Gesünder abnehmen

Ich möchte mit einigen Irrmeinungen aufräumen und einige Begriffe erklären und zuletzt zum Nachdenken anregen.

Grundumsatz:

das ist der Kalorienverbrauch des Körpers im Ruhezustand, also ohne Bewegung. Er hängt vom Alter, Gewicht, Größe und Geschlecht ab. Das Gegenteil dazu ist der Arbeitsumsatz, der benötigt wird, um die Arbeiten zu verrichten. Er ist abhängig von der Art der Tätigkeit, vom Grundumsatz, vom Körperbau und dem Trainingszustand des Körpers. Den Grundumsatz kann man durch Muskelaufbau erhöhen, da die Muskeln auch in Ruhe Energie verbrauchen und das gesündere Abnehmen erleichtert ist. Deshalb wird jeder feststellen, dass ohne körperliche Bewegung der Energieverbrauch erschwert ist.

Kcal:

es steht für Kilokalorie, also für 100 Kalorien. Allerdings redet man umgangssprachlich von Kalorien, obwohl bei kcal eine Kilokalorie gemeint ist. In dieser Einheit misst man die Energie, die in Nahrungsmitteln enthalten ist. Obwohl dieser Begriff veraltet ist, wird er in der Umgangssprache weiterhin genutzt. Allerdings findet man auch einen weiteren Begriff, die Kilojoule (kJ). 1 kcal entspricht 4,184 kJ.

1 kcal ist definiert für die Energiemenge, die benötigt wird, um 1 kg Wasser von der Temperatur 14,5° Celsius auf 15,5° Celsius zu erhöhen bei einem Atmosphärendruck von 760 mm Hg.

Unsere Energie enthalten wir aus unserem Essen, aus den Nährstoffen Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate sowie aus dem Alkohol.

1 g Eiweiß liefert 4,1 kcal oder 17,1 kJ

1 g Kohlenhydrate liefert 4,1 kcal oder 17,1 kJ

1 g Fett liefert 9,3 kcal  oder 38,9 kJ

1 g Alkohol liefert 7, 1 kcal oder 29,3 kJ

 

Idealgewicht: galt früher die Rechnung Größe in Zentimeter minus 100, so berechnet man heute den BMI, den Body-Maas-Index.

Kilogramm : Größe in Metern² = BMI

bei 1,75 m und 83 kg ergibt sich die Rechnung: 83 : (1,75 · 1,75)  = 27,10

Untergewicht: unter 19

Normalgewicht: 19-24,9

Übergewicht: 25-29,9

Adipositas: 30-39,9

starke Adipositas: mehr als 40

 

Der BMI berücksichtigt nicht die Stärke des Knochenbaus oder den Anteil des Fetts im Muskelgewebe. So könnte eine Person mit zartem Knochenbau und wenig Muskelgewebe und hohem Prozentsatz an Körperfett auf der BMI-Skala als „normal“ eingestuft werden. Dagegen ein sehr muskulöser Athlet mit wenig Körperfett könnte als adipös eingeordnet werden. Der BMI berücksichtigt auch nicht, an welcher Stelle das Fett sitzt: an der Taille in der Nähe der inneren Organe(Apfelform) oder an den Oberschenkeln und dem Gesäß (Birnenform). Deshalb ist zur Bestimmung der Fettverteilung die Berechnung des Verhältnisses von Taille und Hüfte angemessener. Taille: Hüfte

Bei Männern sollte ein Wert von 0,95 oder weniger herauskommen, bei Frauen sollte der Wert 0,88 oder weniger ergeben.

In einer Studie in Schweden nahmen 1400 Frauen und Mädchen über 12 Jahren teil und es bestätigte sich, dass das Verhältnis von Taille und Hüfte eine wesentlich bessere Vorhersage über Herzerkrankungen, Schlaganfall und Tod erlaubte als nur der BMI-Wert.

Deshalb ist es wichtig, wer gesund abnehmen will, eher Fett zu verlieren und nicht nur alleine Gewicht. Bei den meisten Modediäten wird der Erfolg an der Badezimmerwaage gemessen. Dabei wäre es sinnvoller, sich mehr zu bewegen und Muskeln aufzubauen, die Ernährung umzustellen und Fett zu verlieren. Ein schneller Gewichtsverlust auf der Waage gemessen ist oft nur Wasserverlust und hat nichts mit gesundem abnehmen zutun. Ein echter und sicherer Verlust von Fettgewebe passiert nicht über Nacht, es braucht Zeit.

Ausführlichere Informationen findet man im Buch „Die optimale Gesundheit“

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