Homocystein, oft unbekannt und doch so gefährlich

Homocystein? Kennen sie als Diabetiker oder auch als Stoffwechselgesunder ihren Homocysteinspiegel?

Homocystein, Homocysteinspiegel – noch nie gehört? Sehr wahrscheinlich, denn es gehört nicht zur Routineuntersuchung und wird von den Krankenkassen nicht übernommen. Wer explizit danach fragt, darf diese Leistung mit ca. 20 Euro zusätzlich zahlen. Aber eine Untersuchung, die sich lohnt.

Diabetes Arzt

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Homocystein ist eine schwefelartige Aminosäure, ein Zellgift, das sich im Eiweißstoffwechsel aus der essentiellen Aminosäure Methionin bildet und  als kurzlebiges Zwischenprodukt entsteht. Normalerweise wird Homocystein im Körper zu Cystein umgewandelt und ausgeschieden. Dazu benötigt unser Stoffwechsel reichlich Vitamine des B-Komplexes, nämlich Folsäure, Vitamin B6 und B12, die als Coenzym fungieren.

Hohe Homocystein-Spiegel werden  in Verbindung gebracht mit kardiovaskulären und zerebrovaskulären Komplikationen, mit Makuladegeneration, mit Demenzkrankheiten, Parkinson und Alzheimer. Man konnte feststellen, dass Homocystein als Zellgift bestimmte Andockstellen im Gehirn, die sogenannte Rezeptoren unwiderruflich schädigt. Homocystein hat einen wesentlich stärkeren Effekt als der Botenstoff Glutamat, der für die Gedächtnisleistung verantwortlich ist, und  während dieser Andockzeit können  zu viele Kalzium-Ionen in die Zelle einströmen. Außerdem schädigt Homocystein die Gefäßwände, indem es die Einlagerung von Fetten in die Gefäßwände fördert, die dadurch ihre Elastizität verlieren und Arteriosklerose fördern.

Nun diese gesundheitlichen Probleme treten natürlich nicht in jungen Jahren auf, sondern immer erst weit nach dem 60. Lebensjahr.

Folsäuremangel ist der häufigste Vitaminmangel in Deutschland, 90% der Bevölkerung leiden an einem Folsäuremangel. Unsere Nahrung bietet zu wenige Möglichkeiten, 600 µg Folsäure  über die Ernährung aufzunehmen. Folsäure zählt zu den wasserlöslichen B-Vitaminen, die bei der Verarbeitung der Nahrungsmittel verloren geht. Auch der Vitamin B12-Spiegel ist bei jedem Dritten  über 65 Jährigen  erniedrigt.

Daraus resultiert, dass ab dem 50. Lebensjahr  jeder 2. Erwachsene einen erhöhten Homocystein-Spiegel hat.

Zur Senkung des Homocystein-Spiegels würde man reichlich B-Vitamine und mindestens 1000 µg Folsäure benötigen, was ungefähr täglich einen Verzehr von  2 kg Blattgemüse entsprechen würde. Über die Nahrung ist es nicht zu erreichen, deshalb muss man auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen, die aus pflanzlichen Quellen bestehen.

Die Tatsache, dass immer wieder zu lesen ist, Vitamine nützen angeblich nur denen, die sie verkaufen wird nicht dadurch richtiger, weil man es immer wieder schreibt. Wer sich etwas mit Ernährungslehre beschäftigt und nicht nur blind links der Schulmedizin vertraut und nachplappert, was die Pharmaindustrie publiziert, wird feststellen, dass viele Gesundheitsprobleme behoben werden können, würden die Menschen von einigen Vitalstoffen etwas mehr zu sich nehmen, als die Deutsche Gesellschaft für Ernährung uns seit Jahrzehnten empfiehlt.

Wie hoch darf denn nun der Homocysteinspiegel sein? 

Eine optimale Größe wären 5 µmol/l, was aber bei älteren Menschen schwer zu schaffen ist. Deshalb hat man sich darauf geeinigt, dass alle Werte, die erst über 8 µmol/l liegen, als ungesund gezählt werden.

Werte über 15 µmol/l bedeuten auf jeden Fall ein deutlich gesteigertes Risiko für Arteriosklerose in den Bereichen Herz und Gehirn, ein erhöhtes Risiko für eine Embolie, ausgelöst durch Thromben und die Wahrscheinlichkeit, an Parkinson oder Alzheimer zu erkranken verdoppelt sich.

Zu niedrige Blutwerte an Homocystein dagegen haben keinen Krankheitswert und sind ohne Bedeutung. Deshalb wäre es wünschenswert von oben genannten B-Vitaminen mehr zu nehmen. Eine Überdosierung ist wegen der Wasserlöslichkeit nicht möglich.

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