ADHS macht keine Ferien

ADHS Kinder sollten die Ferien nutzen, um von ihrer Droge Ritalin oder anderen Methylphenidat-Präparaten  wegzukommen

ADHS macht zwar keine Ferien, aber die Zeit wäre günstig.

ADHS Kind
Kinder mit ADHS sind ganz oft auch „Pausenclown“

Es ist jetzt schon ein hoher Leistungsdruck, der auf den Kindern ruht. Und besonders Kinder mit ADHS tun sich sehr schwer, immer bei der Sache zu bleiben. Ablenkungen und lange Hausaufgaben lassen den Alltag zum Alptraum werden. In den Ferien ist für viele Kinder frei, aber einige müssen für Nachprüfungen auch lernen. Viele Kinder treten nach den Sommerferien ins Gymnasium oder in die Realschule  über.

Heute ist ganz schnell die Diagnose ADHS gestellt.

Aus der Hirnforschung weiß man, dass ADHS- Schüler eine geringere Durchblutung im Frontallappen des Gehirns aufweisen. Das Frontalhirn ist maßgeblich an der Planung von Handlungen, der Steuerung von Gefühlen und Emotionen, der Lenkung der Aufmerksamkeit und am Ausfiltern von wichtigen und irrelevanten Reizen verantwortlich.

Aufgrund des Mangels an verschiedenen Neurotransmitterstoffen, nämlich Serotonin und Adrenalin  in dieser Hirnregion zeigen sich funktionelle Störungen in diesen Bereichen. Einige hyperaktive Kinder müssen sich demnach durch zappelig sein „aktivieren“, um den Neurotransmittermangel im Gehirn auszugleichen.

Schüler mit ADHS können daher die Umweltreize nicht angemessen filtern. Sie wissen nicht, welche Reize nun wichtig und welche „ausgeblendet“ werden müssen. Sie nehmen alle neuen Reize auf, egal ob sie nun für das schulische Lernen oder angemessene Reagieren notwendig oder störend sind. Die Kinder sind ständig überfordert und ihr „Aktivierungsgrad“ ist schnell erschöpft.

Da in den Ferien niemand still sitzen muss und die Konzentration zu einer bestimmten Zeit auch nicht so gefragt ist, reduzieren viele Eltern die Dosierung der Medikamente. Hat man vielleicht doch ein schlechtes Gewissen, seine Kinder mit so einem Gift zu dosieren? 🙁

Wenn man bedenkt, dass die kindliche Gehirnentwicklung noch nicht fertig abgeschlossen  ist, kann man nicht verstehen, warum man diese Medikamente einsetzen muss. In Tierversuchen konnte man eindeutig feststellen, dass Nervenzellen im Wachstum gehemmt sind und die Struktur und Funktionsfähigkeit des Gehirns beeinflusst sind. Außerdem ist Ritalin eindeutig als Einstiegsdroge für stärkere Drogen einzustufen.

Bekannte Nebenwirkungen von Methylphenidat:

  • Schlafstörungen
  • Verstärkte Reizbarkeit
  • Aggressives Verhalten
  • Magenbeschwerden
  • Kopfschmerzen und Schwindel
  • Gesteigerte Herzfrequenz
  • Mundtrockenheit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Übermäßiges Schwitzen
  • Fieber
  • Gelenkschmerzen
  • Psychische Abhängigkeit, Suchtentwicklung

Möchte man diese Nebenwirkungen seinem Kind zumuten? Sollte man nicht andere Möglichkeiten zuerst ausschöpfen?

In USA und England gibt es längst sehr gute Ergebnisse von Studien, die mit Nährstoffen gezielt behandeln. Nur  in Deutschland verschweigt man diese Nährstofftherapien.

Dabei ist es längst bekannt, dass man mit Mikronährstoffen auch diesen Kindern helfen kann, bevor zu Ritalin oder ähnlichen Substanzen gegriffen wird, die unter das  Betäubungsmittelgesetzt fallen.

Wer Ritalin oder auch bekannt als Concerta, Equasyn, Medikinet oder Methylphenidat verordnet, heilt nicht die eigentliche Problematik sondern greift nur in den Hirnstoffwechsel von Noradrenalin, Dopamin und Serotonin ein. Es führt zu einer Überstimulierung und damit zu einer Desensibilisierung dieser Hirnbotenstoffe.

Serotonin steuert das Impulsverhalten, Noradrenalin steuert die Aufmerksamkeit und Dopamin den Antrieb. Es kommt nicht mehr zu einer normalen Neurotransmitterausschüttung

Die Nährstofftherapie sollte als Basistherapie eingesetzt werden. „Richtige Nährstoffe“ sind vor allem Gehirnfettsäuren, von denen oft durch falsche Ernährung zu wenig vorhanden sind.

Bekomme das Gehirn die richtigen Nährstoffe, so ließe sich das Grundproblem bei ADHS und übrigens auch bei Legasthenie, Schizophrenie und Depression beheben: Die Versorgung mit den Botenstoffen Dopamin, Noradrenalin und Serotonin könne wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.
Das verstärkte Auftreten von ADHS hängt nicht nur mit der zunehmenden Aufklärung über die Krankheit zusammen, sondern auch mit der erheblichen Zunahme an Fast Food in der Kinderernährung. Denn Fertignahrung enthält für Haltbarkeit und Geschmack besonders viele gesättigte Fettsäuren. Heute werden bereits Kindergeburtstage von führenden Fast Food-Ketten organisiert. Wen wundert es da, dass immer mehr Kinder zwar ihr Fett abbekommen und übergewichtig werden, es aber an den richtigen Hirnfetten mangelt.

Fett wird uns seit Jahren madig gemacht, aber es gibt auch gesunde Fette. Diese ungesättigten Fettsäuren (Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren) sind vor allem in fettem Fisch (Thunfisch, Lachs, Makrele, Hering), in Meeresfrüchten und in pflanzlichen Ölen (Sonnenblumen-, Walnuss-, oder Rapsöl) zu finden. Davon essen Kinder nicht besonders viel.
Des Weiteren besteht ein Mangel an den Gehirnfettsäuren Arachidonsäure und Gammalinolensäure, sowie an den Mineralstoffen Magnesium und Zink, die den Fettstoffwechsel mit regulieren. Auch an Vitamin B1 und B6 und am Mangan besteht Mangel sowie an hochwertigen Aminosäuren

Weil Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit selten ein konstantes Essverhalten haben und Medikamente wie Ritalin obendrein eine appetitzügelnde Wirkung haben, können Defizite oft nur über Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden.

ADHS zu diagnostizieren ist kein Kinderspiel. Die Symptome wie fehlende Konzentration, mangelhafte Selbstkontrolle, Aggression, fehlende Organisation und die Unfähigkeit, still zu sitzen, sind einzeln unspezifisch und auch bei gesunden Menschen häufig zu beobachten.

Im Gegensatz zum Methylphenidat setzt die Wirkung mit Nährstoffen erst langsam ein. In den ersten drei Monaten  werden die Fettsäuren in den Nervenzellmembranen eingebaut und verändern somit positiv den Gehirnstoffwechsel. Deshalb sind die kommenden Wochen in den großen Sommerferien optimal zu nutzen, um mit Nährstoffen anzufangen. Auf jeden Fall sollte man an eine Dauertherapie denken und die Medikamente nicht alleine absetzen. Man wird allerdings feststellen, dass der Bedarf eindeutig zurückgehen wird. Und das ist auf jeden Fall der erste Schritt in eine drogenfreie Zukunft.

Ein zu Unrecht verabreichtes Medikament, das unter das Betäubungsmittelgesetz fällt wäre ein Skandal. Ein Zuviel an Nahrungsergänzungsmitteln würde nur ein Stück mehr Gesundheit bedeuten, aber niemals Nebenwirkungen haben.

Ein Gedanke zu „ADHS macht keine Ferien“

  1. Ferienzeit bedeutet für viele Familien Erholungszeit. Doch für manche Kinder mit ADHS enden die Probleme nicht mit dem Schuljahr. Wenn Sie mit Ihrem Kind in der schulfreien Zeit eine ADHS-Therapie beginnen, kann dies für entspanntere Ferien und für einen besseren Start ins neue Schuljahr sorgen.

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