EHEC – und was kommt danach?

Momentan in aller Munde die Erkrankung vieler Menschen durch den EHEC Erreger. Die Zeitungen berichten darüber, dass man als Quelle wohl Tomaten, Blattsalat und Gurken annehmen muss. Im Norden Deutschland sind mehr Menschen betroffen als in anderen Bundesländern, Frauen auch häufiger als Männer und Kinder.

Momentan in aller Munde die Erkrankung vieler Menschen durch den EHEC Erreger.  Die Zeitungen berichten darüber, dass  man als  Quelle wohl Tomaten, Blattsalat und Gurken annehmen muss. Im Norden Deutschland sind mehr Menschen betroffen als in anderen Bundesländern, Frauen auch häufiger als Männer und Kinder. Daher ist das Interesse für diese Erkrankung in diesen Gegenden auch eindeutig erhöht. Aber wenn die Ursache nicht bekannt wird, kann sich schnell eine Epidemie ausbreiten.

EHEC seht für  Enterohämorrhagische Escherichia coli. Das sind krankheitsauslösende Stämme des Darmbakteriums Escherichia coli. In einer gesunden Darmflora befinden sich auch nicht krankmachende (nichtpathogene) Darmbakterien. Im Darm von Mensch und Tier befinden sich Millionen von Bakterien . Sie haben sogar sehr wichtige Aufgaben:

  • sie spalten die Nährstoffe auf
  • sie sorgen für die Abwehr von Krankheitserregern

Bei EHEC handelt es sich um eine Sonderform der Kolibakterien. Diese Form von Bakterien kann, im Gegensatz zu normalen Escherichia  coli, Giftstoffe produzieren. Diese Giftstoffe werden im Darm dann freigesetzt und können Krankheiten auslösen.

Wo kommen die Bakterien aber her? Im Gespräch sind Gurken aus Spanien. Aber was ist mit den erkrankten Frauen in Hamburg, die gar keine Gurken verzehrt haben?

Die Menschen sind verunsichert und lassen in den Supermärkten Gemüse und Salat vorerst liegen.  Diese Bakterien haben auf jeden Fall schwerwiegende Krankheiten ausgelöst. Ansonsten haben wir vorher  die Gurken inklusiv vieler Pestizide schon verzehrt, ohne sofort zu erkranken. Nur die Aquarienfische sind gestorben, wenn man so eine gespritzte Gurke ins Aquarium  gelegt hat. (sehr beliebt als Zusatzfutter, damit die Pflanzen nicht angeknabbert werden)

Sollte man sich nicht einige Fragen stellen?

  • Wie sieht unsere eigene Immunabwehr aus?
  • Womit wird unser Körper im Extremfall fertig?
  • Was wird uns alles zugemutet, wovon wir erst erfahren, wenn solche Zwischenfälle passieren?
  • löst EHEC jetzt die Schweinegrippe und Vogelgrippe ab? Die Impfbereitschaft in der Bevölkerung war ja nicht so gelaufen, wie man sich vorgestellt hatte.
  • welcher Pharmakonzern findet als erster ein Gegenmittel gegen EHEC, da ja viel Antibiotika nichts nützen?

Diabetes und Sport

Es gibt verschiedene Gründe, sich sportlich zu betätigen. Nicht nur für Diabetiker ist es sinnvoll, doch als Diabetiker müssen Sie einiges beachten, was beim Stoffwechselgesunden automatisch funktioniert.

Es gibt verschiedene Gründe, sich sportlich zu betätigen. Nicht nur für Diabetiker ist es sinnvoll, doch als Diabetiker müssen Sie einiges beachten, was beim Stoffwechselgesunden automatisch funktioniert.

Für alle gilt, es sollte Spaß machen und nicht zu einer Pflicht werden, denn sonst hört man sofort bei den kleinsten Misserfolgen auf. Sie benötigen eine gewisse Portion an Disziplin und Geduld, denn Ergebnisse lassen sich nicht sofort erkennen. Kontaktieren Sie vorher Ihren Hausarzt, um abzuklären, dass nichts dagegen spricht, wenn Sie lange pausiert haben.

Gründe für Sport:

  • Herz- und Kreislauftraining

  • um Gewicht  abzunehmen

  • um Muskeln aufzubauen

  • um sich einfach nur fit zu halten („wer rastet, der rostet“)

  • um an Wettkämpfen teilzunehmen

Bei Sport benötigen Sie weniger Insulin oder mehr Kohlenhydrate. Beim Gesunden hört einfach die Insulinausschüttung aus und aus der Leber können Reserven freigesetzt werden. Dieser Automatismus muss vom Diabetiker imitiert werden, also bedeutet es Planung.

Was sich allerdings in der Theorie so einfach anhört, bedarf etwas Fingerspitzengefühl und auch Erfahrung, die man mit der Zeit bekommt, wenn man sich alles notiert, um für den nächsten Sporteinsatz richtig zu reagieren. Das bedeutet für den Anfang:

Blutzucker testen und noch mal testen:  vor, während und nach dem Sport!

Der Verlauf ist von vielen Faktoren abhängig:

1.      um welche Sportart handelt es sich?

  • etwas spazieren gehen
  • intensiv Nordic Walking betreiben

2.      wie ist der aktuelle Blutzucker?

  • ist er zu niedrig, unbedingt vorher schnelle Kohlenhydrate essen
  • bei erhöhtem Blutzucker wegen Insulinmangel niemals Sport treiben wegen der Ketoazidose.
  • bei Blutzuckerspitzen vorsichtig korrigieren

3.      auf den Trainingszustand:

  • sind die Muskeln es gewöhnt
  • oder beginnen Sie nach längerer Pause mit dem Sport ganz neu?

4.      der Zeitpunkt des letzten Bolus und der Kohlenhydrataufnahme:

  • was wirkt noch an Insulin?
  • sind die Kohlenhydrate schon vollständig resorbiert?

5.      die Insulinart:

  • kann ich die Basalrate in der Pumpe reduzieren?
  • wie viel  wirkt noch vom Langzeitinsulin (je nach Tageszeit) bei ICT?

Nur Übergewicht oder schon beginnende Insulinresistenz?

Dass Übergewicht nicht gesund ist, ist allgemein bekannt. Es ist ein Risiko für Herzinfarkt, es nutzt die Gelenke und Bänder schneller ab und es ist nicht nur ein kosmetisches Problem. Bei vielen täglichen Abläufen geht man schnell k.o. Die Industrie hat sich zwar darauf eingestellt, so dass man Bekleidung in 5XXL bekommt, auch bei der Kinderbekleidung findet man selbst Zwischengrößen für übergewichtige Kinder, da die Standartgrößen 122 oder 140 zu eng sind.

Dass Übergewicht nicht gesund ist, ist allgemein bekannt. Es ist ein Risiko für Herzinfarkt, es nutzt  die Gelenke und Bänder schneller ab und es ist nicht nur ein kosmetisches Problem. Bei vielen täglichen Abläufen geht man schnell k.o. Die  Industrie hat sich zwar darauf eingestellt, so dass man Bekleidung in 5XXL bekommt, auch bei der Kinderbekleidung findet man selbst Zwischengrößen für übergewichtige Kinder, da die Standartgrößen 122 oder 140 zu eng sind.

Jeder Übergewichtige redet natürlich von seinem Wohlfühlgewicht. Doch bei beginnender Insulinresistenz entsteht ein Teufelskreis. Der Blutzucker steigt an, weil das Insulin den Zucker nicht in die Muskelzelle bringt. Daraufhin wird mehr Insulin produziert. Mehr Insulin bedeutet mehr Hunger und mehr essen, was wiederum mehr Insulinproduktion bedeutet. Wenn Insulin im Blutkreislauf ist, kann kein Fett verbrannt werden. Zwangsläufig ist Abnehmen bei zu viel Insulin gar nicht so einfach. Die insulinproduzierenden Zellen sind langfristig überfordert und kommen irgendwann zur völligen Erschöpfung. Diese Insulinresistenz besteht Jahre im Voraus, bevor der Diabetes Typ 2 manifest wird.

Wann sollte man aufpassen:

  • Body Mass Index – BMI von über 26 oder sogar 30

  • der THQ bei Frauen > 8,8 und bei Männern > 1

  • Blutdruck ist höher als 140/90 mm/Hg

  • der Blutglukosespiegel ist nüchtern über 100 mg/dl

  • Triglyzeridwerte sind über 230 mg/dl

  • Gesamt-Cholesterinspiegel ist  höher als 230 mg/dl

Je mehr Faktoren bei Ihnen zutreffen, um so eher liegt eine Insulinresistenz vor und Sie sollten mit Ihrem Arzt reden.

Diabetes- eine Zivilisationskrankheit?

Der Diabetes mellitus, oder wie der Volksmund auch sagt die Zuckerkrankheit ist die häufigste Stoffwechselkrankheit. Bei Kindern und Jugendlichen ist es die häufigste chronische Erkrankung. In der Bevölkerung leiden ca. 8% an dieser Krankheit, wobei die unerkannten Fälle noch nicht darin eingeschlossen sind.

Der Diabetes mellitus, oder wie der Volksmund auch sagt die Zuckerkrankheit ist die häufigste Stoffwechselkrankheit. Bei Kindern und Jugendlichen ist es die häufigste chronische Erkrankung. In der Bevölkerung leiden ca. 8% an dieser Krankheit, wobei die unerkannten Fälle noch nicht darin eingeschlossen sind. Jährlich werden auf 100.000 Menschen 360 Neuerkrankungen registriert, bei den über 60-Jährigen  sind es sogar 1200 Neuerkrankungen. Mit zunehmender Altersentwicklung wird in der Zukunft die Anzahl der neuen Diabetiker drastisch zunehmen. Momentan sind über acht Millionen Menschen an Diabetes erkrankt. Bei der Mehrheit handelt es sich um den Diabetes Typ 2, dem oft eine Insulinresistenz zugrunde liegt.

Es gibt verschiedene Formen des Diabetes und genau so unterschiedlich ist auch ihre Behandlung. Manche kommen mit einer veränderten Ernährung zurecht, bei einem absoluten Insulinmangel-Diabetes ist von Anfang an Insulin die Therapiewahl.

Die WHO hat eine eindeutige Klassifizierung festgelegt, der auch die DDG, die Deutsche Diabetes Gesellschaft entspricht:

1.      Diabetes Typ 1

2.      Diabetes Typ 2, früher als Alterszucker bekannt

3.       Schwangerschaftsdiabetes

4.      andere Diabetes Typen

Je früher der Diabetes erkannt und optimal eingestellt ist, desto weniger ist mit Folgeschäden und Komplikationen zu rechnen. Wer gut eingestellt ist, wird sich nicht als kranker Mensch sehen, sondern sich „bedingt gesund“ fühlen.

Sprach man früher vom „Alterszucker“, weil ihn die älteren Menschen nach 60 Jahren entwickelten, so kann man heute beobachten, dass immer mehr Jugendliche an dieser Form von Diabetes leiden, die bedingt ist durch falsche Ernährung, Bewegungsmangel und dadurch resultierendem Übergewicht.

Unsere Kinder essen zu kohlenhydratreich und fettreich und bewegen sich entsprechend zu weinig. Pizza, Pommes und Hamburger mit Spezi und Cola stehen auf der Lieblingsliste aller Jugendlichen.  Lange Schulzeiten und Computerspiele bewirken, dass die Bewegung eingeschränkt ist. Das Verhältnis von Kalorienaufnahme und Verbrennung gerät aus dem Gleichgewicht.

Auch Fachlektüre muss nicht immer aktuell sein

Es ist manchmal ganz schön frustrierend, was man auf Fachmessen für ein Informationsmaterial erhält. Es kann nie schaden, sich ein eigenes Bild zu machen und die Dinge zu hinterfragen.

Es ist manchmal ganz schön frustrierend, was man auf Fachmessen für ein Informationsmaterial  erhält.  Es kann nie schaden, sich ein eigenes Bild zu machen und die Dinge zu hinterfragen.

So finde ich zum Beispiel auf einem Diabetiker Treffen einen Stand, wo Kalorientabellen ausliegen, die das Sollgewicht nach Broca ermitteln. Sie erinnern sich, das war in den 70er Jahren mal modern: Größe minus 100, und bei Frauen zog man noch 10% ab. Die Broca-Berechnung wurde später vom BMI, dem Body Maas Index abgelöst. Der BMI errechnet sich aus dem Verhältnis von Körpergewicht (kg) zu Körpergröße im Quadrat (m²).

Inzwischen unterscheidet man allerdings auch, wo das Fett sitzt und spricht vom „Apfeltyp“ oder „Birnentyp“. Hier wird der Taille-Hüfte-Quotient, der THQ ermittelt.

Die Fettzellen an Bauch und Hüften produzieren Botenstoffe, die den Blutdruck erhöhen und somit das Risiko für Herzinfarkt vergrößern. Das viszerale Fett beim Apfeltypen beeinflusst den Stoffwechsel und kann somit auch Auslöser für Diabetes Typ 2 sein.

Der Taille-Hüfte-Quotient zeigt das Verhältnis von Taillenumfang zu Hüftumfang. Die Formel des THQ lautet: Taillenumfang (in cm): Hüftumfang (in cm)

Der Taillenumfang wird dabei auf Höhe des Bauchnabels gemessen, der Hüftumfang an der breitesten Stelle der Hüfte.

Beispiel: Bei einem Taillenumfang von 120 cm und einem Hüftumfang von 98 cm ergibt sich als THQ: 120: 98 = 1,22

Frauen Männer
Normalgewicht < 0,8 < 0,9
Übergewicht 0,8 – 0,84 0,9 – 0,99
Adipositas > 0,85 >  1,0
Quelle: Wikipedia

Abnehmen ist also bei Übergewicht immer von Vorteil. Neben der Ernährungsumstellung darf allerdings auch nicht die Bewegung fehlen. Es ist erstaunlich, dass man dann immer noch zu lesen bekommt, der Kalorienbedarf sollte sich aus 55% Kohlenhydraten, 30% Fett und nur 15% Eiweiß zusammensetzen. Bei Kohlenhydraten muss die Bauchspeicheldrüse Insulin abgeben. Sollte man da nicht eher reduzieren?

Wie haben die Menschen sich ernährt, als sie Jäger und Sammler waren? Reichlich mageres Fleisch, komplexe Kohlenhydrate aus Beeren, Wurzeln, Obst und Gemüse. Die Kohlenhydrate kamen erst viel später dazu, als der Mensch sesshaft wurde und mit Ackerbau und Viehzucht begann.

Magnesium bei Diabetes

Gegenüber stoffwechselgesunden Menschen ist der Magnesiumspiegel bei Diabetikern oft sehr niedrig. Gründe dafür könnten sein, dass Magnesium als natürliche Quelle in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen enthalten ist. Von diesen Nahrungsmitteln verzehren Diabetiker nicht so viel wie Gesunde, da sie sehr kalorienreich (Nüsse) oder kohlenhydratreich (Vollkornbrot) sind. Bei länger bestehendem Diabetes kommt es oft zu Nierenveränderungen, so dass das lebenswichtige Mineralstoff Magnesium über die Niere vermehrt ausgeschieden wird.

Die Internationale Diabetes-Föderation in Washington hat festgestellt, dass in den letzten zwanzig Jahren die Anzahl der Diabetiker  um das Achtfache angestiegen ist.

Gegenüber stoffwechselgesunden Menschen ist der Magnesiumspiegel bei Diabetikern  oft sehr niedrig. Gründe dafür könnten sein, dass Magnesium als natürliche Quelle in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen enthalten ist. Von diesen Nahrungsmitteln verzehren Diabetiker nicht so viel wie Gesunde, da sie sehr kalorienreich (Nüsse) oder kohlenhydratreich (Vollkornbrot) sind.  Bei länger bestehendem Diabetes kommt es oft zu Nierenveränderungen, so dass das lebenswichtige Mineralstoff Magnesium über die Niere vermehrt ausgeschieden wird.

Außerdem hat man wissenschaftlich festgestellt, dass ein Magnesiummangel zur Entstehung der Insulinresistenz beitragen kann. Die Insulinresistenz liegt bei Typ 2 Diabetikern vor.

Neben optimaler Ernährung, Bewegung und Gewichtskontrolle kann also auch eine gute Versorgung mit Magnesium dazu beitragen, die Insulinresistenz zu verhindern.

Achten Sie darauf, dass Sie Magnesium kombiniert mit Calcium aufnehmen. Sie stehen bei der biologischen Verwertbarkeit in enger Wechselwirkung. Sie werden vom Darm über den gleichen Mechanismus in das Blut  aufgenommen. Erhöhen Sie einseitig die Magnesiumzufuhr, so verschlechtern Sie gleichzeitig die Aufnahme für Calcium aus den Lebensmitteln.

Das Risiko einer Mineralstoff-Dysbalance tritt nicht bei einem Verhältnis von 2:1 auf, also zum Beispiel 300 mg Calcium und 150 mg Magnesium.

Die durchschnittlichen Verluste an Calcium und Magnesium über den Schweiß weisen mit 40 mg Calcium und 20 mg Magnesium pro Liter Ganzkörperschweiß auch das Verhältnis 2:1 auf