Beta Carotin = Lungenkrebs oder optimal für die Gesundheit?

Seit der Spiegel den Bericht über „Die Vitamin-Lüge“ gebracht hat, ist Beta Carotin wieder in aller Munde. Es wurde eine uralte Studie von 1994 zitiert, natürlich ohne Angabe von irgendwelchen Quellen, die damals schon als fragwürdig galt. Aber für jeden Gegner von Vitaminen war es ein Augenschmaus zu lesen, dass Beta Carotin angeblich das Lungenkrebsrisiko erhöhen soll.

Beta Carotin ist die Vorstufe des Vitamin A, daher auch die Bezeichnung „Provitamin A“. Der Körper ist in der Lage, je nach Bedarf aus Beta-Carotin Vitamin A herzustellen. Daher hat Beta-Carotin auch eine gewisse Depotform, ohne dass die Gefahr einer Überdosierung besteht, wie dies bei Vitamin A der Fall ist. Eine zu hohe Zufuhr von Beta-Carotin führt lediglich dazu, dass dieser intensiv orange gefärbte Stoff in der Haut abgelagert wird. Das ist uns allen bekannt von den Babies mit der gesunden Gesichtsfarbe, wenn sie zu viel Karottensaft getrunken haben.

Beta Carotin ist ein Naturfarbstoff, der in vielen Pflanzen vorkommt, besonders in den farbigen Früchten, Wurzeln und Blättern. Die Pflanzen produzieren diese Carotinoide, um sich vor der UV-Strahlung zu schützen und von anderen Tieren nicht gefressen zu werden.

Deshalb sollten wir davon auch besonders viel für eine optimale Gesundheit essen. Es gibt über 600 Arten von Beta Carotine und nur in der Natur kommen alle vor und nicht isoliert ein einziges.

Nachdem Obst und Gemüse für viele Menschen nicht täglich auf dem Speiseplan stehen und wenn dann nur in geringen Mengen, könnte es für den ein oder anderen sinnvoll sein, eine Nahrungsergänzung zu wählen, die die ganzen Früchte verarbeitet. Besonders reich an Beta Carotin sind Pfirsiche, Aprikosen und Karotten, aber auch Spinat, Löwenzahn, Pflaumen und Heidelbeeren.

Beta Carotin wird benötigt für

  • Haut und Schleimhäute

  • unterstützt die Knochenbildung

  • schützt den Organismus vor Infektionen

  • stärkt das Bindegewebe

  • wirkt antioxidativ gegen freie Radikale, hat daher krebsschützende Wirkung

Eine generell zellschützende Wirkung als Antioxidantien kann ihnen mit Sicherheit zugeschrieben werden.

Die wohl bekanntesten Carotinoide sind Beta Carotin, Lutein, Lycopin und  Zeaxanthin, die für den Sehvorganz unverzichtbar sind. Warum sind wohl so viele Menschen Nachtblind? Wie viele  Autofahrer gibt es, die automatisch auf die Bremse steigen, wenn sie in einen Tunnel fahren oder sich bei Nachtfahrten sehr schwer tun? Es könnte daran liegen, dass sie zu wenig Beta Carotin zu sich nehmen. Auch wer ständig unter Infekten leidet, sollte in dieser Richtung sich Gedanken machen. Auch trockene und schuppige Haut ist ein Anzeichen von Mangelerscheinungen. Bei vielen Paaren bleibt der Kinderwunsch aus, weil  Zeugungsfähigkeit oder Fruchtbarkeit gestört sind. Neben dem Stress abstellen wäre auch eine Ernährungsumstellung ein Versuch wert.

Die Funktionen und Wirkungen der Carotine im menschlichen Körper werden mehr und mehr bekannt.

Haben Sie bei Obst und Gemüse schon mal einen Waschzettel gefunden, der vor übermäßigem Verzehr warnt?

3 Gedanken zu „Beta Carotin = Lungenkrebs oder optimal für die Gesundheit?“

  1. Hallo Christine,

    Wie Du sicherlich weißt, wird Network-Karriere im Februar für die gesamte Branche mit fundierten Veröffentlichungen gegen die „Vitaminlüge“ Front machen.
    Ich bin gespannt, wie das weitergeht.

  2. Hallo Rolf,

    danke für Deine ausführlichen Erklärungen.
    Man merkt, Du kommst aus der Branche und kennst Dich aus.Schön, dass Du uns daran teilhaben lässt.

  3. Sämtliche bekannte Studien einschließlich der großen amerikanischen Kohorten-Studien (mehr als 10.000 Probanden) wurden mit hochdosierten synthetischen (chemisch isolierten) Vitaminen durchgeführt. Also als Arzneimittel nicht als NEM gegeben. Diese werden vom Immunsystem als körperfremd identifiziert, deshalb muß eine hohe Gabe das Immunsystem überlisten. Dieser Vorgang ist absolut unvergleichbar mit der Aufnahme natürlicher Vitamine in komplexen Vitaminumgebungen (z.B. Bioaktiven Sekundären Pflanzenstoffen), die für das Andocken an die Rezeptorstrukturen und die Wirksamkeit erforderlich sind. NEM , die diese komplexen Strukturen in qualitativ hochwertigen Extrakten enthalten, sind -obwohl trotzdem nicht naturidentisch- weitestgehend mit der Aufnahme natürlicher Vitamine vergleichbar und in der Regel nicht mit Dosierungen im Arzneimittelbereich zu geben. Auf diesen Sachzusammenhang muß hingewiesen werden. Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat weder das Geld, noch die Technologien noch die landwirtschaftlichen Flächen noch je den Willen gehabt, NEM zu produzieren. Sie hat sogar erfolgreich versucht, die Pharmafirmen, die Arzneimittel aus Naturstoffen für die Phytotherapie aus der kassenärztlichen Verordnung zu drängen. Die Bayer AG (mit dem grünen Blatt!!! – Pflanzenschutz) wollte damals die Phytofirma Nattermann nur wegen der Grundstücke am Rhein, nicht wegen der pflanzlichen Arzneimittel übernehmen. Die Orthomolekulare Medizin hat in der pharmazeutischen Industrie ein Nischen-Dasein.

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