Aspirin – ein Segen oder eine Gefahr?

Aspirin ist seit 1oo Jahren der Verkaufsschlager auf dem Markt, egal ob als Aspirin Complex, als Aspirin Protect, als Aspirin Effect, als Aspirin Direkt, als Aspirin Coffein oder als Aspirin Plus C.

Aspirin wird gehandelt wie ein Lifestyle-Produkt, das für jedes Problem die Lösung bietet, egal ob bei Rückenschmerzen, Zahnschmerzen oder Erkältungsbeschwerden. Ja sogar nach Aspirin bei Kopfschmerzeneiner durchzechten Nacht oder bei einem Kater wirkt Aspirin wie ein Wunder.

Reichlich Vitamin B einnehmen und genügend Wasser trinken hätten die gleiche Wirkung, allerdings ohne Nebeneffekte.

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Der Hersteller Bayer produziert jährlich rund 40 Millionen Packungen und macht damit einen Umsatz von 776 Millionen Euro weltweit. Aspirin ist rezeptfrei zu bekommen, für Kinder zugelassen und scheint somit völlig ungefährlich zu sein. So signalisiert es uns die Werbung. Es sieht so aus, als sei Aspirin Plus C so gesund wie ein Vitaminbonbon, denn es soll ja laut Werbung die Gesundheit fördern.

Aspirin ist der Wirkstoff Acetylsalicylsäure und ist auch unter dem Begriff ASS bekannt.

Salicin ist ein Stoff aus der Rinde des Weidenbaums, den die alten Griechen schon kannten. Aber erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts gelang es, Salicin zu isolieren. 1874 wurde die Salicylsäure  durch Friedrich von Heyden als Medikament eingesetzt. Sie schmeckte bitter und verursachte Magenbeschwerden, was die Menschen vom Kauf abhielt. Charles Frédéric Gerhardt synthetisierte erstmals 1853 die Acetylsalicylsäure. Unter dem Markennamen Aspirin ® wurde die Acetylsalicylsäure am 6. März 1899 von der Firma Bayer gegen Fieber, Schmerzen und Entzündungen eingesetzt.  Bayer wird unwillkürlich mit Aspirin®  in Verbindung gebracht.

Die entzündungshemmende Wirkung von Aspirin beschrieb 1971 John Vene und erhielt dafür den Nobelpreis.

Aber Aspirin birgt auch einige Gefahren in sich. Es hat eine blutverdünnende Wirkung und muss daher fünf Tage vor Operationen abgesetzt werden. Wer Aspirin regelmäßig einnimmt und einen Zahnarztbesuch vor sich hat, sollte unbedingt darauf hinweisen. Aspirin kann Nierenschäden und Asthmaanfälle auslösen. Nebenwirkungen von Medikamenten mit Todesfällen sind allgemein bekannt. Die Anzahl der Todesfälle in Deutschland, an denen Aspirin beteiligt ist, liegt im vierstelligen Bereich.

Jeder Patient, der einen Schlaganfall oder Herzinfarkt hinter sich hat, erhält inzwischen zur Blutverdünnung Aspirin niedrig dosiert. Hier werden Dosen von 100 mg gegeben, wogegen das Schmerzmittel zwischen 500 mg und 1000 mg eingesetzt wird. In Notfalleinsätzen wird Aspirin in flüssiger Form vor der Fahrt ins Krankenhaus injiziert, wenn der Verdacht eines Herzinfarktes besteht. Es verdünnt das Blut und löst die Verengung in den Herzkranzgefäßen.

Heute wird Aspirin 90% aller Herzinfarkt oder Schlaganfall Patienten verschrieben, die das Mittel ein Leben lang einnehmen müssen. Es soll dafür sorgen, dass sich keine neuen Blutgerinnsel mehr bilden. Es ist zwar rezeptpflichtig, doch die Patienten müssen es selber bezahlen, da es unter dem Selbstbeteiligungssatz liegt.

Mir stellt sich da immer die Frage, ob es da nicht bessere Alternativen gibt? Wie wäre es mit Omega-3-Fettsäuren? Auch sie verhindern eine Blutgerinnung.

Das wäre natürlich nicht im Sinne der Firma Bayer. Denn die verdient inzwischen an der Sekundär-Prophylaxe genauso viel Geld wie am Schmerzmittel Aspirin. Aber der Patient hätte keine Nebenwirkungen.

Die Anzahl der Aspirin-Konsumenten steigt kontinuierlich und somit sind Nebenwirkungen in Form von Blutungen aus dem Magen oder dem Zwölffingerdarm auch mehr geworden.

Die Firma Bayer möchte sogar eine Studie durchführen, um zu beweisen, dass Aspirin niedrig dosiert auch bei gesunden Menschen hilfreich vor einem Herzinfarkt schützen kann. An der Studie nehmen 12.000 Menschen aus acht Ländern teil, die als Voraussetzung entweder 55 Jahre alt sind, einen erhöhten Cholesterinspiegel haben oder Raucher sind. Gesünder wäre es natürlich, man würde aufhören zu rauchen und die Ernährung umstellen und reichlich sekundäre Pflanzenstoffe zu sich nehmen, damit sich der Cholesterinspiegel von alleine senken könnte. Nach  drei Jahren will Bayer die ersten Testergebnisse bekannt geben.

Na wie fallen die wohl aus? Sicherlich werden wir nur positive Ergebnisse zu lesen bekommen. Selbst wenn viele Studienteilnehmer wegen unerwarteter Blutungen die Studie abbrechen müssten, würden wir es nicht erfahren. Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass gerade Studien von Pharmaunternehmen nach ihren eigenen Interessen interpretiert und veröffentlicht  werden.

Aspirin ist bereits als Primärprophylaxe in 35 Ländern zugelassen. Klar, dass man jetzt auch den deutschen Markt erobern will.

Man sollte ein Medikament, und Aspirin bleibt ein Medikament, nur dann einsetzen, wenn es medizinisch angezeigt ist. Als Prophylaxe bei einem gesunden Menschen sehe ich es als sehr fragwürdig, denn die Nebenwirkungen sind größer als der Nutzen.

Selbst in Heidelberg am Deutschen Krebsforschungszentrum wird Aspirin untersucht, ob es eine vorbeugende Wirkung bei Darmkrebs hat. Wie krank ist das denn?

Könnte man nicht erste einmal versuchen, die Menschen dazu zu bringen genügend Ballaststoffe zu essen, das Immunsystem zu stärken und eine Übersäuerung des Körpers zu verhindern? Damit wird natürlich kein Geld verdient. Und den Forschern kann es letztendlich auch egal sein, wenn ein Patient an Krebs erkrankt, denn über die Chemotherapie wird ja genügend Geld verdient.

Nutzen Sie den gesunden Menschenverstand und bleiben ohne Chemie gesund.

 

4 Gedanken zu „Aspirin – ein Segen oder eine Gefahr?“

  1. Hallo Frau Spörer,
    ein Artikel dem ich nur zustimmen kann, so habe ich es noch nirgens gelesen.
    Das muß man ja verbreiten! Gruß Leo Benda

  2. Danke Frau Finke.
    Es gibt immer noch zu wenig Menschen, die sich Gedanken über ihre Gesundheit machen. Es ist erschreckend, wie viele gedankenlos zu Schmerzmitteln greifen.

  3. Ein interessanter Beitrag, dem ich nur voll zustimmen kann. Ich habe in meinem Blog gerade einen ähnlichen Artikel über Paracetamol und seine fatalen Nebenwirkungen, die kaum jemand kennt, veröffentlicht. Darin werde ich jetzt mal auf diesen Artikel hier verlinken.

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