Burnout, inzwischen eine Zivilisationskrankheit?

Burnout wird zu einer immer mehr zunehmenden Zivilisationskrankheit.

Burnout vermittelt, man hat sich überarbeitet, wogegen Depressionen als Schwäche interpretiert werden.

Immer mehr Menschen sind „ausgebrannt“, völlig erschöpft und nutzen ihre Freizeit, um sich zu erholen, damit sie für den Arbeitgeber wieder völlig leistungsfähig sind. Ist es nicht paradox, seine Gesundheit für einen Arbeitsplatz zu ruinieren, der dann sowieso wegrationalisiert wird, sobald es die wirtschaftliche Situation zulässt?

Die Arbeitssituation ist auch eines der Hauptgründe für das Burnout-Syndrom: wer Arbeit hat, ist gestresst, und wer keine Arbeit hat, ist wegen Zukunftsängsten gestresst. Was wird mit mir in der Zukunft? Kann ich meinen Lebensstandard halten und meinen Verpflichtungen nachkommen?

Die negativen Folgen der beruflichen Überbeanspruchung sind gemütsmäßige Erschöpfung und Leistungsabfall. Man sucht Rat bei einem Therapeuten, der nicht selten die Symptome von Burnout feststellen muss.

Gründe für die Überbelastung sind:

  • schlechte Arbeitsbedingungen
  • komplexere Arbeitsabläufe mit mehr Verantwortung
  • Zeitdruck
  • StressBurnout durch Stress
  • ein schlechtes Betriebsklima bis hin zum Mobbing
  • doppelte Belastung, ein Spagat zwischen Familie und Beruf

Aber auch privat können instabile Beziehungen und  Partnerschaftsprobleme dazu führen, dass die Sichtweise der Menschen pessimistisch wird und sich Symptome von Burnout entwickeln.

Nach einer Studie in den letzten Jahren waren mehr als 14 Prozent aller Krankschreibungen wegen Depressionen oder Burnout-Syndromen.

Muss es so weit kommen? Oft können Kleinigkeiten im richtigen Moment dazu beitragen, dass der letzte Weg zum Therapeuten nicht sein muss. Aber die werden leider nie in Erwägung gezogen. 🙁

Was oft leider zu spät erkannt wird, ist die Tatsache, dass man mit der richtigen Ernährung, die heute oft sehr schwer fällt, vieles verhindert werden kann oder entsprechend vorgebeugt werden kann.

Wer immer der Vater einer Krankheit war, die Mutter war die Ernährung.

In der Fachliteratur aus USA, England oder Frankreich  findet man immer mehr Hinweise und auch Nachweise, dass für eine Reihe von psychischen Erkrankungen ernährungsbedingte Mit-Ursachen bestehen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass aufgrund ungesunder Ernährungsgewohnheiten und zunehmender Umweltbelastungen ein Mangel an bestimmten Vitalstoffen, insbesondere der B-Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelementen im Körper zu Störungen des Immunsystems und auch des Gehirnstoffwechsels führen kann.

Eine entsprechende Ernährung mit ausreichend Vitamin B, Tryptophan und Coenzym Q-10 können unterstützend hilfreich sein. Wenn man die Zusammenhänge der Wirkung versteht, ist es auch logisch:

Zur Steuerung unserer Stimmung benötigt unser Gehirn den „Botenstoff“ Serotonin.  Unser Körper stellt Serotonin aus der Aminosäure L-Tryptophan her. Lebensmittel  mit viel Tryptophan sind beispielsweise Käse, Quark, Nüsse, Fisch und Fleisch. Das Gehirn nimmt Tryptophan allerdings leichter auf, wenn gleichzeitig auch  Kohlenhydrate verzehrt werden. Durch die erhöhte Menge an Kohlenhydraten schüttet die Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin aus. Das Insulin steigert dann wiederum die Aufnahme von neutralen Aminosäuren aus dem Blut in die Muskelzellen, mit Ausnahme des Tryptophans, das im Blut verbleibt. Das Blut transportiert dann das Tryptophan in das Gehirn, das daraus den Botenstoff Serotonin produziert. Allerdings spielt auch Vitamin B 6 eine große Rolle im Proteinstoffwechsel.

Also wer keine Gewichtsprobleme hat, sollte reichlich  Käse, Nüsse und  Schokolade verzehren. Leider kann sich das nicht jeder erlauben.

Wir dürfen nicht vergessen, dass Ernährung und die an uns herantretende Anforderungen nicht mehr im Gleichgewicht sind. Die Waagschale, in der Stress, Überbelastung, Fertiggerichte und Lebensmittelzusätze im Essen liegen, wird immer schwerer.  Unser Stoffwechsel benötigt aber immer mehr Nährstoffe, um optimal funktionieren zu können und die Defizite auszugleichen. Die Waagschale geht immer mehr in die eine Richtung herunter, ohne auf der anderen Seite nachzukommen.

Leider fehlt uns die rote Lampe wie beim Auto. Wenn die leuchtet, geht man sofort zum Kundendienst. Der Mensch verausgabt sich bis zur Erschöpfung und wundert sich über Ausfälle, und das bei einer äußerst schlechten Mikronährstoffzufuhr über die Ernährung.

Jedes Auto würde da viel früher stehenbleiben.