Ursprung von AD(H)S

Ca. 8% aller Kinder in Deutschland haben ADS bzw. ADHS. Statistisch sind das 2 Kinder in jeder Schulklasse. ADS mit Hyperaktivität haben ca. 8-mal häufiger Jungen als Mädchen. ADS ohne Hyperaktivität haben wahrscheinlich mehr Mädchen als angenommen.
ADS zeigt sich in ähnlicher Konzentration in allen Bevölkerungsschichten und Kulturen der Welt. In unteren Sozialschichten treten durch eine oft unzureichende Förderung und Hilfestellungen häufiger chronische Folgeerscheinungen auf.

Es gibt mehrere Erklärungsansätze für diesen Symptomkomplex. Daher wird ADS als multifaktorielles Phänomen angesehen. Unterschiedliche Erklärungsansätze werden integriert, um ein ganzheitliches, umfassendes Bild zu erhalten. Multimodale Hilfe- und Fördermöglichkeit setzen gleichzeitig beim Kind, in der Familie, in der Schule und bei dem individuell ausgeprägten Störungsbild an. 

In neuster Zeit werden neurobiologische Verursachungstheorien für die Teilleistungsschwächen stark vertreten. Aus der Hirnforschung weiß man, dass AD(H)S- Schüler eine geringere Durchblutung im Frontallappen des Gehirns aufweisen.

Das Frontalhirn ist maßgeblich an der Planung von Handlungen, der Steuerung von Gefühlen und Emotionen, der Lenkung der Aufmerksamkeit und am Ausfiltern von wichtigen und irrelevanten Reizen verantwortlich. Aufgrund des Mangels an verschiedenen Neurotransmitterstoffen (z.B. Serotonin, Adrenalin) in dieser Hirnregion zeigen sich funktionelle Störungen in diesen Bereichen.

Einige hyperaktive Kinder müssen sich demnach durch Zappeln „aktivieren“, um den Neurotransmittermangel im Gehirn auszugleichen. Die Symptome des AD(H)S sind schon lange bekannt und sind unter vielen verschiedenen Begriffen zusammengefasst worden.      Dr. Hoffmann hat schon 1847 in seinem bekannten Buch „Struwwelpeter“ den „Zappelphilipp“ oder den „Hans – Guck – in – die – Luft“ beschrieben.

Doch ist es heute für Kinder mit ADHS immer schwieriger, mit den Symptomen in ihrem Umfeld und der Schule nicht aufzufallen.
Kinder können mit der Zeit Bewältigungsstrategien in ihrem Alltag erlernen. Durch Umsetzen von speziellen Erziehungsregeln helfen Eltern dem Kind, seinen Alltag eigenständig zu meistern.
In der Schule helfen Arbeitsregeln sowie Problemlösestrategien Außenreize besser zu reflektieren.

Was immer vernachlässigt wird, ist eine optimale Ergänzung mit den entsprechenden Nährstoffen, die die Neurotransmitter unterstützen können.

Auch wenn meist von Defiziten, Störungen und Dysfunktionen im Zusammenhang mit AD(H)S gesprochen wird, sollten wir auch  ihre Begabungen und Stärken sehen,  und das ist die „positive“ Kehrseite eines „AD(H)S- Kindes“.

  • Kreativität,
  • ein großes Energiepotential und Ausdauer
  • Spontaneität,
  • viel Phantasie
  • Führungskraft als Trendsetter 

Diese Stärken und Begabungen sollten Eltern und Lehrer fördern und damit ein positives Selbstbild und Selbstwertgefühl für die Kinder aufbauen.

(Fortsetzung folgt)

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