Gesundheit möglichst früh fördern

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr.“

Diesen Spruch hat wohl jeder schon einmal gehört. Das bedeutet so viel wie, man sollte so möglichst früh damit beginnen, etwas zu erlernen.

Für meine Begriffe betrifft das auch die Gesundheitsförderung. Sie kann bis ins hohe Alter hinein sehr viel zu einer besseren Lebensqualität beitragen.

In der Schwangerschaft legen viele Frauen sehr viel Wert auf eine gesunde Ernährung und verzichten freiwillig auf Alkohol.
Für die Zwischenmahlzeit lieber ein Stück Obst als einen Schokoriegel wählen

Und deshalb sollte mit einer gesunden Lebensführung bereits im Kindergarten begonnen werden. Eigentlich müsste das Bewusstsein der Eltern, für ihr Kind nur das Beste zu wollen nur weitergeführt werden. Denn gerade in der Schwangerschaft sind die meisten Frauen sehr behutsam und gehen sorgfältig mit ihrer eigenen und der Gesundheit des Ungeborenen um, und während der Schwangerschaft spielt die Gesundheit eine größere Rolle als vorher. Neben Kursen wie Baby Massage und Mutter-Kind-Gruppen besuchen viele junge Mütter solche Einrichtungen, um Tipps zu bekommen.

Es muss nicht immer eine Pizza sein
Wok Kochen
Gemüse aus dem Wok sieht appetitlich aus und schmeckt besser als herkömmlich gekocht. Und das Fleisch ist eine kleinere Beilage.

Im Kindergarten, wo in der heutigen Zeit die Kinder immer früher hingegeben werden, sollte von Seiten der Einrichtung rechtzeitig mit gesunder Ernährung und ausreichend Bewegung hingearbeitet werden. Alles was völlig normal ist und permanent durchgeführt wird, verankert sich im Unterbewusstsein. Die Kinder sind begeistert, wenn sie mal eine Woche ohne Süßigkeiten und Fastfood auskommen sollen, weil sie neue und leckere Lebensmittel kennenlernen.

Oft spielen allerdings die Eltern daheim nicht mit oder sind froh, wenn diese experimentelle Woche herum ist. 🙁

Während der Schulzeit zählt neben gesunder Ernährung und Bewegung aber auch eine psychosoziale Gesundheit eine Rolle. Das bedeutet, die Kinder sind nicht nur organisch gesund, sondern sie sind auch in der Lage mit bestimmten Situationen und Belastungen zurecht zu kommen. Sie können produktiv werden und leisten einen guten Beitrag später für die Gesellschaft.

Mobbing muss nicht unwillkürlich an der Tagesordnung stehen.

Außerdem hat man festgestellt, dass gesund Kinder später eine höhere Bildung erreichen können. Und eine höhere Bildung geht in aller Regel auch mit einer besseren Gesundheit einher, was bessere Voraussetzungen für späteres Lernen und Lehren verantwortlich ist.

Wenn in den Schulen nicht nur der Satz des Pythagoras gelehrt werden würde oder auf unregelmäßige Verben herumgeritten würde, sondern auch vermehrt ein Augenmerk auf gesunde Ernährung, Bewegung und Gewaltprävention liegen würde, wäre die Entwicklung von vielen Jugendlichen vielleicht etwas anders.

Diabetes und Psyche

In immer mehr Fachzeitschriften lese ich, dass viele Diabetiker mit ihrer Erkrankung eine psychische Belastung haben. Das ist für eine optimale Blutzuckereinstellung und die Therapieführung sehr hinderlich.

Diabetes und Psyche stehen im Zusammenhang.

In der Ärzte Zeitung vom 21.08.2017 war zu lesen, dass die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) ihre Muster-Weiterbildungsordnung der Psychologischen Psychotherapeuten erweitert hat und nun auch die Weiterbildung „Psychotherapie bei Diabetes“ anbietet. Scheinbar ist der Bedarf groß.

Diabetes2
Bei Übergewicht droht oft ein Diabetes Typ 2, weil eine Insulinresistenz vorliegt

Die Anzahl der Diabetiker steigt von Jahr zu Jahr mehr an, besonders den Diabetes Typ 2, der früher als Altersdiabetes bekannt war, trifft man inzwischen auch bei vielen Jugendlichen und jüngeren Menschen mit Übergewicht an. 🙁

Gerade in jungen Jahren ist es besonders wichtig, eine optimale Therapie Einstellung zu wählen, um mögliche Folgeerkrankungen zu vermeiden. Deshalb entscheiden sich die Ärzte relativ schnell für eine Insulintherapie.

Diabetes2
Diabetes2 Insulin spritzen?

Aber 25 – 50 % aller Typ 2 Diabetiker weisen enorme Widerstände gegen den Beginn einer Insulintherapie auf. Sie wollen an ihrer Medikamententherapie festhalten, obwohl die Blutzuckerwerte nicht zufriedenstellend sind.

Nierenversagen, Durchblutungsstörungen an den kleinen Gefäßen, Retinopathie und Nervenveränderungen sind die Folgeschäden eines schlecht eingestellten Blutzuckers.

Ich habe zu meiner aktiven Zeit als Diabetes Beraterin im Diabetes Reha Zentrum in Bad Kissingen viele Gespräche mit Patienten geführt, um Ängste abzubauen und Fragen zu klären. 😉  Ärzte sind immer sehr schnell mit der Entscheidung dabei, eine Insulintherapie zu verordnen, ohne den Patienten mit einzubeziehen.

Es handelt sich nicht um einen schlimmeren Diabetes, wenn man von der Tablette zur Insulinspritze wechseln muss. Unbewusst haben wir vor 25 Jahren bereits schon psychologische Betreuung geleistet. Wegen der Gesundheitsreform musste das Haus, die damals als Bundesmodellklinik galt leider 2004 geschlossen werden. Für viele Diabetiker würde ich es als großen Verlust bezeichnen.

Denn es stehen Fragen ohne Ende im Raum, die eine ehrliche Antwort benötigen:

  • Woher kommt die Angst vor der täglichen Spritze?
  • Was denken meine Mitmenschen, wenn ich plötzlich spritzen muss?
  • Habe ich versagt und nicht genügend aufgepasst?
  • Habe ich dann mehr Unterzuckerungen und sind diese gefährlich?
  • Nehme ich mit Insulin eher zu als ab?
  • Macht Insulin wirklich dick?

Wem kann es auch besser gelingen, das Vertrauen eines Patienten zu gewinnen, als ein selber betroffener Diabetiker, der genau weiß, wovon er spricht, der die Ängste vor Folgeerkrankungen oder Unterzuckerungen genau kennt?

Diabetes2 Insulinspritzen aus der Vergangenheit
Bevor es Einmalspritzen gab, sahen so die Insulinspritzen aus, ein Teilstrich entsprach 4 IE

Ich selber bin seit meinem 11. Lebensjahr am insulinpflichtigen Diabetes Typ 1 erkrankt und habe die Entwicklung in der Diabetesbehandlung mit verschiedenen Insulintherapien und die damit verbundenen unterschiedlichsten Blutzuckermessmethoden erlebt.

Beim Diabetes Typ 2 ist eigentlich zu Anfang noch genug Insulin vorhanden, doch die Insulinwirkung ist stark gestört. Es besteht eine reduzierte Insulinsensitivität der Muskeln und Nerven. Die Therapie besteht zu Anfang aus Ernährungsumstellung und Gewichtsreduktion, Bewegung und Medikamenten, die die Glukose Aufnahme aus der Nahrung hemmen.

Die Stoffwechselstörung verläuft allerdings progressiv, so dass nach zunehmender Diabetesdauer die eigene Insulinmenge nicht mehr ausreicht und zusätzlich von außen Insulin verabreicht werden muss. Leider klammern viele Diabetiker zu lange an ihrer nicht mehr ausreichenden Tabletteneinstellung auf Kosten einer guten Blutzuckerkontrolle und auf Kosten ihrer Gesundheit.

Man beginnt anfangs mit einem Basalinsulin von ein bis zwei Injektionen, was allerdings später in eine Intensivtherapie übergeht, wo zu den Mahlzeiten individuell Insulin gegeben wird, was bedeutet, dass es zu vier bis sechs Injektionen führen kann.

Paradoxerweise wird jeder Diabetiker feststellen, dass mit jeder Injektion ein Stück mehr Freiheit gewonnen wird, weil der Tagesablauf nicht mehr von starren Mahlzeiten geprägt wird, sondern man wieder individuell wie ein Stoffwechsel Gesunder essen kann.

Sollten Sie zu den Menschen gehören, die vor so einer Entscheidung stehen und der Bedarf nach einem klärenden und einfühlsamen Gespräch besteht, sind Sie bei mir genau richtig.

Vereinbaren Sie einfach einen Termin mit mir und wir klären alle Fragen und Ängste.

 

Burnout wird immer häufiger diagnostiziert

Burnout ist jedem ein Begriff und sehr viele leiden darunter.

Burnout bedeutet „ausgebrannt sein“ und wird nach der subjektiven Bewertung von Gefühlen und Empfindungen der Patienten diagnostiziert.

Aber warum fühlen sich immer mehr Menschen ausgebrannt?

  • Ist es der immer mehr steigende Leistungsdruck? Ist niemand mehr in der Lage, es frühzeitig zu erkennen und sich eine Auszeit zu gönnen?
  • Ist man ein Schwächling, wenn man NEIN sagt? Muss man in allen Bereichen zum Perfektionisten werden und sich selbst unter Stress stellen?
  • Muss man immer erreichbar sein und mit seinem Handy herumlaufen?

Es ist definitiv ein Teufelskreis, wenn sich so ein Burnout langsam entwickelt und von dem Betroffenen nicht wahrgenommen wird.

Zuerst glaubt man ja noch, die angeforderten Erwartungen zu erfüllen. Phasenweise geht es einen auch wieder ganz gut. (Ab nächste Woche habe ich Urlaub, dann wird es besser) Man setzt sich selber unter Druck und will sich beweisen. Es gibt einen verstärkten Arbeitseinsatz trotz Erschöpfung, selbst wenn eigene Bedürfnisse wie die Ruhe Phase dabei vernachlässigt werden. Auftretende Konflikte werden verdrängt, Probleme nicht wahrgenommen oder ganz anders interpretiert bis man zu einer inneren Leere kommt und schließlich zusammenbricht.

Um von einer leichten, mittelgradigen oder schweren Depression sprechen zu können, müssen bestimmte Symptome vorhanden sein.

Hauptsymptome sind:

  • gedrückte depressive Stimmung
  • Interessenverlust
  • Antriebsmangel

Aber ganz ehrlich…..hat diese Symptome nicht jeder schon mal unterschiedlich stark empfunden? Warum wird der eine damit fertig und der andere zerbricht daran?

Nebensymptome können sein:

  • verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Gefühl von Schuld und Wertlosigkeit
  • vermindertes Selbstwertgefühl
  • Schlafstörungen
  • Appetitverlust mit Gewichtsverlust
  • Libido Verlust
  • Suizidgedanken oder Suizidhandlungen

Es handelt sich aber immer um eine psychische Erkrankung, warum vielleicht auch viele Menschen so spät zum Arzt gehen. Als psychisch krank abgestempelt zu werden, ist unangenehm und etwas Anderes, als wenn man sich das Bein bricht. Oft wird beim Arzt dann Blut abgenommen, wo natürlich nichts gefunden wird. Körperlich ist ja bei seelischen Erkrankungen auch nichts im Blutbild verändert. Denn das, was man untersuchen lassen müsste, wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen:

Die Botenstoffe Noradrenalin, Serotonin und Dopamin müssten untersucht werden genauso wie die gehirnaktiven Aminosäuren, die dafür verantwortlich sind, dass sie in richtigen Mengen gebildet werden.  Die Grundbausteine Phenylalanin, Tryptophan, Isoleucin und Tyrosin sind verantwortlich, dass unser Körper die Botenstoffe produzieren kann. Diese Aminosäuren sind essentiell, das bedeutet, wir müssen sie ausreichend mit der Nahrung aufnehmen, weil der Körper sie nicht selber herstellen kann. Aber mit der heutigen Nahrung sind diese Nährstoffe nicht in ausreichender Menge aufzunehmen.

Jetzt braucht man eine gute Nahrungsergänzung, wo die Aminosäuren im richtigen Mengenverhältnis vorhanden sind.

Leider verschreiben die Ärzte nur Selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer SSRI oder Selektive Noradrenalin Wiederaufnahmehemmer SNRI oder klassische Antidepressiva mit erheblichen Nebenwirkungen.

TIPP:

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