Makuladegeneration und Antioxidantien zur Vorbeugung

Makuladegeneration – ein Problem, woran über zwei Millionen Menschen im Alter leiden.

Es gibt die trockene Makuladegeneration, die zu 85% der Fälle die häufigere und langsamer verlaufende Form ist und die zu 15 % seltenere und feuchte Makuladegeneration, die schneller verläuft

Man freut sich auf seinen Ruhestand , hat  endlich Zeit, Dinge zu tun, für die man zu Arbeitszeiten nie kam und nun muss man feststellen, dass man nicht mehr so gut sieht. Man

Antioxidantien im Obst schützen vor Makuladegeneration

leidet an der altersbedingten Makuladegeneration AMD.

Obwohl noch nicht genau geklärt ist, woran es liegt, dass im Alter jeder Dritte über 75 Jährige  an der Makuladegeneration leidet, sind sich in einigen Punkten alle einig. Bluthochdruck und Rauchen fördern die Entstehung  der Makuladegeneration. Außerdem sollten wir unsere Augen vor intensiver Sonnenstrahlung mit einer Sonnenbrille schützen. Denn UV-Strahlen können im Auge aggressive chemische Substanzen entstehen lassen, die unsere Netzhaut schädigen.

Eine gesunde Ernährung mit viel Frischen Obst und Gemüse wird auch als Empfehlung gegeben und darin liegt das Problem unserer Zeit, denn davon essen wir alle zu wenig.

In Obst und Gemüse sitzen die Antioxidantien, die die freien Radikale unschädlich machen. Freie Radikale sind  keine neue politische Richtung  sondern aggressive Substanzen, die die Augen geschädigt haben.

Alles was wir sehen wird direkt auf die Mitte unserer Netzhaut (Makula) projiziert. Die Netzhautmitte, also die Makula, auch gelber Fleck genannt, ist lediglich zwei Quadratmillimeter klein – und doch ist es unglaublich was sich hier alles abspielt. Denn nur hier, auf diesen winzigen zwei Quadratmillimetern, wird das scharfe Sehen erst möglich gemacht. Verantwortlich dafür sind ca. sieben Millionen Sehzellen (pro Auge), die man auch Zapfen nennt. Diese sieben Millionen Zapfen sorgen dafür, dass wir scharf gucken und Farben erkennen können.

Für ihre permanente Arbeit benötigen die Zapfen wichtige Nährstoffe wie Lutein, Zeaxanthin, Beta-Carotin, Vitamin C und Vitamin E, die klassischen Antioxidantien.

Unser Körper ist ständig Angriffen durch freie Radikale ausgesetzt, wir spüren davon allerdings nichts. Wir bekommen auch nicht mit, wofür unser Körper die Antioxidantien einsetzt. Fakt ist, dass  im Alter zurückblickend man wegen des Sehverlustes  gerne mehr gegessen hätte, wenn man weiß, man hätte mit vermehrter Aufnahme von Antioxidantien die Entstehung der altersbedingten Makuladegeneration verhindern können.

Vom ganzen Körper aus gesehen sind hier im Auge die meisten Antioxidantien eingelagert. Man sollte sich also in jungen Jahren nicht auf die Angaben der DGE verlassen, um sein Auge zu schützen, wenn man mit 70 Jahren auch noch scharf sehen will. Der Verlust der Sehstärke ist ganz stark gekoppelt mit dem Gefühl Lebensqualität einzubüßen.

Im Alter wird dann Autofahren unmöglich, das Lesen, Schreiben und Fernsehen gehen ebenfalls  nicht mehr. Nur das räumliche Sehen bleibt erhalten.

Leider kann man es sich nicht vorstellen, wenn man jung ist, denn es kündigt sich ja nicht durch Schmerzen an. Aber dass unser Auge mehr Nährstoffe braucht, als wir über die Nahrung aufnehmen können erkennen wir auch in jungen Jahren an einigen typischen Symptomen.

Wer kennt nicht das Gefühl von Augenmüdigkeit?! Durch Brennen, Jucken oder dem Sandkorngefühl macht sich die Augenmüdigkeit häufig bemerkbar. Da würden Lutein, Zeaxanthin und andere Betacarotine  wie ein Wunder wirken und das ohne Nebenwirkungen wie bei Medikamenten  es oft der Fall ist.

Jeden Tag vollbringen unsere Augen Höchstleistungen: Ihr komplexer Aufbau und ihre Sensibilität ermöglichen uns ein gutes Sehen. Aber ab dem 40. Lebensjahr beginnt die natürliche Sehkraft altersbedingt bei den meisten von uns langsam nachzulassen.
Deshalb sollten wir rechtzeitig vorbeugen, um den Erhalt der Sehkraft zu unterstützen. Dabei ist es wichtig, auch schädigende Belastungen zu vermeiden.
Stundenlanges Autofahren im Dunkeln oder Arbeiten am Computerbildschirm überanstrengen unsere Augen. Und das Sitzen vor Bildschirmen wird immer häufiger, auch bei den Jugendlichen, die erfahrungsgemäß kein Fan von Obst und Gemüse in größeren Mengen sind.

Kinderlebensmittel

Kinderlebensmittel sind nicht das, was sie angeben zu sein, besonders sind sie niemals Mittel zum Leben.

Wenn man beobachtet, wie die Lebensmittelindustrie einen neuen Markt entdeckt hat, braucht man als Eltern starke Nerven, wenn man mit kleinen Kindern einkaufen geht. Zum Glück hatte ich da nie Probleme und konnte alle Kinderlebensmittel liegenlassen, auch wenn meine Kinder anfangs gequengelt haben und ich mir anhören musste, wie „gemein“ ich doch sei, dass ich nicht wie andere Mütter diese tollen Milchschnitten, Pinguine und speziellen Joghurts alias Fruchtzwerge kaufen würde.

Erschreckend ist es, wenn Werbedamen im Supermarkt den Müttern erklären wollen, dass diese Fruchtzwerge keinen zusätzlichen Zucker enthalten.

Ich habe die Damen dann immer gefragt,  wie sie mir die 17 Gramm Kohlenhydrate erklären können, die in 50 Gramm Joghurt enthalten sind? 17 Gramm Kohlenhydrate sind in mehr als 450g Naturjoghurt enthalten oder in 300 Gramm Erdbeeren.

Jetzt kann man natürlich nicht von jedem Verbraucher erwarten, dass er sich in Ernährungsfragen auskennt. Seit einiger Zeit gibt es zwar die Plattform „Foodwatch“, wo man nachsehen kann, was so alles an Etikettenlügen auf unseren Nahrungsmitteln steht, aber wer sieht da schon regelmäßig vor seinem Einkauf hinein?

Kinderlebensmittel sind zu 75% zu süß und zu fett und alles andere als gesund. Hinzu kommt, dass sie so stark überaromatisiert sind, dass den Kindern jeglicher normale Geschmackssinn verloren geht.

Kinderlebensmittel und Werbung in Fernsehkanälen mit Kindersendungen gehören zusammen, denn man will ja die richtige Zielgruppe ansprechen. Und da strotzen unsere fitten National-Fußballspieler nur so vor Leistung und Gesundheit, wenn sie den Tag mit einem Nutella-Frühstück starten. Wer will denn nicht so gut in den Tag starten wie unsere Helden, die für die kleinen F-Jugend-Spieler große Vorbilder sind? Und es wird clever mit sportlichem Zubehör geworben, wenn man die Punkte sammelt und ausschneidet.

Zum Glück hatten meine Kinder immer sehr schnell begriffen, dass man sich bessere Taschen  und Trikots kaufen kann, wenn man das Geld einspart, was man für den  Kauf von Hunderten von Schokoriegeln ausgeben müsste, um dann endlich nur eine billige Kappe zu erhalten.

Viele Schokoriegel werden schon über Generationen mit gutem Gewissen verzehrt, also müssen sie doch gut sein. Und wenn die Schokolade mehr aus Milch besteht, als aus Schokolade, dann muss sie doch gesund sein? Tatsächlich besteht dieser Kinderschokoladenriegel aus Butterfett, Zucker, Emulgatoren und Aromen und enthält mehr Kalorien als eine normale Vollmilchschokolade.

Unsere Kinder essen auch zu wenig Obst und Gemüse, so dass ich schon lange immer beiläufig sarkastisch erwähne, „Die Jugend von heute sind die Frührentner von morgen“.

Aber wenn dann schon genascht werden soll, dann doch mindestens mit vielen Vitaminen. Dass der Zucker darin die wenigen Vitamine völlig ruiniert, steht natürlich nicht auf der Packung, auf der leuchtend die Orangen abgebildet sind. In Wahrheit sind nur 1,3% Fruchtsaft enthalten und fast 70% Zuckeranteil.

Aber mit Obst und Gemüse kann man nicht so viel Geld verdienen wie mit Süßigkeiten. Und die Eltern werden beruhigt, indem sie auf der Verpackung lesen können „Mit dem Besten aus der Milch“ oder „enthält wertvolle Vitamine“ oder gar „Mit Calcium für einen starken Knochenbau“. Das viele Fett und der erhöhte Salzanteil werden verschwiegen, der Bluthochdruck und das Übergewicht entwickeln sich etwas später.

Kinderlebensmittel sind nicht nötig

Wir sollten unseren Kindern mit bestem Beispiel vorangehen, denn Kinder erziehen heißt auch richtig vormachen. Dann ist der Pausen Snack als Apfel völlig normal und es muss nicht die Pizza in der großen Schulpause gekauft werden. Für mich unverständlich, wie man in der Schule als 2. Frühstück, wo anschließend wieder gesessen wird uns sich konzentriert werden soll, als Snack ein Pizzastück angeboten werden kann.

Betazellen sind irreversibel zerstört?

Betazellen sollen bei Manifestation von Diabetes Typ 1 irreversibel zerstört sein, das bedeutet dieser Prozess ist „nichtumkehrbar“.

Betazellen sind zu 80% in der Bauchspeicheldrüse irreversibel zerstört und man muss ein Leben lang Insulin spritzen. So kennt es jeder Diabetiker, dem man irgendwann mal die Diagnose „Diabetes mellitus Typ 1“ mitgeteilt hat.

Das scheint ja nun nicht mehr die Tatsache zu sein, denn bereits die JDRF berichtete im letzten Jahr über die Entdeckung, dass sich die Betazellen erneuern können, also nicht irreversibel zerstört sind.

Auch Frau Dr. Denise Faustman vom bekannten Massachusetts General Hospital gab darüber ein Interview und berichtete von der Erneuerung der Betazellen, was natürlich völlig neue Behandlungsmethoden und Heilungschancen erahnen lässt.

Aber wie das so mit einem alteingeführten Dogma ist, es ist gar nicht so einfach, es  umzuhauen.  Das erfordert Umdenken und viele Leitlinien und Lehrbücher müssen umgeschrieben werden.

„Unter einem Dogma (altgr. δόγμα, dógma, „Meinung, Lehrsatz; Beschluss, Verordnung“) versteht man eine fest stehende Definition oder eine grundlegende (Lehr-)Meinung, deren Wahrheitsanspruch als unumstößlich gilt.“ so ist die Aussage laut Wikipedia.

Und bevor so ein als unumstößlich geltender Wahrheitsanspruch zu Boden geht, muss das Gegenteil bewiesen werden.

Und bis so Fachlektüren umgeschrieben werden und aus dem Verkehr gezogen werden, vergehen noch einmal einige Jahre. Es ist manchmal ganz schön frustrierend, was man so in „Fachlektüren“ zu lesen bekommt oder auf Fachtagungen an Prospektmaterial verteilt wird. Da findet man immer noch Gewichtsberechnungen nach dem Broca-Index, wenn es um das Idealgewicht geht, obwohl schon längst der Body-Mass-Index BMI bereits durch das Taille-Hüft-Verhältnis, dem THV oder im Englischen sagt man auch Waist-hip ratio oder Waist-to-hip ratio (WHR) abgelöst wurde.

Nun das ist nicht das größte Problem, denn die meisten richten sich eh nach ihrem Wohlfühlgewicht, wenn sie an ihr Körpergewicht denken und kümmern sich wenig darum, wie dieses Gewicht berechnet wird.

Anders sieht es bei der Diabetikerschulung aus.

War es zu Anfang der 90er Jahre noch verboten, Diabetikern den Zucker in reiner Form zu erlauben, so lernen heute die Diabetiker mit Diabetes Typ 2, dass bis zu zehn Prozent der täglich benötigten Kalorienmenge aus Zucker stammen darf. Über den Tag verteilt entspricht das bei 2.000 Kilokalorien 50 Gramm Zucker. Ziel bei Diabetes Typ 2 ist,  Gewicht  zu verlieren und auf die Kalorien zu achten. Deshalb ist es auch gut, dass die sogenannten Diabetikerprodukte aus den Läden verschwinden. Eine Diätschokolade enthält ähnlich viel Fett und Kalorien wie eine normale Schokolade, ist allerdings doppelt so teuer.

Aber was findet man im Internet, wenn ein frisch diagnostizierter  Diabetiker beginnt bei Google zu suchen? Hat er jemals vorher von Betazellen gehört?

„Wer jedoch an Diabetes Typ 1 erkrankt ist, wird sein ganzes Leben auf Fremdinsulin angewiesen sein.“ 

gelesen bei


Bei der Deutschen Diabetes Gesellschaft, der wohl größte Organisation mit 8000 Mitgliedern findet man folgende Zeilen, die sie über sich selbst schreibt:

Betazellen sind beim Diabetes Typ 1 zu 80% irreversibel zerstört

„Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) gehört mit ihren 8000 Mitgliedern zu den großen medizinischen Fachgesellschaften in Deutschland. 

Sie unterstützt Wissenschaft und Forschung, engagiert sich in Fort- und Weiterbildung, zertifiziert Behandlungseinrichtungen und entwickelt Leitlinien.

Ziel ist eine noch wirkungsvollere Prävention und Behandlung der Volkskrankheit Diabetes, von der Millionen von Menschen in Deutschland betroffen sind.“

Und vom 25.10.2011 in ihren Leitlinien ist der Diabetes Typ 1 folgendermaßen definiert:

 „Diabetes mellitus Typ-1 kennzeichnet ein „absoluter Insulinmangel“. Denn bei dieser Autoimmunerkrankung gehen die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zugrunde. Dem Körper fehlt dadurch das lebenswichtige blutzuckersenkende Hormon Insulin, so dass der Patient es sich lebenslang spritzen muss.“

Eine so große kompetente Gesellschaft mit derartigen Zielen wird wohl als erste darauf reagieren, wenn ganz offiziell bekannt ist, dass sich die Betazellen erneuern können, denn das bietet völlig neue Behandlungsmethoden.

 

Vitamin B12 Mangel wird selten erkannt

Vitamin B12 Mangel wird immer nur mit Blutarmut, genau mit perniziöser  Anämie, in Verbindung gebracht, aber Vitamin B12 kann mehr.

Vitamin B12 ist sehr wichtig. Leider liegt die tägliche Verzehr-Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung seit über 25 Jahren immer noch bei nur 0,003 mg oder 3 µg. Das war mal die Menge, um diese Blutarmut zu verhindern.

Vitamin B12 wirkt bei wesentlich mehr Funktionen mit. Aber dies hat man etwas übersehen.

Vitamin B12 ist verantwortlich für

  • Aufbau von Nervenbotenstoffen (Neurotransmittern)
  • Abbau des gefäßschädigenden Homocysteins
  • Stabilisierung der Knochen
  • Wachstum und Regeneration der Nervenzellen und von Schleimhäuten
  • Bildung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten)
  • Aktivieren des Energiestoffwechsels
  • Aufbau der DNA, indem es die Zellteilungsprozesse unterstützt

Bei vitaminreicher Ernährung denkt man immer gleich an Obst und Gemüse. Das ist bei der Versorgung mit Vitamin B12 anders. Es kann ausschließlich über tierische Produkte aufgenommen werden, daher sind auch besonders die Veganer stark gefährdet, einen Vitamin B12-Mangel zu erleiden.

Vitamin B12-Gehalt in 100 g Lebensmitteln:

  • Rinderleber: 65,0 µg
  • Kalbsleber: 60,0 µg
  • Kalbsnieren: 25,0 µg
  • Hering: 11,0 µg
  • Rindfleisch: 5,0 µg
  • Camembert: 3,1 µg
  • Lachs: 2,9 µg

Ein weiteres Problem ist die Verwertung des Vitamin B12, denn obwohl vielleicht genügend Nahrungsmittel aufgenommen werden, die Vitamin B12 enthalten, kommt das Vitamin B12 nicht dort an, wo es gebraucht wird. Grund ist die Störanfälligkeit im Magen. In der Magenschleimhaut befindet sich der Intrinsic Faktor, der das Vitamin B12 (Extrinsic Faktor) durch die Darmwand ins Blut transportiert. Ab dem 60. Lebensjahr wird von diesem Transportfaktor immer weniger produziert, so dass die Aufnahme nicht mehr richtig gewährleistet ist.

Viele Menschen leiden auch bedingt durch permanenten Stress an Magenschleimhautentzündungen oder nehmen Medikamente ein, die die Magensäure binden sollen oder nehmen als Diabetiker bei einem Diabetes Typ 2 das Medikament Metformin ein.

Mangelsymptome von Vitamin B12 treten eher schleichend auf, weil sie oft in ganz andere Richtung interpretiert werden:

  • häufige Infekte
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Konzentrationsschwäche und nachlassende Gedächtnisleistung
  • Schwindel und Unsicherheiten beim Gehen
  • Taubheitsgefühle und Kribbeln an Händen und Füßen ( Achtung Diabetiker!)
  • Aggressivität und Gereiztheit
  • depressive Verstimmungen

 

Wie in einer meiner letzten Beiträge wird auch Vitamin B12-Mangel in Verbindung gebracht mit der Entstehung eines  Alzheimer-Risikos und mit anderen Demenzerkrankungen und Parkinson. Zumindest ist man sich sicher, dass eine optimale Versorgung mit Vitamin B12 bis ins hohe Alter hinein diese Krankheiten verhindern oder zumindest hinauszögern kann.

Homocystein, oft unbekannt und doch so gefährlich

Homocystein? Kennen sie als Diabetiker oder auch als Stoffwechselgesunder ihren Homocysteinspiegel?

Homocystein, Homocysteinspiegel – noch nie gehört? Sehr wahrscheinlich, denn es gehört nicht zur Routineuntersuchung und wird von den Krankenkassen nicht übernommen. Wer explizit danach fragt, darf diese Leistung mit ca. 20 Euro zusätzlich zahlen. Aber eine Untersuchung, die sich lohnt.

Diabetes Arzt
Diabetes Arzt

Homocystein ist eine schwefelartige Aminosäure, ein Zellgift, das sich im Eiweißstoffwechsel aus der essentiellen Aminosäure Methionin bildet und  als kurzlebiges Zwischenprodukt entsteht. Normalerweise wird Homocystein im Körper zu Cystein umgewandelt und ausgeschieden. Dazu benötigt unser Stoffwechsel reichlich Vitamine des B-Komplexes, nämlich Folsäure, Vitamin B6 und B12, die als Coenzym fungieren.

Hohe Homocystein-Spiegel werden  in Verbindung gebracht mit kardiovaskulären und zerebrovaskulären Komplikationen, mit Makuladegeneration, mit Demenzkrankheiten, Parkinson und Alzheimer. Man konnte feststellen, dass Homocystein als Zellgift bestimmte Andockstellen im Gehirn, die sogenannte Rezeptoren unwiderruflich schädigt. Homocystein hat einen wesentlich stärkeren Effekt als der Botenstoff Glutamat, der für die Gedächtnisleistung verantwortlich ist, und  während dieser Andockzeit können  zu viele Kalzium-Ionen in die Zelle einströmen. Außerdem schädigt Homocystein die Gefäßwände, indem es die Einlagerung von Fetten in die Gefäßwände fördert, die dadurch ihre Elastizität verlieren und Arteriosklerose fördern.

Nun diese gesundheitlichen Probleme treten natürlich nicht in jungen Jahren auf, sondern immer erst weit nach dem 60. Lebensjahr.

Folsäuremangel ist der häufigste Vitaminmangel in Deutschland, 90% der Bevölkerung leiden an einem Folsäuremangel. Unsere Nahrung bietet zu wenige Möglichkeiten, 600 µg Folsäure  über die Ernährung aufzunehmen. Folsäure zählt zu den wasserlöslichen B-Vitaminen, die bei der Verarbeitung der Nahrungsmittel verloren geht. Auch der Vitamin B12-Spiegel ist bei jedem Dritten  über 65 Jährigen  erniedrigt.

Daraus resultiert, dass ab dem 50. Lebensjahr  jeder 2. Erwachsene einen erhöhten Homocystein-Spiegel hat.

Zur Senkung des Homocystein-Spiegels würde man reichlich B-Vitamine und mindestens 1000 µg Folsäure benötigen, was ungefähr täglich einen Verzehr von  2 kg Blattgemüse entsprechen würde. Über die Nahrung ist es nicht zu erreichen, deshalb muss man auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen, die aus pflanzlichen Quellen bestehen.

Die Tatsache, dass immer wieder zu lesen ist, Vitamine nützen angeblich nur denen, die sie verkaufen wird nicht dadurch richtiger, weil man es immer wieder schreibt. Wer sich etwas mit Ernährungslehre beschäftigt und nicht nur blind links der Schulmedizin vertraut und nachplappert, was die Pharmaindustrie publiziert, wird feststellen, dass viele Gesundheitsprobleme behoben werden können, würden die Menschen von einigen Vitalstoffen etwas mehr zu sich nehmen, als die Deutsche Gesellschaft für Ernährung uns seit Jahrzehnten empfiehlt.

Wie hoch darf denn nun der Homocysteinspiegel sein? 

Eine optimale Größe wären 5 µmol/l, was aber bei älteren Menschen schwer zu schaffen ist. Deshalb hat man sich darauf geeinigt, dass alle Werte, die erst über 8 µmol/l liegen, als ungesund gezählt werden.

Werte über 15 µmol/l bedeuten auf jeden Fall ein deutlich gesteigertes Risiko für Arteriosklerose in den Bereichen Herz und Gehirn, ein erhöhtes Risiko für eine Embolie, ausgelöst durch Thromben und die Wahrscheinlichkeit, an Parkinson oder Alzheimer zu erkranken verdoppelt sich.

Zu niedrige Blutwerte an Homocystein dagegen haben keinen Krankheitswert und sind ohne Bedeutung. Deshalb wäre es wünschenswert von oben genannten B-Vitaminen mehr zu nehmen. Eine Überdosierung ist wegen der Wasserlöslichkeit nicht möglich.

Magnesium und Diabetes

Magnesium ist der Baustoff für unsere Knochen und Zähne. Es steuert die Muskel- und Nervenfunktionen und ist am Aufbau von unzähligen Enzymen beteiligt, die den Energiestoffwechsel regeln.
Der Bedarf von Magnesium steigt jedoch bei Leistungssportlern und Menschen, die einer anstrengenden körperlichen Tätigkeit nachgehen, da durch die vermehrte Schweißproduktion große Mengen an Magnesium ausgeschwemmt werden, die ausgeglichen werden müssen.



Da bei Diabetikern bei schlechter Blutzuckereinstellung im Laufe der zeit auch mit Neuropathien zu rechnen ist, können erste Mangelsymptome von Magnesium übersehen werden. Durch die vermehrte Ausscheidung über die Nieren wegen des erhöhten Blutzuckers sollten sie auf eine ausreichende Zufuhr achten. Auch sind die natürlichen Quellen für Magnesium sehr kalorienreich, so dass als Diabetiker davon oft nicht viel verzehrt werden kann.



Der Gesamtbestand an Magnesium in unserm  menschlichen Körper beträgt etwa 25 g. Der größte körpereigene Magnesiumspeicher sind die Knochen, in denen sich etwa 60 % befindet. Knapp 40 % sind im Bindegewebe und in der Muskulatur enthalten. Im Blut ist nur lediglich 1 – 2 % des Körpermagnesiums gelöst. Daher ist ein Mangel über die Blutuntersuchung nur wenig aussagekräftig, da  der Körper eine zu geringe Versorgung über die Nahrung erst einmal über die Körperspeicher Muskeln und Knochen ausgleicht.

Der Bedarf an Magnesium liegt bei Erwachsenen bei 300 mg bis 500 mg für Kinder bis vier Jahren berechnet man 80 mg Magnesium und für Jugendliche werden 120 mg bis 300 mg empfohlen. Aber wie immer gibt es auch hier Ausnahmen, wo mehr benötigt wird:

  • Sportler benötigen mehr, weil sie über den Schweiß Magnesium verlieren
  • Diabetiker scheiden über den Urin vermehrt Magnesium aus
  • ältere Menschen, weil sie nicht genügend trinken (vielleicht zählen auch jüngere bereits dazu?)
  • wenn viel Alkohol getrunken wird ist der Bedarf auch höher
  • in der Schwangerschaft , um keine frühzeitigen Wehen auszulösen bedarf es auch mehr Magnesium

Eine ausreichende Zufuhr über die Ernährung ist gar nicht so einfach, weil die Lebensmittel mit höherem Magnesiumgehalt nicht täglich auf unserer Speisekarte stehen.

Antioxidantienschutz
Magnesium bei Herz-Rhythmusstörungen

100 g entsprechen  Magnesiumgehalt:

  • Sonnenblumenkerne: 420 mg
  • Sesamsamen: 370 mg
  • Schokolade: 290 mg
  • Weizenkeime: 250 mg
  • Sojabohnen: 250 mg
  • Haferflocken: 140 mg

Ein Mangel an Magnesium äußert sich je nach Einsatz unterschiedlich. Magnesium ist auch verantwortlich bei der Übertragung von Nervenimpulsen, der Muskeltätigkeit und dem Knochenaufbau und spielt eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel, bei der Eiweißherstellung und der Zellerneuerung.

Und wie äußert sich ein Mangel an Magnesium?

  • Muskel- und Wadenkrämpfe
  • Nervosität, Unruhe
  • Schwindel und Konzentrationsschwäche
  • Herzjagen, Herzrhythmusstörungen
  • Magen-Darmprobleme  wie Durchfall, Erbrechen und Übelkeit
  • Heizhunger auf Schokolade

Magnesium und Calcium stehen bei der biologischen Verwertbarkeit in einer engen Wechselwirkung, so dass sie in einem Verhältnis von 2:1 vorkommen. Beide Mineralstoffe werden über das gleiche Transportsystem über den Darm ins Blut aufgenommen. Wenn über eine längere Zeit einseitig vermehrt nur Magnesium aufgenommen wird, so verschlechtert sich die Calciumaufnahme und umgekehrt, so dass eine Mineralstoffdysbalance entsteht.

 

Omega-3 Fettsäuren sind mehr als nur Fischöl

Omega-3 Fettsäuren sind längst wissenschaftlich bestätigt, dass sie eine positive Wirkung auf das Gefäßsystem haben, da sie gegen die Entstehung von Arteriosklerose wirken.

Mediziner, die präventiv tätig sind fordern schon lange das vermehrte Einsetzen von Omega-3 Fettsäuren, da man mit dieser Substanz Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Durchblutungsstörungen wesentlich reduzieren könnte, ohne das Risiko der Nebenwirkungen von chemischen Medikamenten.

Große wissenschaftliche Studien belegen, dass die regelmäßige Einnahme von Omega-3 Fettsäuren die Fließeigenschaft des Blutes verbessert und Gefäßverengungen verhindert werden.

Omega-3 Fettsäuren in Fischölkapseln
Omega-3 Fettsäuren in Fischölkapseln

Die Wirkung ist ganz einfach: die ungünstigen Blutfette LDL und die Triglyceride werden gesenkt, und die gefäßschützenden Blutfette HDL werden erhöht, es kommt zu einer antithrombotischen Wirkung, weil die Aktivität der gerinnungshemmenden Blutplättchen (Thrombozyten) zurück geht. Wenn die freien Radikale, die die Gefäßwände schädigen wollen, von Omega-3 Fettsäuren abgefangen werden, bleiben die Gefäßwände intakt. Von der American Heart Association werden Fischölkapseln deshalb sogar verbindlich als Vorsorge für kardiovaskuläre Erkrankungen empfohlen, besonders wenn das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder eines Schlaganfalls erhöht ist.

Aber Omega-3 Fettsäuren können noch mehr. Sie haben ausgeprägte entzündungshemmende Eigenschaften. Wissenschaftler konnten nachweisen, dass das an der Reduzierung der körpereigenen entzündungshemmenden Substanzen liegt, der  Prostaglandine und Leukotriene, die bei entzündlichen Prozessen im Körper vermehrt gebildet werden. Sie sind die Ursache für die Schmerzen, den Rötungen und Schwellungen im Entzündungsgebiet. In vierzehn kontrollierten Studien konnte festgestellt werden, dass bei einer Behandlung mit erhöhter Gabe von Omega-3 Fettsäuren die Beschwerden der Patienten mit rheumatischen Erkrankungen deutlich besser wurden. Sie klagten über weniger Schmerzen und weniger Schwellungen der Gelenke, auch die typische Gelenksteifigkeit am Morgen wurde als deutlich besser gemessen.

Bei den chronischen Hauterkrankungen Psoriasis und Neurodermitis konnte man ebenfalls positive Wirkungen feststellen. Diese Krankheiten haben oft genetische Ursachen und die Patienten sind ein Leben lang davon betroffen. Oft werden Salben zu Symptomenlinderung verschrieben, denn die Patienten leiden erheblich an Juckreiz, Rötungen und Schuppung bzw. Austrocknung der Haut. Omega-3 Fettsäuren lindern erheblich die Symptome und die Neigung zu allergischen Reaktionen kann verbessert werden.

Diese Omega-3 Fettsäuren fielen erstmals von Jahren bei den Ureinwohnern Grönlands auf, den Inuit. Sie aßen wesentlich mehr fette Nahrung (Makrele, Hering, Thunfisch, Lachs) als der Mitteleuropäer, erlitten aber wesentlich weniger einen Herzinfarkt. Man vermutete, dass es an den Omega-3 Fettsäuren lag, die im Fisch enthalten sind.

Hier empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, zweimal die Woche Fisch zu wählen, wobei auch das nicht von der Mehrheit der Bevölkerung geschafft wird. Bei uns stehen Fertiggerichte oder Fast Food auf dem Tisch des gestressten Mitteleuropäers und die Folgen sind ein massiver Mangel an Omega-3 Fettsäuren in der Nahrung, dem dann zwangsläufig ernste Gesundheitsstörungen folgen können. Die Bestetigung dafür ist eine massive Häufigkeit von entzündlichen Erkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen und allergischen Reaktionen.

Und laut Dr. Duke Johnson sind Entzündungen die Ursache für viele andere Erkrankungen unserer Zivilisation.

Aber wählen sie nicht irgendein Fischöl. Die Omega-3 Fettsäuren Eicosapentaensäure(EPH) und Docosahexaensäure (DPH) sollten im Verhältnis 3:2 stehen und einen Zusatz von Vitamin E enthalten, was als Oxidationsschutz für die empfindlichen Omega-3 Fettsäuren dient. Das Fischöl sollte nicht verunreinigt sein mit Schwermetallen wie z.Bsp. Blei und Quecksilber.

Bei gleichzeitiger  Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten wie Aspirin oder Marcumar sollte der Arzt informiert werden, da es zu erhöhten Blutungsneigungen kommen kann. Aber ich würde dem Körper lieber Omega-3 Fettsäuren in höherer Dosierung anbieten, bevor ich zum  Aspirin greifen würde. Der einzige Vorteil von Aspirin und Marcumar ist die Verordnung auf Rezept, aber wer weiß wie lange noch.