTRILITE™ Programm zu machen, weil ich abnehmen möchte.

Nachdem mein Mann so tolle Erfolge erzielt hat, in einem Vierteljahr über 14 Kilo abgenommen, habe ich mich entschieden, auch meinen Pfunden den Garaus zu machen. Allerdings ist es bei mir als insulinpflichtigen Diabetiker mit etwas mehr Überlegungen verbunden. Ich muss meine Insulindosis zu dem  zusätzlichen Sport anpassen.

Insulinanpassung bei Sport ist sinnvoll, wenn man nicht unnötig mehr essen will.

Im Grunde bin ich keine große Sportkanone, ich walke ab und zu und gehe auch mal schwimmen. Diese sportlichen Betätigungen konnte ich mit meiner Insulinanpassung  immer gut in den Griff bekommen.

Aber bei diesem neuen Ernährungsprogramm, wo der Mensch und sein Lebensstil im Mittelpunkt stehen und nach den persönlichen Genen  ein Plan erstellt wird, wird erwartet, dass man Ausdauersport (wie zum Beispiel Walking, Schwimmen, Crosstrainer, Laufband oder  Nordic Walking) und Kraftsport mit in den Tagesablauf einbezieht.

Ganz klar, denn ohne Bewegung wird man vielleicht ein bie zwei Kilogramm abnehmen, doch dann steht das Gewicht wieder auf der Stelle.

Und den Jo-Jo Effekt kennt auch jeder, dass man anschließend wieder mehr Gewicht auf die Waage bringt, als was man vorher an Gewicht verloren hat. Im Grunde waren es nur Wasserverlust und Muskelabbau. 🙁

Aber wenn man erste einmal auf den Geschmack gekommen ist, sich mehr sportlich zu betätigen, macht es richtig Spaß. 😉

Heute Vormittag habe ich eine halbe Stunde auf dem Crosstrainer trainiert und hatte eine Pulsfrequenz von 145 Schlägen pro Minute, ich als Schreibtischhocker musste mich also ganz schön  anstrengen.

Danach lief ich noch 20 Minuten auf dem Laufband. Während dieser Zeit hatte ich die Pumpe komplett abgelegt und das war eine gute Entscheidung gewesen, wie sich anschließend herausstellte.  Eine Insulinanpassung durch Basalratensenkung auf 50% wäre noch zu viel Insulin gewesen. Die Blutzuckermessung ergab einen Wert von 68 mg/dl. 😉

Mit wurde mal wieder bewusst, wie sehr Muskelarbeit  die Zuckerverbrennung anregt.
Insulinanpassung bei Sport ist wichtig
Vom Nordic Walken war ich bereits gewohnt, dass ich für eine Stunde eine  Insulinanpassung mit der Pumpe erreiche, indem ich  mit einer  Basalratensenkung  auf 50% gut zu Recht komme, ohne dass ich extra dazu essen muss.
Voraussetzung ist ein optimaler Blutzuckerausgangswert zwischen 130 mg/dl und 180 mg/dl. Der letzte Essensbolus sollte länger als drei Stunden zurückliegen, dass man davon ausgehen kann, die Hauptwirkung des Insulins ist vorbei.
Das ist natürlich je nach Bolus Menge und Kohlenhydrataufnahme sehr unterschiedlich. Mit diesem Konzept bin ich immer sehr gut gefahren.

Am Nachmittag wollte ich es wissen und bin noch einmal zwei Stunden Rad gefahren. Zu Beginn hatte ich einen Wert von 65 mg/dl  gemessen, mit dem ich nicht hätte starten können. Ich stellte die Basalrate auf 70% und aß drei zusätzliche Broteinheiten vor dem Start, die guten alten Sport BEs. Ich wusste, es wird anstrengend, weil es zuerst bergauf ging.

Nach einer ¾ Stunde hatte ich einen Blutzuckerwert von 66 mg/dl und senkte mit der  Insulinanpassung meine Basalrate weiter auf 50% ab.

Ein schlanker Mensch  hätte  genügend dazu essen können, aber ich will ja Gewicht verlieren und nicht zusätzlich mehr essen.  Allerdings verließ mich meine Kraft in den Beinen, so dass ich trotzdem nach zehn Minuten zwei Broteinheiten Traubenzucker zu mir nehmen musste, um überhaupt den Berg herauf zu kommen.  😉

Als ich am Ziel angekommen war konnte ich einen Wert von 130 mg/dl messen.
Ich war begeistert mit meiner Insulinanpassung, dass ich ohne größere Hypoglykämie mein Ziel erreicht habe und nicht viele Kohlenhydrate zusätzlich essen musste.

Mit der Routine kommt die Übung und wenn meine Muskeln mehr an den Sport gewöhnt sind, wird es eine erneute Insulinanpassung geben.

Jeder Mensch reagiert anders auf Sport, je nachdem ob man trainiert ist oder so wie ich erst einmal  beginne zu starten.

Was für einen gesunden Menschen völlig einfach abläuft, bedarf beim Diabetiker eine genaue Planung und eine gute Insulinanpassung, um keine extremen Zwischenfälle zu erwarten.

Ich kann auf jeden Fall verstehen, dass Extremsportler ohne eine kontinuierliche Glukosemessung, CGM nicht auskommen, denn ein ständiges Blutzuckermessen hält auf und wäre auf Dauer sehr belastend.

Hypoglykämie

Hypoglykämie ist der medizinische Fachausdruck für Unterzuckerung.

Hypoglykämie kann auftreten, wenn das Verhältnis im Blut von Traubenzucker und momentan wirkendem Insulin nicht optimal aufeinander abgestimmt sind. Beim Diabetiker funktionieren diese feinen Regulationsmechanismen nicht, so dass das Verhältnis so optimal wie möglich eingestellt sein muss.

Hypoglykämie ist jedem insulinpflichtigen Diabetiker bekannt, aber auch den Typ 2 Diabetikern, die mit oralen Antidiabetika behandelt werden, die zum Typ der Sulfonylharnstoffe gehören. Sulfonylharnstoffe stimulieren die Insulinfreisetzung aus den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse.

Bei einem stoffwechselgesunden Menschen kann es nie zu einer Hypoglykämie kommen. Er verspürt höchstens etwas Hunger und wird eine Kleinigkeit essen. Sinkt beim Gesunden der Blutzuckerspiegel ab, drosselt seine Bauchspeicheldrüse automatisch die Insulinausschüttung. Fällt der Blutzucker trotzdem weiter ab, werden die Hormone Adrenalin und  Glukagon ausgeschüttet. Glukagon bewirkt, dass der Traubenzuckerspeicher aus der Leber, das Glykogen ins Blut freigesetzt wird. Später können auch noch Cortisol, Noradrenalin und Wachstumshormon ausgeschüttet werden, besonders wenn der Blutzucker unter 35 mg/dl abfällt.

Was kann jetzt Auslöser einer Hypoglykämie sein?

  •  verstärkte körperliche Aktivität
  •  zu viel Insulin injiziert, weil die Kohlenhydrataufnahme überschätzt wurde
  • bei Gewichtsabnahme die Insulinmenge nicht reduziert
  • verbesserte Insulinwirkung zum Beispiel im 4. Monat der Schwangerschaft
  • unzureichende Kohlenhydrataufnahme
  • ausgelassene Mahlzeiten
  • Abstand zwischen Insulinbolus und Essensaufnahme war zu lange
  •  verbesserte Insulinresorption, zum Beispiel nach einem heißen Bad oder Sonnenbaden
  • wenn die Antidiabetika (Therapie bei Typ 2) wegen einer Konzentrationserhöhung im Blut besser wirken, weil bei gleichzeitig bestehender Nierenschwäche die Medikamente nur unvollständig ausgeschieden werden

Wenn ein Diabetiker Symptome einer Hypoglykämie feststellt, sollte er sofort Gegenmaßnahmen ergreifen. Oft sind es aber auch enge Vertraute wie der Lebenspartner oder die Eltern, die die ersten Frühzeichen erkennen, bevor der Diabetiker selber verspürt, dass er langsam zu unterzuckern droht.

Dann  kommt es oft zu Verhaltensänderungen wie:

  • unkontrolliertes apathisches Handeln,
  • andere Atemgeräusche beim Schlafen,
  • albernes Verhalten bei Kindern,

    Bei einer Hypoglykämie albern viele Kinder
    Bei einer Hypoglykämie albern viele Kinder
  • auftretende Müdigkeit am Tag.

Nicht selten reagieren die Diabetiker dann gereizt auf Bemerkungen wie „Mach doch mal einen Blutzuckertest.“ Sie fühlen sich bevormundet und wollen selber bestimmen, ob sie eine Hypoglykämie haben  oder nicht. Da ist ein ganz typisches Verhalten bei einer langsam beginnenden Hypoglykämie, die mit den so klassischen Symptomen selber noch gar nicht wahrgenommen wird.

Bei  Blutzuckerwerten unter 60mg/dl sollten mindestens ein bis zwei Broteinheiten schnelle Kohlenhydrate zu sich genommen werden.

  •   Ein bis zwei Plättchen Traubenzucker (Dextro Energen)
  •   Fruchtsaft: 100 ml Apfelsaft oder Orangensaft
  •  70 ml Coca Cola
  •   Gummibärchen, je nach Größe vier bis elf Stück – (Berechnung ganz einfach)

Einem bewusstlosen Diabetiker nie etwas in die Wangentasche legen, da es zu Erstickungsgefahr kommen kann. Lieber den Notarzt rufen, der bei Bewusstlosigkeit auch mal eine Glukoselösung über die Vene spritzen kann.

Nahrungsmittel mit hohem Eiweiß- oder Fettanteil sollten bei Hypoglykämien vermieden werden, da Fett und Eiweiß die Kohlenhydrat-Resorption in Blut verzögern. Daher wird  oft durch Heißhungerattacken die Kohlenhydrataufnahme drastisch überstiegen. Man verspürt immer noch die Unterzuckerung und isst unkontrolliert weiter.

In so einem Fall  ist es sinnvoll, nach drei Stunden seinen Blutzucker erneut zu kontrollieren, um eventuelle Blutzuckerspitzen vorsichtig zu korrigieren.

Im E-Book „Diabetes ist doch heilbar“ gibt weitere wertvolle Informationen.