Vitamin E hilfreich bei rheumatischen Entzündungen

Vitamin E kann bei schmerzenden Gelenken sehr hilfreich sein.

Wenn unsere Gelenke verschleißen oder sich entzünden, kann jede noch so selbstverständliche Bewegung zur Qual werden. Oft wird dann die Diagnose Rheuma festgestellt.  In Deutschland sind mehr als zwölf Millionen Menschen von dieser Volkskrankheit betroffen.

Aber hinter dem Begriff Rheuma verbergen sich viele verschiedene Krankheitsbilder:

  1. Entzündungen von Gelenken wie chronische Polyarthritis, Arthritis, Morbus Bechterew

  2. Weichteilerkrankungen  können betroffen sein wie Sehnen, Muskeln und Unterhautfettgewebe

  3. Verschleiß von Gelenken wie man es kennt bei Arthrose an Knie, Hüfte oder Ellenbogen

  4. es gibt rheumatische Symptome, die als Folge von anderen Krankheiten wie bei der Gicht auftreten

Wenn auch die Ursachen sehr unterschiedlich sind, so haben alle eins gemeinsam: sie tun sehr weh. 20% aller Menschen, die an chronischen Erkrankungen leiden, bekommen noch zusätzlich depressive Störungen dazu.

Aber es muss nicht immer nur eine Erkrankung im späteren alter sein, viel Menschen in jüngeren Jahren hatten schon mal einen „Tennisarm“, bedingt durch längere Arbeiten am Computer in falscher Haltung. Die Ursachen sind noch immer nicht erforscht, obwohl pro Jahr mindestens 500 Millionen US-Dollar aufgebracht werden.

Die betroffenen Menschen stehen oft mit ihren schmerzen vor unlösbaren Problemen und bekommen als Therapie Schmerzmittel, die sogenannten „nicht-steroidalen Anti-Rheumatika“ (NSAR) verordnet, die zu den  meist verordneten Arzneimitteln zählen. Nun die Pharmaindustrie wird es freuen, denn ein chronischer Patient ist eine einträgliche Quelle. Deshalb ist es auch nicht so bekannt, dass es nebenwirkungsfreie Alternativmöglichkeiten gibt, wie das Vitamin E hochdosiert.

Omega-3 Fettsäuren in Fischölkapseln
Vitamin E als Ergänzung zur Therapieunterstützung

Vitamin E kann schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Einnahme von 12 Gramm Vitamin E. Das ist gerade über das Essen vielleicht zu erreichen, wenn man ausreichend Kohl und Spinat isst oder die Kalorienbomben Haselnüsse, Mandel und Pflanzenöle zu sich nimmt.

Ohne Vitamin E würden wir „rosten“ wie altes Eisen. Jede unserer Zellmembranen ist durch Tocopherol vor Oxidation geschützt. Deshalb kann Vitamin E im Zusammenwirken mit anderen Vitalstoffen, den Vitaminen A und  C und  dem Spurenelement Selen schwere Krankheiten wie Krebs oder Herzinfarkt vermindern. Ganz wichtig ist Vitamin E  auch noch für die Funktion der Blutgefäße (damit keine  Arteriosklerose entsteht), der Muskeln und der Fortpflanzungsorgane.

Vitamin E kommt in verschiedenen Varianten vor und kann nicht miteinander Mengenmäßig verglichen werden. Das fettlösliche Vitamin E hat unterschiedliche biologische Aktivitäten.

Die aktivste Form von Vitamin E im menschlichen Körper wird Alpha-Tocopherol genannt. Der in der Lebensmittelindustrie am häufigsten verwendete Typ von Vitamin E ist die synthetische Form , das dl-Alpha-Tocopherol, was aber nur halb so aktiv ist wie das natürliche Vitamin E. Deshalb findet man dort auch Dosierungen von 400IE oder mehr.

Für die bessere Verarbeitung im Körper ist die Quelle aus Weizenkeimen am optimalsten. Weizenkeime enthalten die essentiellen Fettsäuren Linol (Omega-6) und Linolen (Omega-3).

Wenn man seinem Körper also etwas besonders Gutes tun will, sollte man beim Kauf von Vitamin E-Präparaten darauf achten, dass es die Bezeichnung „aus natürlichen Quellen“ oder „aus Pflanzenölen“ oder „d-Alpha-Tocopherol“ enthält. Beachten Sie aber bitte, dass „aus natürlichen Quellen“ auch Erdöl gemeint sein kann, was am Preis zu erkennen wäre (oft sehr billig)

 

Homocystein, oft unbekannt und doch so gefährlich

Homocystein? Kennen sie als Diabetiker oder auch als Stoffwechselgesunder ihren Homocysteinspiegel?

Homocystein, Homocysteinspiegel – noch nie gehört? Sehr wahrscheinlich, denn es gehört nicht zur Routineuntersuchung und wird von den Krankenkassen nicht übernommen. Wer explizit danach fragt, darf diese Leistung mit ca. 20 Euro zusätzlich zahlen. Aber eine Untersuchung, die sich lohnt.

Diabetes Arzt
Diabetes Arzt

Homocystein ist eine schwefelartige Aminosäure, ein Zellgift, das sich im Eiweißstoffwechsel aus der essentiellen Aminosäure Methionin bildet und  als kurzlebiges Zwischenprodukt entsteht. Normalerweise wird Homocystein im Körper zu Cystein umgewandelt und ausgeschieden. Dazu benötigt unser Stoffwechsel reichlich Vitamine des B-Komplexes, nämlich Folsäure, Vitamin B6 und B12, die als Coenzym fungieren.

Hohe Homocystein-Spiegel werden  in Verbindung gebracht mit kardiovaskulären und zerebrovaskulären Komplikationen, mit Makuladegeneration, mit Demenzkrankheiten, Parkinson und Alzheimer. Man konnte feststellen, dass Homocystein als Zellgift bestimmte Andockstellen im Gehirn, die sogenannte Rezeptoren unwiderruflich schädigt. Homocystein hat einen wesentlich stärkeren Effekt als der Botenstoff Glutamat, der für die Gedächtnisleistung verantwortlich ist, und  während dieser Andockzeit können  zu viele Kalzium-Ionen in die Zelle einströmen. Außerdem schädigt Homocystein die Gefäßwände, indem es die Einlagerung von Fetten in die Gefäßwände fördert, die dadurch ihre Elastizität verlieren und Arteriosklerose fördern.

Nun diese gesundheitlichen Probleme treten natürlich nicht in jungen Jahren auf, sondern immer erst weit nach dem 60. Lebensjahr.

Folsäuremangel ist der häufigste Vitaminmangel in Deutschland, 90% der Bevölkerung leiden an einem Folsäuremangel. Unsere Nahrung bietet zu wenige Möglichkeiten, 600 µg Folsäure  über die Ernährung aufzunehmen. Folsäure zählt zu den wasserlöslichen B-Vitaminen, die bei der Verarbeitung der Nahrungsmittel verloren geht. Auch der Vitamin B12-Spiegel ist bei jedem Dritten  über 65 Jährigen  erniedrigt.

Daraus resultiert, dass ab dem 50. Lebensjahr  jeder 2. Erwachsene einen erhöhten Homocystein-Spiegel hat.

Zur Senkung des Homocystein-Spiegels würde man reichlich B-Vitamine und mindestens 1000 µg Folsäure benötigen, was ungefähr täglich einen Verzehr von  2 kg Blattgemüse entsprechen würde. Über die Nahrung ist es nicht zu erreichen, deshalb muss man auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen, die aus pflanzlichen Quellen bestehen.

Die Tatsache, dass immer wieder zu lesen ist, Vitamine nützen angeblich nur denen, die sie verkaufen wird nicht dadurch richtiger, weil man es immer wieder schreibt. Wer sich etwas mit Ernährungslehre beschäftigt und nicht nur blind links der Schulmedizin vertraut und nachplappert, was die Pharmaindustrie publiziert, wird feststellen, dass viele Gesundheitsprobleme behoben werden können, würden die Menschen von einigen Vitalstoffen etwas mehr zu sich nehmen, als die Deutsche Gesellschaft für Ernährung uns seit Jahrzehnten empfiehlt.

Wie hoch darf denn nun der Homocysteinspiegel sein? 

Eine optimale Größe wären 5 µmol/l, was aber bei älteren Menschen schwer zu schaffen ist. Deshalb hat man sich darauf geeinigt, dass alle Werte, die erst über 8 µmol/l liegen, als ungesund gezählt werden.

Werte über 15 µmol/l bedeuten auf jeden Fall ein deutlich gesteigertes Risiko für Arteriosklerose in den Bereichen Herz und Gehirn, ein erhöhtes Risiko für eine Embolie, ausgelöst durch Thromben und die Wahrscheinlichkeit, an Parkinson oder Alzheimer zu erkranken verdoppelt sich.

Zu niedrige Blutwerte an Homocystein dagegen haben keinen Krankheitswert und sind ohne Bedeutung. Deshalb wäre es wünschenswert von oben genannten B-Vitaminen mehr zu nehmen. Eine Überdosierung ist wegen der Wasserlöslichkeit nicht möglich.