Kinderlebensmittel zu süß und zu fett

Kinderlebensmittel sollen unsere kleinsten Bewohner ansprechen und genauso sind sie aufgebaut.

Sie locken mit Comics-Figuren, mit Spielzeug in den Packungen, Wertgutscheinen für Kinderfilme im Kino, und sie haben bekannte Figuren aus Kinderfilmen auf ihrer Verpackung abgebildet. Ganz schlimm wird es, wenn bekannte Idole aus dem Sportbereich dafür Werbung machen. Diese Sportidole sind oft Vorbild für die Kinder und vermitteln, dass es völlig in Ordnung ist, diese Lebensmittel zu verzehren.

Slogan wie „Nur das Beste für mein Kind“ und „Mit einer Extraportion Milch“ oder „Mit wertvollen Vitaminen“ oder „So wertvoll wie ein kleines Steak“, so werden sie von der Lebensmittelindustrie geködert. Und man bekommt ein schlechtes Gewissen vermittelt, wenn man sich widersetzt und diese tollen Kinderlebensmittel nicht einkauft.

Im letzten Jahr haben 15 Millionen Haushalte Geld ausgegeben für Fruchtzwerge, Milchschnitten und Kinderwurst. Eine regelrechte Konsumfalle, denn diese Kinderlebensmittel sind eindeutig zu teuer.

Aber Kinderlebensmittel werden schon längst nicht mehr nur von Kindern gegessen. Unterschwellig wird vermittelt, dass diese Nahrungsmittel gut kontrolliert sein müssen, denn man nimmt ja nicht an, dass Kinderlebensmittel etwas enthalten könnten, was der Gesundheit schadet. Aber genau da liegt der Irrtum begraben.

Kinderlebensmittel enthalten zu 41 % zu viel Zucker und zu 16% zu viel Salz und zu 35% zu viel Fett.

Die Dinge, die in der Ernährungspyramide ganz oben in der Spitze zu finden sind und von denen nur wenig verzehrt werden soll, sind in den Kinderlebensmitteln massiv enthalten. Die Ernährungspyramide wurde kurzer Hand umgekippt. Zucker und Fett sind die Basis dieser Kinderlebensmittel. Kein Wunder, wenn dann unsere Kinder und Jugendlichen zu dick sind und immer mehr mit Übergewicht zu kämpfen haben.

Foodwatch ging dem auf den Grund und hatte im März in Berlin eine Pressekonferenz und stellte einen Report vor:

“Kinder kaufen — Wie die Lebensmittelindustrie Kinder zur falschen Ernährung verführt, Eltern täuscht und die Verantwortung abschiebt” vor.

Die Werbung über Kinderlebensmittel im Fernsehen hat zugenommen. Waren 2007/2008 ca. 88% der Werbespots über Kinderlebensmittel, so waren es 2010 bereits schon 98%. Und das, obwohl sich die Lebensmittelwirtschaft 2009 verpflichtet hatte, keine Werbung für ungesunde Kinderlebensmittel für Kinder unter zwölf Jahren zu senden.

Wenn es allerdings keine Kontrollen gibt und niemand gegen Verstöße bestraft wird, müssen die Verbraucher selber vernünftig entscheiden, was sie ihren Kindern zumuten. In vielen Kinderlebensmitteln sind Geschmacksverstärker enthalten, obwohl sie deklariert sind „Ohne künstliche Geschmacksverstärker“, aber Hefeextrakt hat die gleiche Wirkung. Nach Verzehr dieser Lebensmittel bekommt man schnell wieder Hunger und der Geschmack für natürliche Lebensmittel geht verloren.

Kein Wunder, dass vielen Kindern deshalb kein Obst und Gemüse mehr schmeckt. Das Gemüse auf der Fertigpizza schmeckt eben doch ganz anders, enthält aber mit Sicherheit keinen Nährwert mehr.



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