Diabetiker als Risikogruppe

Nun bei einem schlecht eingestellten Diabetes, also erhöhten Blutzuckerwerten oder bei einem noch nicht diagnostizierten Diabetes ist mit Sicherheit Vorsicht geboten. Hohe Blutzuckerkonzentrationen im Blut sind schädlich für die Gefäße und fördern die gefürchteten Folgeerkrankungen.

In Zeiten der Corona Pandemie werden die Diabetiker immer wieder als Risikogruppe zitiert. Aber trifft das auch wirklich zu?

Nun bei einem schlecht eingestellten Diabetes, also erhöhten Blutzuckerwerten oder bei einem noch nicht diagnostizierten Diabetes ist mit Sicherheit Vorsicht geboten. Hohe Blutzuckerkonzentrationen im Blut sind schädlich für die Gefäße und fördern die gefürchteten Folgeerkrankungen.

Deshalb wird immer noch der HbA1c Wert bestimmt. Dieser Wert ist ein Bestimmungswert, wie viel Zucker sich in den letzten sechs bis acht Wochen an das Hämoglobin (Hb), den „roten Blutfarbstoff“ geheftet hat. Mit dem HbA1c-Wert kann also eine Aussage über die Qualität der Blutzuckereinstellung der letzten Wochen gesagt werden.

Auch bei gesunden Menschen befindet sich Zucker im Blut, er ist nur nicht so hoch wie bei Diabetikern. Bei gesunden Menschen sind ungefähr fünf Prozent der Hämoglobinteilchen „verzuckert“, also liegt der HbA1c-Wert bei 5%. Sind also mehr Hämoglobinmoleküle verzuckert, so bekommen auch die Gefäße in den Organen mehr Zucker ab, was zu Spätfolgen führen kann. Besonders betroffen sind alle kleinen Gefäße wie an den Augen (Retinopathie), den Nieren (Nephropathie), an Beinen und am Herzen.

Je jünger man allerdings ist, umso mehr sollte man eine normoglykämische Einstellung anstreben.

Eine Senkung des HbA1C-Wertes um nur 1% reduziert die Schäden an den kleinen Gefäßen, wie zum Beispiel den Augen oder den Nieren um 35%. Bei diabetischen Folgeerkrankungen senkt sich das Risiko um 21% und die Wahrscheinlichkeit, einen Herzinfarkt zu bekommen, wird um 18% gesenkt.

Je optimaler der Blutzuckerwert ist, um so weniger ist mit Komplikationen zu rechnen. Gut eingestellte Diabetiker sind keine Risikogruppe.

Was aber schon viel früher als die gefürchteten Spätfolgen auftreten kann, sind Depressionen.

Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. In Deutschland leiden über vier Millionen Menschen daran, das sind 5-10% der Gesamtbevölkerung. Und die Wahrscheinlichkeit, an einer Depression zu erkranken, liegt bei Diabetikern achtmal höher. 🙁

Depressionen können sich sehr unterschiedlich äußern und sind erst seit einigen Jahren kein Tabuthema mehr.
Die Ursachen der Entstehung von Depressionen sind multifaktoriell, das bedeutet, es gibt unterschiedliche Entstehungsbedingungen. Man geht von einer genetischen Disposition aus, was bedeutet, dass das Risiko zunimmt, eine Depression zu entwickeln, je höher der Verwandtschaftsgrad zu einer bereits erkrankten Person ist.

Eine andere Vermutung ist ein Ungleichgewicht im Neurotransmittersystem. Hier spielen Serotonin und Noradrenalin eine große Rolle. Während einer depressiven Phase befinden sich nicht ausreichend Serotonin und Noradrenalin im synaptischen Spalt von Nervenzellen im Gehirn.
Depressionen sind sehr belastend und können den normalen Alltag sehr erschweren.

Beim Diabetes kommt hinzu, dass die alltäglichen Belastungen wie seinen Blutzucker regelmäßig kontrollieren, Kohlenhydrate der Insulinmenge anpassen und aufpassen, nicht in eine Unterzuckerung zu kommen, schon Herausforderung genug sind. Für viele ist es ein Leben mit eingeschränkter Lebensqualität, auch wenn jedem Diabetiker erzählt wird, er könne völlig normal leben. Es wird zwar immer leichter mit den neuen CGM (kontinuierliche Glukosemessung), aber die Angst vor Erwerbsunfähigkeit oder Spätfolgen bleibt. 🙁

Ich kann mir vorstellen, dass auch momentan die Corona Situation dazu beiträgt, depressiv zu werden. In allen Medien geht es momentan nur noch um COVID-19 und es werden schreckliche Szenarien in Krankenhäusern gezeigt. Dass bei den meisten Menschen die Infektion harmlos abläuft, wird nur am Rande erwähnt. Im Kopf hängen bleibt die Angst.

Andere Faktoren für die Entstehung von Depressionen können psychoreaktive Faktoren sein. Stress auslösende Lebensumstände oder Lebensereignisse können den Ausbruch einer Depression begünstigen, aber auch Angst.
Viele Patienten mit Depressionen berichten, dass immer ein einschneidendes Lebensereignis stattgefunden hat, bevor sich eine Symptomatik zeigte. Die Diagnose Diabetes ist definitiv so ein Erlebnis.

Nutzen Sie den Kontakt…

Ketoazidose – ein lebensbedrohlicher Zustand

Ketoazidose beschreibt den Zustand des übersäuerten Blutes infolge von Insulinmangel.

Kein Typ 1 Diabetiker möchte diesen Zustand erleben und dennoch kann es vorkommen, wenn auch zum Glück nur sehr selten.

Die Ketoazidose kann sich sehr rasch entwickeln und zu einem diabetischen Koma entwickeln.

Deshalb ist es wichtig, dass man die Alarm Symptome frühzeitig erkennt und auch Angehörige des Diabetikers sich damit auskennen.

Es herrscht immer ein Insulinmangel, egal ob der Grund eine Infektion ist oder man schlicht und ergreifend den Bolus fürs Essen vergessen hat. 🙂

Wenn der Körper wegen des Insulinmangels nicht auf den Zucker greifen kann, um an Energie zu kommen, nimmt er sich die Fettreserven. Diese Fettreserven werden nicht vollständig abgebaut und es entstehen Ketonkörper. Man könnte meinen, dass das eine tolle Möglichkeit zum Abnehmen ist, doch eine Ketoazidose ist lebensbedrohlich und gehört auf die Intensivstation. Es kommt zu einer Verschiebung des Kaliums im Blut, was zu Herzrhythmusstörungen führen kann.

Typische Symptome einer Ketoazidose:

  •  Übelkeit und Erbrechen (man tippt oft auf eine Magenverstimmung)
  •  Bauchschmerzen, die oft anders gedeutet werden
  •  Starker Durst und damit verbunden häufiges Wasserlassen (der Körper trocknet aus)
  •  Der Atemgeruch riecht säuerlich wie Äpfel oder Nagellackentferner
  •  Über eine vertiefte Atmung versucht der Körper die Säuren abzuatmen (Kußmaul-Atmung)
  •  Man wirkt benommen und schläfrig, teilweise auch oft nicht mehr ansprechbar (jetzt sollte spätestens der Notarzt gerufen werden)
  •  Beschleunigter Puls
  •  Sehstörungen, ähnlich wie bei starken Hypoglykämien
  •  Wenn gemessen werden kann, sind Ketonkörper im Urin und Blut nachweisbar
  •  Der Blutzucker liegt oberhalb von 350 mg/ dl bzw. 19,4 mmol/l

Gut geschulte Diabetiker sollten selbständig in der Lage sein, rechtzeitig diese Situation in den Griff zu bekommen. Voraussetzung für eine Selbstkorrektur ist, dass der Diabetiker bewusstseinsklar ist und sich die Ketoazidose im Anfangsstadium befindet.

WasserViel trinken ist wichtig, um den Körper vor der Austrocknung zu schützen.

Bei Pumpenbenutzung ist zu kontrollieren, ob am Schlauch oder bei der Technik der Pumpe alles in Ordnung ist. Insulinkorrektur mit kurzwirkendem Insulin lieber mit einen Pen vornehmen und auf jeden Fall einen neuen Katheter legen.

Bei den Insulinkorrekturen bestehen die unterschiedlichsten Schemata je nach Schulung und Arzt. 😉

Auf jeden Fall muss bei einer Ketoazidose die doppelte Insulin Korrekturmenge gegeben werden. Alle drei Stunden Blutzuckerkontrolle mit erneuter 50% erhöhter Korrekturmenge so lange weitergeben, bis die erste Unterzuckerung stattgefunden hat. Dieser Drei-Stunden-Abstand ist auch nachts einzuhalten und kann ganz schön belastend werden. Es kostet etwas Überwindung bei einem normal gemessenen Blutzucker erneut wesentlich mehr Insulin zu spritzen.

Aber was  können Auslöser für eine derartige Entgleisung sein?

  •  Fehlendes Insulin vor der Diagnosestellung Diabetes Typ 1
  •  Pumpendefekt ohne Alarm Funktion
  • Ketoazidose Katheter Defekt (Insulin wird abgegeben, kommt aber nicht im Subkutangewebe an)
  •  Zu geringe Insulinmenge bei Infekten oder vor Operationen (auch im nüchternen Zustand benötigt der Diabetiker Insulin. Man kann es nicht einfach weglassen. Jede Operation ist ein Stressfaktor für den Körper und es wird eher mehr Insulin benötigt)

Erfolgreich abnehmen

erfolgreich abnehmen
Gewichtsverlust auf der Waage ist oft nur Wasserverlust und Abbau von Muskelmasse

Erfolgreich abnehmen will jeder, der sich dazu entschlossen hat, Gewicht zu verlieren.
Die unterschiedlichsten Diäten sind auf dem Markt. Jede verspricht, innerhalb eines bestimmten Zeitraums, an Gewicht zu verlieren. Dabei ist Gewicht, also die niedrigere Gewichtsanzeige auf der Waage gar nicht so ausschlaggebend, denn in den ersten Tagen verliert der Körper Wasser und trennt sich vorrangig vom Muskelgewebe. Doch Muskeln sind enorm wichtig für die Fettverbrennung. Nur über Muskelkraft kann Fett verbrannt werden.

Erfolgreich abnehmen sollte also bedeuten, Fett zu verlieren und nicht Muskelmasse.

Ich selber habe auch schon viel ausprobiert und musste immer wieder feststellen, wenn man nicht langfristig seine Ernährungsgewohnheiten verändert, so wird jedes verlorene Kilo doppelt und dreifach wieder zugenommen. Viele kennen den sogenannten Jo-Jo Effekt.

Ich habe mir die Mühe gemacht, nachzuforschen, was es so alles als Mitbewerber auf dem Markt gibt, denn ich bin absolut von Bodykey by Nutrilite überzeugt, denn damit habe ich über 10 kg abgenommen, Muskelmasse aufgebaut (und das nachweislich durch Fettmessung im Studio) und ganze drei Konfektionsgrößen verloren. 😉

Abnehmen
Abnehmen mit Bodykey by Nutrilite ist einfach und macht Spaß

Auch mein Mann konnte gezielt erfolgreich abnehmen ohne zu fasten und auf Lieblingsspeisen verzichten zu müssen.

Nun Fakt ist, dass jede Diät nur so gut funktionieren kann, wenn man sie lange genug und konsequent durchhält. Aber die meisten Diäten funktionieren nur bedingt oder gar nicht, weil…

1.…sie nicht auf den individuellen Stoffwechseltypen eingehen,
2.… man Lebensmittel essen soll, die man nicht mag,
3.… die Berechnungen zu kompliziert sind,
4.… die Portionen nicht passen,
5.… die Kalorienzählerei zu nervig ist
6.… man doppelt kochen muss, wenn in der Familie nicht alle mitmachen

Eigentlich sind Diäten nicht zum Abnehmen gedacht sondern bei einer Diät handelt es sich um eine Ernährungsweise, die bestimmte Nahrungsmittel auslässt, weil die entsprechende Person damit Gesundheitsprobleme bekäme. So gibt es Diäten bei Nierenerkrankungen, wenn es um Eiweißeinschränkungen geht oder bei bestimmten Allergien und Unverträglichkeiten gegen Gluten oder Laktose.

Wer erfolgreich abnehmen will, sollte eine gesunde Ernährungsform wählen.

Ich möchte einige der bekanntesten Diäten näher ansehen und genauer beschreiben wie zum Beispiel:

• Weight Watcher
• Abnehmen mit Spaß und Vernunft von den Krankenkassen
• Low Carb und Slow Carb
• pegane Ernährung
• Schlank im Schlaf
• Paradies Diät
• HCG Diät
• Online Diät-Programme
• Bodykey by Nutrilite

Das wohl bekannteste Konzept zum Abnehmen ist das der Weight Watchers. Von einer amerikanischen Hausfrau Jean Nidetch im Jahre 1963 ins Leben gerufene Prinzip schwappte 1970 nach Deutschland und immer noch werden Punkte gezählt und für besondere Anlässe angesammelt.

Punkte zählt man beim Würfeln

Die Rezepte sind überwiegend fettarm, eiweißreich und die Kohlenhydrate sollten ballaststoffreich sein. Je nach Alter, Geschlecht, Gewicht und Größe wird eine bestimmte Menge an Punkten ermittelt, die über den Tag verteilt verzehrt werden dürfen. Wer diese Punkte nicht überschreitet, sollte abnehmen können. Eigentlich bei der Ernährungsform nicht verwunderlich. Für ganz Bequeme gibt es inzwischen auch fertige Weight Watcher Gerichte mit Punkteangaben zu kaufen.
Gegenseitige Motivation durch Gruppentreffen sollen Gleichgesinnte ermuntern mitzumachen. Inzwischen ist dieses Programm natürlich auch online ohne Gruppentreffen auszuüben. Aber wer möchte schon permanent Punkte zählen? 🙁

Erfolgreich abnehmen geht auch mit den Krankenkassen. Ihr Programm lautet „Abnehmen mit Spaß und Vernunft“ In drei Schritten soll der Teilnehmer lernen und erkennen, warum er übergewichtig ist, indem ihm falsche Ernährungsgewohnheiten klar gemacht und Alternativen aufgezeigt werden. Die Teilnehmer führen ein Ernährungstagebuch, um zu erkennen, wo die Fehler liegen. Warum kommt es zu Heißhungerattacken, zu welchen Zeiten esse ich am meisten und wo kann ich was verändern?

Für mich ist es immer erstaunlich, wie wenig die Menschen sich Gedanken darüber machen, was sie so täglich essen und dass in ihrem Essen kaum noch ein Nährwert vorhanden ist. Für ganz Unwissende sollte nach drei Monaten klar sein, wo die Fallen sind und jeder sollte seine Ernährungsgewohnheit im Griff haben.

Erfolgreich abnehmen ist natürlich auch mit bestimmten Ernährungsformen möglich. Und wenn man sich diese Zutaten ansieht, liegt es auf der Hand, dass man abnimmt. Denn mit diesen Nahrungsmitteln kann man unmöglich zunehmen.

Sehen wir uns die Low Carb Diät oder den neuen Trend Slow Carb an:

Hier werden ausschließlich angsame Kohlenhydrate verzehrt, die überwiegend nur aus Ballaststoffen bestehen, die wir nicht verdauen können. Sie ist auch bekannt als „Tim Ferriss-Diät“ oder „4 Stunden Körper Diät“.

Diese Ernährungsform soll den Stoffwechsel aktivieren und die Fettverbrennung fördern, weil der Insulinspiegel niedrig gehalten wird. Diese Diät ist bei insulinpflichtigen Typ 1 Diabetikern schon mal nicht geeignet, da auch ohne Kohlenhydrataufnahme der Blutzucker abweichen kann und mit Insulin korrigiert werden muss. Die Fettverbrennung wird also jedes Mal unterbrochen. 🙁

Wenn also auf Zucker, Obst (denn es enthält Fruchtzucker), Brot, Reis, Nudeln, Kartoffeln, paniertes Fleisch und Fisch verzichtet werden muss, was bleibt dann noch übrig, womit man zunehmen könnte?

Ähnlich erfolgreich abnehmen kann man auch mit der „Schlank im Schlaf“ Diät nach Dr. Detlef Pape. Hier handelt es sich um eine Insulin-Trennkost, indem abends auf Kohlenhydrate verzichtet wird. Da nachts die Regenerationsprozesse im Körper auf Hochtouren laufen, bezieht der Körper seine Energie aus den Fettzellen. Abends soll nur Eiweiß gegessen werden.

Auch hier wird jeder Mensch, der an einem Typ 1 Diabetes leidet, ganz schnell feststellen, dass eiweißreiche Mahlzeiten ebenso eine Insulinmenge bedürfen. Jeder stoffwechselgesunde Mensch sollte mit dieser Diät im Schlaf abnehmen.

                                                                                                                      Fortsetzung folgt

Ketoazidose

Ketoazidose ist eine lebensbedrohliche Situation.

Ketoazidose tritt bei nicht behandeltem Diabetes Typ 1 mit absolutem Insulinmangel auf.

Diabetes ist inzwischen zu einer Epidemie geworden, doch von den über sieben Millionen Diabetikern sind 90% davon Typ 2 Diabetiker.

Auch immer mehr Jugendliche erkranken am Typ 2 Diabetes auf Grund von Übergewicht und Bewegungsmangel. In den USA hat dieser Trend in den letzten acht Jahren um 31 Prozent zugenommen. In Deutschland hat sich der Anteil der stark übergewichtigen Kinder von 1985 bis 2009 immerhin schon verdoppelt. 🙁

Aber auch der Typ 1 Diabetes nimmt immer mehr zu, daher sollte man die Symptome erkennen, um rechtzeitig zu behandeln, damit es nicht zu einer Ketoazidose kommt.
Bis zum Jahre 2020 rechnet man mit einem 70%igem Anstieg an Diabetes Typ 1 Erkrankungen bei Kindern unter 15 Jahren.

Zurzeit leben in Deutschland 30.500 Typ 1 Diabetiker im Alter von unter zwanzig Jahren. Statistisch gesehen erkrankt jedes 800ste Kind an Diabetes.

Von einer Ketoazidose spricht man, wenn wegen Insulinmangels der Blutzucker in besorgniserregende Höhen steigt. Während beim Typ 2 Diabetes der Blutzucker langsam ansteigt, weil noch genügend Insulin produziert wird, welches aber nur träge reagiert, ist beim Typ 1 Diabetes die Insulinproduktion in den Beta Zellen der Bauchspeicheldrüse zu 80% eingestellt. Man spricht auch von einer Autoimmunerkrankung.

Dauert der Zustand des Insulinmangels längere Zeit an und gerät der Stoffwechsel außer Kontrolle, stellt sich eine Übersäuerung, die Ketoazidose ein. Die Frühsignale sollten allen bekannt sein.

Anzeichen einer Ketoazidose sind:

  • der Blutzuckerspiegel ist weit über 250 mg/dl
  • der Atem riecht säuerlich wie Apfelmost oder wie nach Azeton im Nagellack.
  • verstärkte tiefe Ausatmung: die Kussmaul-Atmung: der Körper versucht durch gesteigertes Ausatmen von chemisch saurem Kohlendioxid (CO2) die Übersäuerung zu kompensieren (im Film hat man einen ph Wert von 6,3 gemessen)
  • verstärkter Durst, der im weiteren Verlauf als Folge der Übersäuerung zu einer Austrocknung führt
  • es kommt zu vermehrtem Wasserlassen, weil die Glucose in reichlich Flüssigkeit gelöst über die Nieren ausgeschieden wird. Die Ketonkörper werden in Form von Salzen mit dem Urin ausgeschieden.
  • zunehmende Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Übelkeit, so dass man oft an einen Magen-Darm-Virus denkt

Der österreichische Arzt Dr. Jäger hat mit dem Hobbyfilmer Gerald Tiefling einen Film zusammengestellt, den es sich lohnt, anzusehen.

 

Als man bei mir mit 11 Jahren einen Blutzucker von weit über 65o mg/dl  feststellte, waren die Behandlungsmöglichkeiten  nicht so einfach wie heute. 🙂

Ketoazidose
Insulinspritze mit Kanüle aus dem Jahre 1972

 

 

Diabetes-Warnhund

Diabetes-Warnhund – klingt interessant und scheint immer beliebter zu werden.

Diabetes-Warnhund kann eine Blutzuckermessung nicht ersetzen.

Was kann so ein Unterzucker-Warnhund? Er soll den Typ 1 Diabetiker vor einer Unterzuckerung warnen, wenn dieser die Wahrnehmung zu spät mitbekommt.

Diabetes-Warnhund
Ein Hund ist in erster Linie ein Haustier und kein Ersatz für Blutzuckermessungen

Sicherlich eine schöne Sache bei kleineren Kindern mit Diabetes, um auch den Eltern ein sicheres Gefühl in der Nacht zu geben.Der Diabetes-Warnhund schläft beim Kind. Nicht selten stehen Eltern Nacht für Nacht auf, um bei den Kindern den Blutzucker zu kontrollieren, weil eine Unterzuckerung eventuell nicht rechtzeitig wahrgenommen wird.

Der Diabetes-Warnhund schlägt Alarm, wenn der Blutzucker absinkt. Der feine Geruchssinn des Hundes nimmt wahr, dass sich bei einer Unterzuckerung der Schweißgeruch verändert.

Für mich stellt sich hier gleich die Frage, was ist, wenn man bei einer Hypo nicht schwitzt?

Erstmals las man 2000 im British Medical Journal von speziellen Hunden, die als „neuartiges Alarm System“ vorgestellt wurden. Ihre Namen waren Candy, Susie und Natt.

Heute gibt es inzwischen zahlreiche Hundeschulen, wo Hunde ausgebildet werden zu einem Diabetes-Warnhund.

Die Kosten für so einen Diabetes-Warnhund – und die sind mehrere Tausend Euro- werden nicht von den Krankenkassen übernommen. Die Alternative bei häufigen Unterzuckerungen mit Wahrnehmungsstörung könnte natürlich auch ein Gerät mit einer kontinuierlichen Glukosemessung sein, oft kombiniert mit einer Insulinpumpentherapie. So ein CGM-Gerät ist auch nicht billig, kann aber im begründeten Einzelfall von der Kasse übernommen werden.

Ein Diabetes-Warnhund kann in Frage kommen, wenn man sich sowieso einen Hund zulegen würde, weil man sich dann im Klaren ist, auf was man sich einlassen wird. 🙂

Man sollte sich vorher bestimmte Fragen stellen:

  • Passt ein Hund in mein Alltagsleben hinein?
  • Nehme ich mir Zeit für die tägliche Ausbildung?
  • Habe ich den Nerv, die Turbulenzen mit einem Welpen auf mich zu nehmen?
  • Wo wohne ich: Haus mit Garten oder Etagenwohnung zur Miete?
  • Lässt es Schule oder Beruf zu, täglich mehrmals Sparziergänge zu machen?
  • Will ich überhaupt, dass mich der Diabetes-Warnhund überall hin begleitet? (sonst gibt es keinen Sinn)

Trotz alledem bleibt so ein Diabetes-Warnhund ein eigenständiges Lebewesen und ist nicht wie ein Gerät zu betrachten, was in die Ecke gelegt werden kann, wenn es nicht mehr gebraucht wird. 🙁

Es muss wie jedes andere Haustier versorgt werden: morgens als erstes Gassi gehen, füttern, Zuwendung geben, im Alltagsleben integrieren, Tierarztbesuche etc.

Diabetes Typ 1 bei Kindern

In Deutschland leben 200.000 bis 300.000 Menschen, die an Diabetes Typ 1 leiden, darunter sind ca. 25.000 Kinder und Jugendliche betroffen.

Diabetes Typ 1 ist die seltenere Form der Diabetes Epidemie.

Kinder und Jugendliche, die täglich mehrmals Insulin spritzen müssen und vorher einen Blutzuckertest durchzuführen haben, um ihre genaue Insulinmenge zu berechnen. Und gemeint sind nicht die immer häufiger übergewichtigen Kinder, die im Laufe der Zeit eine Insulinresistenz bilden und den Diabetes Typ 2 entwickeln.

Die Rede ist von Diabetes Typ 1, einer Autoimmunerkrankung, wo der eigene Körper gegen sich Antikörper entwickelt und die Betazellen zerstört. Der Diabetes bricht aus und wird therapiebedürftig, wenn 80% des Inselzellgewebes bereits zerstört sind. So kann man es immer noch überall lesen. Wahrscheinlich ist aber nur ein geringer Teil der Betazellen defekt, was den Ausbruch der Krankheit Diabetes Typ 1 zur Folge hat.

Diabetes Typ 1 bei kleinen KindernBesonders tragisch ist es, wenn bei kleineren Kindern im Alter von zwei  bis drei Jahren der Diabetes Typ 1  diagnostiziert wird. Diese Kinder können noch nicht selbständig ihren Blutzucker testen und auch noch nicht ihr Insulin spritzen, das wird von den Eltern übernommen.

Aber Mitleid ist hier nicht angesagt, denn im Grunde werden die Kinder damit groß und kennen es nicht anders und nur für einen Außenstehenden klingt es immer tragisch.

Ich rede da aus eigener Erfahrung, denn ich war elf Jahre, als bei mir der Diabetes Typ 1 diagnostiziert wurde. Allerdings in einer Zeit, die man sich heute nicht mehr vorstellen kann. In den 70er Jahren gab es wenige typische Diabetiker Produkte, die zwar furchtbar schmeckten, aber ein Ersatz für Süßigkeiten waren. Inzwischen sind diese Produkte zum Glück vom Markt genommen worden.

Heute ist jeder Diabetiker in der Situation, dass er sofort in wenigen Sekunden seinen Blutzucker selber bestimmen kann. 1972 war man weit davon entfernt, ein eigenes Blutzuckermessgerät zu haben. Auch die individuelle Insulinanpassung gab es noch nicht und man hatte einen strengen Diätplan einzuhalten.

Man stelle sich folgende Situation vor:

Morgens um 6:45Uhr klingelt der Wecker. Ein elfjähriges Mädchen steht auf und macht sich fertig für die Schule. Sie muss allerdings an mehr denken, als nur sich zu waschen und anzuziehen. Ein morgendliches Ritual, was inzwischen zur Gewohnheit geworden ist. Wenn andere einfach auf die Toilette gehen, muss sie ihren Urin in einem Glas auffangen. Mit einer Pipette wird sie nun einige Tropfen Urin mit Wasser verdünnt in ein Reagenzglas geben. Das Mischverhältnis muss genau eingehalten werden, weil sonst das Ergebnis verfälscht ist. Nun wirft das Mädchen eine Tablette hinein, die in einem luftdicht verpackten Röhrchen aufgehoben wird. Es beginnt ein fürchterliches Schäumen in dem Reagenzglas. Nach einigen Sekunden hat sich die Flüssigkeit verfärbt: gelb bis orange oder grün bis ins dunkelblau gehend sieht die Flüssigkeit nun aus und wird mit einer Farbskalar auf dem Tablettenröhrchen verglichen. Das Mädchen weiß nun, wie viel Zucker es mit ihrem Urin über Nacht ausgeschieden hat. Waren es 1% oder 5% oder zeigt die Farbskalar an, dass alles negativ ist? Danach wird das lebenswichtige Insulin aufgezogen. Vorsichtig mit einer Pinzette hantierend setzt sie den Glaszylinder und den Kolben zusammen und setzt eine Nadel auf. Aus einer kleinen 10 ml-Flasche zieht sie ein trübe Flüssigkeit auf, die sie vorher in ihren Händen durch rollen gemischt hatte. Auf der Spritze sind kleine und größere Striche eingezeichnet. Jeder kleine Strich bedeutet, dass vier internationale Einheiten von der Flüssigkeit in die Spritze aufgezogen wurden. Die Menge ist genauso berechnet, dass sich nun der Blutzuckerspiegel des Mädchens für den ganzen Tag  im normalen Bereich befindet, vorausgesetzt  sie hält sich an die Diätvorschriften und bewegt  sich nicht außergewöhnlich mehr. Eine ¾ Stunde später kann das Mädchen frühstücken. So lange braucht das Insulin, um seine optimale Wirkung entfalten zu können.

 

Wenn man das heute einem Kind im Alter von fünf bis zehn Jahren vorliest, bei dem der Diabetes Typ 1 diagnostiziert worden ist, wird es das nicht verstehen können, so wie die Kinder von heute auch fast schon keinen Walkman mehr kennen. 😉

Trotzdem wünscht sich jeder, dass diese Krankheit mal geheilt werden kann. Und ab und zu liest man ja auch von irgendwelchen bahnbrechenden Erfindungen, die an Mäusen ausprobiert wurden und  dann in ferner Zukunft mal auch für Menschen möglich sein könnten.

Jedoch sagte man mir schon vor 30 Jahren, dass es demnächst bahnbrechende Veränderungen geben wird. Und was man feststellen kann, sind neue noch schnellere Messgeräte, genauere Blutzuckerüberwachungen und leichtere digitale Übertragungen und Dokumentationen. Alles sind nette Dinge, die den Diabetes verwalten und managen. Doch es bleibt nach wie vor bei der Behandlung von Diabetes Typ 1, von Heilung ist man meilenweit entfernt.

Wenn man dann liest, wo die Millionen von Forschungsgeldern hingehen, könnte man weinen.

Vitamin D Mangel kann Diabetes Typ 1 auslösen

Vitamin D Mangel und Diabetes Typ 1 scheinen im Zusammenhang zu stehen

Vitamin D Mangel hat man nun festgestellt soll die Entstehung eines Typ 1 Diabetes begünstigen.

In Deutschland leben mehr als sieben Millionen Menschen mit Diabetes, davon sind 5% bis 10% am Typ 1-Diabetes erkrankt. Über die Auslöser gibt es verschieden Spekulationen.

Beim Typ 1 Diabetes  ist eine Fehlfunktion des Immunsystems daran schuld, dass sich die körpereigene Abwehr fälschlicherweise  gegen die eigenen Beta-Zellen richtet, diese teilweise zerstört und somit die Insulinproduktion ungenügend wird. Beim Typ 1 Diabetes ist unbedingt als Therapie das Zuführen von Insulin notwendig, meist als intensivierte Insulintherapie oder Pumpentherapie.

Es gibt eine gewisse genetische Veranlagung, an Diabetes Typ 1 zu erkranken. Wenn zu dieser Veranlagung nun auch noch gewisse Auslösemechanismen dazukommen wie Virusinfektionen oder medikamentöse Behandlungen, die das Immunsystem beeinflussen, dann steht der Entstehung der Erkrankung nichts mehr im Wege.

Vitamin D unterstützt neben Vitamin C und Zink das Immunsystem, so dass Infekte weniger Chancen haben.

Sehen Sie hier, wie Sie Ihr Immunsystem zusätzlich stärken können.

Diese genetische Veranlagung ist durch sogenannte spezielle Eiweißstrukturen auf unseren weißen Blutkörperchen bedingt, die man als  „menschliche Lymphozytenantigene“, (human leukocyte antigens, HLA) bezeichnet. Jeder Mensch besitzt diese HLA, sie sind aber wie unser Fingerabdruck bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt.

In meinem E-Book „Diabetes ist doch heilbar“ gehe ich da genauer darauf ein.

Wenn  Vitamin D Mangel ein zusätzlich begünstigter Faktor ist, dann werden  in ferner Zukunft wesentlich mehr Typ 1 Diabetiker aufzufinden sein.

Eine amerikanische Studie hat bei einer Untersuchung an 2.000 Soldaten gezeigt, dass bei niedriger Vitamin D Konzentration im Blutserum  über die Hälfte der Teilnehmer nach der Blutabnahme bis zu einem Zeitraum von zehn Jahren danach an Diabetes Typ 1 erkrankte. Das ist auf jeden Fall erschreckend viel und kann kein Zufall sein.

Was ist aber nun eine niedrige Konzentration? Nun in dem Fall der Soldaten lag die Vitamin D Konzentration im Blutserum zwischen 50 nmol/l und 100 nmol/l. Diejenigen, die weniger als 43 nmol/l an Vitamin D Konzentration aufwiesen, erkrankten 3,5 Mal häufiger an Diabetes Typ 1. Die Wissenschaftler errechneten nun, dass bei einer

Vitamin D Konzentration im Blut
Vitamin D Konzentration im Blut

Vitamin D Konzentration von mehr als 125 Nanomol pro Liter das Risiko, an Diabetes Typ 1 zu erkranken, um die Hälfte geringer wäre. Das sind erste Vermutungen, die natürlich mit weiteren Studien belegt werden müssen. Auf jeden Fall kann es nicht schaden, darauf zu achten, von Vitamin D genügend aufzunehmen durch die Ernährung.

Natürliche Quellen für Vitamin D sind fetter Fisch wie Hering und Makrele, Eigelb, Butter und Leber. Vielen Erwachsenen ist Vitamin D auch bekannt, weil sie in den 60er Jahren als Kind Lebertran bekommen haben, damit sich die Knochen gut entwickeln konnten. Ein extrem hoher Vitamin D Mangel führt im Kindesalter zu Rachitis.


Vitamin D ist auch als „Sonnenscheinvitamin“ bekannt, da es in der Haut gebildet werden kann, wenn die Vorstufen dazu den ultravioletten Strahlen der Sonne ausgesetzt sind. Daher ist es wichtig, sich genügend draußen in der Sonne aufzuhalten, damit kein Vitamin D Mangel entstehen kann. In nördlicheren Gegenden, wo die Sonneneinstrahlung geringer ist, kann daher auch öfter ein Vitamin D Mangel bestehen.

Und das ist das Problem, weil die Kinder und Jugendlichen der heutigen Generation nicht mehr so häufig ihre Aktivitäten nach draußen verlegen, und weil in fast allen Kosmetika und Tagescremen inzwischen ein Lichtschutzfaktor 15 vorhanden ist.

In Deutschland sind über sechzig Prozent der Bevölkerung nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt.

Die ungenügende Aufnahme über die Nahrung, das Benutzen von Lichtschutzfaktoren in Cremes und die immer weniger werdenden Freizeitaktivitäten  draußen führen zu einer Unterversorgung mit Vitamin D.

Daher haben sich die Ernährungsgesellschaften in Deutschland, Österreich und in der Schweiz zu einer Erhöhung des Vitamin D auf täglich 20 µg pro Tag ausgesprochen. Bisher ging man davon aus, dass 5 µg ausreichend wären.