HbA1c als wichtiger Richtwert

HbA1c gibt an, ob die Blutzuckereinstellung optimal ist.

HbA1c Bestimmungen sind daher für Diabetiker eine wichtige Aussage über die Stoffwechseleinstellung.

Dieser Wert ist ein Bestimmungswert, wie viel Zucker sich in den letzten sechs bis acht Wochen an das Hämoglobin (Hb), den „roten Blutfarbstoff“ geheftet hat. Hämoglobin ist ein wichtiger Bestandteil der roten Blutkörperchen, an ihn wird der Sauerstoff gebunden. Somit ist der Sauerstoff-Transport von der Lunge zu allen Organen möglich.

Mit dem HbA1c-Wert kann also eine Aussage über die Qualität der Blutzuckereinstellung der letzten Wochen gesagt werden.

Auch gei gesunden Menschen befindet sich Zucker im Blut, er ist nur nicht so hoch wie bei Diabetikern. Bei gesunden Menschen sind ungefähr fünf Prozent der Hämoglobinteilchen „verzuckert“, also liegt der HbA1c-Wert bei 5%. Sind also mehr Hämoglobinmoleküle verzuckert, so bekommen auch die Gefäße in den Organen mehr Zucker ab, was zu Spätfolgen führen kann. Besonders betroffen sind natürlich alle kleinen Gefäße (Augen, Niere, Beine, Herz).

Eine Senkung des HbA1C-Wertes um nur 1% reduziert die Schäden an den kleinen Gefäßen wie zum Beispiel den Augen oder den Nieren um 35%. Bei diabetischen Folgeerkrankungen senkt sich das Risiko um 21% und die Wahrscheinlichkeit, einen Herzinfarkt zu bekommen, wird um 18% gesenkt.

Jeder Diabetiker sollte einen optimalen HbA1C-Wert  haben, das heißt der HbA 1C-Wert sollte unter 6% liegen. Er kommt somit sehr nahe den Werten eines Stoffwechselgesunden. Der HbA1C  ist also als Langzeitgedächtnis vom Blutzucker ein Richtwert, von dem man ausgehen kann, dass in den letzten vier Wochen der Blutzucker  sehr oft im normoglykämischen Bereich lag. Natürlich kann so ein HbA 1C-Wert auch durch viele Hypoglykämien „erkauft“  werden.

Doch man sollte sich nicht mit der Aussage zufriedengeben, wenn der Arzt bei 7,2% meint, es sei in Ordnung. Bei diesem Wert lag der Blutzucker überwiegend zwischen 120 mg/dl und 150 mg/dl bzw. zwischen 7,8 mmol/l und 8,9 mmol/l, und das sind keine Blutzuckerwerte eines Stoffwechselgesunden. Das trifft sowohl für Typ 2 wie auch für Typ 1 Diabetiker zu. Es sind zwar verschiedene Formen des Diabetes, doch die Auswirkungen der Folgeschäden bleiben die gleichen

Natürlich sind das Alter und die schon bestehenden Folgeschäden ausschlaggebend, wie optimal die Blutzuckereinstellung sein sollte. Bei bereits bestehenden Durchblutungsstörungen kann ein zu niedriger Blutzucker auch die Gefahr für einen Schlaganfall bedeuten. Fragen Sie deshalb unbedingt Ihren Diabetologen.

HbA1c durch den Arzt bestimmen lassen
HbA1c als Richtwert

Je jünger man allerdings ist, umso mehr sollte man einer normoglykämischen Einstellung entsprechen.

Da es unterschiedliche Verfahren gibt, den HbA1c-Wert zu bestimmen, sollte man nicht die Werte von Arzt zu Arzt vergleichen. Für den Diabetiker ist es wichtig, so nahe wie möglich an eine Blutzuckereinstellung hin zu kommen, wie sie die Stoffwechselgesunden haben, und somit wird dann auch der HbA1c-Wert zwischen 5% und 6% liegen. Je niedriger der Wert ist, umso mehr Hypoglykämien sind in den letzten Wochen  aufgetreten, die mitunter sehr unangenehm sein können. Daher hat man als groben Richtwert festgelegt, er soll bei guter Einstellung unter 6,5% liegen. HbA1c-Werte über 7% sind auf jeden Fall verbesserungsbedürftig, weil sie Folgeschäden begünstigen.

Es macht keinen Sinn, wöchentlich den HbA1c-Wert zu kontrollieren, weil er von der Lebensdauer der roten Blutkörperchen abhängt, die sich alle 120 Tage erneuer. Allerdings ist das ein kontinuierlicher Prozess, so dass immer wieder neue Blutkörperchen dazu kommen und alte absterben.

Bei sehr starken Blutzuckerschwankungen zwischen hohen Werten bis hin zu Werten bei Unterzuckerungen kann ein guter HbA1c-Wert erreicht werden. Daher ist auch eine regelmäßige momentane Blutzuckerkontrolle immer sinnvoll.

Ein Gedanke zu „HbA1c als wichtiger Richtwert“

  1. Hämoglobin (Hb), auch „roter Blutfarbstoff“ genannt, ist ein wichtiger Bestandteil der r oten Blutkörperchen . Es bindet Sauerstoff und ermöglicht so den Sauerstoff-Transport von der Lunge zu den Organen. Als HbA1c bezeichnet man Hämoglobin, an das sich ein Molekül Zucker ( Glukose ) angelagert hat. Das geschieht in verstärktem Maß bei hohen Blutzuckerwerten wie beispielsweise bei einem unzureichend behandelten Diabetes .

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