Ballaststoffe sind kein Ballast!

Ballaststoffe sind wirklich kein Ballast, sie sind absolut notwendig.

Ballaststoffe sind keine Nährstoffe im klassischen Sinn, aber sind dennoch sehr wichtig für unser Wohlbefinden. Ernährungsexperten empfehlen daher, täglich 25 Gramm bis 30 Gramm Ballaststoffe zu sich zu nehmen, was allerdings kaum jemand schafft.

Ballaststoffreiche Ernährung ist nicht nur gesund sondern stärkt auch das Immunsystem.

Bei Ballaststoffen denkt jeder oft an unnötigen Ballast oder an eine verdauungsfördernde Wirkung.

Aber Ballaststoffe können mehr, als nur für gute Verdauung sorgen. Und als Antwort darauf  hört man in Gesprächen „Mit der Verdauung hab ich keine Probleme“.

Doch diese Ballaststoffe haben nicht nur eine wichtige Rolle im Magen-Darm-Trakt, ihre Einnahme verhindert auch viele Sekundärerkrankungen.

Man unterscheidet zwischen löslichen Ballaststoffen wie Guarkernmehl, Pektinen und resistenten Stärken und unlöslichen Ballaststoffen wie Zellulose, Hemizellulose und Lignin.

Die löslichen Ballaststoffe kommen in Obst, Gemüse, Hafer und Hülsenfrüchten vor. Sie

Ballaststoffe im Gemüse
© Gleb Semenjuk – Fotolia.com

bewirken eine verzögerte Magenentleerung, sorgen dadurch für ein stärkeres Sättigungsgefühl und lassen den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen. Diese Art von Ballaststoffen ist nicht nur für Diabetiker Typ 2 interessant. Durch die verringerte Aktivität der Verdauungsenzyme kommt es zur verlangsamten Nährstoffaufnahme und dadurch steigt der Blutzuckerspiegel langsam  an. Auch für den Herzmuskel bieten sich gesundheitliche Vorteile an.

Die Fructo-Oligosaccharide, kurz FOS genannt, zählen auch zu den löslichen Ballaststoffen. Sie fördern die Aufnahme von Calcium im Darm und stimulieren das Wachstum der gesunden Bifidobakterien. Wegen ihrer präbiotischen Wirkung beeinflussen sie positiv die Darmflora. Dadurch werden die schädlichen Bakterien außer Gefecht gesetzt und die Darmtätigkeit angeregt.

Die unlöslichen Ballaststoffe befinden sich in Vollwertgetreide, Vollkornbrot und Kohlarten. Sie unterstützen die Verdauung und fördern die Darmfunktion. Damit erleichtern sie auch das Abnehmen. Laut einer Umfrage sind 45% aller Befragten an einer Gewichtsreduktion  interessiert. Aber diese Lebensmittel stehen nicht allzu oft auf der Speisekarte.

Eine ballaststoffreiche Ernährung reduziert auch die Aufnahme von Lipiden und Cholesterin. Das würde vielleicht öfter bedeuten, dass weniger lipidsenkende oder cholesterinsenkende Medikamente verordnet werden müssten.

Unser Darm ist aber nicht nur für die Verdauung zuständig, in ihm sitzt zu 80% unser Immunsystem. Eine Ernährung, in der viele Ballaststoffe vorhanden sind, trägt dazu bei, unser Immunsystem zu stärken. Also nicht nur an Vitamin C und Zink denken bei einem geschwächten Immunsystem sondern auch an eine ballaststoffreiche Ernährung.

Nur ein intakter Darm kann uns hilfreich sein und vor vielen Krankheiten schützen.

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2 Gedanken zu „Ballaststoffe sind kein Ballast!“

  1. Danke für diesen tollen Bericht.
    Das kann ich nur bestätigen. Wer seinen Darm funtionstüchtig hält, weil er viele Ballaststoffe mit der Nahrung isst, wird seltener krank.
    Ich war früher ständig erkältet und antriebsarm. Seitdem ich mich gesünder ernähre und mehr bewege, fühle ich mich topfit und habe schon lange nicht mehr gekränkelt.

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