Ketoazidose – ein lebensbedrohlicher Zustand

Ketoazidose beschreibt den Zustand des übersäuerten Blutes infolge von Insulinmangel.

Kein Typ 1 Diabetiker möchte diesen Zustand erleben und dennoch kann es vorkommen, wenn auch zum Glück nur sehr selten.

Die Ketoazidose kann sich sehr rasch entwickeln und zu einem diabetischen Koma entwickeln.

Deshalb ist es wichtig, dass man die Alarm Symptome frühzeitig erkennt und auch Angehörige des Diabetikers sich damit auskennen.

Es herrscht immer ein Insulinmangel, egal ob der Grund eine Infektion ist oder man schlicht und ergreifend den Bolus fürs Essen vergessen hat. 🙂

Wenn der Körper wegen des Insulinmangels nicht auf den Zucker greifen kann, um an Energie zu kommen, nimmt er sich die Fettreserven. Diese Fettreserven werden nicht vollständig abgebaut und es entstehen Ketonkörper. Man könnte meinen, dass das eine tolle Möglichkeit zum Abnehmen ist, doch eine Ketoazidose ist lebensbedrohlich und gehört auf die Intensivstation. Es kommt zu einer Verschiebung des Kaliums im Blut, was zu Herzrhythmusstörungen führen kann.

Typische Symptome einer Ketoazidose:

  •  Übelkeit und Erbrechen (man tippt oft auf eine Magenverstimmung)
  •  Bauchschmerzen, die oft anders gedeutet werden
  •  Starker Durst und damit verbunden häufiges Wasserlassen (der Körper trocknet aus)
  •  Der Atemgeruch riecht säuerlich wie Äpfel oder Nagellackentferner
  •  Über eine vertiefte Atmung versucht der Körper die Säuren abzuatmen (Kußmaul-Atmung)
  •  Man wirkt benommen und schläfrig, teilweise auch oft nicht mehr ansprechbar (jetzt sollte spätestens der Notarzt gerufen werden)
  •  Beschleunigter Puls
  •  Sehstörungen, ähnlich wie bei starken Hypoglykämien
  •  Wenn gemessen werden kann, sind Ketonkörper im Urin und Blut nachweisbar
  •  Der Blutzucker liegt oberhalb von 350 mg/ dl bzw. 19,4 mmol/l

Gut geschulte Diabetiker sollten selbständig in der Lage sein, rechtzeitig diese Situation in den Griff zu bekommen. Voraussetzung für eine Selbstkorrektur ist, dass der Diabetiker bewusstseinsklar ist und sich die Ketoazidose im Anfangsstadium befindet.

WasserViel trinken ist wichtig, um den Körper vor der Austrocknung zu schützen.

Bei Pumpenbenutzung ist zu kontrollieren, ob am Schlauch oder bei der Technik der Pumpe alles in Ordnung ist. Insulinkorrektur mit kurzwirkendem Insulin lieber mit einen Pen vornehmen und auf jeden Fall einen neuen Katheter legen.

Bei den Insulinkorrekturen bestehen die unterschiedlichsten Schemata je nach Schulung und Arzt. 😉

Auf jeden Fall muss bei einer Ketoazidose die doppelte Insulin Korrekturmenge gegeben werden. Alle drei Stunden Blutzuckerkontrolle mit erneuter 50% erhöhter Korrekturmenge so lange weitergeben, bis die erste Unterzuckerung stattgefunden hat. Dieser Drei-Stunden-Abstand ist auch nachts einzuhalten und kann ganz schön belastend werden. Es kostet etwas Überwindung bei einem normal gemessenen Blutzucker erneut wesentlich mehr Insulin zu spritzen.

Aber was  können Auslöser für eine derartige Entgleisung sein?

  •  Fehlendes Insulin vor der Diagnosestellung Diabetes Typ 1
  •  Pumpendefekt ohne Alarm Funktion
  • Ketoazidose Katheter Defekt (Insulin wird abgegeben, kommt aber nicht im Subkutangewebe an)
  •  Zu geringe Insulinmenge bei Infekten oder vor Operationen (auch im nüchternen Zustand benötigt der Diabetiker Insulin. Man kann es nicht einfach weglassen. Jede Operation ist ein Stressfaktor für den Körper und es wird eher mehr Insulin benötigt)

Der Lebensstil entscheidet über die Qualität des Lebens

Wenn man jung ist, möchte man leben und sich keine Gedanken über den Tod machen. Aber auch der Tod gehört zum Leben und man ist bestürzt, wenn jemand aus dem Freundeskreis plötzlich verstirbt.

Eigentlich könnten wir alle weit über 120 Jahre jung werden, wenn uns nicht die ein oder andere Krankheit früher einen Strich durch die Rechnung machen würde.
Viele Menschen äußern sich zum Wunschalter eher mit Bemerkungen wie „So alt will ich gar nicht werden“, weil sie mit dem Alter immer auch Pflegebedürftigkeit, Schmerzen und Einschränkungen verbinden. 🙁

Aber das muss nicht unbedingt so sein. Zwar sind es jetzt noch Ausnahmen, wenn jemand über 100 Jahre alt wird und dabei noch geistig fit und körperlich agil ist, doch es könnte in Zukunft auch der Normalzustand werden.

Vielleicht ist mein Buch „Das ABC zum E-Book Das ABC zum AltwerdenAltwerden“ interessant?

Die Anzeichen für ein vorzeitiges Versterben werden von jedem selbst festgelegt. Das klingt provokativ, doch es ist längst bekannt, dass man mit gesunder Ernährung, ausreichend Bewegung, einem guten Wasser und altersentsprechenden Vorsorgeuntersuchungen selber vieles in der Hand hat.

Mein Mann erzählte mir vor ein paar Tagen, dass ein Bekannter während einer Reha Maßnahme plötzlich verstorben sei. Natürlich hat niemand damit gerechnet, doch Reha bedeutet schon, dass er nicht mehr ganz gesund gewesen sein muss.

Ich hatte diesen Menschen nur einmal flüchtig gesehen und konnte äußerlich nur feststellen, dass er Übergewicht hatte. Vermuten kann man jetzt noch, dass er an Diabetes Typ 2, Bluthochdruck und Arteriosklerose litt, hinzu kommt bestimmt noch ein chronischer Bewegungsmangel. 🙁 Alle Zivilisationskrankheiten auf einmal.

Das Problem ist immer, dass man seine Lebensgewohnheiten erst dann verändert, wenn man schmerzlich daraufhin gewiesen wird. Viele Menschen erleiden einen Herzinfarkt oder leichten Schlaganfall, bevor sie sich mehr bewegen, gesünder ernähren und mehr Wasser trinken.

Dabei ist es so einfach, etwas zu finden, was einem auch Spaß macht. Denn nur auf ärztlichen Rat hin hält man Veränderungen am Lebensstil nicht durch. Es müssen nie die großen Veränderungen sein, sondern immer nur kleine Schritte, die aber regelmäßig und langfristig:

  •  Ausreichend Bewegung: Treppen nutzen anstatt den Lift
  •  Gesunde Ernährung: weniger Fleisch, mehr Obst und Gemüse, mehr
    Pizza ist eines der beliebtes Essen in Deutschland.: viel Fett, Kohlenhydrate und Kalorien

    Ballaststoffe, weniger Fastfood

  •  Ausreichend trinken: schadstofffreies, stilles Wasser, ca. 30 ml /kg Körpergewicht
  •  Positive Geisteshaltung: was sehe ich für Filme und welche Nachrichten muss ich wirklich hören?
  • Genügend Ruhephasen: für ausreichend Entspannung und Auszeiten sorgen

Nehmen Sie Ihr Leben selbst in die Hand und bleiben Sie gesund  😉