Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind bei einer Low Carb Ernährung stark reduziert.

Kohlenhydrate lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen und müssen daher bei Diabetes berechnet werden.

Als insulinpflichtiger Diabetiker muss man seine Kohlenhydrate mit Insulin berechnen.

Unter dem Begriff „Kohlenhydrate“ fasst man Stärke und Zuckerstoffe zusammen. Stärke besteht aus vielen aneinanderhängenden Traubenzuckerbausteinen. Traubenzucker ist der Baustein, der sofort ins Blut übergeht, der ist besonders wichtig bei einer Unterzuckerung, denn dann soll der niedrige Blutzucker sofort wieder ansteigen. 🙂

Es gibt kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel, nach denen der Blutzucker nicht oder kaum ansteigt und es gibt Kohlenhydrate, nach denen er deutlich ansteigt.

Kohlenhydrate sind vorhanden, aberauch Fett und Eiweiß
Hier ist der Fettanteil neben den Kohlenhydraten so hoch, dass sie den BZ nur langsam ansteigen lassen. Diese Portion enthält trotzdem 4-5 BE und viele Kalorien.

Je mehr Fett und Eiweiß und Ballaststoffe ein Nahrungsmittel enthält, umso langsamer werden die Zuckerstoffe vom Darm ins Blut resorbiert. Man spricht auch vom glykämischem Index. Er gibt an, in welchem Ausmaß die Nahrungsmittel den Blutglukosespiegel ansteigen lassen.

Gerade beim Diabetes Typ 2 können Mahlzeiten mit einem hohen glykämischem Index die Insulinresistenz begünstigen, da es ganz oft im Vorfeld eine Phase der vermehrten Insulinausschüttung gibt.

Mahlzeiten mit hohem glykämischem Index lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen, was eine erhöhte Insulinausschüttung bewirkt.
Reiner Traubenzucker entspricht 100% und gilt als Berechnungsgrundlage, um die anderen Kohlenhydrate zum Vergleich berechnen zu können, wie ihre Wirksamkeit beim Blutzuckeranstieg sich bemerkbar macht.

Bei einer Low Carb Ernährung sollten diese Kohlenhydrate stark eingeschränkt werden, denn diese Menschen wollen Gewicht verlieren. Insulin hat aber nicht nur den Vorteil, dass es den Blutzuckerspiegel senkt, sondern hat auch die Nebenwirkung, dass es als Dickmacher-Hormon gilt. Insulin schickt die Fettmoleküle sofort in die Fettzellen und schließt sie dort ein. 🙁

Ganz einfach ausgedrückt kann man sich merken, dass Obst und Milchprodukte langsamer den Blutglukosespiegel ansteigen lassen als Brot, Kartoffeln und Reis.

90% – 100%:

  • Malzzucker, Honig, Instantreis, Kartoffelpüree, Cornflakes, Cola

50% – 90% :

  • Graubrot, Weißbrot, Knäckebrot, Kräcker,
  • Milchreis, Fertigmüsli, Puddingpulver, Salzkartoffeln
  • Biskuit, Plätzchen, Sandkuchen, Weizenmehl,
  • Bier, ungesüßte Obstsäfte
  • Haferflocken, Haushaltszucker,
  • Pumpernickel, Vollkornbrot

30% – 50%:

  • Milch, Joghurt, Obst, Nudeln, Eiscreme, Schokolade

Gemüse enthalten – außer Kartoffeln und Zuckermais – Kohlenhydrate, die insulinunabhängig verstoffwechselt werden. Sie müssen nicht berechnet werden, wenn sie in normalen Portionsgrößen verzehrt werden.

Nüsse müssen auch nicht berechnet werden, obwohl sie Kohlenhydrate enthalten. Der Blutzucker steigt nur unerheblich an, weil sie wegen des hohen Fettgehalts nur langsam verdaut werden. Aber Vorsicht: sie enthalten sehr viel Kalorien.

Ballaststoffe helfen beim Abnehmen

Ballaststoffe sind zu wenig in unserem Essen.

Ballaststoffe können mehr als nur für gute Verdauung sorgen. Sie sind wie ein Rohrreiniger für unseren Darm.

Immer wieder liest man, dass eine ballaststoffreiche Ernährung gesund ist.
Ballaststoffe sind keine Nährstoffe im klassischen Sinn, aber sind dennoch sehr wichtig für unser Wohlbefinden. Ernährungsexperten empfehlen daher, täglich 25g bis 30g Ballaststoffe zu sich zu nehmen.

Und als Antwort darauf hört man in Gesprächen „Mit der Verdauung hab ich keine Probleme“. 🙁

Man unterscheidet zwischen löslichen Ballaststoffen wie Guarkernmehl, Pektinen und resistenten Stärken und unlöslichen Ballaststoffen wie Zellulose, Hemizellulose und Lignin.

Ballaststoffe
Gemüsepfanne kann lecker sein, wenn es noch knackig ist und nicht zerkocht.

Die löslichen Ballaststoffe kommen in Obst, Gemüse, Hafer und Hülsenfrüchten vor. Sie bewirken eine verzögerte Magenentleerung, sorgen dadurch für ein stärkeres Sättigungsgefühl und lassen den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen. Durch die verringerte Aktivität der Verdauungsenzyme kommt es zur verlangsamten Nährstoffaufnahme. Auch für den Herzmuskel bieten sich gesundheitliche Vorteile an.

Die Fructo-Oligosaccharide, kurz FOS genannt, zählen auch zu den löslichen Ballaststoffen. Sie fördern die Aufnahme von Calcium im Darm und stimulieren das Wachstum der gesunden Bifidobakterien. Dadurch werden die schädlichen Bakterien außer Gefecht gesetzt und die Darmtätigkeit angeregt.

Die unlöslichen Ballaststoffe befinden sich in Vollwertgetreide, Vollkornbrot und Kohlarten. Sie unterstützen die Verdauung und fördern die Darmfunktion. Damit erleichtern sie auch das Abnehmen.

Eine ballaststoffreiche Ernährung reduziert auch die Aufnahme von Lipiden und Cholesterin. 😉

Stellen Sie sicher, dass Ihr Darm in Ordnung ist, denn in unserem Darm sitzt zu 80% unser Immunsystem. Ein gut funktionierendes Immunsystem schützt vor Infekten.
Es ist oft besser, sich um sein Immunsystem zu kümmern als irgendwelche Impfungen zu machen, die bekanntlich das Immunsystem herabsetzen und Grundlage für Infekte bieten.