Gestörter Neurotransmitter-Stoffwechsel bei AD(H)S

Bei ADHS liegt eine Störung im Bereich der Botenstoffe vor, den so genannten Neurotransmittern Serotonin, Dopamin und Noradrenalin.

Serotonin steuert das Impulsverhalten.

Bei einem Mangel von Serotonin ist  die Frustrationsgrenze gesenkt, was zu Wutausbrüchen und aggressivem Verhalten führen kann, ferner können aber auch Depressionen und Angststörungen auftreten. → Die Aminosäure Tryptophan steigert den Serotoninspiegel.

Noradrenalin steuert die Aufmerksamkeit.

Ein Mangel an Noradrenalin ist  verantwortlich für die fehlende Aufmerksamkeit

Dopamin steuert den Antrieb.

Man hat festgestellt, dass eine erhöhte Dichte an Dopamintransportern vorkommt, die das Dopamin aus den Verbindungsspalten zwischen den Nervenendigungen herausfischen und wieder zurücktransportieren. → Vitamin B und Magnesium wirken sich positiv auf die Nervenendungen aus und sind für die Reizweiterleitung zuständig.

Warum setzt man also nicht da an, wo die Ursache liegt, nämlich am Stoffwechsel der Neurotransmitter? Aber das ist typisch für unsere Medizin, dass nur Symptome behandelt werden und keine Ursachenbekämpfung vorgenommen wird.

Die Orthomolekulare Medizin beschäftigt sich mit Substanzen, die natürlicherweise im menschlichen Körper vorhanden sind und im Stoffwechsel benötigt werden. Mit orthomolekularen Substanzen kann im Sinne der Nahrungsergänzung einem alimentären Mangel vorgebeugt werden, in höheren Dosierungen haben Mikronährstoffe häufig einen pharmakologischen Effekt.

Grundsätzlich können Stoffwechselprozesse nur bei ausreichender Verfügbarkeit der erforderlichen Mikronährstoffe ungestört ablaufen. Dies gilt natürlich auch für das Nervensystem, hier spielen die Neurotransmitter eine wichtige Rolle, woraus sich ein enger Bezug zum Aminosäurenstoffwechsel ableitet.

Einige Aminosäuren fungieren direkt als Transmittersubstanzen z.B. Glutaminsäure und Glycin. Wichtige Signalstoffe wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalin sind Metaboliten von Aminosäuren.

Mit dem Amphetamin Methylphenidat werden nur auftretenden Symptome lahmgelegt, damit die Kinder besser in die Welt der Erwachsenen hineinpassen. Durch die Amphetamine bekommt das hemmende Zentrum im Hirn einen Kick und die Person verhält sich ruhig.

In der Schule sitzt man nun einmal ruhig und redet nur, wenn man aufgefordert wird. Wer von den Eltern möchte denn Schuld sein, wenn das Kind nicht den Übergang in die weiterführende Schule schafft? Mit schlechten Noten oder ständig vergessenen Hausaufgaben ist ein Übertritt erschwert. So wird oft ahnungslosen Eltern ein schlechtes Gewissen eingeredet, wenn sie der Therapie mit Methylphenidat nicht zustimmen wollen.

(Fortsetzung folgt)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

E-Book Sofort-Download und Newsletter abonnieren - bitte anklicken