Hypoglykämien – unangenehme Begleiter

Hypoglykämien sollten verhindert werden.

Hypoglykämien sind regelmäßige Begleiter bei Diabetes und sehr unangenehm.

Es gibt keine genaue Definition, ab wann man von einer Unterzuckerung sprechen kann. Jedoch handelt es sich um einen deutlichen Blutzuckerabfall, der sich durch ganz verschiedene Symptome äußern kann. Auf jeden Fall liegt der Blutzucker unter 50 mg/dl.

Die typischen Symptome können je nach Stoffwechseleinstellung aber auch schon bei höheren Blutzuckerwerten verspürt werden. Das ist besonders dann der Fall, wenn der Blutzucker längere Zeit sehr hoch eingestellt war oder die Zuckerkrankheit noch gar nicht erkannt wurde. Der Körper hat sich an die ständig erhöhten Blutzuckerwerte gewöhnt, so dass der Patient die eigentlich normalen Werte als zu niedrig empfindet.

Dabei werden Symptome einer Unterzuckerung ausgelöst. Bei diesen Patienten muss die Diabeteseinstellung sehr vorsichtig begonnen werden, um den Blutzuckerspiegel langsam abzusenken. Dadurch kann sich der Körper allmählich wieder an normale Blutzuckerwerte gewöhnen.

Schwitzen bei Hypoglykämien
Starkes Schwitzen bei einer Unterzuckerung ist nicht selten

Symptome bei Hypoglykämien:

  • Zittern,
  • Schwitzen
  • Heißhunger
  • Seestörungen
  • Verwirrtheit
  • Konzentrationsprobleme
  •  unkontrolliertes Handeln
  • ungewöhnliches Verhalten
  • bei Kindern oft albernes Verhalten
  • Krampfanfälle
  • Bewusstlosigkeit

Manchmal haben auch gesunde Menschen Blutzuckerspiegel um 50 mg/dl. Allerdings funktionieren bei ihnen die normalen Regulationsmechanismen des Stoffwechsels. Der Körper ist in der Lage, den Blutzuckerwert auf diesem Niveau zu halten, und es treten keine extremen Symptome einer Unterzuckerung auf außer vielleicht Heißhungergefühl und zittriges Verhalten. Diese Symptome verschwinden, wenn der Betreffende etwas isst.

Beim Diabetiker sind diese Regulationsmechanismen außer Kraft gesetzt.

Diese Mechanismen sind:

  • Unterbrechung der Insulinfreisetzung aus den Betazellen
  • Freisetzung der Hormone, die den Blutzucker anheben:
    • Glukagon – Gegenspieler vom Insulin
    • Kortison
    • Adrenalin – Stresshormon
    • Wachstumshormone
  • Aktivierung des autonomen Nervensystems, das bedeutet es unterliegt nicht der willentlichen Steuerung

Bei einem zu niedrigem Wert sollte der Diabetiker sofort zu schnellen Kohlenhydraten greifen, wie zum Beispiel Traubenzucker, Apfelsaft.

Kohlenhydrate mit hohem Fettanteil oder Eiweiß können die Aufnahme ins Blut verzögern und der Blutzucker sinkt noch mehr ab.

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