Diabetes und seine Kosten

Diabetes ist eine der häufigsten Zivilisationskrankheiten, man spricht inzwischen auch schon von einer Epidemie.

Die Gesamtzahlen variieren je nach Quelle, doch man geht von sechs Millionen Menschen mit Diabetes aus, das ist ein Anstieg in den letzten 10 Jahren von fast 50%. Für das Jahr 2030  rechnet man noch einmal mit einer Verdoppelung.

Der Diabetes kostet dem deutschen Gesundheitssystem 12% seiner Ressourcen. Und das sind mehr als 23,5 Milliarden Euro pro Jahr.

Diabetes belastet das Gesundheitssystem mit enormen Kosten

Die Kosten unterteilt man in direkte und indirekte Kosten. Dabei sind die tatsächlichen direkten Kosten, den Diabetes zu behandeln nur mit 25% festgelegt. 75% der Kosten, die beim Diabetes anfallen, sind auf Spätfolgen und Komplikationen zurückzuführen.

 

Die allgemeinen Kosten im Gesundheitswesen betragen für einen Diabetiker 3140,-€ pro Jahr.

Komplikationen sind Nierenerkrankungen bis hin zur Dialyse, Neuropathien bis hin zur Amputationen und Retinopathien bis hin zur Erblindung. Stückchenweise verlieren die Diabetiker an Gesundheit und die Industrie profitiert davon. Von Gehhilfen bis zum Rollstuhl, mit Lesehilfen und Lupen, von kleinen bis großen Unterstützungen im täglichen Alltag wird damit Geld verdient. Ganz abgesehen mal von den wirtschaftlichen Kosten an die Gesellschaft, weil die Produktivität vieler Diabetiker durch Erwerbsunfähigkeiten verloren geht.

Da kommt man natürlich sehr schnell zu der Annahme, dass niemand im Grunde eine Heilung will, mit Ausnahme der Diabetiker selber. Denn mit Diabetes ist ein gutes Geschäft zu machen. Aber alles ist nur eine Frage der Zeit, auch die Heilung von Diabetes Typ 1.

Diabetes ist die häufigste Ursache für Herz-Kreislauferkrankungen. In Deutschland sterben jedes Jahr über 54.000 Diabetiker oder anders ausgedrückt, jede Stunde sterben sechs Bürger an den Folgen ihres Diabetes. Laut WHO ist Diabetes eine von den vier häufigsten Todesursachen.  Eine Zahl, die man sich einmal bewusst machen sollte.

Die Häufigkeit der Typ 2 Diabetiker ist größer als die der Typ 1 Diabetiker, wobei man davon ausgeht, dass 50% aller Menschen mit Diabetes nichts von ihrer Krankheit wissen und unbehandelt bleiben.

Übergewicht ist eines der Hauptgründe für eine beginnende Insulinresistenz. 49% der Gesamtbevölkerung ist übergewichtig und in Deutschland hat einer von zehn Deutschen  Übergewicht. Bei der jüngeren Bevölkerung sieht es so aus, dass 15% der  Jugendlichen (drei bis siebzehn Jahren) übergewichtig sind und 6% sogar fettleibig sind.

Im Vergleich zu den 80er- und 90er-Jahren ist der Anteil der übergewichtiger Kinder um 50 Prozent angestiegen. Gründe sind Bewegungsmangel und Zunahme der Computerspiele.

Quelle: KiGGS-Studie, Robert-Koch-Institut 2008

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tipp zum kalorienarmen Süssen: Ein Süsskraut, das Geschichte schreibt.

Das sind keine guten Aussichten, doch mit einer entsprechenden Ernährungsumstellung und Veränderung von schlechten Essgewohnheiten kann man sehr viel daran ändern.

Das Buch von Dr. Duke Johnson „Die optimale Gesundheit“ geht sehr schön auf diese Problematik ein und kann ich jedem nur empfehlen, wer etwas für seine Gesundheit tun möchte.

Ein Gedanke zu „Diabetes und seine Kosten“

  1. Dieser Beitrag trifft des Pudels Kern. Problem ist, das Diabetes Typ 2 vorerst keine Nebenwirkungen zeigt, sondern mit der Zeit, also schleichend, Gesundheits-beeinträchtigungen mit sich bringt, wie hier bereits beschrieben, an denen man auch sterben kann.
    Bitte, lieber Leser: Sie sind für Ihre Gesundheit in erster Linie verantwortlich und so sollten Sie auch leben.
    Diabetes Typ 2 ist vermeidbar durch Bewegung und eine ausgewogene Ernährung.

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