Wenn die Bauchspeicheldrüse nicht mehr mag

Die Bauchspeicheldrüse des Menschen ist ein Drüsenorgan und liegt im Oberbauch hinter dem Bauchfell. Der medizinische Fachausdruck ist Pankreas.

Bauchspeicheldrüse – das steht für endokrine und exokrine Drüsenfunktionen.

bauchspeicheldrüseDie exokrine Bauchspeicheldrüse gibt täglich ca. 1,5 Liter Verdauungssäfte in den Dünndarm ab, regelt also die Verdauung. Diese Sekrete spalten Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette aus der Nahrung, damit sie über die Darmschleimhaut in entsprechender Größe aufgenommen werden können. Fällt bei der Bauchspeicheldrüse diese Funktion aus, kann die Nahrung nicht mehr aufgeschlossen werden.

Die endokrine Bauchspeicheldrüse produziert Hormone und zwei Prozent der Zellen sind inselförmig angelegt und werden als die Langerhans-Inseln genannt. Die bekanntesten Hormone der Bauchspeicheldrüse sind das Insulin aus den Beta Zellen und das Glukagon aus den Alpha Zellen. Die bekannteste Störung dieses Teils in der Bauchspeicheldrüse ist die Zuckerkrankheit, der Diabetes mellitus.

Beim Diabetes Typ 1 handelt es sich um eine Zerstörung der Beta Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Bei 5-10% der an Diabetes erkrankten Personen trifft diese Form zu. Die weitaus häufigere Diabetes Form ist der insulinresistente Typ 2 Diabetes.

Oft ist eine Fehlfunktion des Immunsystems daran schuld. Bei dieser Autoimmunerkrankung richtet sich die körpereigene Abwehr fälschlicherweise  gegen die eigenen Zellen. Beim Typ 1 ist unbedingt als Therapie das Zuführen von Insulin notwendig, meist als intensivierte Insulintherapie oder Pumpentherapie.

Unbehandelt würden die sehr hohen Blutzuckerspiegel zur Bewusstlosigkeit bis hin zum Koma führen. Bei schlecht eingestelltem Diabetes ist mit Folgeschäden und Komplikationen an den Gefäßen und  Nerven zu rechnen. Besonders gefährdet sind Augen, Füße, Nieren und das Herz.

Die Entwicklung vom Diabetes Typ 1 verläuft sehr langsam. Die Zerstörung dieser Zellen diabetesin der Bauchspeicheldrüse hat zwar schon begonnen,  die Blutzuckerspiegel sind jedoch noch völlig normal. Im Blut der Betroffenen könnte man allerdings die Antikörper nachweisen, die sich gegen die Betazellen gerichtet haben.

Diese Form des Diabetes trifft sowohl Frauen wie Männer gleichermaßen.

Typische Symptome bei nicht behandeltem Diabetes Typ 1 :

  • häufiges Wasserlassen: das liegt an der erhöhten Zuckerkonzentration im Blut. Um diesen Unterschied auszugleichen, gelangt der Zucker in den Harn und wird vermehrt ausgeschieden.
  • verstärkter Durst durch den Wasserverlust
  • Gewichtsverlust: der Körper baut Fett ab, um Energie zu gewinnen. Da ihm Insulin fehlt, kann der Zucker nicht aus dem Blut in die Muskelzelle.
  • Schwächegefühl und verminderte Leistung

Viele Diabetiker Typ 1 zeigen am Anfang überhaupt keine Symptome.

Kann der Typ 2 Diabetes durch Gewichtsabnahme und Ernährungsumstellung und vermehrter Bewegung oft in den Griff bekommen werden, so ist der Typ 1 Diabetiker immer auf Insulin von außen angewiesen.

Man kann sich vorstellen, dass weltweit alle Diabetiker sich eine Heilung wünschen. Oft wird auf Diabetiker Tagungen aber nur über neuste Erkenntnisse über neue Therapieerleichterungen berichtet und die neuen Messgeräte vorgestellt.

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