Nur eine Macke oder bin ich schon psychisch krank?

Psychisch krank?

Das kennt wohl jeder von sich, dass er sich dabei erwischt, wegen Kleinigkeiten gleich hoch zugehen. War der Streit mit dem Nachbar notwendig oder lag es am dritten Bierchen?

Psychisch krank? Junger Mann fragt sichIst es noch normal, dass ich öfter kontrolliere, ob ich die Haustür abgesperrt habe oder bin ich psychisch krank? Beim Treppensteigen zähle ich immer die Stufen?

Hab ich etwa eine Zwangsstörung?

  • Warum liege ich nachts so lange wach und kann nicht einschlafen? Ist das noch normal oder leide ich an einer psychischen Störung – bin ich psychisch krank?
  • Warum verschiebe ich das Aufräumen des Kellers immer wieder auf das nächste Wochenende? Bin ich depressiv und leide an Antriebsschwäche oder ist es noch normal?

Nun ganz klar muss man sich natürlich auch fragen, was ist eigentlich normal? Wer definiert denn, was normal ist und ab wann man psychisch krank ist? Aufschieberitis und öfter etwas  kontrollieren ist bestimmt keine psychische Störung. Jeder hat so kleine Macken und das macht uns ja auch so besonders. 😉

Im ICD-10 Katalog der Weltgesundheitsorganisation wird sich genau orientiert, ab welchen Symptomen und wie oft sie auftreten müssen, man psychisch krankvon einer psychischen Störung reden kann. Auf jeden Fall muss gerade bei Zwängen und Ängsten ein eindeutiger Leidensdruck vorhanden sein. Wie sehr wird der Patient durch seine Probleme im Alltag eingeschränkt? Leiden auch seine Freunde oder seine Beziehung oder sogar seine Arbeit durch seine Probleme?

Wer Angst vor Höhen hat, wird nicht auf einen Berg gehen.

Wer Angst vor Höhen hat, also unter der Akrophobie leidet, wird sich sicherlich nicht für Bungee-Jumping interessieren. So jemand meidet einfach Situationen, in denen er besonderen Höhen ausgesetzt wird. Wenn der Leidensdruck allerdings zu groß wird, sollte man über eine Lösung nachdenken.

Woher kommt diese Angst? Was ist irgendwann mal vorgefallen? Die betreffenden Personen können sich normalerweise nicht daran erinnern und versuchen oft mit Verhaltenstherapie dieser Angst entgegen zu treten, um sich davon zu überzeugen, dass nichts passiert, wenn man zum Beispiel auf einem Berg steht.
Viel effektiver kann da die Hypnose helfen, wo sich das Unterbewusstsein wieder an die Situation erinnert, in der zum ersten Mal diese Angst aufgetreten ist.

Zum Glück spricht die heutige Generation leichter über psychische Erkrankungen als noch vor 30 Jahren, doch für viele ist es immer noch ein Tabu Thema, über seine „Macken“ zu reden.

Leider gibt es aber immer noch sehr viele Vorurteile gegenüber Menschen mit psychischen Er krankungen. Äußerungen wie „der soll sich doch zusammenreißen“ oder „da muss man sich eben mehr anstrengen“ zeigen immer noch, dass die Bevölkerung nicht weiß, dass es sich um ernst zu nehmende Krankheiten handelt, denen man nicht mit Zureden beikommt.

Wer unter psychischen Störungen leidet, sollte sich unbedingt rechtzeitig professionelle Hilfe holen.
Da die Wartezeiten bei einem Psychotherapeuten für einen Termin oft sehr lang sind, könnte auch ein erstes aufklärendes Gespräch bei einem Heilpraktiker für Psychotherapie Abhilfe schaffen.

Jugendliche seelisch stark machen

Was läuft falsch in unserer Gesellschaft, wenn man mitbekommt, dass jedes fünfte Kind psychische Probleme hat?

Die psychischen Belastungen von Kindern und Jugendlichen sind in der heutigen Zeit höher als noch vor 50 Jahren. Der Druck beginnt bereits im Kindergarten und spätestens ab der 3. Schulklasse muss entschieden werden, ob ein Kind fähig ist, zum Gymnasium zu wechseln.

Nebenbei soll es aber auch noch in Sportvereinen aktiv mitwirken. Zeit zum Faulenzen ist oft nicht ratsam, denn der Terminkalender von so manchem Jugendlichen ist ganz schön vollgestopft. Die Pubertät läuft so ganz nebenbei und ist für viele Jugendliche und auch deren Eltern eine besondere Herausforderung.

Psychische Störungen werden bei jedem fünften Jugendlichen diagnostiziert

Laut einer Studie Mental Health von Österreich leiden 18,9 Prozent der Teenager im Alter zwischen zehn und achtzehn Jahren an psychischen Problemen wie Angststörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und sogar Depressionen.

Dieser erschreckende Trend ist mit Sicherheit nicht nur in unserem Nachbarland festzustellen.

Wie kann man die Stärken unserer Jugendlichen fördern? Junge Menschen sollen eigenständig heranwachsen und Selbstverantwortung übernehmen.

Was bedeutet das? Die Weltgesundheitsorganisation WHO versteht darunter Faktoren wie

  •  Selbstwahrnehmung und Einfühlungsvermögen
  •  Umgang mit Stress und negativen Emotionen
  •  Kommunikation
  •  Selbstbehauptung und Standfestigkeit
  •  kreatives Denken
  •  Kritik- und Problemlösungsfähigkeit

Das sind Fähigkeiten, die auch manch ein Erwachsener noch nicht verinnerlicht hat.  🙁 🙁

Wer laut WHO über diese Kompetenzen verfügt, ist auch in der Lage, mit Konflikten gewaltfrei und konstruktiv umgehen zu können. Er kann seine eigenen Gefühle erkennen und ist in der Lage, sie auszudrücken. Und natürlich ist so jemand imstande, auch die Emotionen anderer Mitmenschen zu erkennen und kann angemessen darauf reagieren. 😉

Diese Entwicklung läuft ganz nebenbei ab und in einem intakten Elternhaus, wo man Wert darauflegt, miteinander zu reden, Zeit füreinander zu haben und zuhören kann, ist das sicherlich auch ganz normal.

Aber wo gibt es noch so eine normale Familie? Läuft nicht Vieles nebeneinander her? Oft wird schneller auf eine WhatsApp Nachricht reagiert als auf die Fragen der Kinder.

Vertrauen sich die Jugendlichen noch ihren Eltern an oder sieht es nicht eher so aus, dass sie sich in sozialen Medien und Chatrooms aufhalten?

Und wie sieht die Entwicklung derer Kinder aus, wo sogar schon die Eltern psychisch krank sind oder es Alkohol Probleme gibt? Wundert es da nicht, wenn auch die Jugendlichen einen anderen Weg einschlagen?

Manchmal ist es gut, einen Mediator zu haben und sich von außen professionelle Hilfe zu suchen. Und das am besten, bevor eine psychische Störung diagnostiziert worden ist. Wenn eine psychische Störung erst einmal diagnostiziert worden ist, steht sie in der Krankenakte und ist nicht mehr herauszubekommen.
Da kann der Heilpraktiker für Psychotherapie helfen, denn er rechnet nicht mit den Krankenkassen ab.