Depressionen

Depressionen zählen weltweit zu den häufigsten psychischen Erkrankungen.

Depressionen und Diabetes gehören bei jedem achten Diabetiker zusammen. Bei jedem fünften Diabetiker liegt eine erhöhte Depressivität vor.

Depressionen sind sehr belastend und können den normalen Alltag sehr erschweren. Jemand, der dieses Problem nicht kennt, wird sich nur schwer vorstellen können, was in so einem Menschen vorgeht und wie er sich fühlt.

frauenSchätzungsweise leiden in Deutschland ca. vier Millionen Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression. Das Risiko, in seinem Leben mal an einer Depression zu erkranken beträgt immerhin 15% bis 18%. Beim Diabetiker ist dieses Risiko doppelt so hoch.
Beim Diabetes kommt hinzu, dass die alltäglichen Belastungen wie seinen Blutzucker regelmäßig zu kontrollieren, Kohlenhydrate der Insulinmenge anzupassen und aufzupassen, nicht in eine Unterzuckerung zu kommen, schon genug Herausforderungen sind. 🙁

Zu behandeln sind solche Depressionen nur mit Antidepressiva, kognitive Verhaltenstherapie, Psychotherapie und gezielte Psychoedukation, also Aufklärung über diese heimtückische Krankheit. Denn noch immer sind Depressionen ein Tabu Thema und werden oft verschwiegen.

Warum ist bei Diabetikern das Risiko doppelt so hoch?

  • Angst vor Folgeerkrankungen
  • Angst vor Erwerbsunfähigkeit
  • das Bewusstsein, ein Leben mit eingeschränkter Lebensqualität zu führen.
  • Keine Aussicht auf Heilung (auch wenn immer mal wieder kleine Ansätze in den Medien zu lesen sind, dann aber wieder nichts mehr darüber berichtet wird)

Natürlich wird jedem Menschen, bei dem der Diabetes diagnostiziert wird, eingeredet, er könne ein absolut gleichwertiges Leben führen wie ein stoffwechselgesunder Mensch. Die Behandlungsmöglichkeiten reichen von intensivierter Spritzentherapie bis hin zur Pumpentherapie. Auch können Diabetiker heute völlig normal essen und sind nicht mehr so eingeschränkt wie noch vor 30 Jahren. Die Angst vor Folgeerkrankungen, dass eine Retinopathie sich entwickelt, die Nieren oder die Nerven in Mitleidenschaft gezogen werden oder man einem Herzinfarkt erliegt, bleiben dennoch bestehen.:-(

Depressionen
Depressionen durch Stress ausgelöst

Bei der Entstehung von Depressionen geht man von mehreren Ursachen aus. Einmal gibt es eine genetische Disposition, die sich mit zunehmendem Verwandtschaftsgrad zu einer erkrankten Person erhöht.
Man nimmt aber auch an, dass es sich um ein Ungleichgewicht im Neurotransmittersystem handelt, also bei den Stoffen Serotonin und Noradrenalin.
Stressauslösende Lebensereignisse oder Lebensumstände lassen eine Depressionentstehen. Aber auch andere psychoreaktive Faktoren, wie Traumatisierungen oder familiäre Probleme können für Depressionen Auslöser sein.

Die meisten Menschen mit Depressionen erzählen von einem einschneidenden Lebensereignis, einem sogenannten Life-Event.

  • Leistungssteigerung am Arbeitsplatz
  • Konflikte in der Partnerschaft
  • Schwangerschaft und Geburt
  • Verlust von Bezugspersonen, Todesfälle
  • Krankheiten wie der Diabetes oder andere Autoimmunerkrankungen
  • Unfälle
  • Sexueller Missbrauch

Wenn ein Ungleichgewicht von Serotonin und Noradrenalin eine bedeutende Rolle bei der Entstehung von Depressionen spielt, sollte man vielleicht vorbeugend als Nahrungsergänzung hochwertige Aminosäuren, besonders Tryptophan und einen Vitamin-B-Komplex zu sich nehmen.

Erfolgreich abnehmen – Teil 2

Erfolgreich abnehmen will jeder, aber mit welcher Diät?

Wie schon im ersten Teil erwähnt habe ich mir einige bekannte Diäten genauer angesehen. Wer mehr als 20 Kilo Übergewicht hat,nimmt mit jeder Ernährungsumstellung und zusätzlicher Bewegung ab. Kritisch und schwierig wird es, wenn man nur wenige Kilo abnehmen möchte, an die sogenannten Problemzonen gehen will und nicht nur Muskelmasse oder Wasser verlieren will, um auf der Waage ein Defizit festzustellen. 🙁

Erfolgreich abnehmen zu welchem Preis und mit welchen Einsparungen?

erfolgreich abnehmen
Abnehmen mit 500 kcal aus ausschließlich Gemüse und Obst ist einfach

Dann gibt es da noch die Paradies Diät von Bernhard Salomon. Die klingt beim ersten Hinsehen interessant, weil man ALLES essen darf. Allerdings nur aus den Bereichen Obst und Gemüse, also eine vegane Ernährungsform und das überwiegend als Rohkost. 🙁

Problematisch wird es bei der Deckung des Bedarfs an Vitamin B 12, Jod, essentiellen Fettsäuren und hochwertigen Aminosäuren.

 

Ähnlich ist die pegane Ernährung nach Mark Hyman.Einige markante Richtlinien:

  • Verzichtet wird auch hier auf schnelle Kohlenhydrate und wählt zu 50-70 Prozent seine Lebensmitteln aus Obst und Gemüse.
  • Fleisch nur maximal zu 25 Prozent und es sollte nur aus Bio -Ware stammen, damit es frei von Hormonen und Antibiotika ist,
  • auf Milchprodukte und Zucker wird komplett verzichtet, im Ausnahmefall darf Honig genommen werden.
  • Es werden keine industriell verarbeiteten Lebensmittel verzehrt, da sie Konservierungsstoffe und Zusatzstoffe enthalten.

Dass man bei so einem Lebensstil abnehmen muss, liegt auf der Hand, aber es ist keine Ernährungsform für die Dauer und auch nicht für jeden geeignet.:-(

Immer mehr rücken Diäten in den Fokus von berühmten Persönlichkeiten. Da gibt es das Programm von Sophia Thiel, ein neues 12-wöchiges Online-Programm, von Daniel Aminati mit seinem „Mach dich krass“-Programm und extremen Fitness Übungen oder von Detlef D. Soost mit seinem Programm „I make you sexy“ und seit zwei Wochen ganz neu auf dem Markt von Maria Höfl-Riesch, der ehemaligen Skirennläuferin das „Maria macht dich fit“ Programm.

Alle sind irgendwie sehr ähnlich und gehen über Motivation, Training und Ernährungsumstellung, wobei auf bekannte Ernährungsrichtungen wie Low Carb oder sogar neu auf Slow Carb oder vegane Ernährung zurückgegriffen wird.

Man muss in keine Fitness Studios gehen, denn alle Übungen sind mit Hilfe des eigenen Körpergewichts zuhause durchzuführen, ein sogenanntes Bodyweight-Training. Man trainiert dreimal in der Woche für 20 Minuten. Parallel dazu kann man sich per Video die Trainingseinheiten am PC oder am Handy ansehen. Hoffentlich siegt da mal nicht der innere Schweinehund, denn Bänder, Matten und Hanteln hat jeder zuhause irgendwo herumliegen. Leider benutzt man sie nur selten.

Der absolute Renner ist die HCG Diät. Diese Hormondiät wurde durch Jessica Schwarz bei uns bekannt, die in sechs Wochen acht Kilo abgenommen hat. In den USA wird sie aber schon seit Jahrzehnten von Sophia Loren, Renée Zellweger, Catherine Zeta-Jones und Britney Spears angewandt. Für uns Normalverbraucher ist es immer erstaunlich, wie schnell die Promis nach Schwangerschaften ihre Traumfigur zurück hatten. 🙁

HCG steht für Humanes Choriongonadotropin, es ist also ein Schwangerschaftshormon.

1954 hat der englische Endokrinologe Dr. Albert T.W. Simeons dieses Hormon genauer untersucht und dabei die Vorteile beim Abnehmen entdeckt. Schnell hat sich daraus eine Diät entwickelt. Dieses Hormon muss gespritzt werden und dabei wird ein Glückshormon freigesetzt, was die Diätwilligen in eine gute Stimmung versetzt, denn zu essen gibt es täglich nur 500 Kalorien aus Salat, Gemüse und magerem Fleisch. Ganz klar, dass man dabei abnimmt. 🙁

Hier in Deutschland ist oft die abgespeckte Form im Umlauf, globoliindem man keine Hormone spritzt sondern die Information dieses Hormons in Form von Globuli dreimal am Tag zu sich nimmt.

Eine Gewichtsabnahme ist sicher, doch ganz oft auf Kosten von Muskelgewebe. Aber genau das benötigt jeder, der erfolgreich abnehmen will, um Fett zu verbrennen.

Jeder Mensch, der sich entschließt, abzunehmen, wird für sich das richtige Programm finden, um erfolgreich abnehmen zu können. Es sollte jedoch jedem klar sein, dass man an Bewegung und Ernährungsumstellung nicht herum kommt.

Und nicht jedes Programm ist für jeden gleich erfolgreich. Wenn der eine mit Slow Carb zurechtkommt und mehr Eiweiß zu sich nimmt, muss der andere vielleicht gerade auf Fett verzichten und kann vermehrt Kohlenhydrate essen, um erfolgreich abnehmen zu können.

Deshalb ist das Bodykey by Nutrilite genau die richtige Ernährungsform, um auf Dauer erfolgreich abnehmen zu könnenn und sein Gewicht halten zu können.

Dieses Programm ist keine Diät sondern ein Lifestyle Produkt, was man ein Leben lang umsetzen kann und für jeden machbar ist. Ein DNA Test ermittelt, was ich für ein Stoffwechseltyp bin und wie ich auf Bewegung reagiere. Ich wähle meine Vorlieben an Nahrungsmitteln aus, gebe an, wieviel ich mich bewegen möchte und wie trainiert ich bin und ich erhalte individuell nach meiner DNA Analyse ermittelte Speise-Vorschläge. Ein Vitalstoffrechner gibt permanent an, ob ich mit Vitalstoffen optimal versorgt bin oder wo ich aufpassen muss, um keinen Mangel zu erleiden. Zusätzlich habe ich auch hier kostenlosen Zugang zu zahlreichen Trainingsvideos je nach Fitness Zustand, wenn ich zuhause trainieren möchte.

Fragen Sie mich nach diesem Programm und Sie bekommen mehr Informationen.

Auch telefonisch gebe ich gerne Auskunft bei persönlichen Fragen. Hinterlassen Sie mir eine Telefon Nummer, wo ich Sie erreichen kann.

Symptome bei Diabetes

Symptome bei Diabetes sollten eigentlich bekannt sein, da immer häufiger diese Diagnose gestellt wird.

Symptome bei Diabetes sind nicht immer eindeutig.

Diabetes tritt immer häufiger auf, doch wenn man wegen bestimmter Beschwerden zum Arzt geht, wir oft das Problem behandelt, ohne daran zu denken, dass es sich vielleicht auch um irgendwelche Symptome bei Diabetes handeln könntet, und zwar um einen unerkannten Diabetes. 🙁

Die Symptome bei Diabetes sind nicht immer gleich ausgeprägt, das hängt damit zusammen, ob die Krankheit schleichend beginnt, wie beim Diabetes Typ 2 oder die Symptome bei Diabetes Typ 1 eher eindeutig sind. Für die betroffenen Patienten scheinbar aber doch nicht so eindeutig:

Folgende Symptome bei Diabetes sollten einen hellhörig werden lassen:

  • Starker Durst und größere Trinkmenge: der Glukosespiegel im Blut steigt an und
    unbehandelte Symptome bei Diabetes führen zu Durst
    Es kommt zu verstärktem Durst bei unbehandeltem Diabetes

    kann nur durch viel Flüssigkeit verdünnt über die Niere ausgeschieden werden. Wer jetzt Cola oder andere zuckerhaltige Getränke verwendet, um seinen Durst zu löschen, verschlimmert die Sache noch zusätzlich. Jetzt kommt es unweigerlich zu

  • Vermehrtem Harndrang und Austrocknung: die Austrocknung bringt Juckreiz mit sich. Das kann auch die Schleimhäute betreffen und bei Frauen oft auch die Geschlechtsorgane. Die Diagnose Diabetes ist oft ein Zufallsbefund, weil die Frauen wegen des unangenehmen Juckreizes beim Gynäkologen nachsehen lassen.
  • Kreislaufprobleme, besonders Schwindel wegen des Flüssigkeitsverlustes durch vermehrten Harndrang.
  • Sehstörungen: durch die vermehrte Flüssigkeit in den Kammern wegen des erhöhten Blutzuckers kommt es zur Linsentrübung und der Patient wird kurzsichtig.
  • Leistungsminderung: bei Insulinmangel fehlt dem Körper die Energiegewinnung aus der Glukose, weil die Glukose nicht mehr in den Muskel gelangt. Der Körper versucht nun, über Eiweißabbau und Fettabbau an die Energie zu kommen. Wegen der starken Gewichtsabnahme fühlt man sich abgeschlagen und hat nicht selten dadurch eine Leistungsminderung. Bei Kindern kann es auch zu Wachstumsstörungen, Bettnässen und Schulproblemen führen.
  • Infektanfälligkeit: das Immunsystem ist geschwächt, weil die T-Lymphozyten herabgesetzt sind. Jetzt kommt es häufig zu Infekten, besonders Harnwegsinfekte und Nierenbeckenentzündungen. Aber auch Pilzbefall und eitrige Hautentzündungen können häufiger auftreten. Immer wenn Wunden schlecht heilen, sollte man an einen unbehandelten und nicht entdeckten Diabetes denken.
  • Sensibilitätsstörungen besonders an den Füßen
  • Heißhungerattacken im Wechsel mit Appetitlosigkeit

Wie diese Symptome bei Diabetes anzeigen, kann es sich auch immer um andere Ursachen handeln. Je schneller man allerdings auch den Blutzuckerspiegel kontrolliert, um so früher kann eine richtige Therapie begonnen werden, um Folgeschäden zu vermeiden.

Diabetes -schlimm oder nur leicht?

Diabetes ist inzwischen zu einer Zivilisationskrankheit geworden.

Diabetes wird in zwei große Gruppen eingeteilt: Typ 1 und Typ 2 Diabetes mit völlig verschiedenen Behandlungsmethoden.

Der Diabetes mellitus Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung.

Bei Autoimmunerkrankungen besteht eine Fehlregulation des Immunsystems, und die Zellen des Immunsystems zerstören körpereigene Strukturen. Im Fall des Diabetes mellitus Typ 1 produzieren Zellen des Immunsystems spezielle Eiweiße, nämlich so genannte Antikörper, die dann im Zuge der Zeit die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstören, die für die Produktion des Insulins verantwortlich sind. Je mehr Beta-Zellen also zerstört sind, desto weniger Insulin kann produziert werden. Der Blutzuckerspiegel steigt langsam an.

Diabetes
In jedem Alter kann sich ein Diabetes entwickeln. Beim Typ 2 spielen Ernährung und Bewegung eine große Rolle

Die Entwicklung des Diabetes mellitus Typ 1 verläuft aber sehr langsam. Zu Beginn dieser Entwicklung ist der Blutzuckerspiegel noch normal, und der Patient verspürt keinerlei Beschwerden. Die Zerstörung der Beta-Zellen hat in dieser Phase aber bereits begonnen, obwohl es sich noch im Anfangsstadium befindet. Aber man könnte jetzt im Blut des Betroffenen bereits schon die gegen die Beta-Zellen gerichteten Antikörper nachweisen können.

Als Auslösemechanismen können verschiedene medikamentöse Behandlungen, die das Immunsystem beeinflussen, fungieren. Man vermutet stark, dass Impfungen so ein Auslösemechanismus sind. 🙁

Auch verschiedene Virusinfektionen kommen infrage, z.B. Masern, Mumps und Röteln sowie Infektionen mit Coxsackie-Viren.
Hier ist mit Ernährung alleine nichts zu erreichen, es muss immer Insulin gespritzt werden.

Beim Typ 2 Diabetes, früher auch als Altersdiabetes bekannt, gelten ganz andere Entstehungskriterien. Leider sind von dieser Art Diabetes inzwischen auch sehr viele Kinder betroffen.

Laut Weltgesundheitsorganisation ist in den letzten 20 Jahren weltweit eine Epidemie des Typ2 Diabetes aufgetreten. Laut Dr. Duke Johnson in seinem Buch „Die Optimale Gesundheit“ sind die finanziellen Kosten dafür atemberaubend hoch. Darum ist es sinnvoll, viele Zusammenhänge zu verstehen, um diese Krankheit einzudämmen. Man kann selber sehr viel tun, um den Ausbruch von Typ2 Diabetes zu verhindern.

Bei Diabetes Typ 2 handelt es sich meistens um eine Insulinresistenz verbunden mit Übergewicht und Bewegungsmangel.

Bei diesen Diabetikern hat das Insulin seine Fähigkeit verloren, die Glukose in die Zellen zu transportieren.

Man muss sich das so vorstellen, dass an den Zellen Rezeptoren sitzen, die die Glukose in die Zelle hineinlässt, so wie ein Schlüssel. Und wenn der Schlüssel nicht passt, geht die Tür nicht auf. Der Körper produziert immer mehr Insulin, weil der Zucker im Blut ansteigt, doch die Türen bleiben verschlossen. Durch den erhöhten Insulinspiegel im Blut kann kein Fett verbrannt werden, der Hunger steigt an, es wird mehr gegessen, was wiederum die Insulinproduktion anregt. Ein Teufelskreis, aus dem man nur schwer herauskommt.

Hier ist mit mehr Bewegung und einer Ernährungsumstellung viel zu erreichen und oftmals liest man dann auch Schlagzeilen wie „Von seinem Diabetes geheilt…“ oder „…kann auf seine Insulinspritze verzichten…“

Für die gefürchteten Folgeschäden ist es allerdings völlig egal, ob man an einem Typ 1 oder Typ 2 Diabetes erkrankt ist. Das Ziel ist immer eine gute normoglykämische Stoffwechseleinstellung, auch wenn viele Insulininjektionen nötig sind oder nur durch Ernährung der Blutzucker im Normalbereich gehalten wird. 😉

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind bei einer Low Carb Ernährung stark reduziert.

Kohlenhydrate lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen und müssen daher bei Diabetes berechnet werden.

Als insulinpflichtiger Diabetiker muss man seine Kohlenhydrate mit Insulin berechnen.

Unter dem Begriff „Kohlenhydrate“ fasst man Stärke und Zuckerstoffe zusammen. Stärke besteht aus vielen aneinanderhängenden Traubenzuckerbausteinen. Traubenzucker ist der Baustein, der sofort ins Blut übergeht, der ist besonders wichtig bei einer Unterzuckerung, denn dann soll der niedrige Blutzucker sofort wieder ansteigen. 🙂

Es gibt kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel, nach denen der Blutzucker nicht oder kaum ansteigt und es gibt Kohlenhydrate, nach denen er deutlich ansteigt.

Kohlenhydrate sind vorhanden, aberauch Fett und Eiweiß
Hier ist der Fettanteil neben den Kohlenhydraten so hoch, dass sie den BZ nur langsam ansteigen lassen. Diese Portion enthält trotzdem 4-5 BE und viele Kalorien.

Je mehr Fett und Eiweiß und Ballaststoffe ein Nahrungsmittel enthält, umso langsamer werden die Zuckerstoffe vom Darm ins Blut resorbiert. Man spricht auch vom glykämischem Index. Er gibt an, in welchem Ausmaß die Nahrungsmittel den Blutglukosespiegel ansteigen lassen.

Gerade beim Diabetes Typ 2 können Mahlzeiten mit einem hohen glykämischem Index die Insulinresistenz begünstigen, da es ganz oft im Vorfeld eine Phase der vermehrten Insulinausschüttung gibt.

Mahlzeiten mit hohem glykämischem Index lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen, was eine erhöhte Insulinausschüttung bewirkt.
Reiner Traubenzucker entspricht 100% und gilt als Berechnungsgrundlage, um die anderen Kohlenhydrate zum Vergleich berechnen zu können, wie ihre Wirksamkeit beim Blutzuckeranstieg sich bemerkbar macht.

Bei einer Low Carb Ernährung sollten diese Kohlenhydrate stark eingeschränkt werden, denn diese Menschen wollen Gewicht verlieren. Insulin hat aber nicht nur den Vorteil, dass es den Blutzuckerspiegel senkt, sondern hat auch die Nebenwirkung, dass es als Dickmacher-Hormon gilt. Insulin schickt die Fettmoleküle sofort in die Fettzellen und schließt sie dort ein. 🙁

Ganz einfach ausgedrückt kann man sich merken, dass Obst und Milchprodukte langsamer den Blutglukosespiegel ansteigen lassen als Brot, Kartoffeln und Reis.

90% – 100%:

  • Malzzucker, Honig, Instantreis, Kartoffelpüree, Cornflakes, Cola

50% – 90% :

  • Graubrot, Weißbrot, Knäckebrot, Kräcker,
  • Milchreis, Fertigmüsli, Puddingpulver, Salzkartoffeln
  • Biskuit, Plätzchen, Sandkuchen, Weizenmehl,
  • Bier, ungesüßte Obstsäfte
  • Haferflocken, Haushaltszucker,
  • Pumpernickel, Vollkornbrot

30% – 50%:

  • Milch, Joghurt, Obst, Nudeln, Eiscreme, Schokolade

Gemüse enthalten – außer Kartoffeln und Zuckermais – Kohlenhydrate, die insulinunabhängig verstoffwechselt werden. Sie müssen nicht berechnet werden, wenn sie in normalen Portionsgrößen verzehrt werden.

Nüsse müssen auch nicht berechnet werden, obwohl sie Kohlenhydrate enthalten. Der Blutzucker steigt nur unerheblich an, weil sie wegen des hohen Fettgehalts nur langsam verdaut werden. Aber Vorsicht: sie enthalten sehr viel Kalorien.

Diabetes – eine zunehmende Häufigkeit

Diabetes hat inzwischen Epidemie artige Ausmaße angenommen.

Diabetes schluckt jährlich 90 Milliarden Euro an Kosten für Prävention und Behandlung dieser Krankheit.

Man unterteilet den Diabetes in zwei große Gruppen, den insulinpflichtigen Typ 1, wo meistens eine Autoimmunerkrankung zugrunde liegt und den Typ 2 Diabetes, der ganz oft durch Bewegungsmangel und Übergewicht hervorgerufen wird.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die OECD, zu denen europäische Länder und Nordamerika zählen, schätzen die momentane Anzahl der Menschen mit Diabetes auf über 83 Millionen. Nach Schätzungen könnte sich die Zahl bis ins Jahr 2030 auf über 100 Millionen erhöhen.

Allein in Deutschland sind über sieben Millionen Menschen Diabettiker, doch man vermutet die Dunkelziffer wesentlich höher.

90% der sieben Millionen sind am Typ 2 erkrankt, den man früher auch gerne „Altersdiabetes“ nannte. Die Anzahl der Jugendlichen, die wegen ihres Übergewichts an einem Diabetes Typ 2 erkrankt, hat sich in den letzten Jahren verfünffacht. Das sind fast ausschließlich Jugendliche, wo bereits Eltern oder Großeltern einen Diabetes hatten.

Diabetes nimmt zu
Wegen Bewegungsmangel hat sich der Diabetes Typ 2 bei Jugendlichen verfünffacht

Hier sollte also größte Bedeutung auf die Ernährung gelegt werden und einem Bewegungsmangel vorgebeugt werden.

Die Wahrscheinlichkeit, einen Typ 1 Diabetes zu entwickeln, ist viel geringer, nimmt aber auch stetig zu. Es gibt eine gewisse genetische Veranlagung. Wenn zu dieser Veranlagung nun auch noch gewisse Auslösemechanismen dazukommen wie Virusinfektionen oder medikamentöse Behandlungen, die das Immunsystem beeinflussen, dann steht der Entstehung an Diabetes Typ 1 zu erkranken nichts mehr im Wege.

Diese genetische Veranlagung ist durch sogenannte spezielle Eiweißstrukturen auf unseren weißen Blutkörperchen bedingt, die man als „menschliche Lymphozytenantigene“, (human leukocyte antigens, HLA) bezeichnet. Jeder Mensch besitzt diese HLA, sie sind aber wie unser Fingerabdruck bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt.

So besteht bei Menschen mit dem Typ HLA-DR3-DQ2 oder HLA-DR4-DQ8 eine genetische Veranlagung zur Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ 1. 90% der Patienten haben eines dieser genetischen Merkmale. Allerdings kommen diese Merkmale auch bei gesunden Menschen vor. Sie bestimmen also nicht zwangsweise das Schicksal, an Diabetes zu erkranken. Wenn beide Typen HLA-DR3-DQ2 und HLA-DR4-DQ8 vorhanden sind, liegt die Wahrscheinlichkeit einen Diabetes zu entwickeln um das 200fache höher.

Für die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, ergeben sich vererbungsbedingte Risiken, ohne die genetischen Merkmale zu kennen:

  •  ist ein Elternteil erkrankt, so steigt das Risiko um 3 %, an Diabetes zu erkranken
  •  sind beide Elternteile an Diabetes erkrankt, steigt das Risiko um 10 % – 20 %
  •  ist ein Geschwisterkind an Diabetes erkrankt, steigt das Risiko um 3 % bis 7 %
  •  bei einem Zwillingsgeschwisterkind steigt die Wahrscheinlichkeit um 20 % bis 30 %
  •  bei einem eineiigen Zwillingsgeschwisterkind steigt das Risiko um 30 % bis 50 % zu erkranken

Aber auch wenn niemand in der Familie an Diabetes erkrankt ist, liegt die Wahrscheinlichkeit noch bei 0,4 %, einen Diabetes Ty1 zu entwickeln.

Die Problematik des unbehandelten Diabetes liegt in dem Auftreten von Folgeerkrankungen, die nach Jahren auftreten können, wenn der Blutzuckerspiegel über längere Zeit erhöht bleibt. Betroffen sind dann vor allen Dingen die kleinen Gefäße, was sich an Augen, Nerven und Nieren bemerkbar macht, wodurch wiederum neue Kosten entstehen und weitere Zweiterkrankungen behandelt werden müssen. Herzinfarkt, Schlaganfall, Netzhautstörungen, Nierenschwäche und Erektionsstörungen sind die häufigsten Begleiterkrankungen.

Die direkten Kosten, die durch den Diabetes und die Folgeerkrankungen entstehen, betragen jährlich über 50 Milliarden Euro mit einer jährlichen Steigerung von über 20 Prozent.

Bewegung ist wichtig

Bewegung trägt zur Gesundheit bei.

Bewegung hat inzwischen mehr Bedeutung für unsere Gesundheit als das Aufhören mit dem Rauchen.

Bewegung ist wichtig
Öfter aufstehen und sich Bewegung verschaffen, fördert die Gesundheit

Wir sitzen einfach viel zu viel herum, ob vor dem Fernseher, am PC oder im Büro. In Amerika hat man nur sogar für das lange Herumsitzen und die daraus resultierenden Gefahren einen eigenen Krankheitsnamen kreiert: Sitting-Disease, die Sitzkrankheit.🙂

Die Vorteile von sportlicher Bewegung erkennen die meisten leider erst oft zu spät. Man fängt damit an, wenn man muss. So haben zum Beispiel 70% der Menschen Kreuzschmerzen, zum Glück oft harmlose Ursachen. Doch Schonung ist hier genau falsch. Durch gezielte sportliche Muskelübungen können die Rückenmuskeln gestärkt werden, was die Beschwerden verhindern oder zumindest verbessern könnte.

Auch bei der so oft leichten essentiellen Hypertonie (Bluthochdruck ohne organische Ursache) kann Ausdauersport Wunder wirken, so dass die Betroffenen keine Medikamente zur Blutdrucksenkung benötigen. In vielen Studien konnte man feststellen, dass sich der obere, systolische Blutdruckwert um 7-10 mmHg oder sogar noch mehr senken ließe, wenn die sportliche Aktivität regelmäßig ausgeübt werden würde.

Aber wie bei so vielen Dingen, bemerkt man eine Verbesserung nur bei Regelmäßigkeit. Ab und zu etwas Bewegung bringt nichts. Es sollten schon mindestens dreimal die Woche für 30 bis 40 Minuten Ausdauersportarten betrieben werden. Geeignet sind da Sportarten wie Nordic Walking, Wandern, Radeln, Schwimmen, Joggen und Golfen.

Aber es passiert noch mehr durch Bewegung in unserem Körper:

  •  die Durchblutung wird verbessert,
  •  das Herzinfarktrisiko senkt sich,
  •  eine bessere Konzentration und gesteigerte Lernfähigkeit wird erreicht,
  •  Stress kann besser abgebaut werden,
  •  eine bessere Fettverbrennung findet statt,
  •  entzündungshemmende Botenstoffe werden freigesetzt,
  •  man bekommt stabilere und dichtere Knochen,
  •  die Gelenkknorpel werden besser mit Nährstoffen versorgt, so dass der Verschleiß nicht so heftig ist
  •  man erreicht eine bessere Kondition, die im Alltag immer hilfreich sein kann.

Was hindert eigentlich jemanden daran, sich genügend Bewegung zu verschaffen? Laut Umfrage der GfK Marktforschung im Januar und Februar 2011 kam unter 889 Befragten Folgendes heraus:

1. Bequemlichkeit 50,7 %
2. keine Zeit 28,8 %
3. Müdigkeit 25,6 %
4. fehlender Spaß 22,6 %
5. Gesundheitsprobleme 18,9 %
6. Alter 18,5 %
7. Verletzungsangst 5,7 %

Neuste Studien haben feststellen können, dass Inaktivität sogar schädlicher ist als Rauchen. Es gibt doppelt so viele Todesfälle, die wegen fehlender Bewegung verantwortlich sind als durch Übergewicht. 🙁

Also den inneren Schweinhund überwinden und auf zu mehr Bewegung. Unser Körper dankt es uns.