Heilung bei Diabetes

Heilung bei Diabetes scheint nicht gewollt zu sein.

Als vor mehr als 90 Jahren Frederick Banting und Charles Best das Insulin entdeckten, war es ein Segen für die damals an  Diabetes erkrankten Patienten, die vorher dem Tod geweiht waren.

Heilung bei Diabetes wäre der Traum aller insulinpflichtigen Diabetiker.

Es ist eine spannende Geschichte, wenn man die Biographie von Frederick Banting liest. Er behandelte am 10. Juli 1922 nach anfänglichem Zögern auf das intensive Drängen der Eltern einen fünfjährigen Jungen, der zu diesem Zeitpunkt auf 12,5 kg abgemagert war: Theodor Ryder war der erste Patient, der mit Insulin behandelt wurde.

Aber was hat sich in den letzten 90 Jahren wirklich getan? Geforscht wird ja genug.
Nun, wir dürfen nicht undankbar sein. Es gibt neue Insuline, die Spritzen haben sich verfeinert und die Dosierungen  wurden präziser. Auch gibt es inzwischen unzählige Blutzuckermessgeräte, die in Bruchteilen von Sekunden das Ergebnis preisgeben. Mein erstes Blutzuckermessgerät hat über zwei Minuten gedauert und ich musste förmlich bei meiner Krankenkasse um eine Kostenübernahme betteln. Heute bekommen wir sie nachgeschmissen, weil jeder mit den Teststreifen das große Geld verdient.

Die Therapieformen haben sich stark verbessert, weil neue Insulinarten entdeckt wurden. Zinkverzögerte Insuline, die NPH-Insuline, Humaninsulin und Insulinanaloga.

Anfang der 80er Jahre sprach man von  der Basis-Bolus-Therapie, der ICT. Inzwischen bekommen viel Patienten die Insulinpumpe, die einem nahezu ein normales Leben verspricht. Und die Pumpe wird uns als Krönung der Therapieformen verkauft.

Eine tatsächliche Heilung  wäre die bessere Alternative

Die Therapien haben sich verändert, weil mit jeder neuen Form gut verdient wird. Aktuell ist die kontinuierliche Glukoseüberwachung das Spitzenhäubchen, wird aber nicht von den Kassen übernommen.

Aber wie sieht es mit Heilung bei Diabetes aus? Immer wieder liest man von Entdeckungen, die uns Diabetiker aufhorchen lassen. Vor 30 Jahren wurde mir schon erzählt, dass ich froh sein kann, Insulin spritzen zu dürfen, aber in den nächsten fünf Jahren würde man den Durchbruch in  der Heilung bei Diabetes gefunden haben.

Und das hört man bei jeder neuen Veröffentlichung, die dann so klingt wie „Das könnte in den nächsten Jahren eine großartige Perspektive für viele Millionen von insulinpflichtigen Diabetikern sein” oder wenn irgendwelche Mäuse Diabetes frei wurden “Solche Erfolgsmeldungen lassen hoffen, dass Diabetes eines Tages auch bei Menschen heilbar wird”

Und wenn wir nicht gestorben sind, dann warten wir morgen noch auf eine Heilung bei Diabetes.

Wo aber landen die vielen Geldbeträge, die die Forschungszentren

Heilung bei diabetes-Geld wird anders ausgegeben
Mit Diabetes wird Geld verdient

bekommen? Was machen sie mit unseren Spendengeldern? Jeder Diabetiker, der größeren Institutionen Geld spendet, geht doch davon aus, dass sein Beitrag zur Heilung bei Diabetes unterstützend sein wird.

Sehen wir uns doch mal die Homepage der größten  Forschungsinstitutionen an:

Da wäre zum einen mal die JDRF, Juvenile Diabetes Research Foundation:

sie hat sich als Ziel gesetzt, das Leben der Diabetiker so angenehm wie möglich zu machen und wollen eine Welt frei von  Diabetes erreichen.

“JDRF is the leader of the type 1 diabetes (T1D) community—unifying global efforts to cure, treat, and prevent T1D. Through a transformative vision, breakthrough innovations, and effective operations, JDRF is working to remove the impact of T1D from people’s lives until we achieve a world without T1D.”

Dann gibt es die DRIF Diabetes Research Institute Foundation.

Sie schmückt sich mit dem Untertitel „The Best Hope for a Cure“ und veröffentlicht auf ihrer Homepage eine Botschaft, die einem ans Herz geht:

“If you or someone you love has diabetes, then you know that diabetes is a devastating disease that causes so much pain and suffering. You know that diabetes robs children of the freedom and innocence of childhood; that it takes lives prematurely; and that patients worry about their future as they try to manage diabetes every minute of every day. The one thing you dream about: a cure for diabetes.”

Die dritte Institution ist die ADA, American Diabetes Association.

Auf deren Homepage wird man gleich als erstes oben rechts in der Ecke mit der Aufforderung einer Spende begrüßt.

„Ihre Spende wird uns helfen, Leben zu retten und die Suche weiterhin auf Heilung zu unterstützen, so dass wir eines Tages frei sein werden von dieser Krankheit und ihren Belastungen.“

Wenn das nicht gut klingt und jeder bereit ist, es sofort zu unterstützen. Ja es besteht sogar die Möglichkeit eines Dauerauftrages von monatlichen Spenden einzurichten. Jeder Geht davon aus, dass sein Geld dazu beiträgt, wirklich Heilung dieser chronischen Krankheit zu erreichen

Last but not least gibt es dann noch Joslin, das Joslin Diabetes Center.

Sie blicken auf eine mehr als ein Jahrhundert alte Tradition in der Diabetes Behandlung.

„Since its inception in 1898, the primary mission of the Joslin Diabetes Center has been to care for people with diabetes, and conduct research to provide new knowledge about diabetes and its complications that will lead to new treatments, prevention and/or cure of these disorders.“

Man hat die Forschungsbemühungen von diesen vier größten Institutionen untersucht. Es kommen einem die Tränen, wenn man sich die Zahlen genauer ansieht.Die Juvenile Diabetes Cure Alliance gab im Mai 2013 einen Bericht heraus, wie viel oder besser gesagt wie wenig Geld im Grunde für Heilung bei Diabetes ausgegeben wird.

Jetzt kann man denken, dass das ja nur für amerikanische Verhältnisse zutrifft. Dann sehen Sie mal auf die Seite von Diabetes-Kids.de

„Juvenile Diabetes Research Foundation in Deutschland e.V.

JDRF — DER HEILUNG GEWIDMET Gegründet wurde die Juvenile Diabetes Research Foundation (JDRF) 1970 in den USA. Die Gründer waren Eltern, … Das erklärte Ziel der Juvenile Diabetes Foschungsstiftung ist die Heilung von Typ-1-Diabetes. Seit ihrer Gründung hat die JDRF mehr als 1,4 Milliarden US$ zur zielgerichteten Diabetesforschung eingesetzt. 2007 finanzierte die JDRF über 700 Stipendien über 20 Ländern. Die Forschung in Deutschland fördert die JDRF aktuell mit mehr als 3 Millionen US$. Die JDRF gibt es in Australien… und jetzt auch in Deutschland.“

Und wenn man dann liest, dass JDRF und Sanofi-aventis eine strategische Partnerschaft im Bereich Typ 1 Diabetes vereinbart haben, kann man dann glauben, dass es da wirklich um Heilung bei Diabetes gehen kann? Die werden doch nicht die Kuh schlachten, die sie noch über Jahrhunderte gut melken können?

Bei der ADA, wo man gleich zum Spenden aufgefordert wird, sind 2012 von den 200 Millionen $ nur lächerliche 2% für perfekte Heilung ausgegeben worden, 1 % für Prävention, 3 % für Komplikationen, 1 % für die Glukose Überwachung, 10 % für Forschung bei Diabetes Typ 2 und ganze 83% für administrative Zwecke.

Das prozentuale Verhältnis bei den anderen vier Institutionen sah nicht viel anders aus. JDRF gab fast die Hälfte für administrative Zwecke aus, Joslin sogar 63% und bei der DRIF waren es „nur“ 35%.

Anders formuliert wird sich darum gekümmert, wie die Therapie optimiert werden kann, aber niemals ist eine Heilung bei Diabetes in Aussicht. Man lässt die Diabetiker in dem Glauben, dass sich was tut, indem man immer wieder spektakuläre Veröffentlichungen publiziert.

Für mich sieht das aus wie eine Veruntreuung unserer Gelder, denn das war mit Sicherheit nicht im Sinne der Spender.

Ein Gedanke zu „Heilung bei Diabetes“

  1. 83% Adminkosten sind Veruntreuung, denn in diesen Organisationen sind bis auf eine ganz, ganz kleine Handvoll alle Mitarbeiter Voluntiere. Also niemand wird bezahlt. DARUM WER STIEHLT/VERUNTREUT DAS GELD?????

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