Gastartikel von Nils Lenoch

In diesem Artikel werden die 7 größten Mythen über Meditation verständlich aufgelöst.

Die 7 Mythen der Meditation

In der heutigen Zeit hat fast jeder schonmal den Begriff „Meditation“ gehört. Das ist doch diese Übung wo man mit überkreuzten Beinen sitzt und nichts tut, denken viele Menschen. Doch die Realität sieht weit anders aus als die meisten denken.

In diesem Artikel werden die 7 größten Mythen über Meditation verständlich aufgelöst.

Mythos Nr. 1

Ich darf an nichts denken!

Haben sie schon einmal versucht an nichts zu denken? Selbst wenn sie sich einen völlig dunklen Raum vorstellen denken sie immer noch an diesen komplett dunklen Raum; folglich ist es unmöglich an nichts zu denken. Die geleitete Harvard Studie von Daniel Wegner stützt diese These vollkommen.[1] Wenn man Gedanken unterdrückt kommen diese vermehrt wieder, ein endloses Spiel also; akzeptiert man jedoch, dass man gewisse Gedanken hat und lässt diese vorbei ziehen kehren diese nicht vermehrt zurück. Die Studie der Norwegischen Universität für Wissenschaft & Technologie[2] fand heraus, dass beim „wandern lassen des Geistes“ zwar eine höhere Hirnaktivität vorzuweisen ist als beim normalen ruhen; die aufleuchtenden Areale aber mit dem verarbeiten von selbst bezogenen Erinnerungen und Emotionen verbunden sind, welche sich positive auf die Entspannung auswirken. Der Beweis, dass man seinen Geist nicht leeren kann und auch gar nicht muss, um vom Meditieren zu profitieren.

Mythos Nr. 2

Es gibt nur einen korrekten Weg zu meditieren!

Kennen sie die Bilder von Mönchen die ewig im Lotussitz meditieren? Das ist eine der weitverbreiteten Techniken, die Sitzmeditation; es gibt jedoch auch die Geh-, Steh-, & Liegemeditation, welche alle den gleichen Effekt haben können. Doch bleiben wir einmal bei der Sitzmeditation die wohl meist verbreitetste und auch am einfachsten in den Alltag zu integrierende. Es gibt es ein paar Richtlinien, die es beim Meditieren zu beachten gibt, um die volle Wirkung zu entfalten; ansonsten sind sie sind völlig frei was das Meditieren angeht.

  1. Finden sie eine komfortable Position im Sitzen
  2. Lassen sie Ihre Hände entspannt ruhen
  3. Achten sie darauf, dass Ihr Rücken gerade ist

Tipp: Sie können zur Unterstützung des Rückens auch Kissen verwenden

Mythos Nr. 3

Ich habe keine Zeit zum Meditieren!

„Du sollst jeden Tag mindesten 20 Minuten meditieren – ausgenommen du bist zu beschäftigt; dann sollst du eine Stunde meditieren“ – Zen Proverb

Meditation hat so viele positive Aspekte, dass man es sich eigentlich gar nicht leisten kann nicht zu meditieren. Die Studie vom Internationalen Journal für Neurowissenschaften[3] hat herausgefunden, dass im Vergleich zur restlichen Bevölkerung, Langzeit meditierenden bis zu 12 Jahre, Kurzzeit meditierenden bis zu 5 Jahre und Beginner bis zu 2,2 Jahre jünger als Ihr physisches Alter sind. Wenn sie heute anfangen zu meditieren und 30 Jahre alt sind, dann sind sie nach 5 Jahren von Ihren Fähigkeiten her 23 Jahre alt, wohingegen sie sonst 36 Jahre alt wären; daher gibt Ihnen Meditation langfristig mehr Zeit als sie dafür aufwenden.

Mythos Nr. 4

Mediation wird all meine Probleme lösen!

Wer jetzt denkt, dass Meditation ein Wundermittel gegen alles ist, der hat sich getäuscht. Meditation hilft zwar nachweislich gegen vieles, jedoch lange noch nicht gegen alles.

Reduziert Steigert
StresslevelSuchtverhaltenHerz-Kreislauf-ErkrankungenPhysischen & Emotionalen Schmerz   WohlbefindenEmpathie- & Verbundenheit GefühlFokus, Kreativität & Gedächtnis „Flow“ ZustandBeziehungenEntscheidungen zu treffenImmunsystem

 [4]

Mythos Nr. 5

Erfolg bei der Meditation wird durch die Ruhe des Geistes gemessen!

Das Meditation wirkt, da besteht kein Zweifel; wie erkennt man jedoch, dass es wirkt? Einige Veränderungen kann man bereits selbst nach kurzer Zeit feststellen. Ein wirklicher Erfolg ist es jedoch, wenn andere es bemerken und uns darauf ansprechen. Da Meditation Stück für Stück wirkt erfährt man die großen Veränderungen für sich selbst meist erst nach geraumer Zeit und Praxis. Deshalb sollte man sich nicht davon abhalten lassen zu meditieren; Denn wer erst einmal die Vorteile zu spüren bekommt, weiß gar nicht was er mit seinem Leben ohne Meditation gemacht hat. Die positiven Dinge werden kommen, wenn die Zeit reif dafür ist und man sollte auch all die Unglücke, die hätten geschehen können mit in Betracht ziehen.

Mythos Nr. 6

Es gibt nur einen richtigen Weg zu atmen!

Kann man überhaupt falsch atmen? Als Kind haben sie sicherlich versucht den Atem anzuhalten bis sie umfallen? Wer das getan hat, hat festgestellt, dass es da eine höhere Macht gibt, die das nicht zulässt. Und zwar: unser Unterbewusstsein. Es atmet für uns, selbst wenn wir nicht bewusst darauf achten. Deshalb wird der Atem in der Meditation verwendet, um uns das Unterbewusste bewusst zu machen. Es gibt zahlreiche Techniken über das ein und ausatmen, doch jeder Mensch ist ein Individuum. Wenn sie jemanden kennen der ein Baby oder ein Haustier hat haben sie vielleicht festgestellt, dass diese Tiefer atmen; Das kommt daher, dass Babys in den Bauch atmen und dadurch eine größere Lungenkapazität erreichen.

Probieren Sie es gerne mal aus:

Legen Sie Ihre Hand auf den Bauch und versuchen Sie in den Bauch einzuatmen

Mythos Nr. 7

Ich muss spirituell oder religiös sein, um zu meditieren!

Wenn man wie vorhin beschrieben einen Mönch in Meditationshaltung dort sitzen sieht, kann einem schon der Irrglauben kommen, dass man sich jetzt seinen Kopf kahlrasieren muss und man nur noch orange tragen darf, um zu meditieren. Doch die Realität könnte nicht ferner sein. In unserer heutigen Zeit gibt es wissenschaftliche Beweise, dass Meditation wirkt. Wer also nicht Aufgrund der spirituellen Suche zur Meditation findet, der kann immer noch den Weg der Wissenschaft gehen.

Hier eine kleine Warnung am Rande:

Wer sich mit Meditation beschäftigt wird vielleicht – aber auch nur vielleicht – Erfahrungen machen, die mit einem rationalen Geist noch nicht zu beschreiben sind.

Viel Erfolg & vor allem Spaß beim Meditieren!

Über den Autor:

Die Reise begann für mich mit 18 Jahren an einem Tiefpunkt in meinem Leben. Ich entdeckte die Meditation und wurde wie durch ein Wunder aus der Misere geholt, von da an war das Leben ein einziger Traum. In den folgenden 4 Jahren habe ich viel dazulernen & helfen dürfen und konnte so das Fundament für eine unterstützende Tätigkeit bilden, welche ich unter anderem hiermit an die Welt zurückgeben möchte.

Ich danke meinem Lehrer, Meister & Freund von ganzem Herzen, dass sich unsere Wege zur genau rechten Zeit gekreuzt haben. Ich wüsste nicht wo ich heute ohne Ihn stehen würde!

Nils Lenoch,

Luzernenweg 71,

80689 München

+49 176 80430072


[1] (Wegner, 2011)

[2] (Norwegan University of Science & Technology, 2014)

[3] (International Journal of Neuroscience, 1982)

[4] (Science of People, 2020)